Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

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Gesellschaft für zeitgenoessische Lyrik

Lyrikgesellschaft Aktuell

Ausschreibung der Zeitschrift „Poesiealbum neu“: „Resonanzen. Wirkung der Wissenschaft“

Die Nummer 23 des "Poesiealbum neu" ist wiederum als Doppelheft geplant und wird im Frühjahr 2017 erscheinen. Ihr Thema: "Resonanzen. Wirkung der Wissenschaft". Im Zeitraum 1. März 2016 bis 30. November 2016 (Poststempel) schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. gemeinsam mit der Universität Bremen, Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften, im gesamten deutschsprachigen Raum wettbewerblich die Beteiligung am Themenheft "Wirkung der Wissenschaft" (Arbeitstitel "Resonanzen") mit Gedichten und Notaten in deutscher Sprache aus.
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Ergebnis der Ausschreibung „Tugenden & Sünden“

  • 02.12.2016
Tugenden und Sünden

Titelbild: Rosa Loy / © VG Bild-Kunst

Über 1000 Texte von mehr als 250 Autorinnen und Autoren aus 6 Ländern

Dass in Sachsen die vier Literaturzeitschriften „Edit“, „Poet“, „Ostragehege“ und „SIGNUM“ alljährlich mit über 30.000 € gefördert werden, ist bemerkenswert und der Kulturstiftung des Freistaates hoch anzurechnen. Es ermöglicht den Zeitschriften in schöner Regelmäßigkeit eine stabile Existenz. Darüber steht wohl in den (nun nicht mehr ganz so) neuen Bundesländern nur noch das Land Berlin, das das aus der literaturWERKSTATT hervorgegangene „Haus für Poesie“ jährlich mit mehr als einer halben Million Euro finanziert.

Die genannten sächsischen Literaturzeitschriften bestehen um einiges länger, als das „Poesiealbum neu“, dessen erste Ausgabe Anfang 2007 erschien. Keine Frage, dass sich die Lyrikgesellschaft bei der Kulturstiftung Sachsen sozusagen „hinten“ anzustellen hat, will sie auch etwas vom Förderrahm abschöpfen. D.h. es gab bislang unsererseits gar nicht die Erwartung und dementsprechend auch nicht die Antragstellung, um wie die „Alt-Medien“ alljährlich an der Förderung teilzuhaben. Das wäre auch praktisch gar nicht möglich, da die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit keinem Geschäftsführer, Zeitschrifteninhaber oder Redaktionsmitglied im sächsischen Fachbeirat vertreten ist. Also haben wir bisher nur punktuell um Förderung ersucht, so bei der Herausgabe von Schülergedichten („Immer schneller“), Förderung der Übersetzer von Gedichten von Autorinnen und Autoren aus Leipzigs Partnerstädten („Gedichte von Welt“) sowie zur 1000-Jahrfeier der Messestadt („Leipzig im Gedicht“) und eben jüngst für „Tugenden & Sünden“. In jedem einzelnen Fall erhielten wir einen Ablehnungsbescheid. Einmal sogar im Vorhinein.
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Zwischenruf des Vorsitzenden

Es gibt nicht nur Verlierer, es gibt auch Gewinner. Dieser Tage wurde unser bereits für seine ehrenamtliche Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz geehrtes Mitglied Monika Taubitz mit dem Nikolaus-Lenau-Preis ausgezeichnet, und unser kooperatives Mitglied Margitt Lehbert und damit ihre Edition Rugerup, eine Auswahl des Verlagsprogramms haben wir unlängst im LYRIK-Schaufenster gezeigt, wird dieser Tage mit dem Horst-Bienek-Förderpreis für Lyrik geehrt. Herzlichen Glückwunsch den beiden Ausgezeichneten!

