Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

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Gesellschaft für zeitgenoessische Lyrik

Lyrikgesellschaft Aktuell

Zwischenruf des Vorsitzenden: Spendenaktion

Wir sind der einzige (und zudem mitgliederstärkste) Literaturverein in Leipzig, der seit 1997 alljährlich Lyrikveranstaltungen anbietet.
 
Im Februar 2019 wurde unser im September 2018 eingereichter Projektantrag, der 12 Veranstalungen - mit ganz unterschiedlichen Beteiligten und ebenso unterschiedlichen Formaten an verschiedenen Orten enthielt - als nicht förderungswürdig erachtet. Zu den 12 Veranstaltungen zählten die Lesung mit dem Leipziger Buchpreis- und Erich-Loest-Preisträger Guntram Vesper, die Vernissage der Ausstellung "Worthaft - Bildhaft. Kunst politischer Gefangener", die Präsentation der aktuellen Poesiealbum neu- Ausgabe "Größe spüren. Musikgedichte" im Schillerhaus Leipzig und der New-York-Abend mit Film, Fotografie, Lyrik, Prosa und Musik im Capa-Haus.
Gegen den Ablehnungsbescheid haben wir fristgemäß Widerspruch eingelegt; das Widerspruchsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Im Juli hat uns das Kulturamt eine Anhörung eingeräumt.
 
Der im Februar 2019 gestartete Spendenaufruf hat uns in die Lage versetzt, einen Teil der geplanten Veranstaltungen dennoch zu realisieren.
 
Allen Spender/innen habe ich ab einer Spende von 12 € ein signiertes Exemplar meiner Gedichtausgabe "Ich habe die Schönheit gesehen. Liebesgedichte in vier Sprachen" zusenden können.
 
 
Übersetzer der Gedichte sind Ron Horwege (engl.), Rüdiger Fischer (franz.) und Alexander Schmidt (russ.). Gestaltet hat die limitierte Ausgabe Torsten Hanke.
 
In der Hoffnung auf weitere Spenden verbleibt die Bankverbindung auf der Webseite:
 
Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

Vereins- und Spendenkonto

IBAN: DE63 8605 5592 11 00 8010 53
SWIFT-BIC: WELADE8LXXX
Sparkasse Leipzig

Senden Sie bitte nach der Überweisung eine Mail an kontakt@lyrikgesellschaft.de mit der Angabe Ihrer Adresse und Sie erhalten das signierte Exemplar zugesandt.

Nun gibt es Neueigkeiten und wir bewerten es als ersten ERFOLG!

Ein erneuter Antrag, der im März 2019 beim Kulturamt für das 2. Halbjahr 2019 gestellt werden konnte, wurde dieser Tage hingegen positiv beschieden und die beantragte Förderung in geminderter Form bewilligt. Das versetzt uns in die Lage, die Veranstaltung zu Ehren unseres Schirmherrn Karl Krolow am 27. August im Literaturhaus Leipzig und gut 3 Wochen davor, am 3. August, den Lieder- und Lyrikabend im Schillerhaus "Die Spinnerin Hanne Luhs und andere Frauenlieder und -gedichte" anbieten zu können. Dafür danken wir. 

