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„Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“ – die Autorinnen und Autoren aus 6 Ländern

Poesiealbum neu: „Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“ Pflanzen, sie ernähren uns, sie schmücken uns, sie schützen und behausen uns, sie kleiden und heilen uns – und sie töten uns. Es ist also unabdingbar, den Pflanzen in Gedichtform zu huldigen. Das formulieren auf ihre Weise diese 154 Autorinnen und Autoren der „Poesiealbum neu“-Ausgabe 2/2017 (Rezensionen siehe hier Pflanzen-Heft_Rezension_L-IZ_061117: oder von Timo Brandt die sehr ausführliche Besprechung auf FIXPOETRY:)
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Poesiealbum neu: „Vom Glück. Gedichte“ – die Jubiläumsausgabe

  • 28.01.2018

In unserer Frühjahrausgabe 2018, die den 12. Jahrgang unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ eröffnet, veröffentlichen wir von 78 Autorinnen und Autoren Gedichte zum Thema Glück.

Präsentiert wir die 25. reguläre Ausgabe während der Finissage der Ausstellung „FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG“ am 1. März in der Leipziger Stadtbibliothek, Beginn 19 Uhr, von Steffi Böttger und dem Herausgeber Ralph Grüneberger, sowie wenige Tage später am 17. März um 18 Uhr im Gohliser Schlösschen im Rahmen der Leipziger Buchmesse von 10 Mitgliedern der Lyrikgesellschaft.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Lieferbar ist die Jubiläumsausgabe nach der Leipziger Buchmesse und kann direkt bei der GZL kontakt@lyrikgesellschaft oder über den Buchhandel bestellt werden.

66 S., Preis 6,50 €

– als Abonnent/in erhalten Sie 2 Ausgaben im Inland für 12 € p.a. frei Haus (Auslandspreis  auf Anfrage)

Die Gedicht-Autorinnen und -Autoren der Ausgabe „Vom Glück“  sind:

