Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

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Gesellschaft für zeitgenoessische Lyrik

Lyrikgesellschaft Aktuell

Wortmeldung: Für Vielfalt

U.a. von der Leipziger Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke aufgefordert, uns der Kampagne "Die Vielen" anzuschließen, melden wir uns zu Wort und stellen es gleichzeitig all unseren Mitgliedern anheim, sich dieser Aktion anzuschließen: Berliner Erklärung. Die 1992 gegründete Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, der derzeit Mitglieder aus acht Ländern angehören, verpflichtet sich in ihrer Satzung „im Geist von Toleranz und Völkerverständigung“ zu agieren. Das haben wir mit unserer Arbeit immer wieder unter Beweis gestellt, sei es durch Veranstaltungsreihen von „Heimat und Fremde“ (1993-95) bis ZWIE SPRACHE (seit 2013), unsere Ausstellung „gegen den strom“, die bisher mehr als 36.000 Besucher zählt, und Veröffentlichungen der Poesiealbum neu-Themenhefte „Texte gegen Intoleranz“ (2008), „Deutschland. Gedichte“ (2009), „Deutsche Inventuren“ (2012), „Gedichte von Welt“ (2014) oder jüngst in Form der Sonderausgabe „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ (2018) sowie bei unseren Gedichtfilmwettbewerben „Worte sind Boote“ (2012) und „Poetry Clips gegen den Krieg“ (2014) – bei denen jeweils Gedicht- bzw. Filmautor(inn)en aus verschiedenen Ländern involviert waren. Wir setzen uns auch ganz aktuell dafür ein, dass die Freiheit der Kunst bewahrt wird. Es ist deshalb nicht nur der „Spaßmacher Ringelnatz“, zu dessen Lyrikverfilmung wir gegenwärtig in Form unseres 4. Gedichtfilmwettbewerbs anregen, sondern sein Beispiel zeigt exemplarisch, dass die Freiheit der Kunst binnen weniger Tage verloren gehen kann, sobald Ermächtigungsgesetze und Machtstrukturen dies ermöglichen. Mit unserer für 2019 geplanten „Worthaft“-Lesetour, bei der Autorinnen und Autoren an Schulen von ihren Haftgründen und -bedingungen unter der SED-Diktatur berichten werden, verdeutlichen wir, was es bedeutet, die Meinungsfreiheit zu verlieren. Darüber hinaus haben wir zu Beginn des Monats deutschsprachige Lyrikerinnen und Lyriker eingeladen, sich an unserer Ausschreibung des Poesiealbum neu-Themenheftes „Heimat / Heimatverlust“ mit neuer Lyrik zu beteiligen. Gern bringen wir uns mit einer Auswahl der bisherigen und künftigen Veröffentlichungen in das Wirken „der Vielen“ ein, ohne jedoch als Organisatoren von Veranstaltungen und Aktivitäten federführend handeln zu können, dazu entbehrt es seit 2012 einer personellen Struktur. Ralph Grüneberger im Namen des Vorstandes Leipzig, im November 2018

