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„Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“ – die Autorinnen und Autoren aus 6 Ländern

Poesiealbum neu: „Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“ Pflanzen, sie ernähren uns, sie schmücken uns, sie schützen und behausen uns, sie kleiden und heilen uns – und sie töten uns. Es ist also unabdingbar, den Pflanzen in Gedichtform zu huldigen. Das formulieren auf ihre Weise diese 154 Autorinnen und Autoren der „Poesiealbum neu“-Ausgabe 2/2017 (Rezension siehe hier Pflanzen-Heft_Rezension_L-IZ_061117):
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Zwischenruf des Vorsitzenden vom 5. Dezember 2017

Heute am Internationalen Tag des Ehrenamtes sei all unseren ehrenamtlich tätigen Mitgliedern herzlich gedankt. Im 25. Jahr ihres Bestehens können wir als Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit Stolz auf das Erreichte blicken. Wir zählen 2017 erneut zu den Gewinnern des Wettbewerbs „Call for Members“ der Bundeskulturstiftung. Dieser Tage haben wir unseren 3. Gedichtfilm-Wettbewerb abgeschlossen, zu dem weit mehr preiswürdige Filme eingesandt worden, als Preise zur Verfügung standen. Die 24. reguläre Ausgabe unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ mit über 150 „Gedichten zu Pflanzen“ liegt druckfrisch vor und erreicht eine große Nachfrage und die 25. Ausgabe zum Thema „Glück“  ist in Vorbereitung. Mit dem „Leipziger Liederbuch“ haben wir jüngst ein „Zeugnis subversiver Literaturgeschichte“ veröffentlicht. Noch diese Woche eröffnen wir in der Leipziger Stadtbibliothek die Ausstellung „FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG“ und nehmen Bezug auf die illegale Lyrik-Lesung im Sommer 1968 auf dem Elsterstausee im Süden Leipzigs. Geplant haben wir 2018 eine Sonderausgabe des „Poesiealbum neu“ mit Gedichten politischer Gefangener sowie unter dem Titel „Was alles in den Dingen steckt“ eine Auswahl der besten Poetry Clips aus unseren bisherigen drei Gedichtfilm-Wettbewerben.

Da uns für all diese Vorhaben kein festangestelltes Personal zur Verfügung steht, stützen wir uns zum einen auf die ehrenamtlich Tätigen und zum anderen auf jene, die stundenweise in unserer Geschäftsstelle tätig sind. Finanziell ermöglicht wird unsere gemeinnützige Arbeit neben den Mitgliedsbeiträgen durch Projektförderung und Spenden. Gerade letztere erlauben uns eine vielfältige Projektarbeit, und wir danken an dieser Stelle allen Spenderinnen und Spendern. Laut Statistik* betrug 2016 die durchschnittliche Höhe einer Spende 35 €, und die Häufigkeit pro Spender wird mit 6,7 angegeben. Spendeten viele und käme von ihnen einmal jährlich 35 € bei uns an, könnten wir perspektivisch unsere Personalsituation verbessern. Und das Fazit „Ältere Menschen sind freigiebiger“ (71,7 %) muss ja nicht unumstößlich sein. In diesem Sinne Ihnen allen eine besinnliche Vorweihnachtszeit, und schenken Sie sich und/oder anderen ein Abonnement unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ für ganze 12 € p.a.

 

*)Quelle: DekaBank; Stand 12.09.2017

Preisvergabe im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“

Nachdem wir am 23. November in Leipzig und am 27. November 2017  in Köln jeweils vor einem aufgeschlossenen und interessierten Publikum eine Auswahl aus den insgesamt 23 eingesandten Gedichtfilmen gezeigt haben, veröffentlichen wir heute die Platzierung sowie die Bewertung der Jury.