Wortmeldung: Für Vielfalt

U.a. von der Leipziger Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke aufgefordert, uns der Kampagne "Die Vielen" anzuschließen, melden wir uns zu Wort und stellen es gleichzeitig all unseren Mitgliedern anheim, sich dieser Aktion anzuschließen: Berliner Erklärung. Die 1992 gegründete Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, der derzeit Mitglieder aus acht Ländern angehören, verpflichtet sich in ihrer Satzung „im Geist von Toleranz und Völkerverständigung“ zu agieren. Das haben wir mit unserer Arbeit immer wieder unter Beweis gestellt, sei es durch Veranstaltungsreihen von „Heimat und Fremde“ (1993-95) bis ZWIE SPRACHE (seit 2013), unsere Ausstellung „gegen den strom“, die bisher mehr als 36.000 Besucher zählt, und Veröffentlichungen der Poesiealbum neu-Themenhefte „Texte gegen Intoleranz“ (2008), „Deutschland. Gedichte“ (2009), „Deutsche Inventuren“ (2012), „Gedichte von Welt“ (2014) oder jüngst in Form der Sonderausgabe „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ (2018) sowie bei unseren Gedichtfilmwettbewerben „Worte sind Boote“ (2012) und „Poetry Clips gegen den Krieg“ (2014) – bei denen jeweils Gedicht- bzw. Filmautor(inn)en aus verschiedenen Ländern involviert waren. Wir setzen uns auch ganz aktuell dafür ein, dass die Freiheit der Kunst bewahrt wird. Es ist deshalb nicht nur der „Spaßmacher Ringelnatz“, zu dessen Lyrikverfilmung wir gegenwärtig in Form unseres 4. Gedichtfilmwettbewerbs anregen, sondern sein Beispiel zeigt exemplarisch, dass die Freiheit der Kunst binnen weniger Tage verloren gehen kann, sobald Ermächtigungsgesetze und Machtstrukturen dies ermöglichen. Mit unserer gegenwärtigen „Worthaft“-Lesetour, bei der Autorinnen und Autoren an Schulen von ihren Haftgründen und -bedingungen unter der SED-Diktatur berichten werden, verdeutlichen wir, was es bedeutet, die Meinungsfreiheit zu verlieren. Darüber hinaus haben wir 2018/19 deutschsprachige Lyrikerinnen und Lyriker eingeladen, sich an unserer Ausschreibung des Poesiealbum neu-Themenheftes „Heimat / Heimatverlust“ mit neuer Lyrik zu beteiligen. Gern bringen wir uns mit einer Auswahl der bisherigen und künftigen Veröffentlichungen in das Wirken „der Vielen“ ein, ohne jedoch als Organisatoren von Veranstaltungen und Aktivitäten federführend handeln zu können, dazu entbehrt es seit 2012 einer personellen Struktur. Hier ein aktueller Artikel von Christina Sticht zum Thema "Kultur lebt von unterschiedlichen Einflüssen" aus der nmz vom 14.01.2019. Ralph Grüneberger im Namen des Vorstandes Leipzig, im Juli 2019

Text/Hörbuch: „Wassertropfen und Seifenblase“

Zur Unterstützung unserer gleichnamigen Ausschreibung des 4. Gedichtfilmwettbewerbs und als Angebot an Wertschätzer dieser Dichtung veröffentlichen wir das Text/Hörbuch „Joachim Ringelnatz, Wassertropfen & Seifenblase. Ausgewählte Gedichte“ Das Text-/Hörbuch enthält 39 Gedichte, 5 davon auch in englischer Übertragung von Ernest A. Seemann. Sprecher/innen: Steffi Böttger, Johannes Gabriel, Mayjia Gille, Axel Thielmann Idee und Auswahl: Ralph Grüneberger Preis: 9,95 € Lieferbar ab Ende August Verbindliche Bestellungen nehmen wir ab sofort entgegen, richten Sie diese bitte an: kontakt@lyrikgesellschaft.de oder senden Sie eine Postkarte oder einen Brief an Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

„Poesie und Narrheit“ – gesucht werden Gedichte und Notate

„Poesie und Narrheit“ – gesucht werden Gedichte und Notate

„Poesiealbum neu“ 1/2020 zu Ehren von Friedrich Hölderlin

Dass ein wirkliches Gedicht nicht altert, zeigt uns Hölderlins „Hälfte des Lebens“, das zu seinen bekanntesten gehört und vor 215 Jahren das erste Mal veröffentlicht wurde. Um ihn zu ehren, dessen Geburtstag sich im nächsten Jahr zum 250. Mal jährt, widmen wir unsere „Poesiealbum neu“-Ausgabe im ersten Halbjahr 2020 Friedrich Hölderlin.