My generation – Ankündigung der Herbstausgabe 2018

Mit der Herbstausgabe 2018 der Zeitschrift "Poesiealbum neu" ist erneut ein Dreifachheft erschienen, das erfreute die Abonnenten. Bekannte und unbekannte Namen, junge und ältere Schreibende aus mehreren Ländern vereint diese nunmehr lieferbare Ausgabe (ausführliche Rezension in der Leipziger Internet Zeitung vom 29.11.2018). Unser Mitglied Manfred Klenk beschenkte in Mannheim seine Freunde von "Räuber 77" mit der Ausgabe "My generation". Wer noch kein Abonnement des "Poesiealbum neu"  hat, sollte sich schnell dafür entscheiden und erhält die Frühjahrsausgabe "Vom Glück. Gedichte" in einer Lieferung mit der Herbstausgabe (Ladenpreis 6,50 € plus 7,80€); als Inlands-Abonnent zahlt man ganze 12 € inkl. Versand, GZL-Mitglieder zahlen lediglich 10,50 € für das Abo). Bitte beachten Sie die beiden Errata! Bestellungen des Abonnements: kontakt@lyrikgesellschaft.de Autorinnen und Autoren von "My generation": Gerd Adloff Renate Aichinger Johanna Anderka Ingeborg Arlt Michael Augustin Veit Baer Heinrich Beindorf Heidi Bergmann K.U. Robert Berrer Franziska Beyer-Lallauret Katrin Bibiella Marlies Blauth Rolf Blessing Thomas Böhme Rosa Both (Ps.) Oliver Bruskolini Stefanie Bucifal Therese Chromik Hannelore Crostewitz Kathrin Ursula Daehne Erika Dietrich-Kämpf Ulrike Diez Róža Domašcyna Nicole Drude Renate Düpmann Katharina Düwel Lina Sophie Duppel Cornelia Eichner Eckhard Erxleben Tobias Falberg Ronja Falkenstein Siegmar Faust Vinzenz Fengler Katharina J. Ferner Peter Frömmig Marlena Hanna Gaul Marlene Görsch Anne Gollin Dincer Gücyeter Peter Gosse Ralph Grüneberger Gerhard Gundermann Gisela Hemau Kerstin Hensel Dieter Höss Alfons Huckebrink Claus Irmscher JE (Ps.) jottpeh (Ps.) Stefan Kabisch Christine Kappe Ada Charlotte Kilfitt Manfred Klenk Rudolf Kraus Susanne Kriesmer Josef Krug Christoph Kuhn Grit Kurth Fitzgerald Kusz Philipp Langes Sigrid Lichtenberger Robert Lowell Britta Lübbers Gustav Lüder Salean A. Maiwald Eva Meißner-Prinz Gerd Meyer-Anaya Ingrid Miller Manfred Moll Christoph Müller Christina Müller-Gutowski Erica Natale Walter Neumann Ingrid Niegel Alexander Nitsche Lutz Nitzsche Kornel Klaus Nührig Harry Oberländer Jutta Pillat Lutz Rathenow Rainer Rebscher Viola Richter-Jürgens Wolfgang Rischer Franziska Röchter Joachim Rönneper Andreas-Wolfgang Rohr Jörn Sack Bärbel Sanchez Ulrich Schacht Claudia Schattach Laura Schmidt-Niederhoff Maren Schönfeld Ulrich Schröder Ralph Schüller Christiane Schulz Marlene Schulz Helga Schulz Blank Wolfgang Stock Ulrich Straeter Heidrun Stödtler Tina Stroheker Angelika Tonner Helle Trede Dieter Treeck Holger Teschke Guntram Vesper Julia Weberling Renate Wunderer Wolfgang Wurm   Titelbild unter Verwendung des Gemäldes "Familienausflug 2" von Bibi Johns.   2 Errata   fitzgerald kusz (*1944) rock´n´roll   des lehrmädlä in dä schneiderei vo meinä großtante käthe in berlin-schöneberg houd mä di schduhllehnä zeichd wous vo dä saalschlachd bamm bill-haley-konzerd im schboddbalasd neizeähunderdachdäfuchzg miidhammgnummä houd: des woä mei erschde begechnung midm rock´n´roll   hochdeutsch   das lehrmädchen in der schneiderei meiner großtante käthe in berlin-schöneberg hat mir die stuhllehne gezeigt die sie von der saalschlacht beim bill haley-konzert im sportpalast neunzehnhundertachtundfünfzig mitgenommen hat: das war meine erste begegnung mit dem  rock´n´roll  


Alfons Huckebrink (*1953)   33 upm oder der nachmittag, als ich RUBBER SOUL erstand   und abhörte war der schönste (bis anhin) IN MY LIFE wozu gar nicht viel gehörte also ich kaufte das vage vinyl nach der penne   vom letzten geld zog mich zurück YOU WON'T SEE ME zog die Kopf Hörer auf und ab gings DRIVE MY CAR auch ich ein starr fühlte   ich ein starr mit meiner mofaliebe ach du liebes GIRL auch ich an jenem fernen nachmittag im finstren dezember 65 eine ausnahme   erscheinung goldkäfer pfau gar paneel in NORWEGIAN WOOD zwar das streichholz zum zünden der selbstgedrehten im blauen   rauch WAIT stöhnte MICHAELA dann auftritt des vaters in strick zeug in bembellaune und schaum mundig als fachmann völkisch   bei IF I NEEDED SOMEONE riss mir den kopfhörer weg ja spuckte THE WORD aus: Negermusik ja mein haus ist kein kraal kapierst du   ist eine kaserne yeah ein koben ich WHAT GOES ON? schnarrte Ringo RUN FOR YOUR LIFE dachte ich spießer mit den drittreichdefekten   der nyltestseele I'M LOOKING THROUGH YOU heutige jugend an schlagmichel: kein schöner leben als THINK FOR YOURSELF.

