Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

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Gesellschaft für zeitgenoessische Lyrik

Lyrikgesellschaft Aktuell

Text/Hörbuch: „Wassertropfen und Seifenblase“

Zur Unterstützung unserer gleichnamigen Ausschreibung des 4. Gedichtfilmwettbewerbs und als Angebot an Wertschätzer dieser Dichtung veröffentlichen wir das Text/Hörbuch „Joachim Ringelnatz, Wassertropfen & Seifenblase. Ausgewählte Gedichte“ Das Text-/Hörbuch enthält 39 Gedichte, 5 davon auch in englischer Übertragung von Ernest A. Seemann. Sprecher/innen: Steffi Böttger, Johannes Gabriel, Mayjia Gille, Axel Thielmann Idee und Auswahl: Ralph Grüneberger Preis: 9,95 € Lieferbar ab Ende August Verbindliche Bestellungen nehmen wir ab sofort entgegen, richten Sie diese bitte an: kontakt@lyrikgesellschaft.de oder senden Sie eine Postkarte oder einen Brief an Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

„Worthaft. Texte politischer Gefangener“ erschienen

Nach "Immer schneller. Schülergedichte" (2012) und "Gedichte von Welt. Leipzigs Partnerstädte" (2014) erscheint mit "Worthaft. Texte politischer Gefangener" die 3. Sonderausgabe der Zeitschrift "Poesiealbum neu". Sie vereint Lyrik, Liedtexte, Prosa, Publizistik sowie umfangreiche Informationen zu den 50 Autorinnen und Autoren dieser von Ralph Grüneberger ausgewählten und zusammengestellten Ausgabe. Der Dank gilt Siegmar Faust und Lutz Rathenow für ihre vielfältigen Vorschläge und Hinweise. Gegenstand dieser Texte sind nicht allein die Haftbedingungen und -anlässe in der Sowjetisch besetzten Zone (SBZ) bzw. der späteren DDR. Mit den Rubriken "Der Gast" und "Klassik" kommen auch im Deutschen Kaiserreich  und während des Nationalsozialismus verfolgte Autoren zu Wort, ebenso ein zeitgenössischer Dichter aus der Türkei. Mit großer Trauer gedenken wir unseres am 16. September 2018 gestorbenen Mitgliedes Ulrich Schacht und ehren ihn mit der Hervorhebung seines Gedichtes aus dieser Sonderausgabe: Ulrich Schacht (1951-2018)   Ein Mensch zog aus die Wirklichkeit zu finden. so lange – bis er sie fand: dunkel war sie. Fast Nacht. Doch die Leute lachten und meinten, er sähe zu schwarz!   Die Herrschenden aber, die durch Spitzel über diesen Menschen informiert wurden, ließen ihn verhaften. den, der die Wirklichkeit gefunden hatte.   Als die Leute das hörten, flüsterten sie: Das hat dieser Narr nun davon! Warum musste er auch so übertreiben.   Gefördert wurde diese Sonderausgabe (s. ausführliche Rezension Leipziger Internetzeitung 27.08.2018) vom Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Autorinnen und Autoren der Sonderausgabe:
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Ringelnatz-Gedichtfilm-Wettbewerb – Start am 7. August 2018

Joachim Ringelnatz, "Urtiere", Öl/LW, 1930

Pünktlich 135 Jahre nach dem Tag, an dem der Lyriker, Erzähler und Vortragskünstler Joachim Ringelnatz als Hans Bötticher in Wurzen geboren wurde, schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in Kooperation mit der Ringelnatz-Gesellschaft in Cuxhaven , dem Ringelnatz-Museum ebendort, dem Joachim-Ringelnatz-Verein in Wurzen und dem dortigen Kulturhistorischen Museum ihren 4. und bis auf weiteres letzten Gedichtfilmwettbewerb aus. Bildeten bei den vergangenen Wettbewerben jeweils Gedichte aus Ausgaben der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ den Anreiz für die Verfilmung, stehen diesmal sämtliche Gedichte des 1883 in Wurzen geborenen und 1934 in Berlin gestorbenen Dichters zur Auswahl. Für die Teilnahme wird keine Teilnahmegebühr erhoben, allerdings ist eine Anmeldung per E-Mail erforderlich. Der Wettbewerb ist bis zum 15. Juli 2019 offen. Zu gewinnen gibt es ...
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Veranstaltungen unserer Mitglieder

