Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

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Gesellschaft für zeitgenoessische Lyrik

Lyrikgesellschaft Aktuell

Ringelnatz-Gedichtfilm-Wettbewerb – Start am 7. August 2018

Joachim Ringelnatz, "Urtiere", Öl/LW, 1930

Pünktlich 135 Jahre nach dem Tag, an dem der Lyriker, Erzähler und Vortragskünstler Joachim Ringelnatz als Hans Bötticher in Wurzen geboren wurde, schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in Kooperation mit der Ringelnatz-Gesellschaft in Cuxhaven , dem Ringelnatz-Museum ebendort, dem Joachim-Ringelnatz-Verein in Wurzen und dem dortigen Kulturhistorischen Museum ihren 4. und bis auf weiteres letzten Gedichtfilmwettbewerb aus. Bildeten bei den vergangenen Wettbewerben jeweils Gedichte aus Ausgaben der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ den Anreiz für die Verfilmung, stehen diesmal sämtliche Gedichte des 1883 in Wurzen geborenen und 1934 in Berlin gestorbenen Dichters zur Auswahl. Für die Teilnahme wird keine Teilnahmegebühr erhoben, allerdings ist eine Anmeldung per E-Mail erforderlich. Der Wettbewerb ist bis zum 15. Juli 2019 offen. Zu gewinnen gibt es ...
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Ringelnatz-Gedichtfilm-Wettbewerb – Start am 7. August 2018

Joachim Ringelnatz, "Urtiere", Öl/LW, 1930

Pünktlich 135 Jahre nach dem Tag, an dem der Lyriker, Erzähler und Vortragskünstler Joachim Ringelnatz als Hans Bötticher in Wurzen geboren wurde, schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in Kooperation mit der Ringelnatz-Gesellschaft in Cuxhaven , dem Ringelnatz-Museum ebendort, dem Joachim-Ringelnatz-Verein in Wurzen und dem dortigen Kulturhistorischen Museum ihren 4. und bis auf weiteres letzten Gedichtfilmwettbewerb aus.

Bildeten bei den vergangenen Wettbewerben jeweils Gedichte aus Ausgaben der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ den Anreiz für die Verfilmung, stehen diesmal sämtliche Gedichte des 1883 in Wurzen geborenen und 1934 in Berlin gestorbenen Dichters zur Auswahl. Für die Teilnahme wird keine Teilnahmegebühr erhoben, allerdings ist eine Anmeldung per E-Mail erforderlich. Der Wettbewerb ist bis zum 15. Juli 2019 offen. Zu gewinnen gibt es …


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Ticker: Veranstaltungen unserer Mitglieder

Am 28. August 2018 erhält Eva Lehmann-Lilienthal den Isolde-Hamm-Preis der GEDOK Gruppe Leipzig. Die Laudatio spricht Rosa Domascyna. Der Veranstaltung im Literaturhaus Leipzig beginnt um 19.30 Uhr. Zu sehen ist dort bis Ende August die GEDOK-Jahresausstellung: „Aufgeschlagen. Das Buch als Kunstobjekt“.

Gedichte zum Thema Musik. Ausschreibung des Poesiealbum neu 1/2019

Im Zeitraum 1. Mai bis 31. Oktober 2018 (Poststempel) schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL) die Beteiligung an der Frühjahrsausgabe 2019 der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ aus.

Ausschließlich auf dem Briefpostweg können bis zu drei, möglichst bislang unveröffentlichte Gedichte in 2-facher Ausführung eingereicht werden. Die Gedichte sollten eine Länge von 35 Zeilen nicht überschreiten. Hinzuzufügen sind a) eine Kurzvita, b) die Erklärung, dass der kostenfreie Abdruck erlaubt wird, und c) die Zustimmung, dass die persönlichen Daten, die allein für den Zweck der Kommunikation und Registration Verwendung finden und keinesfalls an Dritte weitergegeben werden, gespeichert werden dürfen.

Bitte verzichten Sie auf Einsendungen per Einschreiben.

