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Resonanzen. Lyrik & Wissenschaft

Poesiealbum neu Resonanzen

Titelbild unter Verwendung einer Farbgrafik
von Hans-Joachim Schwarz

Das Poesiealbum neu 1/2017 ist erschienen Eingeladen, die Auseinandersetzung mit Denkweisen der Naturwissenschaften und mit Lebensentwürfen von Naturwissenschaftler/innen zu thematisieren, das Zurechtfinden in technisch-naturwissenschaftlich veränderten Umwelten sowie die Diskrepanz zwischen Sinnbedürfnis und technischer Zurichtung von Welt darzustellen,  war der Zuspruch so groß, dass erneut ein Doppelheft entstanden ist. Da sich das seit 2007 erscheinende „Poesiealbum neu“ nicht zu den in Sachsen geförderten Literaturzeitschriften zählen darf, ist dieser größere Umfang vor allem der Universität Bremen zu danken, deren Anregung und Mitwirkung diese Ausgabe ermöglicht hat.
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Ausschreibung Gedichtfilme zu „Tugenden & Sünden“

Für den Zeitraum 1. März bis 15. August 2017 (Poststempel) schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik ihren 3. Gedichtfilm-Wettbewerb aus. Eingeladen sind Filmemacherinnen und  -macher, Videokünstlerinnen und -künstler sowie Laien aller Couleur, aller Länder und jeden Alters, sich mit bis zu zwei Gedichtfilmen an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Neben den Hauptpreisen werden spezielle Preise an Einsender/innen unter 18 Jahre bzw. aus der Region vergeben.
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Die Sonderausgabe „Tugenden & Sünden“ mit dem gleichnamigen Hörbuch ist ab sofort lieferbar!

Tugenden & Sünden

Poesiealbum neu: "Tugenden & Sünden"
Titelbild: Rosa Loy / © VG Bild-Kunst

Posesiealbum neu, Ausgabe 2/2016, Edtion kunst & dichtung, Leipzig 2016, 68 S. plus Hörbuch, Ladenpreis 12,80 € Eine bis fast auf die letzte Sekunde gefüllte CD vereint 87 der 91 Gedichte der Printausgabe. Da das Projekt bekanntermaßen keine Landesförderung erfahren hat, konnten wir uns leider nicht für 120-140 Beiträge aus den über 1.000 Einsendungen entscheiden und auch das Hörbuch nicht wie erhofft in Form zweier Audio-CDs herstellen. Froh und dankbar sind wir, dass die aufgebrachten Spenden es uns überhaupt ermöglicht haben, ein Doppelheft UND eine CD herzustellen. Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern aus dem Jahre 2016 ganz herzlich; siehe dazu den entsprechenden Beitrag, der die Namen der Spenderinnen und Spender aufzeigt.
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Zwischenruf des Vorstands

Vor etwa 65 Jahren schrieb Eugen Gomringer das Gedicht „avenidas„, seit 2011 ziert der Text die Südfassade der Berliner Alice-Salomon-Hochschule. Studierende dieser Einrichtung beklagen in diesem Jahr, das Gedicht sei sexistisch, und fordern die Entfernung der Bemalung.
Als Lyrikgesellschaft kann es uns freuen, wenn Gedichtinterpretationen zu Schlagzeilenthemen werden, zeigt es doch, dass eine maximal verknappte Aussage durch ihre Unschärfe oder ihre verdichtete Komplexität den besten Nährboden für einen gesellschaftlichen Diskurs liefern kann. Derartige Anstöße zur Auseinandersetzung lieferten in diesem Jahr nur politische Tweets. Im Gedicht kommt aber die besondere Rolle der Offenheit des Wortes zum Tragen, die Unverschämtheit seines Gebrauchs und die wertvolle Deutungsspannbreite. Die Diskussion über den somit – in vielerlei Hinsicht möglichen – Inhalt eines Gedichts ist das Beste, was Poeten erzielen können, also das Streiten der Leser über Sinn, Unsinn und Hintersinn, über viele Antworten auf eine selbst nur eventuell gestellte Frage.
Mit ihrer Forderung nach Übermalung brechen die Petenten die Diskussion jedoch ab, sie bringen das Reden über das Schreiben zum Schweigen. Sie legimitieren die Unterdrückung von Aussagen, die nicht notwendigerweise eine bestimmte Meinung transportieren, sondern allenfalls eine bestimmte Deutung zulassen, von der man sich verletzt fühlen könnte. Das Ausblenden, das Übertünchen einer in sich vielfältigen, interpretationsoffenen Poesie wäre ein schlechtes Signal für unsere offene, streitbare Kultur.
Eugen Gomringer, den wir 2015 als Ehrengast zu unseren „Tagen der Poesie in Sachsen“ in Zwickau begrüßen durften, hat in „avenidas“ keine Festlegung getroffen, welches Geschlecht als Akteur oder als passives Motiv fungiert. Er lässt offen, wie viel Ehrung in Bewunderung und wie viel Kalkül in Schönheit liegen kann. Diese Offenheit ist der Schatz unserer Gesellschaft und der unschätzbare Wert der Poesie.

„Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“ – die Autorinnen und Autoren aus 6 Ländern

  • 27.08.2017

Poesiealbum neu: „Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“

Pflanzen, sie ernähren uns, sie schmücken uns, sie schützen
und behausen uns, sie kleiden und heilen uns – und sie töten uns.
Es ist also unabdingbar, den Pflanzen in Gedichtform zu huldigen.
Das formulieren auf ihre Weise diese 154 Autorinnen und Autoren
der „Poesiealbum neu“-Ausgabe 2/2017:

Esther Ackermann

Johanna Anderka

Cornelia Arbaoui

Franziska Arnold

Michael Augustin

Veit Baer

Willi Bartlog

Dirk-Uwe Becker

Gisela Becker-Berens

Eva-Maria Berg

Heidi Bergmann

Silke Berke

Franziska Beyer-Lallauret

Sujata Bhatt

Katrin Bibiella

Marlies Blauth

Verena Blecher

Detlev Block

Johannes Bobrowski

Thomas Böhme

Volker Braun

Hans Dietrich Bruhn

Inge Buck

Renate Buddensiek

Gudula Budke

Christian W. Burbach

Ulrike Diez

Wiebke Drucker

Nora Dubach

Katharina Düwel

Eva von der Dunk

Cornelia Eichner

Raoul Eisele

Eckhard Erxleben

Patricia Falkenburg

Beate Fischer

Frederike Frei

Ina Barbara Gille

Johann Wolfgang von Goethe

Joachim Gräber

Christine Graf

Reinhard Gröper

Mathias Groll

Ralph Grüneberger

Alice Grünfelder

Gudrun Güth

Christel Guhde

Ursula Haas

Irina Habalik:

Monika Hähnel

Tobias Hainer

Johanna Hansen

Christine Hansmann

Gisela Hemau

Manfred Peter Hein

Stefan Heyer

Jörg Hirsch

Dieter Höss

Nikola Huppertz

Claus Irmscher

JE

Markus Manfred Jung

Stefan Kabisch

Christine Kappe

Harald Kappel

Gerd Kehrer

Stefanie Kemper

Bastian Kienitz

Sarah Kirsch

Jörg Kleemann

Gisela Kohl-Eppelt

Monika Kühn

Christoph Kuhn

Annegret Kunath

Karin Lichtenberger-Eberling

Regine Lischka

Birgit Littmann

Hartmut Löscher

Eva Lübbe

Britta Lübbers

Gustav Lüder

Ilona Lütkemeyer

Salean A. Maiwald

Steffen Marciniak

Gabriele Matthes

Georg Maurer

Olivér Meiser

Karola Meling

Ingrid Miller

Manfred Moll

Andreas Müller

Christoph Müller

Susanne Birgit Müller

Christina Müller-Gutowski

Anne Müllerschön

Julia Nakotte

Erica Natale

Susanne Neuffer

Walter Neumann

Ingrid Niegel

Klaus Nührig

Claudia Oblok

Jutta v. Ochsenstein

Ute Paul

Jutta Pillat

Judith-Katja Raab

Helga Rahn

Lutz Rathenow

Rainer Rebscher

Markus Reichhart

Andreas Reimann

Gisela Rein

Marianne Rieger

Joachim Ringelnatz

Wolfgang Rischer

Franziska Röchter

Andreas-Wolfgang Rohr

Mike Rother

Wendel Schäfer

André Schinkel

Laura Schmidt-Niederhoff

Wolfdietrich Schnurre

Maren Schönfeld

Christina Schößler

Alfred Schreiber

Anneliese Schreier

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Ernst Schulze

Jörg Seifert

Ju Sobing

Gerhard A. Spiller

Michael Spyra

Werner Stangl

Andrea Lydia Stenzel

Carsten Stephan

Wolfgang Stock

Heidrun Stödtler

Ulrich Straeter

Magnus Tautz

Steffen Thiemann

Angelika Tonner

Gabriele Trinckler

Martin A. Völker

Walther von der Vogelweide

Simone Voß

Andreas Wachweger

Jutta Weber-Bock

Rainer Wedler

Norbert Weiß

Wolf Wiechert

Evelyn von Wietersheim

Kristin Wolz

Jürgen Flenker

Die Ausgabe erscheint als Dreifachheft (112 S.) Ende Oktober 2017, Preis 7,80 €
Auslieferung an Abonnenten im November 2017.
Heft-Premiere am 27. Oktober 2017, 18 Uhr, im Botanischen Garten
der Universität Leipzig, Linnéstraße 1.
Kartenvorverkauf ab 2.10.2017 vor Ort (Kasse).
Verbindliche Reservierungen an kontakt@lyrikgesellschaft.de

 

Titelbild unter Einbeziehung des Gemäldes „KönigsNacht“ von Verena Landau.

Verena Landau:  in_sight   /   18. November 2017 — 6. Januar 2018
Galerie Josef Filipp, Leipzig, Spinnereistraße 7   www.filipp-galerie.com
Eröffnung: Samstag, 18. November, 18 — 21 Uhr

„Bei der Malerei KönigsNacht handelt es sich um die Erinnerung an
einen Besuch im Botanischen Garten der Universität Leipzig
zur Blüte der Kakteenpflanze »Königin der Nacht« (Selenicereus grandiflorus).
Der Mann mit der Kamera ist der Leipziger Designer und Künstler Jo Zarth.
Was fotografiert er hier eigentlich?“

in_sight kreist um Orte, an denen etwas präsentiert wird und Situationen, in denen sich etwas präsentiert. Es handelt sich im weitesten Sinne um Ausstellungsräume: Dazu gehören museale Räume, Werbeflächen im öffentlichen Raum wie auch Landschaften, in denen ein vergangenes oder zukünftiges Ereignis inszeniert wird. Ich fokussiere die Beziehungen der Personen zu den präsentierten Objekten und zu den sich präsentierenden Erscheinungen sowie die Beziehungen der Personen untereinander. Figuren, die mit ihrer eigenen Wahrnehmung beschäftigt zu sein scheinen, nehmen sich gegenseitig beim Wahrnehmen wahr, beobachten sich. Mich interessiert die Spannung, die atmosphärisch im Raum entsteht. Diesen Atmosphären spüre ich in meiner Malerei nach.

Meine Vorbilder sind Schnappschüsse, die überwiegend auf Reisen entstehen. Ich eigne mir die fotografischen Bilder zunächst durch Übermalung und/oder digitale Bildbearbeitung an. In der malerischen Übersetzung untersuche ich die Bilder auf ihren Gehalt: Im Prozess der Malens verändern oder intensivieren sich die Subjekt-Objekt-Beziehungen der Figuren, Gegenstände und Räume. Bisweilen entdecke ich durch den Malprozess andere Bedeutungsebenen der Szenen – es entstehen Irritationen, die nicht planbar sind. Es kommt zu einer Auflösung, Figuren und Gegenstände durchdringen sich. Mich interessiert das Uneindeutige, das nur im Medium Malerei Spuren dieser Art hinterlässt.