Ralph Grüneberger liest aus seinen Künstlergeschichten „Die Ruhe einer Sekunde“ am 16.9.18, Beginn 16.15 Uhr, im Literaturzentrum Braunschweig, Raabehaus, Leonhardstraße 29 A, 38102 Braunschweig, Eintritt frei; Platzreservierungen richten Sie bitte an raabe-haus@braunschweig.de
weitere Veranstaltungstermine siehe hier:

Pressemitteilung – Start des großen Joachim-Ringelnatz-Projekts

Ringelnatz-Abend im Botanischen Garten Leipzig am 25.08.2018, Foto: @GZL (es kann im Zusammenhang mit der PM kostenfrei abgedruckt werden)

Auftakt begeisterte 220 Ringelnatz-Freunde

Ende August eröffnete die in Leipzig ansässige Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL) ihr bislang größtes und langfristigstes Projekt: die Joachim-Ringelnatz-Jahre. Dem am 7. August 1883 in Wurzen geborenen Dichter soll dabei von seinem 135. Geburtstag bis zu seinem 85. Todestag (17. November 2019) durch Lesungen, Publikationen, Schülerbegegnungen und einen Gedichtfilmwettbewerb vielfältige Würdigung zukommen.

Ein äußerst erfolgreicher Auftakt gelang dem Leipziger Poesieverein mit einem Vortrag von Texten von und zu Joachim Ringelnatz in der Leipziger Stadtbibliothek. Über 130 Zuhörer lauschten den Bremer Radioredakteuren Michael Augustin und Walter Weber bei ihrer audiovisuellen Reise durch das Ringelnatz-Universum. Neben Texten aus der spitzen Feder des sächsischen Poeten kamen Originaltonaufnahmen von Ringelnatz zu Gehör, ergänzt um Widmungen und Interpretationen von Zeitgenossen und Nachgeborenen.

Am Abend darauf  …

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Text/Hörbuch: „Wassertropfen und Seifenblase“

  • 16.08.2018

Zur Unterstützung unserer gleichnamigen Ausschreibung des 4. Gedichtfilmwettbewerbs und als Angebot an Wertschätzer dieser Dichtung veröffentlichen wir das Text/Hörbuch „Joachim Ringelnatz, Wassertropfen & Seifenblase. Ausgewählte Gedichte“

Das Text-/Hörbuch enthält 39 Gedichte, 5 davon auch in englischer Übertragung von Ernest A. Seemann.

Sprecher/innen: Steffi Böttger, Johannes Gabriel, Mayjia Gille, Axel Thielmann

Idee und Auswahl: Ralph Grüneberger

Preis: 9,95 €

Lieferbar ab Ende August

Verbindliche Bestellungen nehmen wir ab sofort entgegen, richten Sie diese bitte an: kontakt@lyrikgesellschaft.de oder senden Sie eine Postkarte oder einen Brief an Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig


Veranstaltungen

18.10.2018
18:00 - 20:00

20 Jahre LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Lesung mit Thomas Böhme, Rosa Domascyna, Ina Gille, Peter Gosse, Ralph Grüneberger, Kerstin Hensel und Angela Krauß

Musik: Frank Liebscher, Saxophon

Für den 2. Teil des Abends ist eine Überraschung vorgesehen.