Text/Hörbuch: „Wassertropfen und Seifenblase“

Zur Unterstützung unserer gleichnamigen Ausschreibung des 4. Gedichtfilmwettbewerbs und als Angebot an Wertschätzer dieser Dichtung veröffentlichen wir das Text/Hörbuch „Joachim Ringelnatz, Wassertropfen & Seifenblase. Ausgewählte Gedichte“ Das Text-/Hörbuch enthält 39 Gedichte, 5 davon auch in englischer Übertragung von Ernest A. Seemann. Sprecher/innen: Steffi Böttger, Johannes Gabriel, Mayjia Gille, Axel Thielmann Idee und Auswahl: Ralph Grüneberger Preis: 9,95 € Lieferbar ab Ende August Verbindliche Bestellungen nehmen wir ab sofort entgegen, richten Sie diese bitte an: kontakt@lyrikgesellschaft.de oder senden Sie eine Postkarte oder einen Brief an Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Wortmeldung: Für Vielfalt

U.a. von der Leipziger Kulturbürgermeisterin Dr. Skadi Jennicke aufgefordert, uns der Kampagne „Die Vielen“ anzuschließen, melden wir uns zu Wort und stellen es gleichzeitig all unseren Mitgliedern anheim, sich dieser Aktion anzuschließen: Berliner Erklärung.

Die 1992 gegründete Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, der derzeit Mitglieder aus acht Ländern angehören, verpflichtet sich in ihrer Satzung „im Geist von Toleranz und Völkerverständigung“ zu agieren. Das haben wir mit unserer Arbeit immer wieder unter Beweis gestellt, sei es durch Veranstaltungsreihen von „Heimat und Fremde“ (1993-95) bis ZWIE SPRACHE (seit 2013), unsere Ausstellung „gegen den strom“, die bisher mehr als 36.000 Besucher zählt, und Veröffentlichungen der Poesiealbum neu-Themenhefte „Texte gegen Intoleranz“ (2008), „Deutschland. Gedichte“ (2009), „Deutsche Inventuren“ (2012), „Gedichte von Welt“ (2014) oder jüngst in Form der Sonderausgabe „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ (2018) sowie bei unseren Gedichtfilmwettbewerben „Worte sind Boote“ (2012) und „Poetry Clips gegen den Krieg“ (2014) – bei denen jeweils Gedicht- bzw. Filmautor(inn)en aus verschiedenen Ländern involviert waren.

Wir setzen uns auch ganz aktuell dafür ein, dass die Freiheit der Kunst bewahrt wird. Es ist deshalb nicht nur der „Spaßmacher Ringelnatz“, zu dessen Lyrikverfilmung wir gegenwärtig in Form unseres 4. Gedichtfilmwettbewerbs anregen, sondern sein Beispiel zeigt exemplarisch, dass die Freiheit der Kunst binnen weniger Tage verloren gehen kann, sobald Ermächtigungsgesetze und Machtstrukturen dies ermöglichen.

Mit unserer für 2019 geplanten „Worthaft“-Lesetour, bei der Autorinnen und Autoren an Schulen von ihren Haftgründen und -bedingungen unter der SED-Diktatur berichten werden, verdeutlichen wir, was es bedeutet, die Meinungsfreiheit zu verlieren.

Darüber hinaus haben wir zu Beginn des Monats deutschsprachige Lyrikerinnen und Lyriker eingeladen, sich an unserer Ausschreibung des Poesiealbum neu-Themenheftes „Heimat / Heimatverlust“ mit neuer Lyrik zu beteiligen. Gern bringen wir uns mit einer Auswahl der bisherigen und künftigen Veröffentlichungen in das Wirken „der Vielen“ ein, ohne jedoch als Organisatoren von Veranstaltungen und Aktivitäten federführend handeln zu können, dazu entbehrt es seit 2012 einer personellen Struktur.