Sein Wesen und Wirken wurde – wie wohl bei keinem zweiten deutschen Dichter – als „Poesie“ in Verbindung mit „Narrheit“ definiert. Beides sollte ihm im Universitätsklinikum Tübingen ausgetrieben werden. Dass das Begriffspaar „Poesie und Narrheit“ sehr wohl zusammenpasst, wollen wir fast drei Jahrhunderte später mit Analogien bekräftigen. Gewiss ist, dass Menschen, zumal Dichtern, in Zeiten der Unfreiheit der postulierte Freiheitswille als Irr-Glaube bescheinigt wurde. Nicht von ungefähr ist Hölderlins Freiheitsbegriff ein himmlischer wie auch seine Dichtung voller mythologischer Bezüge ist. Insofern freut es uns, dass die Premiere dieser Ausgabe im Spätsommer 2020 im Verbund mit dem Arbeitskreis Vergleichende Mythologien e.V., der im nächsten Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, stattfinden wird.

Im Zeitraum 1. Juli bis 15. Oktober 2019 laden wir ein, sich mit bis zu drei Gedichten und/oder Notaten mit Bezügen speziell zu Friedrich Hölderlin oder allgemeiner zu den Themen Freiheit und Lebenshälfte zu beteiligen. Eine Einsendung kann also praktisch allen drei Vorgaben und beiden Genres gelten.

Auf dem Postweg können bis zu drei, möglichst bislang unveröffentlichte Texte in deutscher Sprache und in 3-facher (!) Ausführung auf je einer eigenen Seite eingereicht werden. Die Gedichte bzw. Notate sollten eine Gesamtlänge von 35 Zeilen (inklusive Titel, Verfassername, Leerzeilen) nicht überschreiten und dem Layout unserer Zeitschrift entsprechen (Zeilenlänge beachten!).

Hinzuzufügen sind eine Kurzvita plus aktueller E-Mail-Adresse, die Erklärung, dass der kostenfreie Abdruck erlaubt wird, und die Zustimmung, dass die persönlichen Daten, die allein für den Zweck der Kommunikation und Registration Verwendung finden und keinesfalls an Dritte weitergegeben werden, gespeichert und für eine Veröffentlichung (Ankündigung) auf unserer Webseite verwendet werden dürfen.

Verzichten Sie bitte auf Einsendungen per Einschreiben; wir haben nicht die Kapazität, diese vom Postamt abzuholen.

Kommt ein Gedicht oder Notat für die Veröffentlichung in Betracht, setzt sich das „Poesiealbum neu“-Team mit der Autorin/dem Autor in Verbindung. Rückfragen oder Stellungnahmen zu den Einsendungen können nicht beantwortet bzw. geleistet werden. Sobald der Drucksatz abgeschlossen ist, werden auf der Webseite der GZL die Namen der Autorinnen und Autoren veröffentlicht, deren Text in die Ausgabe zum Themenkomplex „Freiheit. Lebensherbst. Hölderlin“ Aufnahme fand. Mit ihrer/seiner Beteiligung an der Ausschreibung stimmt die Einsenderin/der Einsender diesem Verfahren ausdrücklich zu.

Jeder Autorin, jeder Autor des Heftes erhält ein Freiexemplar und nimmt mit ihrem/seinem unveröffentlichten Gedicht an der Auswahl für den „Poesiealbum neu“-Preis 2021 teil, der das beste Gedicht des Jahrgangs 2020 prämiert. Die Notate können in diesem Format leider nicht berücksichtigt werden. Aber wir finden eine andere Möglichkeit, um den/die Verfasser/in des besten Notates zur Leipziger Buchmesse 2021 auszuzeichnen.

Wer Gedichte bzw. Notate mit Bezug zu Leben und Werk Hölderlins einreicht, diesen bzw. diese bitten wir, den Bezug in Form einer ausführlichen Anmerkung zu begründen und ggf. mit einem Werkauszug und einem Quellenverweis zu belegen.