Manfred Ach

Johanna Anderka

Franziska Arnold

Ernst Moritz Arndt

Michael Augustin

Silke Berke

Jörg Bernig

K.U. Robert Berrer

Franziska Beyer-Lallauret

Martina Bilke

Detlev Block

Hartmut Brie

Hans Brinkmann

Stefanie Bucifal

Gudula Budke

Felix Buehrer

Martina Burandt

Georg Oswald Cott

Daniela Daub

Herta Dietrich

Doris Distelmaier-Haas

Nicole Drude

Renate Düpmann

Linda Dzeko-Marolt

Patricia Falkenburg

Saskia Fischer

Paula C. Georges

Johann Wolfgang v. Goethe

Joachim Gräber

Harald Gröhler

Alice Grünfelder

Christel Guhde

Kerstin Hensel

Stefan Heyer

Dieter Höss

Jan-Eicke Hornauer

Caroline Hummel

Manfred Klenk

Karin Koch

Charlott Ruth Kott

Karl Krolow

Christoph Kuhn

Horst Landau

Eva Lehmann-Lilienthal

Anton G. Leitner

Karin Lichtenberger-Eberling

Hartmut Löscher

Cornelia Lotter

Guido Luft

Gustav Lüder

Hans-Hermann Mahnken

Salean A. Maiwald

Georg Maurer

Jutta v. Ochsenstein

Mirjam Phillips

Ursula Pickener

Andreas Reimann

Franziska Röchter

Joachim Rönneper

Slata Roschal

Susanne Sarrazin

Sigune Schnabel

Maren Schönfeld

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Helga Schulz Blank

Christiane Schwarze

Roswitha Charlotte Schwenk

Horst Sonntag

Wolfgang Stock

Heidrun Stödtler

Steffen Thiemann

Galsan Tschinag

Martin A. Völker

Jutta Weber-Bock

Evelyn von Wietersheim

Christa Witzleb

Renate Wunderer

Matthias Zwarg

Zwischenruf des Vorsitzenden vom 5. Dezember 2017

Heute am Internationalen Tag des Ehrenamtes sei all unseren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern herzlich gedankt. Im 25. Jahr ihres Bestehens können wir als Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit Stolz auf das Erreichte blicken. Wir zählen 2017 erneut zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Call for Members“ der Bundeskulturstiftung. Dieser Tage haben wir unseren 3. Gedichtfilm-Wettbewerb abgeschlossen, zu dem weit mehr preiswürdige Filme eingesandt worden, als Preise zur Verfügung standen. Die 24. reguläre Ausgabe unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ mit über 150 „Gedichten zu Pflanzen“ liegt druckfrisch vor und erreicht eine große Nachfrage und die 25. Ausgabe zum Thema „Glück“  ist in Vorbereitung. Mit dem „Leipziger Liederbuch“ haben wir jüngst ein „Zeugnis subversiver Literaturgeschichte“ veröffentlicht. Noch diese Woche eröffnen wir in der Leipziger Stadtbibliothek die Ausstellung „FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG“ und nehmen Bezug auf die illegale Lyrik-Lesung im Sommer 1968 auf dem Elsterstausee im Süden Leipzigs. Geplant haben wir 2018 eine Sonderausgabe des „Poesiealbum neu“ mit Gedichten politischer Gefangener sowie unter dem Titel „Was alles in den Dingen steckt“ eine Auswahl der besten Poetry Clips aus unseren bisherigen drei Gedichtfilm-Wettbewerben.

Da uns für all diese Vorhaben kein festangestelltes Personal zur Verfügung steht, stützen wir uns zum einen auf die ehrenamtlich Tätigen und zum anderen auf jene, die stundenweise in unserer Geschäftsstelle tätig sind. Finanziell ermöglicht wird unsere gemeinnützige Arbeit neben den Mitgliedsbeiträgen durch Projektförderung und Spenden. Gerade letztere erlauben uns eine vielfältige Projektarbeit, und wir danken an dieser Stelle allen Spenderinnen und Spendern. Laut Statistik* betrug 2016 die durchschnittliche Höhe einer Spende 35 €, und die Häufigkeit pro Spender wird mit 6,7 angegeben. Spendeten viele und käme von ihnen einmal jährlich 35 € bei uns an, könnten wir perspektivisch unsere Personalsituation verbessern. Und das Fazit „Ältere Menschen sind freigiebiger“ (71,7 %) muss ja nicht unumstößlich sein. In diesem Sinne Ihnen allen eine besinnliche Vorweihnachtszeit, und schenken Sie sich und/oder anderen ein Abonnement unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ für ganze 12 € p.a.

 

*)Quelle: DekaBank; Stand 12.09.2017

Preisvergabe im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“

Nachdem wir am 23. November in Leipzig und am 27. November 2017  in Köln jeweils vor einem aufgeschlossenen und interessierten Publikum eine Auswahl aus den insgesamt 23 eingesandten Gedichtfilmen gezeigt haben, veröffentlichen wir heute die Platzierung sowie die Bewertung der Jury.

Im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL) vergibt der Verein – entsprechend der Bewertung der Jury – folgende Preise:

 

  1. Preis: 500 € – Preis der Autor(inn)en der Ausgabe Tugenden & Sünden

Team Ellen Sophie Neugebauer, Weimar

 

  1. Preis: Preis der Leipziger Buchmesse – Besuch der Leipziger Buchmesse 2018, einschließlich Bahnfahrkosten und 2 Übernachtungen

Roberto Vallilengua, Wien

 

  1. Preis: 250 € – Preis der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

Janna Kosack, Winterthur

 

  1. Preis: Edles Schreibgerät der Waldmann KG – Preis für die besondere Handschrift

Luis Walt Antonius, Berlin

 

  1. Preis: Bücherscheck über 100 € von der Filiale Hugendubel in Leipzig

Klara Oliveira Strauß, Bremen

 

  1. Preis: Preis des Stadtmagazins Kreuzer: Veröffentlichung des Clips auf deren Web-Seite plus 3-Jahres-Abo

Helena Kühnemann, Leipzig

 

Sonderpreis der GZL: 200 € für den besten Beitrag von Einsender(inne)n unter 18 Jahren

Maxime Sophie Sonnet, Dichtelbach

 

 

Gruppen-Preis für ein Team aus der Region: Freikarten für den BELANTIS PARK

Team Ellen Sophie Neugebauer, Studierende der Bauhaus-Universität Weimar, Fachbereich Medienkunst/ Mediengestaltung

Gruppen-Preis für ein überregionales Team: T-Shirts mit einem Still aus deren Film

Schülerinnen und Schüler der Klassen 11/2a und 11/4a des Jahrgangs 2016/17 der Wilhelm Wagenfeld Schule Bremen, Fachoberschule für Gestaltung

Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, den Sponsoren der Sachpreise und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an diesem nunmehr 3. Gedichtfilm-Wettbewerb der GZL.