Ralph Grüneberger im Namen des Vorstandes

Leipzig, im November 2018

Heimat und Heimatverlust / Heimat als Sehnsuchts- und als Lebensort

  • 01.11.2018

Neue Ausschreibung der Zeitschrift „Poesiealbum neu“

Im Zeitraum 1. November 2018 bis 31. Mai 2019 (Poststempel) schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL) die Beteiligung an der Herbstausgabe 2019 der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ aus.

Ausschließlich auf dem Briefpostweg können bis zu drei, möglichst bislang unveröffentlichte Gedichte in deutscher Sprache und  in 2-facher Ausführung eingereicht werden. Die Gedichte sollten eine Länge von 35 Zeilen nicht überschreiten. Hinzuzufügen sind a) eine Kurzvita plus aktueller E-Mail-Adresse, b) die Erklärung, dass der kostenfreie Abdruck erlaubt wird, und c) die Zustimmung, dass die persönlichen Daten, die allein für den Zweck der Kommunikation und Registration Verwendung finden und keinesfalls an Dritte weitergegeben werden, gespeichert werden dürfen.

Bitte verzichten Sie auf Einsendungen per Einschreiben.

Kommt ein Gedicht für die Veröffentlichung in Betracht, setzt sich das „Poesiealbum neu“-Team mit der Autorin/dem Autor in Verbindung. Rückfragen oder Stellungnahmen zu den Einsendungen können nicht beantwortet bzw. geleistet werden. Sobald der Drucksatz abgeschlossen ist, werden auf der Webseite der GZL die Namen der Autorinnen und Autoren veröffentlicht, deren Gedicht in die Ausgabe zum Thema „Heimat/Heimatverlust“ Aufnahme fand. Mit ihrer/seiner Beteiligung an der Ausschreibung stimmt die Einsenderin/der Einsender diesem Verfahren ausdrücklich zu.

Jeder Autorin, jeder Autor des Heftes erhält ein Freiexemplar und nimmt mit ihrem/seinem unveröffentlichten Gedicht an der Auswahl für den „Poesiealbum neu“-Preis 2020 teil, der das beste Gedicht  des Jahrgangs 2019 prämiert.

***

In einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung vom 17. September 2018 äußert sich Konstantin Wecker zum Begriff „Heimat“:

„Das Wort ‚Heimat‘ kann überhaupt nichts dafür für das, was mit ihm angestellt wird. In dem Lied ‚Vaterland‘ habe ich geschrieben: ‚Heimat ist doch überall, / wo man sich damit segnet, / dass man, für Augenblicke nur, / sich endlich selbst begegnet.‘ Und Identität ist ja nicht teilbar, ich kann sie nur in mir finden. Und wem das nicht gelingt, der sucht sie bei den Identitären, in Nationalismus und im Völkischen.“

Peter Härtling, bis zu seinem Tod im Juli 2017 Mitglied der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, spricht in seiner 1979 in Ludwigsburg gehaltenen Rede den Begriff „Heimat“ ebenfalls an: „Heimat erfahren wir zweifach: als das uns Nächste und als das ersehnte Entfernteste. Wem die Synthese gelingt, den Bogen zwischen beiden zu schlagen, der hat Heimat.

Heimat – und das läßt die Angelegenheit schon heikel werden – bedeutet keineswegs Übereinstimmung mit dem Staat, selbst wenn er sich, um seiner Politik Grund zu geben, als Heimat ausgäbe, wie es immer wieder geschieht: Blut und Boden sollen sich vermengen, daß die üble Mixtur schwer an den Sohlen hafte und den Bürger treu im Land halte.“

Und wie steht es um jene, die vertrieben worden und wohl ein Zuhause, aber nicht wirklich eine Heimat haben? Auch ihnen sollten die Gedichte eine Stimme geben.

Hunderttausende Geflüchtete kamen Mitte dieses Jahrzehnts mit der sogenannten „Flüchtlingswelle“ nach Deutschland. Und auffällig werden meist nur die Straffälligen; einzelne beschädigen tausendfach das Erscheinungsbild ihrer Landsleute.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren Millionen Deutsche Vertriebene und haben sich und ihren Familien hunderte Kilometer von ihren Geburts- und den Sterbeorten ihrer Vorfahren eine neue Existenzgrundlage geschaffen. Die Assimilation führte längst dazu, dass ihre Nachkommen kaum mehr etwas von den Wurzeln des Familienstammes wissen. Zur massenhaften Umsiedlung von Ost nach West kam es bis und auch noch nach 1989.