Ein Gewinn war für die (leider viel wenigen) Zuhörer auch die jüngste ZWIE SPRACHE mit unseren Mitgliedern Bettine Reichelt und Manfred Moll im literaturcafé. Beide haben, behutsam eingestimmt durch die Moderation von Helmuth Scheel, das Format auf schöne Weise umgesetzt und nicht nur ihre zwei Stimmen, zwei Schreibweisen, zwei Temperamente wirken lassen, sondern auch verdeutlicht, dass es unsere Lyrikgesellschaft auszeichnen kann, sich untereinander Beachtung zu schenken. Allerdings war dies an dem Abend in kleiner Runde die Ausnahme. Und ich muss es deutlich aussprechen: Wenn unsere Veranstaltungen, wie Ende September auf dem Flughafen Leipzig/Halle, Ende Oktober im Atelier Haddad und jetzt im Haus des Buches, weiterhin so wenig Zuspruch bei unseren ansässigen Mitgliedern aus dem Großraum Leipzig-Halle finden, stellt sich die Frage, ob die GZL über das Festjahr 2017 hinaus noch als Veranstalter agieren soll bzw. kann?

Der elterliche Bücherschrank – Lesung & Gespräch am 28. Oktober im Atelier Haddad in der Spinnereistraße

  • 31.10.2016
Schriftstellerrunde 28.10.16

Foto von links nach rechts: Helga Rahn, Ralph Grüneberger, Andreas Reimann, Bärbel Sánchez, Franziska Beyer-Lallauret Foto: copyright Charles Moreau

Der im Juli 1646 in Leipzig geborene Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen Todestag sich am 14. November zum 300. Mal jährt, sagte von sich, dass er sich anhand der elterlichen Bibliothek, seinerzeit sprach man noch von der väterlichen, als 8-jähriger selbst Latein und Griechisch beigebracht habe, Deutsch konnte er offenbar schon. Das war der Ausgangspunkt für der Lese- und Gesprächsrunde im Atelier von Hassan Haddad, einem in Bagdad geborenen Künstler, der in der irakischen Hauptstadt Grafikdesign und Kunst studiert hat und seit 1998 in Leipzig lebt und arbeitet und von dem überdies das Titelbild der „Poesiealbum neu“-Ausgabe „Lesen & Schreiben“ stammt.

Über den Einfluss der elterlichen Bibliothek vor allem auf ihr Lesen und Lernen und Weltaufnehmen sprachen vor einem interessierten Publikum Helga Rahn, Autorin und ehedem Lehrerin aus Leipzig, Bärbel Sánchez, promovierte Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und sagen wir Gelegenheitsautorin und gleichfalls aus Leipzig, Franziska Beyer-Lallauret, Lehrerin und Lyrikerin, aufgewachsen in einem Pfarrhaus im Muldenland und jetzt zu Hause in Avrillé, das westlich von Paris und schon ziemlich nahe am Nordatlantischen Ozean liegt, und nicht zuletzt Andreas Reimann, der namhafte und vielfach geehrte Lyriker, der auch als Prosaautor, Librettist, Liedtexter und Essayist in Erscheinung getreten ist.
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Veranstaltungen

14.02.2017
18:00

Premiere der „Poesiealbum neu“-Ausgabe „Tugenden & Sünden“

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

2017 – 25 Jahre Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik

ANKÜNDIGUNG: 14. Februar 2017 – Valentinstag

Für Liebhaber von Kunst und Literatur

Leipziger Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11
Beginn 18.00 Uhr
Besichtigung der Exponate ab 17 Uhr

Tugenden und Sünden

Titelbild: Rosa Loy / © VG Bild-Kunst

LESUNG und AUKTION

Es lesen Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe*

Musik: Die Lyrischen Saiten
Moderation und Auktion: Maja Gille, Ralph Grüneberger, Stefan Kabisch

Veranstalter: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Leipziger Städtische Bibliotheken – hoffentlich unterstützt vom Kulturamt Leipzig (das wird  – vorbehaltlich des Haushaltplanes – wahrscheinlich zum Jahresende bekanntgegeben)

Versteigert werden Kunstwerke und Autographen von voraussichtlich 25 Künstlerinnen und Künstlern*, zum Kauf angeboten werden darüber hinaus literarische Werke und Autographen von 25 Autorinnen und Autoren*. Der Erlös soll dazu dienen, den 3. Gedichtfilm-Wettbewerb der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik finanziell zu untersetzen, um als Ausrichter wiederum einen Geldpreis vergeben und als Ergebnis eine DVD mit den besten Poetry-Clips herstellen zu können.