Leipzig, im Juni 2019

Größe spüren. Musikgedichte

Ende Juni 2019 erscheint die Nr. 1/2019 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ – die zum Thema „Musik“ ausgeschrieben wurde.

Diese Ausgabe vereint auf 90 Seiten Gedichte und Liedtexte von 86 Text- und Tonautorinnen und -autoren, bekannten wie weniger bekannten. Erstmals veröffentlichen wir in unserer Zeitschrift Notenbilder einzelner Lieder und Chansons. Mehr als 450 Texte von Einsendern aus 7 Ländern lagen zu unserer Ausschreibung vor. Hier eine erste Rezension in der Leipziger Internet Zeitung vom 21.06.2019.

Gedichte bzw. Notenbilder dieser Text- und Tonautorinnen und -autoren wurden aufgenommen:

Manfred Ach

Esther Ackerman

Johanna Anderka

Ann Kathrin Ast

Michael Augustin

Otto Beatus

Heidi Bergmann

Franziska Beyer-Lallauret

Katrin Bibiella

Julia de Boor (Ps.)

Peter Bothe

Ira Karoline Bräuer

Lars-Arvid Brischke

Georg Bydlinski

Ingo Cesaro

Georg Oswald Cott

Tanja Cremer

Ulrike Diez

Katharina Düwel

Eckhard Erxleben

Patricia Falkenburg

Mateusz Gawlik

Mordechaj Gebirtig (Ps.)

Johann Wolfgang v. Goethe

Peter Gosse

Joachim Gräber

Ralph Grüneberger

Monika Hähnel

Dora Hauch (Ps.)

Sören Heim

Walter Thomas Heyn 

Gisela Hemau

Max Herrmann-Neiße (Ps.)

Raffael Hiden

Dieter Höss

Jan-Eike Hornauer

Nancy Hünger

Stefan Kabisch

Barbara Kadletz

Manfred Klenk

Charlott Ruth Kott

Gabriele Kromer

Karl Krolow

Else Lasker-Schüler

Jakob Leiner

Anton G. Leitner

Guido Luft

Wolfgang Mayer König

Olivér Meiser

Sabine Minkwitz

Peter Mitmasser

Andreas Müller

Christoph Müller

Ingrid Niegel

Klaus Nührig

Ralf Preusker

Lutz Rathenow

Rainer Rebscher

Susanne Reichard 

Andreas Reimann

Joachim Ringelnatz

Wolfgang Rinn

Wolfgang Rischer

Birgit Rivero

Franziska Röchter

Andreas-Wolfgang Rohr

Mike Rother

Friedhelm Rudolph

Silke Rudl 

Horst Samson

Maren Schönfeld

Wolfgang Schönfeld

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Helga Schulz Blank

Nadine Maria Schmidt

Ralph Schüller

Christiane Schwarze

Angelica Seithe

Olaf Stelmecke

Heidrun Stödtler

Gerhard A. Spiller

Dieter Treeck

Martin A. Völker

Friederike Weichselbaumer

Der Begriff Lyrik bezeichnete einst jene Verskunst, die zur „Lyra“, dem antiken Streichinstrument, interpretiert wurde. Die Texte waren also entstanden, um sie zu singen. […] Nicht zu vergessen die Wiegenlieder, die Mütter und Väter ihren Kindern vorsummen, um ihnen Geborgenheit und Wärme zu geben, auch als körperliche Erfahrung. Lyrisches führt immer tief ins Innere, in welcher Kunst auch immer.  Thomas Schinköth (aus dem Nachwort)

Ringelnatz-Wettbewerb geht in die absolute Endphase

TEMPO! Noch 14 Tage Zeit! Bereits Anmeldungen aus 8 Ländern.

Gedichtfilme zur Lyrik von Ringelnatz gefragt

Nach dem Start ihres aktuellen Gedichtfilmwettbewerbs “Wassertropfen & Seifenblase“ mit Gedichten von Joachim Ringelnatz gingen bei der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik bislang Anmeldungen aus Australien, Deutschland, Großbritannien, Iran, Österreich, der Schweiz, aus Uruguay und den USA ein. Auch Schulklassen sind unter den Anmeldern.