„Ist Deutschland meine Heimat?“ fragen sich Menschen, deren Großeltern als Gastarbeit in dieses unser Land kamen, ja händeringend gerufen worden, wenn sie heutzutage Anfeindungen erleben.

An Begriffe wie Deutschtürken, Rußlanddeutsche, Rumäniendeutsche haben wir uns längst gewöhnt. Doch nach Heimat klingt das nicht. Dabei ist Heimat etwas Elementares, etwas sehr Persönliches, etwas, das das Menschsein ausmacht.

Oder auch nicht – würde wahrscheinlich ein Nomade widersprechen.

Die Einladung zum lyrischen Disput ist hiermit jedenfalls ausgesprochen.

Zehn Jahre nach unserer Ausgabe „Deutschland. Gedichte“ starten wir – mit erweitertem Blickwinkel – neu.

Veranstaltungen unserer Mitglieder

Für die Literaturzeitschrift Tentakel, Literatur aus und für OWL, lesen am 06. Dezember, 19:00 Uhr, in der Buchhandlung Mondo, Elsa-Brändström-Straße 23, 33602 Bielefeld, Rolf Birkholz, Franziska Röchter und Michael Helm.


Veranstaltungen

14.02.2019
19:00 - 20:30

Erotisches am Valentinstag

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Der Berliner Büchermensch Carsten Pfeiffer beantwortet im Gespräch mit Ralph Grüneberger die Frage, was ihn bewogen hat, eine Sammlung mit erotischer Lyrik von „Dichterfürsten“ herauszugeben und welcherart seine Quellen sind.

Der vor allem durch seine Mitwirkung in der ARD-Serie „Rote Rosen“ bekannte Film- und Theaterschauspieler Frederic Böhle wird einige der Proben aus „Närrchen, sey nicht spöde“ zum Besten geben.

Foto: Enno Schramm

Der Titel der im Berliner Verlag Walde+Graf erschienenen Auswahl geht auf den Österreicher Aloys Blumauer zurück, der sich in schöner Gesellschaft mit Bürger, Fleming, Goethe, Heine, Klabund, Lessing, Ringelnatz, Schiller, Wedekind und vielen anderen befindet.

Buchverkauf

Der Eintritt ist frei.

Gemeinschaftsveranstaltung mit den Leipziger Städtischen Bibliotheken; gefördert – so hoffen wir* – vom Kulturamt der Stadt Leipzig

 

*)der Haushalt der Stadt bzw. die Projektförderungen sind noch nicht beschlossen

 

Verlagsankündigung:

Auch den großen Dichtern deutscher Sprache war nichts Menschliches fremd – schon gar nicht die Liebe, die Lust und die Leidenschaft. Davon zeugen die erotischen Verse vom größten unserer Dichter, Johann Wolfgang von Goethe oder Heinrich Heines verspielt erotische Gedichte. Aber kennen Sie auch die erotischen Seiten von Autoren wie Wieland, Herder, Schiller,
Novalis, Mörike oder Wilhelm Busch. Kennen Sie Le Pansif, Celander oder Blumauer? Oder die erotischen Verse expressionistischer Lyriker? Nein? Dann lernen Sie sie jetzt kennen.
Die vorliegende Auswahl enthält 170 erotische, teils derb-drastische, oft witzige Gedichte von zahlreichen Lyrikern vom Barock bis hin zu Ringelmatz und Klabund.

  • Gebundene Ausgabe: 172 Seiten
  • Verlag: Walde + Graf Verlagsagentur und Verlag, Berlin 2018
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3946896219
  • ISBN-13: 978-3946896210
  • Größe: 17,7 x 2,2 x 22,2 cm
  • Preis: 18 €
Weiterlesen: Erotisches am Valentinstag
14.03.2019
19:30 - 21:30

Worthaft - Bildhaft. Kunst politischer Gefangener

Galerie Süd,
Leipzig, Karl-Liebknecht.Str. 84

Vernissage der Ausstellung von Jörg Beier, Andreas Reimann und Gabriele Stötzer.

Im Zusammenhang mit der Sonderausgabe „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ wird im Zeitraum 14. März bis 30. April 2019 eine Ausstellung mit Werken von drei ehemaligen Häftlingen der DDR stattfinden.