Der Vorstand

Leipzig, 29. November 2017

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Den 1. Preis, Preis der Autor(inn)en, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält das Team von Ellen Sophie Neugebauer, Weimar, für deren Film „Die besseren Sakkos“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Peter Frömmig.

Dem Film gelingt die hohe Kunst des Filmemachens, nämlich eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte mit einem durchgängigen Spannungsbogen, einer authentischen empathischen Erzählstimme und sehr schönen gezeichneten Bildern. Erinnert ein wenig an Ari Folman.

Den 2. Preis, Preis der Leipziger Buchmesse, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Roberto Vallilengua, Wien, für seinen Film „Erstickte Zeit“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Evelyn von Wietersheim.

Ein atmosphärisch-sinnlicher und gut strukturierter Gedichtfilm. Die Musik von Nine Inch Nails verstärkt die Stimmung. Die leicht verzerrte Sprecherstimme passt zur Atmosphäre des Films.

Den 3. Preis, Preis der GZL, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Janna Kosack, Winterthur, für ihren Gedichtfilm „Vor Malta“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Ingo Cesaro.

Das starke Gedicht über das aktuelle Thema, die Flucht über das Meer, setzt spät ein und wirkt damit sehr stark. Der Filmeinstieg gelingt sehr dynamisch und ansprechend über das Gesicht des Fischers. Desweitern wechseln sich dokumentarische und Trickfilmbilder in einer gelungenen Kombination ab und werden verstärkt durch sehr gute auditive Mittel. Ein gelungener Film.

Den 4. Preis, den Preis für „Die besondere Handschrift“der Waldmann KG, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Luis  Walt Antonius, Berlin, für seinen Film „Der Tugend größte“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Hans-Hermann Mahnken.

Die Verfilmung dieses Gedichtes unterstreicht mit barocken Vanitas-Stillleben die Vergänglichkeit und damit auch die Wertlosigkeit allen Lebens. Dieser scheinbare Widerspruch verstärkt aber geradezu die Aufforderung mehr Mitgefühl für Menschen, Tiere und die Natur zu empfinden. Der Film erinnert mit seinen Bildern und seiner Musik immer wieder daran, dass wir ein Teil des Kosmos und der Natur sind.

Den 5. Preis, Preis der Filiale Hugendubel Leipzig, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Klara Oliveira Strauß für ihren Gedichtfilm „Spiel“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Patricia Grygier.

Gut gefilmt und sehr gelungener Schnitt. Der Gedichttext wird gut integriert, ebenfalls gut gesprochen und das mit stimmigen Timing – hinsichtlich des „Texttransports“. Hervorhebenswert sind gleichfalls ein gutes Sounddesign und der gelungene dramatische Aufbau der Handlung.

Den 6. Preis, Preis des Leipziger Stadtmagazins Kreuzer, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält  Helena Kühnemann für ihren Film „Nach einem Gespräch“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Detlev Block.

Der Film greift die zentrale Frage des Gedichts nach unserer Identität auf: Wer sind wir, und was macht uns aus? Die Menschen verstecken ihr wahres Ich unter Hüllen aus Stoff oder Plastik. Selbst in intimen Momenten bleiben sie sich selbst und anderen fremd. Die zentralen Bildmotive – Hände, Spiegelbilder und verhüllte Personen – verdeutlichen sehr gekonnt diese Frage nach dem Sein.

Den Sonderpreis der GZL im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Maxime Sophie Sonnet für ihren Film „Sollen wir wollen“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Beate Fischer

Der erzählerischer Wille ist erkennbar, gleichfalls die Suche nach klaren Bildern. Zum Teil kommt es zu naiven, aber charmante Bildfindungen. Hervorhebenswert ist das Ausprobieren des Verfremdungseffekts, indem ein immer wiederkehrendes „Zurückspulen“ eingesetzt wird. Mit einem guten Timing wird der Text selbst eingesprochen.