Das Projekt, das von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) gefördert wird, stellt eine Kooperation mit der Ringelnatz-Gesellschaft in Cuxhaven, dem dortigen Joachim-Ringelnatz-Museum, dem Kulturhistorischen Museum Wurzen mit seiner Ringelnatz-Sammlung und dem gleichfalls in Wurzen ansässigen Joachim-Ringelnatz-Verein dar. Der Wettbewerb mit einem Preisvolumen von über 2.500 € ist noch bis zum 15. Juli 2019 ausgeschrieben. Zu den Spendern der Geld- und Sachpreise zählen die Leipziger Buchmesse und die Filmproduktionsfirma Saxonia Media. Informationen: www.lyrikgesellschaft.de

Rückfragen richten Sie bitte per E-Mail an lyrikgesellschaft@web.de

Stand: 01.07.19


Veranstaltungen

15.03.2019 - 15.11.2019
0:00

Worthaft-Lesetour für Schüler/innen in Sachsen

Im zu Ende gegangenen Schuljahr und in den ersten drei Monaten des neuen Schuljahres bot bzw. bietet die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Bibliotheken und Schulen in Sachsen die Möglichkeit, Autorinnen und Autoren als Zeitzeugen zu Gesprächen und Lesungen einzuladen. Grundlage dafür ist die 2018 mit Unterstützung des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur erschienene Poesiealbum neu-Sonderausgabe „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ mit Lyrik und Prosa von 50 Autorinnen und Autoren, von denen die Mehrheit aus politischen Gründen in der DDR inhaftiert war.

Ermöglicht wird die „Worthaft-Lesetour“ durch die großzügige Unterstützung des Landtages des Freistaates Sachsen. Insgesamt sind nunmehr zehn Veranstaltungen vorgesehen. Begonnen wurde die „Worthaft-Lesetour“ an der Rudolf Hildebrand Schule in Markkleeberg mit dem Künstler Jörg Beier und der Schriftstellerin und bildenden Künstlerin Gabriele Stötzer. Fortgeführt haben die Lesetour in der Stadtbibliothek Bautzen vor Schülerinnen und Schülern des Schiller-Gymnasiums Róža Domašcyna und Gerhard Pötzsch. In Leipzig an der Anton Reclam Schule und in der Chemnitzer Zentralbibliothek werden es im Mai Hubertus Schmidt, Siegmar Faust und Stephan Krawczyk sein. Im Juni stellten sich im vogtländischen Reichenbach Heinz-Martin Benecke und Jörg Beier den Fragen der Jugendlichen in der von der Jürgen-Fuchs-Bibliothek organisierten Veranstaltung für das Goethe-Gymnasium.

Weitere Schulveranstaltungen sind für den Zeitraum September bis November 2019 geplant. Den Auftakt für den zweiten Teil übernimmt ein Trio aus Dresden mit den Schauspielern Oda Pretzschner und Holger Hübner und dem Musiker Max Loeb Garcia an der Rudolf Hildebrand Schule in Markkleeberg. Ihm folgt eine Veranstaltung am Gymnasium der Stadt Borna mit Stephan Krawczyk und Gerhard Pötzsch. Lutz Rathenow und Gabriele Stötzer sind in Plauen zu Gast, zum einen am Beruflichen Schulzentrum Anne Frank und zum anderen in der dortigen Jugendherberge. Die Veranstaltung in Grimma ist derzeit noch in Planung.

Weiterlesen: Worthaft-Lesetour für Schüler/innen in Sachsen
03.08.2019
17:00 - 18:30

Die Spinnerin Hanne Luhs und andere Frauenlieder und -gedichte

Schillerhaus,
Leipzig, Menckestraße 42

Ein Abend mit Liedern und Gedichten zur Rolle der Frau in der Gesellschaft. Zum Programm zählen Gedichtzyklen wie „Ich, die Spinnerin Hanne Luhs“, „Die Stanzerin“ und Vertonungen wie „Die Wirtin“, „Abendlied“, „Ach, Freundin“, „Ich will meine Arbeit machen“.

