Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

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Lyrikgesellschaft Aktuell

Andreas Reimann mit dem Poesiealbum neu-Preis 2018 geehrt

  • 18.03.2018

Der in diesem Jahr von der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik zum 2. Mal vergebene „Poesiealbum neu-Preis“ geht an den in Leipzig
ansässigen Lyriker Andreas Reimann für sein Gedicht „DIE FRÜCHTE“, das die Jury als das beste aus 200 unveröffentlichten Gedichten
des Jahrgangs 2017 ermittelt hat. Andreas Reimann erhält die Edelfeder der Firma Waldmann KG aus Birkenfeld in der Nähe von Pforzheim.
Die Jury, bestehend aus Dr. Therese Chromik, Dr. Wolfgang Braune-Steininger und Klaus Pankow, hat ihre Entscheidung wie folgt begründet:

Andreas Reimann

 

Poesiealbum neu: „Vom Glück. Gedichte“ – die Jubiläumsausgabe

  • 28.01.2018

In unserer Frühjahrausgabe 2018, die den 12. Jahrgang unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ eröffnet, veröffentlichen wir von 78 Autorinnen und Autoren Gedichte zum Thema Glück.

Präsentiert wird die 25. reguläre Ausgabe während der Finissage der Ausstellung „FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG“ am 1. März in der Leipziger Stadtbibliothek, Beginn 19 Uhr, von Steffi Böttger und dem Herausgeber Ralph Grüneberger, sowie wenige Tage später am 17. März um 18 Uhr im Gohliser Schlösschen im Rahmen der Leipziger Buchmesse von 10 Mitgliedern der Lyrikgesellschaft.

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Lieferbar ist die Jubiläumsausgabe nach der Leipziger Buchmesse und kann direkt bei der GZL kontakt@lyrikgesellschaft.de oder über den Buchhandel bestellt werden.

66 S., Preis 6,50 €

L-IZ_Rezi_Vom_Glueck_170318.pdf

– als Abonnent/in erhalten Sie 2 Ausgaben im Inland für 12 € p.a. frei Haus (Auslandspreis  auf Anfrage)

Die Gedicht-Autorinnen und -Autoren der Ausgabe „Vom Glück“  sind:


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Gedichte zum Thema „Meine Generation“

  • 08.11.2017

Herbstausgabe 2018 des „Poesiealbum neu“

Zeitraum: 1. November 2017 bis 31. Mai 2018.

2018 jährt sich zum 50. Mal das für Deutschland so wichtige Jahr 1968, in dem Teile der nachgewachsenen Generation sowohl im Westen bzw. Westberlin als auch im Osten (hier  mit dem empathischen Blick gen Prag) die nach 1945 schnell einsetzende Geschichtsklitterung oder -verkrustung aufbrechen wollten.

Eine Zeitschrift, die es auszeichnet, dass in ihr mitunter 60, 70 Jahre zwischen den Geburtsjahren ihrer Autorinnen und Autoren liegen, ist nachgerade prädestiniert dafür, sich dem Thema der Generationen zu widmen und lädt dazu ein, in Gedichtform die jeweiligen Merkmale und Wegzeichen der eigenen Generation zu formulieren.

Willkommen sind Einsendungen von bis zu drei, möglichst bislang unveröffentlichten Gedichten in deutscher Sprache (mit einer maximalen Länge von 40 Zeilen) 2-fach ausschließlich auf dem Postweg, zuzüglich Kurzvita (mit E-Mail-Adresse und Jahrgangsangabe) und kostenfreier Abdruckgenehmigung.

Für die Veröffentlichung erhält jede/r Autor/in ein Freiexemplar und die Möglichkeit, weitere Exemplare mit 25 % Rabatt zu erwerben.

Es können keine Eingangsbestätigungen verschickt werden. Desgleichen werden auch keine telefonischen Auskünfte gegeben. Sobald die Vorauswahl getroffen ist, werden die jeweiligen Autor/innen per E-Mail kontaktiert.

Mit Drucklegung werden die Namen aller Autorinnen und Autoren, deren Einsendung Berücksichtigung gefunden hat, auf der Webseite lyrikgesellschaft.de veröffentlicht.