***

Juroren:

Dr. Uta Corsa (Leipzig), Carl-Christian Elze (Leipzig), Thomas Zandeciagomo Del Bel (Berlin)


Veranstaltungen

08.12.2017 - 03.03.2018
0:00

Ausstellung

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

„FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG“- 8. Dezember 2017 bis 3. März 2018

Die Stauseelesung 1968

Im Sommer 1968 initiierte der Bootsfahrergehilfe Siegmar Faust eine Lesung auf dem Leipziger Elsterstausee. Die Lesung in den Abendstunden des 26. Juni war nicht angemeldet und verstieß damit bereits gegen die Rechtsauffassung der DDR. Zu den etwa 30 Teilnehmern bzw. Gästen der Lesung gehörten Gert Neumann, Andreas Reimann, Heidemarie Härtl, Bernd-Lutz Lange, Dietrich Gnüchtel. Faust eröffnete die Lesung mit Auszügen aus dem Parteiprogramm der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. Gelesen wurden danach poetische Texte der Teilnehmer Kristian Pech, Siegmar Faust und Friederike Techel. Erstmals trug auch Wolfgang Hilbig, außerhalb des Zirkels schreibender Arbeiter „Heinz Rusch“, Gedichte von sich vor.

Über die Lesung an Bord der MS „Immer bereit“ berichtete der Informant der Staatssicherheit (IM „Kretschmar“), der allerdings nicht anwesend war und die Veranstaltung im Nachhinein protokollierte. Mit der unterschiedlichen Einschätzung der Folgen diese Lyrik-Lesung  befasst sich der Dokumentarfilm „In jenem beharrlichen Sommer …“ von Ralph Grüneberger und Gerhard Pötzsch, der am 1. März 2018 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek gezeigt wird.

Die Lesenden von 1968, das „Poesiealbum“ aus dem Verlag Neues Leben, das „Poesiealbum neu“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik

Die FÜNFZIG bezieht sich zum einen auf die Lesung an Bord des Motorschiffes „Immer bereit“. Die FÜNFZIG bezieht sich aber auch gleichermaßen auf das ab 1967 monatliche  Erscheinen von nationaler wie internationaler „Lyrik im Westentaschenformat“ namens „Poesiealbum“, deren erste Nummer Bertolt Brecht galt. 1990 musste der Verlag Neues Leben die Veröffentlichung der Reihe aus wirtschaftlichen Gründen einstellen. 17 Jahre später bewirkte Bernd Jentzsch, ermuntert von dem Bestreben der Lyrikgesellschaft, die Fortsetzung der Reihe im Märkischen Verlag Wilhelmshorst.

Die FÜNFUNDZWANZIG wiederum bezieht sich auf die von Gerhard Oberlin vor 25 Jahren in Tübingen gegründete Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, deren Schirmherrschaft Karl Krolow übernommen hatte und die ihren Sitz Ende 1996 nach Leipzig verlegte, nachdem Ralph Grüneberger im Oktober zum Ersten Vorsitzenden gewählt worden war.

Die FÜNFUNDZWANZIG bezieht sich außerdem auf die von Ralph Grüneberger 2005/2006 initiierte Wiederbelebung des „Poesiealbum[s]“, deren 1. Ausgabe als „Poesiealbum neu“ im Frühjahr 2007 erschienen ist und vornehmlich Gedichte von Ehrenmitgliedern der Lyrikgesellschaft vereinte. Indessen liegen 24 Ausgaben,  2 Sonderausgaben, 3 Hörbücher sowie 2 DVDs mit Poetry Clips nach Gedichten aus dem „Poesiealbum neu“ vor. Und die Nummer 25 mit Gedichten zum Thema „Glück“, die im März 2018 erscheinen wird, ist in Vorbereitung, desgleichen eine DVD mit Gedichtfilmen zu der Ausgabe „Tugenden & Sünden“ des „Poesiealbum neu“.

Dass sowohl Siegmar Faust, Wolfgang Hilbig, Bernd-Lutz Lange und Andreas Reimann Autoren der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ sind, lässt auf schöne Weise ein Bindeglied zwischen FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG entstehen und findet für die bereits 2008 (26.6. – 22.11.) im selben Haus gezeigte Exposition einen neuen Aspekt.