Kommt ein Gedicht für die Veröffentlichung in Betracht, setzt sich das „Poesiealbum neu“ – Team mit der Autorin/dem Autor in Verbindung. Rückfragen oder Stellungnahmen zu den Einsendungen können nicht beantwortet bzw. geleistet werden. Sobald der Drucksatz abgeschlossen ist, werden auf der Webseite der GZL  die Namen der Autorinnen und Autoren veröffentlicht, deren Gedicht in die Ausgabe zum Thema „Musik“ Aufnahme fand. Mit ihrer/seiner  Beteiligung an der Ausschreibung, stimmt die Einsenderin/der Einsender diesem Verfahren ausdrücklich zu.

Jeder Autorin, jeder Autor des Heftes erhält ein Freiexemplar und nimmt mit ihrem/seinem unveröffentlichten Gedicht an der Auswahl für den „Poesiealbum neu“ – Preis 2020 teil, der das beste Gedicht  des Jahrgangs 2019 prämiert.

Musik gilt als Weltsprache, für die es kein Wörterbuch braucht; hier spricht Seele zu Seele, heißt es. Aber wie ist es um Verse bestellt, die der Tondichtung frönen? Die Lyra steht für die Verskunst, die dereinst mit der Sangeskunst einherging. Frühzeitig unterschied man zwischen E- und U-Musik, kannte man den Spielmann und den Hofkompositeur. Die Laute war das herrschaftliche Instrument, die Klampfe gehörte dem Volke. Wir kennen den 1. Geiger und 2. Violinisten, wie ist ihr Verhältnis, wie das von Dirigent und Orchester? Was denkt der Roadie über den Allstar? Wie sehr leidet noch heute das Wunderkind unter dem Ehrgeizvater, der nicht selten weiblich ist?

Was fällt einem Dichter dazu ein? Lassen sich Musik und das Musikerleben überhaupt in Worte fassen?

Wir laden ein zu Lyrik über Sänger, Musikanten, Komponisten, Rock- und Pop-Stars (m/w), zu Gedichten über 12-Töner und Eintöner, goldene Stimmen und ebensolche Schallplatten, zu Hinterhofauftritten und Bühnenshows, Ballettpanoramen und Opernarien, Lagerfeuerromatik und Open-Air-Konzerten. Und wir erinnern an das in der Musikgeschichte eher jüngere Geschwisterpaar „Jazz & Lyrik“, das uns im März 2019 bei der Präsentation dieser „Poesiealbum neu“-Ausgabe zur Seite stehen könnte.


Veranstaltungen

24.08.2018
19:00

Sommerabend mit Ringelnatz: »Das Herz sitzt über dem Popo. Eine audiovisuelle Revue«

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

mit Michael Augustin und Walter Weber von Radio Bremen

Eine vergnügliche Reise in Ton und Bild durch Leben und Werk von Joachim Ringelnatz.

„Er hat den Stein der Narren entdeckt, welcher dem Stein der Weisen zum Verwechseln ähnlich sieht.“ So beschrieb Alfred Polgar den von ihm bewunderten Dichter Hans Bötticher, der unter dem Pseudonym Joachim Ringelnatz hochberühmt wurde. Ein Großmeister des absurden Sprachwitzes, der mit seinen Gedichten über den Seemann Kuttel Daddeldu zum Doyen der höheren Nonsense-Poesie in Deutschland avancierte. Sein bewegter Lebensweg führte Joachim Ringelnatz (1883-1934) von seinem Geburtsort Wurzen in Sachsen in viele Orte, unter anderem nach Berlin und München, wo er als Star der Kleinkunstbühnen Furore machte, und während des Ersten Weltkrieges als Mariner auch nach Cuxhaven.

Die beiden Radio-Bremen-Redakteure Michael Augustin und Walter Weber präsentieren eine vergnügliche Reise in Ton und Bild durch Leben und Werk von Joachim Ringelnatz – mit Originaltonaufnahmen des Meisters, seiner Ehefrau Leonharda (genannt „Muschelkalk“), sowie Erinnerungen von Zeitgenossen und Mitstreitern im Geiste wie Erich Kästner, Manfred Hausmann, Lenka Reinerova, Peter Rühmkorf und Günter Grass. Dazu gesellen sich Ringelnatz-Interpretationen von Annemarie Hase, Günter Lüders und Otto Sander.

Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Stadtbibliothek Leipzig

Eintritt frei

Foto von Jachim Ringelnatz: © Joachim-Ringelnatz-Museum Cuxhaven

Foto von Walter Weber (l.) und Michael Augustin: privat

Informationen zum RingelnatzSommer 2018 in Wurzen vom 4.-12. August finden Sie hier: Flyer FinalRingelnatzSommer 2018

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24.08.2018
19:00 - 21:00

Gedichte zu Pflanzen – zeitgenössisch und klassisch

Botanisches Institut München,
München, Menzinger Str. 67

Lesung aus dem „Poesiealbum neu“, Edition kunst & dichtung, Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. Leipzig

Lyrik-Abend mit Dietrich Weiss, Rezitation, und Regina Eisner, Klarinette.

Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

Ort: Großer Hörsaal im Erdgeschoß des Botanischen Instituts

Eintritt frei

Die von Ulrike A. Voigt organisierte Veranstaltung wird unterstützt durch die Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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25.08.2018
18:00 - 20:00

Sommerabend mit Ringelnatz: »Ich bin so knallvergnügt erwacht«

Botanischer Garten,
Leipzig, Linnéstr. 1

mit Tina-Nicole Kaiser und Jürgen Wegscheider

Die beiden Schauspieler präsentieren in ihrer szenischen Lesung Einblicke in das Leben des Dichters und mischen Heiteres und Ernstes.

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt“ – nach diesem Motto des beliebten Schriftstellers, Kabarettisten und Malers Joachim Ringelnatz präsentieren die beiden Schauspieler Tina-Nicole Kaiser und Jürgen Wegscheider in ihrer szenischen Lesung „Ich bin so knallvergnügt erwacht“ Einblicke in das Leben von Joachim Ringelnatz und seinem feinsinnigen Humor. Dabei mischen sich Heiteres und Ernstes auf humoristische Weise. Anhand seiner Biographie werden viele ausgesuchte Werke des Meisters des Sprachwitzes zu hören sein – mal unverblümt, mal komisch, mal melancholisch, mal nachdenklich

Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Förderkreis des Botanischen Gartens

Eintritt (einschließlich Imbiss in der Pause): 14 € / ermäßigt u. Vorverkauf 12 € (Vorverkauf ab 16. Juli an der Kasse vom Botanischen Garten)

Einlass ab 17 Uhr inkl. Besichtigung des Gartens und der Gewächshäuser (z.B. des einmaligen restaurierten Viktoriahauses)

Reservierungen richten Sie bitte bis zum 10. August schriftlich an kontakt@lyrikgesellschaft.de

Foto: © Botanischer Garten der Universität Leipzig

Informationen zum RingelnatzSommer 2018 in Wurzen vom 4.-12. August finden Sie hier: Flyer FinalRingelnatzSommer 2018

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15.11.2018
19:30 - 21:00

ZWIE SPRACHE zu Peter Härtling

Literaturhaus Leipzig, Haus des Buches,
Leipzig, Gerichtsweg 28

Am 13. November dieses Jahres wäre Peter Härtling, bis zu seinem Tode im Juli 2017 Ehrenmitglied der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, 85 Jahre alt geworden.

Ihm ist diese ZWIE SPRACHE gewidmet.

Prof. Dr. Burckhard Dücker aus Heidelberg, 1983 Autor der ersten Peter Härtling-Monographie in der Reihe „Autorenbücher“, spricht über sein Verhältnis zu dem Lyriker und Romancier und über Härtlings Werk und Wirkung.

Der Schauspieler, Sänger und Moderator Axel Thielmann liest Prosa und Lyrik von Peter Härtling.