Beteiligt daran sind der Holzbildhauser Jörg Beier aus Schwarzenberg im Erzgebirge, der Leipziger Schriftsteller und Grafiker Andreas Reimann und die Autorin und Künstlerin Gabriele Stötzer aus Erfurt, die ihren 2. Wohnsitz in den Niederlanden hat.

Die Organisation der Ausstellung obliegt Ralph Grüneberger, dem Herausgeber der Zeitschrift „Poesiealbum neu“, er wird die Vernissage am 14. März 2019, Beginn 19.30 Uhr, auch moderieren. Kuratieren wird die Ausstellung die Inhaberin der Galerie Süd Charlotte Ende.

Eintritt frei.

Büchertisch mit Ausgaben unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ und Werken/Katalogen der beteiligten Künstler.

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Leipziger Galerie Süd, unterstützt vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Weiterlesen: Worthaft - Bildhaft. Kunst politischer Gefangener
23.03.2019
17:30 - 19:50

My generation - Buchmessepräsentation

Gohliser Schlößchen,
Leipzig, Menckestr. 23

Präsentation von „My generation“ mit einer Vielzahl von Autorinnen und Autoren der aktuellen Poesiealbum neu-Ausgabe.

Dabei werden sein

Jutta Pillat
Eva Meißner-Prinz
Ulrike Diez
Ulrich Schröder
Bärbel Sanchez
Heidrun Stödtler
Heidi Bergmann
Ralph Grüneberger
Hannelore Crostewitz
Christine Kappe
Andreas-Wolfgang Rohr
Claus Irmscher

 

Moderieren wird die Veranstaltung Stefan Kabisch.

Den musikalischen Part übernimmt das Saxophon-Quartett „Die Sax’n“ aus Leipzig.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Vergabe des Poesiealbum neu-Preises 2019 für das beste Gedicht des Jahrgangs 2018 unserer Zeitschrift. Der Gewinner erhält eine signierte „Edelfeder“ der Waldmann KG Birkenfelde aus Sterling Silber. Der Preis wird zum 3. Mal vergeben. Bisherige Preisträger sind Erica Natale (Bielefeld) und Andreas Reimann (Leipzig).

 

Buchverkauf davor und (kurz) danach

Eintritt frei

Weiterlesen: My generation - Buchmessepräsentation
23.03.2019
19:30 - 20:00

Ein Ringelnatz-Spezial

Buchhandlung Hugendubel,
Leipzig, Petersstraße 12

Herausgeber Ralph Grüneberger und Schauspielerin Mayjia Gille präsentieren Ringelnatz

„Wassertropfen & Seifenblase“ heißt das Text-/Hörbuch mit Gedichten von Joachim Ringelnatz, das Herausgeber Ralph Grüneberger gemeinsam mit den Schauspielern Steffi Böttger, Johannes Gabriel, Mayjia Gille und Axel Thielmann 2018 in der Edition kunst & dichtung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig veröffentlicht hat. Fast 40 Gedichte von Joachim Ringelnatz, 5 davon zusätzlich auch in englischer Übertragung von Ernest A. Seemann, vereint die Ausgabe „Wassertropfen & Seifenblase. Ausgewählte Gedichte von Joachim Ringelnatz“, die im Zusammenhang mit der gleichnamigen Ausschreibung des vierten Gedichtfilmwettbewerbs der Lyrikgesellschaft steht: http://lyrikgesellschaft.de/ringelnatz-gedichtfilmwettbewerb-startet-am-7-august-2018/

Einladen sind Laien ebenso wie erfahrene Videofilmer, jeweils bis zu zwei Filme einzureichen, die auf Gedichten von Joachim Ringelnatz basieren. Neben der Filmproduktionsfirma Saxonia Media und der Waldmann KG zählt auch die Leitung der Leipziger Buchmesse zu den Geld- und Sachpreisspendern und hat den Preis „Gast der Leipziger Buchmesse 2020“ ausgelobt. Eine Besonderheit stellt die Kooperation der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit den vier Ringelnatz-„Institutionen“ in Deutschland dar. Das Projekt, das von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) gefördert wird, wird getragen von der Ringelnatz-Gesellschaft in Cuxhaven, dem dortigen Joachim-Ringelnatz-Museum, dem Kulturhistorischen Museum Wurzen mit seiner Ringelnatz-Sammlung und dem gleichfalls in Wurzen ansässigen Joachim-Ringelnatz-Verein. Zur Leipziger Buchmesse wird Gelegenheit sein, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Innerhalb weniger Wochen gingen bei der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik bereits Anmeldungen aus Deutschland, Großbritannien, Österreich, der Schweiz, aus Uruguay und den USA ein. Auch Schulklassen sind unter den ersten Anmeldern, was die Veranstalter besonders freut.