Bei dem Gedichtzyklus „Die Spinnerin Hanne Luhs“, als Angelpunkt des Programms, handelt es sich um die fiktive Biographie einer ehemaligen Spinnerin in der Leipziger Textilindustrie.

Konzertante Lesung mit Ralph Grüneberger, Anna Fey (Gesang), Walter Thomas Heyn (musikalische Leitung und Kompositionen) und Henri Kühnert (Violine).

Gemeinschaftsveranstaltung von der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig

Eintritt 6 €, ermäßigt 4 € (Abendkasse)

Foto Schillerhaus: Carola Lisson

Plakat: Jochen Ende

Weiterlesen: Die Spinnerin Hanne Luhs und andere Frauenlieder und -gedichte
11.08.2019
19:00 - 20:15

Wurzener Ringelnatz-Sommer 2019

„Seepferdchen“,
Wurzen, Schweizergartenstraße 2

Zum Abschluss des diesjährigen Wurzener Ringelnatz-Sommers bietet die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik auf Einladung des Joachim-Ringelnatz-Vereins Wurzen eine Lesung aus der Nr. 2 der neuen Reihe Die besondere Edition „Joachim Ringelnatz. Wassertropfen & Seifenblase“. Das Text-/Hörbuch ist anlässlich des (noch bis 15. Juli offenen) Gedichtfilmwettbewerbs zur Lyrik des 1883 in Wurzen als Hans Bötticher geborenen Ringelnatz erschienen.

Vortragende sind die SprecherInnen des Hörbuchs Steffi Böttger, Mayjia Gille und Axel Thielmann.

Den musikalischen Part übernimmt Michael „Massa“ Großwig am Saxophon und die Einführung Ralph Grüneberger, der Herausgeber der Reihe Die besondere Edition als Erweiterung unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ .

Diese Veranstaltung sowie der Gedichtfilmwettbewerb werden von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) aus Mitteln des Bundes unterstützt.

Hinweis: Das gesamte Programm des Wurzener Ringelnatz-Sommers 2019 finden Sie über diesen Link. Hier erhalten Sie auch die Kontaktdaten zur Reservierung von Eintrittskarten.

https://ringelnatz-verein.de/ringelnatzsommer-2019-der-13te/

Das Text-/Hörbuch „Joachim Ringelnatz. Wassertropfen & Seifenblase“ kann bei der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik bestellt werden, Preis 9,95 € (inkl. CD). Bestellungen richten Sie bitte schriftlich an. kontakt@lyrikgesellschaft.de

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27.08.2019
19:30 - 21:15

Der feine Gesang. Karl Krolow zu Ehren

Literaturhaus Leipzig, Haus des Buches,
Leipzig, Gerichtsweg 28

Lesung & Gespräch mit Christa Grimm, Ralph Grüneberger, Ulf Heise und Wolfgang Mayer König.

Eintritt 4 €, ermäßigt 3 € (Abendkasse)

Einlass ab 19 Uhr.

Gemeinschaftsveranstaltung von der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik und dem Literaturhaus Leipzig, gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig

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Aus Anlass des 20. Todestages des Gründungs-Schirmherrn der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik gibt Ralph Grüneberger im Auftrag der GZL in der neuen Reihe „Die besondere Edition“ die Nr. 3 heraus.

Eine limitierte Ausgabe mit 20 ausgewählten Gedichten von Karl Krolow, einer Collage des Grafikers Peter Krolow zu einem Gedicht seines Vaters sowie Wortbeiträgen von Manfred Bosch, Kurt Drawert, Dr. Christa Grimm, Ulf Heise, Prof. Wolfgang Mayer König und einem Editorial des Herausgebers.