Eintritt frei

Gemeinschaftsveranstaltung der GZL und der Leipziger Städtische Bibliotheken

 

LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK – ein Abriss ihrer Geschichte

Etwa 30 Bücherkisten überließ der Gründer der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Gerhard Oberlin, 1995 dem Lyrikkabinett München, nachdem das Experiment „Tübinger Lyrikbibliothek“ am Holzmarkt nach 5 Monaten gescheitert war. Glücklicherweise war dieser Bestand noch nicht von den Leihnehmern eingearbeitet worden und konnte so, nach Bezahlung der Lager- und Versandgebühren, 1998 nach Leipzig „überführt“ werden. Hier eröffnete im November desselben Jahres die LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK mit bis dahin rd. 800 in den Katalog aufgenommenen und eingestellten Titeln. Dank der seinerzeit möglichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen konnte der „Münchner Lagerbestand“ von etwa 4.200 Exemplaren bis zum Jahre 2000 erfasst und katalogisiert werden.

Heute …

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23.10.2018
18:00 - 20:00

"Worthaft"-Präsentation in Gedenkbibliothek Berlin

Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus,
Berlin, Nikolaikirchplatz 5

Nach „Immer schneller. Schülergedichte“ (2012) und „Gedichte von Welt. Leipzigs Partnerstädte“ (2014) erscheint mit „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ die 3. Sonderausgabe der Zeitschrift „Poesiealbum neu„.  Sie vereint Lyrik, Liedtexte, Prosa, Publizistik sowie umfangreiche Informationen zu den 50 Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe.

An diesem Abend werden einige der Autorinnen und Autoren bzw. ehemalige politische Häftlinge dabei sein und ihren Beitrag für die Sonderausgabe lesen.

Zu Beginn der Veranstaltung wird der Herausgeber Ralph Grüneberger die Entstehungsgeschichte dieser Sonderausgabe kurz umreißen. Nur soviel: Die Idee zu dieser Sammlung entstand 2013 an eben diesem Ort.

Ihre Mitwirkung zugesagt haben bisher: Heinz-Martin Benecke, Karl-Heinz Bomberg, Siegmar Faust, Rainer Schottländer (Stand 15.9.18).

Eintritt frei

 

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15.11.2018
19:30 - 21:00

ZWIE SPRACHE zu Peter Härtling

Literaturhaus Leipzig, Haus des Buches,
Leipzig, Gerichtsweg 28

Am 13. November dieses Jahres wäre Peter Härtling, bis zu seinem Tode im Juli 2017 Ehrenmitglied der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, 85 Jahre alt geworden.

Ihm ist diese ZWIE SPRACHE gewidmet.

Prof. Dr. Burckhard Dücker aus Heidelberg, 1983 Autor der ersten Peter Härtling-Monographie in der Reihe „Autorenbücher“, spricht über sein Verhältnis zu dem Lyriker und Romancier und über Härtlings Werk und Wirkung.

Der Schauspieler, Sänger und Moderator Axel Thielmann liest Prosa und Lyrik von Peter Härtling.

Literaturgeschichtlich gehört Peter Härtling zu den modernen Klassikern. Mit seinen autobiographisch und biographisch angelegten Erzähltexten, seiner umfangreichen Kinderliteratur, seinen essayistisch-publizistischen, literaturkritischen und -theoretischen Veröffentlichungen ist er in allen Textsparten vertreten. Besonders erfolgreich sind seine biographischen ›Annäherungen‹ an Dichter und Komponisten. Er hat zahlreiche Interviews gegeben, häufig mit Musikern kooperiert, Rundfunksendungen moderiert, Poetikvorlesungen gehalten, am Deutschunterricht in Schulen teilgenommen, in der Jury des Härtling-Preises mitgearbeitet, zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten. Viele Schulen tragen seinen Namen. Auch hat er sich durchgehend für  ›vergessene Autoren‹ eingesetzt. Thematisch gerahmt ist sein Werk durch Leitbegriffe wie Erinnerung, Annäherung, Wandern, Fremdheit, Flucht, Suche nach Heimat. Immer wieder gestaltet er seine regionalgeschichtlichen Erfahrungen vor allem mit Württemberg, Niederösterreich, Böhmen, aber auch mit Dresden und Frankfurt. Daneben kommen aktuelle Fragen wie die von Windkraft, Krieg, Integration, medizinischer Versorgung nicht zu kurz.