Proben aus „Wassertropfen & Seifenblase“ werden während der Leipziger Buchmesse zu hören sein, die vielfältige Künstlern Mayjia Gille gibt sie im Rahmen von „Leipziger Verlage stellen sich vor“ zum Besten.

Am Tag darauf, am Buchmesse-Sonntag um 15.30 Uhr, ist sie gemeinsam mit ihren Kollegen Steffi Böttger und Axel Thielmann ebenfalls mit einer Ringelnatz-Lesung in der Buchhandlung „Südvorstadt“ zu erleben.

Weiterlesen: Ein Ringelnatz-Spezial
24.03.2019
15:30 - 17:00

Ringelnatz-Lesung „Wassertropfen & Seifenblase“

Buchhandlung Südvorstadt,
04275, Karl-Liebknecht-Str. 126

Kaffee + Kekse, vor allem aber Lyrik von Joachim Ringelnatz

Lesung aus „Wassertropfen & Seifenblase“

mit Steffi Böttger, Mayjia Gille und Axel Thielmann

Moderation: Ralph Grüneberger

Eintritt frei.

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Buchhandlung „Südvorstadt“, gefördert – so hoffen wir – vom Kulturamt der Stadt Leipzig

 

Das Text-/Hörbuch als besondere Edition der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ entstand im Zusammenhang mit der Ausschreibung des gleichnamen Gedichtfilmwettbewerbs.

Weiterlesen: Ringelnatz-Lesung „Wassertropfen & Seifenblase“

Gedicht des Monats

Über sieben Brücken musst du gehen

  • 01.12.2018

Helmut Richter (*1933)


Über sieben Brücken musst du gehen

Manchmal geh ich meine Straße ohne Blick,
manchmal wünsch ich mir mein Schaukelpferd zurück.
Manchmal bin ich ohne Rast und Ruh,
manchmal schließ ich alle Türen nach mir zu.

Manchmal ist mir kalt und manchmal heiß,
manchmal weiß ich nicht mehr was ich weiß.
Manchmal bin ich schon am Morgen müd,
und dann such ich Trost in einem Lied.

Über sieben Brücken musst du gehn,
sieben dunkle Jahre überstehn,
siebenmal wirst du die Asche sein,
aber einmal auch der helle Schein.

Manchmal scheint die Uhr des Lebens still zu stehn,
manchmal scheint man immer nur im Kreis zu gehn.
Manchmal ist man wie von Fernweh krank,
manchmal sitzt man still auf einer Bank.

Manchmal greift man nach der ganzen Welt,
manchmal meint man, dass der Glücksstern fällt.
Manchmal nimmt man, wo man lieber gibt,
manchmal hasst man das, was man doch liebt.

Über sieben Brücken musst du gehen …

1978

Wir gratulieren unserem Mitglied Helmut Richter herzlich zum 85. Geburtstag.
Interview mit Helmut Richter https://www.mdr.de/kultur/radio/audio1024462.html


Empfehlung des Monats

Last Minute Weihnachtsempfehlung: CD Luxusnacht verwebt Rilke mit Eigenem

Eisvogel: Luxusnacht (CD)

Empfehlung des Monats · Dezember 2018
Weihnachtsempfehlung von Jule Weinrot

 

„Mich hat nie interessiert, was für andere gültig ist.“

Schon dieser Satz – Auszug einer Projektbeschreibung – reicht aus, um die Sängerin der vorgestellten CD für sich einnehmen zu lassen. Wer Maja „Mayjia“ Gille bislang vorrangig als Lyrikerin, Rezitatorin und einfühlsame Moderatorin literarischer Veranstaltungen kennengelernt hat, dem wird die besondere Stimme der vielseitigen Künstlerin nicht entgangen sein. So nimmt es kaum Wunder, dass die Dame auch musikalisch unterwegs ist und über allem hinaus auch über eindrucksvolle gesangliche Qualitäten verfügt.

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ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
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