Die Auflage beträgt 124 Exemplare, davon sind die 20 Exemplare der Vorzugsausgabe römisch nummeriert und enthalten zwei Originalgrafiken von Karl-Georg Hirsch und Bettina Haller. 104 Exemplare sind arabisch nummeriert.

Bis zum Erscheinen bieten wir die Vorzugsausgabe I zum Subskriptionspreis von 84 € an, danach 104 €. Die Nr. 1-50 der arabisch nummerierten Ausgabe enthalten eine Neupressung der Schallplatte „Karl Krolow liest aus seinen Gedichten“ (Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1975) auf CD und werden zum Einzelpreis von 20 € angeboten.

Die Normalausgabe ohne CD kostet 8 €.

Verbindliche Bestellungen richten Sie bitte schriftlich an kontakt@lyrikgesellschaft.de oder auf dem Postweg an die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V., Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig.

Am 27. August 2019 wird Die besondere Edition Nr. 3 im Literaturhaus Leipzig vorgestellt. Mitwirken werden Dr. Christa Grimm, Ulf Heise und Wolfgang Mayer König, Moderation Ralph Grüneberger.

 

 

Weiterlesen: Der feine Gesang. Karl Krolow zu Ehren
14.09.2019
16:00 - 17:30

Größe spüren. Musikgedichte - GZL-Mitglieder lesen, singen, musizieren

Schillerhaus,
Leipzig, Menckestraße 42

Die neue Ausgabe unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ mit dem Titel „Größe spüren. Musikgedichte“ präsentieren Autorinnen und Autoren der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik an jenem Ort, an dem Friedrich Schiller den Text für das „Lied an die Freude“ zu schreiben begann.

Die Namen der Lesenden werden rechtzeitig an dieser Stelle bekannt gegeben. Dass die Singer-Songwriter Nadine Maria Schmidt und Ralph Schüller dabei sein werden und der Musikwissenschaftler Dr. Thomas Schinköth eine kurze Einführung in das Thema „Lyrik & Musik“ geben wird, sei schon einmal verraten.

Gemeinschaftsveranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig; allerdings erneut ohne Förderung durch das Kulturamt Leipzig

Foto: Carola Lisson

Weiterlesen: Größe spüren. Musikgedichte - GZL-Mitglieder lesen, singen, musizieren

Gedicht des Monats

Tagesanbruch in Lindenau

Gedicht des Monats Juli

Andreas-Wolfgang Rohr (*1959)
Tagesanbruch in Lindenau


Früh
Wenn die Haltestellen
Schon wieder
Nach Tagescreme riechen
Und die tanzmüden
Spätheimkehrer
In ihren Verkehrssesseln
Siechen
Sitzt auch das Arbeitsvolk
Hinter getöntem Glas
In Gedanken
Noch schlafend
Die Gesichter
Blicklos und blass


Früh
Wenn die Haltestellen
Sammellager sind
Stößt die Freiheit
An die Grenze ihrer Sehnsucht
Tageslichtblind

Poesiealbum neu - O Freude. Leipzig im Gedicht. Lyrik & Prosaminiaturen
Poesiealbum neu – O Freude.
Leipzig im Gedicht. Lyrik & Prosaminiaturen

Quelle: „Leipzig im Gedicht. Lyrik & Prosaminiaturen“,
Poesiealbum neu, Edition kunst & dichtung, Leipzig 2015

Wir gratulieren unserem Mitglied herzlich zum 60. Geburtstag, wünschen vor allem Gesundheit und jede Menge Kreativität und Freude am Leben.


Empfehlung des Monats

Günther Butkus‘ Herzensangelegenheiten: Bekenntnisse eines Verlegers

Günther Butkus, Herzband. 366 Gedichte über Liebe und Verlust

Empfehlung des Monats · Juli 2019
von Franziska Röchter

Zugegebenermaßen: Bei solch verbalem Herzensüberschuss schon in der Titelvergabe der einzelnen Texte (366 Gedichttitel, die als Komposita das Wort Herz beinhalten, dies zum ganz überwiegenden Teil als Wortbeginn) schwant einem zunächst ein höchst emotionaler Überhang. Und hat nicht auch manch einer den Bielefelder Verleger Günther Butkus – vielleicht pseudonymisiert – möglicherweise eher in der Ecke der hartgesottenen Kriminalschreiber vermutet?