Verena Landau studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig / seit dem Diplom im Jahr 1999 arbeitet sie freischaffend in Leipzig und ist mit kontextbezogenen Malerei-Projekten in regionalen und internationalen Ausstellungen präsent / seit 2002 arbeitet sie künstlerische Leiterin von interkulturellen Fachkräfteaustauschen und Jugendbegegnungen (u.a. in Frankreich, Israel, Slowakei, Baltikum, Rumänien), im Jahr 2003 erhielt sie ein Stipendium der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, seit 2008 ist sie künstlerische Mitarbeiterin am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig in der Abteilung Praxis der bildenden Kunst / seit 2015 leitet sie Kurse an der Kunstakademie Bad Reichenhall / 2017 Leitung von kunstpädagogischen Workshops der New Century Culture in Beijing und Shanghai (China) / zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u.a.: Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig, Grassi Museum Leipzig, Deutsches Historisches Museum Berlin, Museum Krolikarnia-Palais, Warschau (Polen), Muzeul de Artă, Timisoara (Rumänien), School of Visual Arts, New York City, Westport Arts Center, Westport (USA) // www.verenalandau.de

 

Zwischenruf des Vorsitzenden vom 18. Juni 2017

Am 31. Mai endete unsere Ausschreibung „Flora. Gedichte zu Pflanzen“ mit der Zusendung von über 700 Gedichten von mehr als 290 Autorinnen und Autoren aus 9 Ländern. Im September werden an dieser Stelle die Namen derer zu lesen sein, die mit einem Gedicht in der Ausgabe 2/2017 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ zu lesen sind.

Als ich mich in den letzten Tagen darum bemüht habe, gerade unter den Einsendern dieser Ausschreibung neue Mitglieder zu gewinnen, hat sich die Mehrheit der Angesprochenen für eine Unterstützung der GZL entschieden, so dass wir beim Wettbewerb „Call for Members“ der Kulturstiftung des Bundes eine nennenswerte Zahl an Neumitgliedern vorweisen können. Im September wissen wir, ob wir – wie 2012 – zu den Gewinnern zählen werden. Eine Autorin, die in einer erzgebirgischen Kleinstadt zu Hause ist, vermochte ich nicht davon zu überzeugen, dass jede Mitgliedschaft hilft, die im Osten Deutschlands einzigartige Sammlung LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK zu erhalten oder die halbjährlich erscheinende Zeitschrift „Poesiealbum neu“ oder unsere vielfältigen, teilweise überregionalen Veranstaltungsformate und Wettbewerbe. Die Autorin fragte: „Was springt bitteschön für mich dabei raus?“ Nun wäre das an einem runden Tisch sicher leichter zu beantworten gewesen, sozusagen von Angesicht zu Angesicht, und ein Mitglied hätte sagen können, eine Neuübertragung eines Gedichts von Seamus Heaney, zu der ich in der Lyrikgesellschaft angeregt wurde, erschien in einem Jahrbuch der Lyrik in der Deutschen Verlags-Anstalt. Ein anderes Mitglied hätte sagen können: „Für die Mitwirkung an einer Anthologie konnte ich gerade in der Lyrikgesellschaft Widerhall finden und einen sehr gut durchmischten Band veröffentlichen“. Und einige weitere Mitglieder hätten ein Schreiben der Westermann Gruppe vorzeigen können, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass ein Gedicht von ihnen aus dem „Poesiealbum neu“ im Schulbuchbereich nunmehr eine größere Verbreitung und Auflage erlebt. Mit anderen Worten: In der GZL sein und damit in guter Gesellschaft und ein Netzwerk pflegen.