Literaturgeschichtlich gehört Peter Härtling zu den modernen Klassikern. Mit seinen autobiographisch und biographisch angelegten Erzähltexten, seiner umfangreichen Kinderliteratur, seinen essayistisch-publizistischen, literaturkritischen und -theoretischen Veröffentlichungen ist er in allen Textsparten vertreten. Besonders erfolgreich sind seine biographischen ›Annäherungen‹ an Dichter und Komponisten. Er hat zahlreiche Interviews gegeben, häufig mit Musikern kooperiert, Rundfunksendungen moderiert, Poetikvorlesungen gehalten, am Deutschunterricht in Schulen teilgenommen, in der Jury des Härtling-Preises mitgearbeitet, zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Viele Schulen tragen seinen Namen. Auch hat er sich durchgehend für  ›vergessene Autoren‹ eingesetzt. Thematisch gerahmt ist sein Werk durch Leitbegriffe wie Erinnerung, Annäherung, Wandern, Fremdheit, Flucht, Suche nach Heimat. Immer wieder gestaltet er seine regionalgeschichtlichen Erfahrungen vor allem mit Württemberg, Niederösterreich, Böhmen, aber auch mit Dresden und Frankfurt. Daneben kommen aktuelle Fragen wie die von Windkraft, Krieg, Integration, medizinischer Versorgung nicht zu kurz.

Burckhard Dücker lehrt Neuere Deutsche Literaturwissenschaft am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg. Forschungsschwerpunkte sind Ritualwissenschaft und -geschichte, Literaturpreise, -festivals und -förderungen sowie deutsche Literatur- und Kulturgeschichte vom achtzehnten Jahrhundert bis in die Gegenwart mit zahlreichen Veröffentlichungen (Monographien, Editionen, Artikel, Rezensionen usw.). Mehrere Veröffentlichungen zu Texten Peter Härtlings, zwei Interviews mit Härtling, Gastdozenturen an Universitäten in Frankreich und China.

Eintritt: 4 EUR, ermäßigt 3 EUR – Karten an der Abendkasse

Gemeinschaftveranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit dem Kuratorium Haus des Buches – gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig.

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Gedicht des Monats

Zu Dir

Joachim Ringelnatz (1883-1934)

Sie sprangen aus rasender Eisenbahn
Und haben sich gar nicht weh getan.

Sie wanderten über die Gleise
Und wenn der Zug sie überfuhr,
Dann knirschte nichts. Sie lachten nur.
Und weiter ging die Reise.

Sie schritten durch eine steinerne Wand,
Durch Stacheldrähte und Wüstenbrand,
Durch Grenzverbote und Schranken
Und durch ein vorgehaltnes Gewehr,
Durchzogen viele Meilen Meer. –

Meine Gedanken. –

Ihr Kurs ging durch, ging nie vorbei.
Und als sie dich erreichten,
Da zitterten sie und erbleichten
Und fühlten sich doch unsagbar frei.

Quelle: Wassertropfen & Seifenblase. Ausgewählte Gedichte,
Die besondere Edition Nr. 2

Sonderausgabe der Zeitschrift Poesiealbum neu,
Leipzig 2018

Veranstaltungshinweis:
Sommerabend 1 mit Ringelnatz: »Das Herz sitzt über dem Popo. Eine audiovisuelle Revue« mit Michael Augustin und Walter Weber von Radio Bremen

Sommerabend 2 mit Ringelnatz: Sommerabend mit Ringelnatz: »Ich bin so knallvergnügt erwacht« mit Tina-Nicole Kaiser und Jürgen Wegscheider


Empfehlung des Monats

“Und ich entschwinde / Im bösen Winde …“: Frank Stückemanns Neu-Übersetzung von Paul Verlaines musikalisch inspirierter Dichtung

Paul Verlaine, Gedichte I, Zweisprachige Ausgabe französisch/deutsch, Übersetzt und kommentiert von Frank Stückemann

Empfehlung des Monats · August 2018
von Michel Ackermann

 

 

 

Die Frage der Übersetzbarkeit von originärer Lyrik in eine andere Sprache berührt die Frage der Übersetzbarkeit von Sprache schlechthin. Denn Sprache selbst ist eine kreative Übersetzung menschlicher Wahrnehmung in mehr oder weniger angemessene(n) Laute(n). Der Auftrag der Übersetzung einer fremden Wahrnehmung (der des fremdsprachlichen Dichters in seiner Sprache) in eine andere Wahrnehmung (der des Übersetzers in seine eigene Wahrnehmung der Wahrnehmung des Dichters) muss von daher ein sehr besonderer sein …


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