Weiterlesen: Premiere der „Poesiealbum neu“-Ausgabe „Tugenden & Sünden“

Gedicht des Monats

Weiße Raben

  • 01.12.2016

Gedicht des Monats · Dezember 2016

Ingo Cesaro (*1941)

Weiße  Raben

weiße Raben
sind ständig in der Luft

du könntest den Flügelschlag
verspüren
die Augen im Sonnenlicht
aufblitzen sehen
und den Schalk
aus ihren Schreien
heraushören

nur Sonntagskinder
haben wenig Chancen
nur einen einzigen
weißen Raben zu sehen

nur ihre Schatten
schwarze Rabenvögel
sind leicht
zu erkennen.


Quelle: Poesiealbum neu „Weißglut. Gedichte zu Farben“, herausgegeben von Ralph Grüneberger, Edition kunst & dichtung, Leipzig 2014


Lyrik-Empfehlung des Monats

Und dann ist das Kaninchen gestorben / Der Sound von OWL

Und dann ist das Kaninchen gestorben

Und dann ist das Kaninchen gestorben

Lyrik-Empfehlung des Monats · Dezember 2016

Und dann ist das Kaninchen gestorben

Kurzweilige und tiefsinnige Geschichten und Gedichte von Harzer Autoren

Dass eine bestimmte Region Deutschlands sich autorenmäßig zusammentut, um eine Anthologie mit Gedichten und Geschichten zu erstellen, passt gut in die Thematik von Heimat und Herkunft, die gerade in diesem Jahr wohl deshalb so stark in den Vordergrund trat, weil viele Menschen aus anderen Ländern und Kontinenten zu uns kamen. Das gab Anlass, über die eigenen Wurzeln und natürlich die von anderen nachzudenken, auch darüber, was eigentlich in uns ein Gefühl von Heimat auslöst und was Weitgereiste (das überstrapazierte Wort Flüchtling mag man nicht mehr gern nutzen) nun vermissen.

In dem Band von Harzer Autoren, der ausgewiesenermaßen als Buch für Harzer und Harzliebhaber gedacht ist, geht es, dem Klappentext nach zu urteilen, zunächst weniger um regionale Besonderheiten als um verrückte, lustige, tiefsinnige als auch melancholisch bis düstere Begebenheiten im alltäglichen Leben, es geht um Umbrüche und Veränderungen. Dennoch lässt bereits das der Anthologie vorangestellte Gedicht „Harzheimat“ der Herausgeberin Renate Maria Riehemann erahnen: Die Herkunft, die Umgebung, in der man aufgewachsen ist, begleitet einen, egal, wohin man geht.
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Gedichtfilm des Monats

Das lächeln der engel – Gedichtfilm

Gedichtfilm des Monats · Dezember 2016

Der Filmemacher Michael Schröder, der sich bereits 2012 gemeinsam mit Nina Jäckle erfolgreich am
Gedichtfilm-Wettbewerb „Worte sind Boote“ beteiligt hat, widmete sich dem Gedicht „Das lächeln der engel“ von Róža Domašcyna für den Wettbewerb „Schwarze Ängste – Poetry Clips gegen den Krieg“.

Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

bis 2012:

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Space-Web
Leipzig
Leipziger
Städtische Bibliotheken
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.

bis 2012: bis 2013:
Monteverdi Medien