Burckhard Dücker lehrt Neuere Deutsche Literaturwissenschaft am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg. Forschungsschwerpunkte sind Ritualwissenschaft und -geschichte, Literaturpreise, -festivals und -förderungen sowie deutsche Literatur- und Kulturgeschichte vom achtzehnten Jahrhundert bis in die Gegenwart mit zahlreichen Veröffentlichungen (Monographien, Editionen, Artikel, Rezensionen usw.). Mehrere Veröffentlichungen zu Texten Peter Härtlings, zwei Interviews mit Härtling, Gastdozenturen an Universitäten in Frankreich und China.

Eintritt: 4 EUR, ermäßigt 3 EUR – Karten an der Abendkasse

Gemeinschaftveranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit dem Kuratorium Haus des Buches – gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig.

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17.11.2018
18:00 - 19:30

Leipzig-Lieder und -Gedichte

Mendelssohn-Haus,
Leipzig, Goldschmidtstraße 12

mit Anna Fey (Gesang)

Ralph Grüneberger (Lesung, Liedtexte)

Walter Thomas Heyn (Gitarre, Kompositionen)

René Schulze (Klarinette)

 

Zu hören sind Auszüge aus dem „Leipziger Liederbuch 1987/2017“ und dem Lyrikband „Mit Mick Jagger in Plagwitz. Leipzig-Gedichte“ sowie neue unveröffentlichte Leipzig-Gedichte.

Abendkasse 12,00 €

Vorverkauf bei Musik-Oelsner, Schillerstr. (ab 19.10.18): 10,00 €

Veranstaltung im Rahmen der Delegiertenkonferenz der Tonkünstler Deutschlands –

gefördert von der LEIPZIGSTIFTUNG und vom Kulturamt der Stadt Leipzig

Achtung geänderte Anfangszeit: 18 Uhr, Einlass ab 17.45 Uhr.

Foto: Anna Fey (Fotograf Gerhard Weber)

 

 

 

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Gedicht des Monats

wollen

  • 01.09.2018

Verena Blecher (*1958)

im warmen sitzen
im gleißenden
lüsterlicht
niemals wunschlos
glücklich einer
schenkt uns noch
immer einen wunsch und
noch einen und mehr
und mehr und
wenn schon
auf der andern
seite der kugel
das licht
ausging

Quelle: Poesiealbum neu „Tugenden & Sünden“, Leipzig 2016

Tugenden & Sünden

Poesiealbum neu: Tugenden & Sünden
Titelbild: Rosa Loy / © VG Bild-Kunst

Das Gedicht gehört auch zu jenen von den Filmemachern ausgewählten und somite einem Gedichtfilm im 3. Wettbewerb zugrunde lagen. Neu erschienen: „Tugenden & Sünden“. Alle Filme“ (DVD), Leipzig 2018,

Preis 25 €; zu bestellen bei der GZL kontakt@lyrikgesellschaft.de


Empfehlung des Monats

Ein Remix wiedererfundener Zeit – Sören Heims lyrische Klänge und Farben auf der Suche nach Selbst-Bestimmung

Empfehlung des Monats · September 2018
von Michel Ackermann

 

 

 

Moderne Kunst muss sich heutzutage nicht mehr rechtfertigen, ganz gleich, ob es sich um Musik, Lyrik oder visuelle Künste handelt. Denn die Moderne ist längst selbst ein Teil der Tradition geworden, überholt von Postmoderne und all den kulturellen Narrativen, die auch das “Everything goes“ schon wieder überholt haben. Deswegen ist es verständlich, wenn sich Künstler in diesem zeit- und kulturgeschichtlichen Nirwana selbst bestimmen und verorten wollen: “Erweisen wird sich, hoffentlich, dass die freie Form am Ende (…) nicht weniger streng ist als die äußerliche Strenge.“

Ob Heims klanglich, rhythmisch und inhaltlich einfühlsam und überzeugend geschriebene Poesie derlei Selbsterklärung überhaupt nötig hat …

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Die Gesellschaft für
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1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
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