Veranstaltungen

26.06.2018
18:00 - 20:00

gegen den strom – Schriftsteller und der Prager Frühling in Leipzig

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden,
Dresden, Bautzner Straße 112 a

Die Ausstellung „gegen den strom“ widmet sich einem literaturgeschichtlichen Ereignis der DDR-Geschichte: der illegalen Lesung auf dem Leipziger Elsterstausee im Juni 1968. Der Lyriker Siegmar Faust, bereits in den 1960er Jahren im Fokus der staatlichen Repression und von zwei Leipziger Hochschulen exmatrikuliert worden, organisierte im Sommer 1968 – als Motorbootsfahrergehilfe – eine illegale Lesung auf einem Fahrgastschiff; etwa 30 Personen hörten und rezitierten Lyrik. Durch einen Informanten des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR wurde die Veranstaltung als „Riverboat-Lesung“ dokumentiert. Es folgten Verhöre und „Bewährungen in der Produktion“ sowie für den Organisator die Ausweisung aus der Stadt Leipzig.

Der Vorsitzende der in Leipzig ansässigen internationalen Lyrikgesellschaft, Ralph Grüneberger, konzipierte vor mehr als zehn Jahren eine Ausstellung in Form von 16 Wandbildern, die die Ereignisse und Personen dieser Lesung umfassend vorstellt. Die Ausstellung wurde bislang an zahlreichen Orten in ganz Deutschland präsentiert und zählt inzwischen mehr als 30.000 Besucher. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der mit dem Historikerpreis der Krostitzer Brauerei ausgezeichnet wurde. Restexemplare des Katalogs bietet die Gedenkstätte Bautzner Straße zum Preis von 10 € an.

Siegmar Faust wird über die „Stauseelesung“ von 1968 berichten, anschließend eröffnet Ralph Grüneberger die Ausstellung. Gezeigt wird im Anschluss der Dokumentarfilm „In jenem beharrlichen Sommer …“ von Ralph Grüneberger und Gerhard Pötzsch, der 2007 mit Förderung durch die Sächsische Landesmedienanstalt und die Stiftung Aufarbeitung entstand.

Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in Kooperation mit der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Eintritt frei

Foto: Tarik Shah

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Gedicht des Monats

Der andere Ort

  • 02.04.2018

Gisela Hemau (*1938)
Der andere Ort

Gott war die hohe
Stimme meines Vaters
vermischt mit
dem Rauschen
des Baums
an dem ich
hing
halb tot halb lebendig

Jetzt fahre ich und fahre
Vorbei an einem wolken-
verwischten Ortsschild
auf dem Ann Arbor steht
Meine Mutter heißt Ann
Die Straße verliert sich
Neben mir sitzt mein
Vater

Quelle: Poesiealbum neu „In Familie“, edition kunst & dichtung, Leipzig 2013

Poesiealbum neu
„In Familie. Gedichte“, edition kunst & dichtung, Leipzig 2013
Ausgabe 2/2013


Empfehlung des Monats

Über Ulrich Becks Lyrikband komm & geh zeiten: Cowboy oder Ritter auf modernen Kriegsschauplätzen

Ulrich Beck, komm & geh zeiten, edition DAS GEDICHT, 2018

Empfehlung des Monats · April 2018
von Franziska Röchter

Wenn ein Lyriker die „Härte der modernen Arbeitswelt mit ihren Athleten des Managements“ (Waschzettelbeschreibung) thematisiert und selbst ein nicht geringer Teil genau dieser bedichteten Arbeitswelt ist, also in zwei vielleicht nur auf den allerersten Blick extrem gegensätzlichen Parallelwelten zuhause ist, dann wird man neugierig und fragt sich, wie er das macht. Wenn man aus Ostwestfalen kommt und gleich im ersten Gedicht auf der Innenseite des Schutzumschlages dieses qualitativ hochwertigen Hardcoverbandes mit Lesebändchen Bielefelds Existenz mit der Unsichtbarkeit von Briefkasten- oder Scheinfirmen  verglichen wird,  dann muss man sich Ulrich Becks Gedichte einfach einmal genauer anschauen …

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