Veranstaltungen

27.10.2017
18:00 - 20:00

Lesung & Musik in der Orangerie

Botanischer Garten,
Leipzig, Linnéstr. 1

Leipziger Literarischer Herbst: APFEL-FEIER „Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt zugrunde geht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“ Martin Luther   Lesung & Musik in der Orangerie mit Steffi Böttger, Ralph Grüneberger, Axel Thielmann und Martin Hoepfner am 27. Oktober 2017, Beginn 18 Uhr / Einlass ab 17.30 Uhr   Vorgestellt wird […]

Weiterlesen: Lesung & Musik in der Orangerie
03.11.2017
19:00

Leipziger Liederbuch 1987/2017 in der Alten Börse

Alte Börse,
Leipzig, Naschmarkt 1

  mit Anna Fey, Sängerin u. Sprecherin Thomas Linke, Sprecher Peter Blazeowsky, Kontrabass René Schulze, Klarinette Walter Thomas Heyn, Gitarre, Kompositionen und musikalische Leitung Ralph Grüneberger, Einführung Neuaufgeführt wird in einer erweiterten Fassung das von Ralph Grüneberger und Walter Thomas Heyn geschriebene „Leipziger Liederbuch“, das ein Stück Liedkunst und gleichermaßen Zensurgeschichte in der DDR darstellt. […]

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04.11.2017
19:00

ZWIE SPRACHE - Zwei Stimmen - Zwei Schreibweisen - Zwei Temperamente

Haus des Buches / Literaturhaus Leipzig,
Leipzig, Gerichtsweg 28

  Der Leipziger Liedermacher Ralph Schüller, gebürtiger Thüringer, und der von der Egelner Mulde in Sachsen-Anhalt stammende, nunmehr im Erzgebirge Wurzeln schlagende Lied-Poet Olaf Stelmecke stellen sich und einander vor. Stellmäcke – Liedermacher, Musiker, Autor, Schauspieler – Leute, Leute, dass man dies noch erleben darf und unbedingt muss!  Wie wunderbar da die Sonne aufgeht und ein […]

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27.11.2017
17:00

Verfilmte Gedichte zu des Menschen Tugenden & Sünden

DOMFORUM,
Köln, Domkloster 3

Nur wenige Tage nach der Auszeichnungsveranstaltung in Leipzig werden im DOMFORUM Köln am 27. November 2017, 17.00 Uhr, preisgekrönte Gedichtfilme aus dem Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik (GZL) gezeigt. Zu den Einsender(inne)n des Wettbewerbs gehört die Künstlerin Beate Gördes aus Köln, sie hat ein Gedicht der Kölner Autorin Christine Graf zum Ausgangspunkt ihres Poetry Clips gewählt. […]

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Gedicht des Monats

Gelobtes Land

  • 01.10.2017

Franziska Beyer-Lallauret (*1977)

Gelobtes Land

Wir leben hier
Unter den Einflugschneisen
Der Wildgänse

Wenn’s donnert
Wähnen wir Flügelschläge
Vom Vogelgott

Nicht weit von hier
Ragen muntere Reiher aus Gras
Narben zwischen den Schachbrett

Blumen im Frühjahr
Wenn der ungebändigte Fluss
Aus den Wiesen läuft

Angstlos watscheln hier
Die Grünköpfigen
Über den Parkplatz die Straße

Schwimmen ungestraft
Auf dem unnatürlich blauen
Poolspiegel der Nachbarn

 

Quelle:
„Tugenden & Sünden. Gedichte“
„Poesiealbum neu“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2016


Empfehlung des Monats

Esther Ackermann: Die Hand hinein – ortelyrik

Esther Ackermann, Die Hand hinein, ortelyrik, 2016

Empfehlung des Monats · Oktober 2017
von Franziska Röchter

Franziska Röchter

 

 

 

 

 

Wahrheitssuche & Wahrhaftigkeit mittels Lyrik
Esther Ackermanns Debüt im orte Verlag

Der Name Bocca della Verità wurde erstmals 1485 urkundlich erwähnt. Es handelt sich bei diesem „Mund der Wahrheit“ um ein scheibenförmiges Relief, das an der linken Schmalseite in der Säulenvorhalle der römischen Kirche Santa Maria in Cosmedin angebracht ist. Verschiedene Abbildungen dieses Reliefs wirken auf mich, um ehrlich zu sein, etwas gruselig.


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