Zunächst überrascht die Größe des Buches. Bei 366 angekündigten Herz-Gedichten befürchtet man eingangs, unter Umständen einen Herzkasper zu erleiden – haben doch vornehme Lyrikbände von Einzelautoren nicht selten bedeutend weniger als 100 Seiten und wirken extrem selektiert. Ein möglicherweise komplettes Lebenswerk von Liebesgedichten erwächst vor dem kalleidoskopischen Auge. Doch wie kommod handlich die in den Abmaßen postkartenklein gehaltene, aber umso kompaktere Sammlung in uni pinkem Leineneinband mit dezentem Glitzereffekt und grauem Lesebändchen daherkommt! Innerhalb eines Jahres seien all diese Texte (und weitere) entstanden: Aus über 1000 Gedichten konnte Günther Butkus schöpfen, wie Alexander Häusser im Vorwort festhält. Die vielen teilweise aphorismenkurzen, Wort für Wort präzise konstruierten Zeilen mit kalkuliert eingebauten Enjambement-Korsetts stehen in erfrischendem Gegensatz zu einem ansatzweise vermuteten Gefühlsüberschwang und zeigen, dass eine 392 Seiten umfassende Kurzgedichtsammlung voller Herzensangelegenheiten aus einer einzigen Feder keinesfalls überkoloriert sein muss.

Wen wundert’s, dass in den Dankesworten vorneweg u.a. auch Bielefelds bekanntester und erfolgreichster Liebeslyriker schlechthin, Hellmuth Opitz, als unterstützendes „waches Auge“ Erwähnung findet? Wer spekuliert nicht über den kühlen Lektoratscut, den einen Schleifmeister, der dem kultigen Koronarkompendium diese homogene Kallibrierung verlieh?

Wo in diesem Band anfangen mit der Erforschung Günther Butkus` kardiovaskulärer Konditionen? Das untere Ende des Lesebändchens liegt zwischen den Seiten 142 / 143. herzschnuppe und herzkorb.

herzkorb

wenn deine hände
mich mitnehmen
auf nächtliche reisen
packe ich mein herz
in einen korb damit
ich es nicht verliere
wie meinen kopf

Oder: das 44. Gedicht von hinten geblättert, Seite 336. Ein Jahr für Jahr besonderer Tag für den Autor:

herzzigarillo

auf dem balkon
über uns stieg
zigarillorauch
in den himmel
später auf dem
sofa sind mir
meine hände
entwischt und
worte folgten
wir bekamen es
beide zu spüren


(M)ein favourite:

herzbogen 

mein herz ist
gespannt auf
dich zielt es

(S. 311)

Dieser Band mag ein persönliches Dokument einer Liebe sein – gleichzeitig und vor allem  ist er aber auch eine zeitlose und äußerst geschmackvolle Geschenkoption für jene, die  jemandem Liebe zeigen möchten, selbst aber nicht genau diese (oder ähnliche) Worte finden, die es Günther Butkus so leicht machen, bei anderen, auf jeden Fall bei einer bestimmten Person, „ins Herz“ zu treffen. Frei von Pathos vermitteln seine Gedichte neben all der Leichtigkeit auch den Ernst und die herausragende Wichtigkeit dieses zentralsten Steuerorgans und erinnern daran, dass die Pflege einer Herzensbildung mindestens genauso wichtig sein sollte wie die separate Schulung des Geistes:

herzbrain

nicht genug
dass es mich
schlägt nein
jetzt denkt es
sich auch noch
seinen teil

(S. 234)



Günther Butkus, HERZBAND
366 Gedichte über Liebe und Verlust
Pendragon, Mai 2019
329 Seiten, Euro 20,00


                                               

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1986 gegründeten
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