Die Ausstellung befindet sich im Foyer in der 1. Etage.

https://www.jugendopposition.de/chronik/145547/chronik-des-jahres-1968?_y=1968&_m=06&nid=146542#nid-146542

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01.03.2018
19:00 - 20:30

„In jenem beharrlichen Sommer ...“, Dokfilm, Lesung und Finissage

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Auftakt

Würdigung der GZL: Dr. Skadi Jennicke, Kulturbürgermeisterin

Teil 1

„Vom Glück“, Vorstellung der 25. regulären Ausgabe der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ mit Steffi Böttger und Ralph Grüneberger

Teil 2

„In jenem beharrlichen Sommer …“ Dokumentarfilm von Ralph Grüneberger und Gerhard Pötzsch, in welchem Siegmar Faust, Gert Neumann und Andreas Reimann zu Wort kommen. Die Genannten waren seinerzeit aktive oder passive Teilnehmer der sogenannten „Riverboat-Lyriklesung“ (ein Terminus des Inoffiziellen Mitarbeiters des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR). Zu sehen sind Bilder vom seinerzeit zum Verkauf stehenden Grundstück in Meuselwitz, auf dem Wolfgang Hilbigs Geburtshaus stand.

Rahmen

An dem Abend werden als Besonderheit (überwiegend handsignierte) Bücher der Autorinnen und Autoren, die in ihrer Jugend Teilnehmer dieser Lesung auf dem Elsterstausee waren, zum Kauf angeboten. (Die Liste finden Sie ab 20.2. an dieser Stelle.)

Nach der Filmvorführung stellen sich die Autoren des 2006/7 entstandenen Films gern den Fragen des Publikums und berichten über die Arbeit an der Dokumentation, die 2003 mit dem von MDR und RBB ausgestrahlten Feature „Das Sächsische Meer. Leipziger Schriftsteller und der Prager Frühling“ begann und mit der Wanderausstellung „gegen den strom“, die im Anschluss an die Ausstellung in Leipzig im Juni/Juli 2018 in Dresden gezeigt wird,  fortgeführt wurde.

Dank einer Spende von Bernd-Lutz Lange ist es uns möglich, die Linzenzgebühr für das in den Film integrierte 3-minütige historische Filmmaterial zu entrichten, ohne für die Vorführung selbst Eintritt verlangen zu müssen.

https://www.jugendopposition.de/chronik/145547/chronik-des-jahres-1968?_y=1968&_m=06&nid=146542#nid-146542

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Gedicht des Monats

Meine Großmutter

  • 01.02.2018

Katharina Düwel (*1948)
Meine Großmutter

„Höll Hitler“ oder „Litler“ hat sie gesagt.
Das fiel nicht auf.
Gebetet hat sie um das Spuk-Ende
und für den gefallenen Sohn.
Gegen die Kälte hatte sie Worte
und altes Schuppenholz,
ihr Eingemachtes
brachte Verwandte
durch Hunger und Not.

Deutsch zu lehren –
dieser Wunsch blieb ihr Traum.
Sie herrschte, vereinnahmte, verwöhnte
wickelte Wunderknäule
redete gern, mochte Gedichte, kochte gut
und laut war sie auch.

Doch niemand hat
ihr Menorah-Versteck geahnt,
die Synagoge war zerstört.
Im Frieden gab sie den Leuchter zurück.
An wen.

Quelle: Poesiealbum neu „In Familie“, Edition kunst & dichtung, Leipzig 2013


Empfehlung des Monats

Von fliegenden Hunden und schuhlosen Vögeln: Gabriele Kromers Fantasiewelten

Manche Hunde fliegen - Gedichte und Bilder von Gabriele Kromer

Empfehlung des Monats · Februar 2018
von Franziska Röchter

 

Ein bisschen gaga, ein bisschen dada, ein bisschen crazy – und sehr viel Esprit!

Von manchen schönen Dingen erfährt man erst, wenn man mit der Nase drauf gestoßen wird. So auch von diesem hochwertig aufgemachten und durchgängig mit Bildern versehenen Lyrikband von Gabriele Kromer aus 2017, der durch sehr charmante, in sehr verschiedenen Mischtechniken angefertigte Kunstgrafiken besticht, von denen viele etwas mit einem Hund zu tun haben – aber nicht alle.
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