Im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL) vergibt der Verein – entsprechend der Bewertung der Jury – folgende Preise:

 

  1. Preis: 500 € – Preis der Autor(inn)en der Ausgabe Tugenden & Sünden

Team Ellen Sophie Neugebauer, Weimar

 

  1. Preis: Preis der Leipziger Buchmesse – Besuch der Leipziger Buchmesse 2018, einschließlich Bahnfahrkosten und 2 Übernachtungen

Roberto Vallilengua, Wien

 

  1. Preis: 250 € – Preis der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

Janna Kosack, Winterthur

 

  1. Preis: Edles Schreibgerät der Waldmann KG – Preis für die besondere Handschrift

Luis Walt Antonius, Berlin

 

  1. Preis: Bücherscheck über 100 € von der Filiale Hugendubel in Leipzig

Klara Oliveira Strauß, Bremen

 

  1. Preis: Preis des Stadtmagazins Kreuzer: Veröffentlichung des Clips auf deren Web-Seite plus 3-Jahres-Abo

Helena Kühnemann, Leipzig

 

Sonderpreis der GZL: 200 € für den besten Beitrag von Einsender(inne)n unter 18 Jahren

Maxime Sophie Sonnet, Dichtelbach

 

 

Gruppen-Preis für ein Team aus der Region: Freikarten für den BELANTIS PARK

Team Ellen Sophie Neugebauer, Studierende der Bauhaus-Universität Weimar, Fachbereich Medienkunst/ Mediengestaltung

Gruppen-Preis für ein überregionales Team: T-Shirts mit einem Still aus deren Film

Schülerinnen und Schüler der Klassen 11/2a und 11/4a des Jahrgangs 2016/17 der Wilhelm Wagenfeld Schule Bremen, Fachoberschule für Gestaltung

Unser Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern, den Sponsoren der Sachpreise und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern an diesem nunmehr 3. Gedichtfilm-Wettbewerb der GZL.

Der Vorstand

Leipzig, 29. November 2017

…………………………………………………………………………………………………………………………………..

Den 1. Preis, Preis der Autor(inn)en, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält das Team von Ellen Sophie Neugebauer, Weimar, für deren Film „Die besseren Sakkos“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Peter Frömmig.

Dem Film gelingt die hohe Kunst des Filmemachens, nämlich eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte mit einem durchgängigen Spannungsbogen, einer authentischen empathischen Erzählstimme und sehr schönen gezeichneten Bildern. Erinnert ein wenig an Ari Folman.

Den 2. Preis, Preis der Leipziger Buchmesse, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Roberto Vallilengua, Wien, für seinen Film „Erstickte Zeit“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Evelyn von Wietersheim.

Ein atmosphärisch-sinnlicher und gut strukturierter Gedichtfilm. Die Musik von Nine Inch Nails verstärkt die Stimmung. Die leicht verzerrte Sprecherstimme passt zur Atmosphäre des Films.

Den 3. Preis, Preis der GZL, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Janna Kosack, Winterthur, für ihren Gedichtfilm „Vor Malta“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Ingo Cesaro.

Das starke Gedicht über das aktuelle Thema, die Flucht über das Meer, setzt spät ein und wirkt damit sehr stark. Der Filmeinstieg gelingt sehr dynamisch und ansprechend über das Gesicht des Fischers. Desweitern wechseln sich dokumentarische und Trickfilmbilder in einer gelungenen Kombination ab und werden verstärkt durch sehr gute auditive Mittel. Ein gelungener Film.

Den 4. Preis, den Preis für „Die besondere Handschrift“der Waldmann KG, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Luis  Walt Antonius, Berlin, für seinen Film „Der Tugend größte“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Hans-Hermann Mahnken.

Die Verfilmung dieses Gedichtes unterstreicht mit barocken Vanitas-Stillleben die Vergänglichkeit und damit auch die Wertlosigkeit allen Lebens. Dieser scheinbare Widerspruch verstärkt aber geradezu die Aufforderung mehr Mitgefühl für Menschen, Tiere und die Natur zu empfinden. Der Film erinnert mit seinen Bildern und seiner Musik immer wieder daran, dass wir ein Teil des Kosmos und der Natur sind.

Den 5. Preis, Preis der Filiale Hugendubel Leipzig, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Klara Oliveira Strauß für ihren Gedichtfilm „Spiel“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Patricia Grygier.

Gut gefilmt und sehr gelungener Schnitt. Der Gedichttext wird gut integriert, ebenfalls gut gesprochen und das mit stimmigen Timing – hinsichtlich des „Texttransports“. Hervorhebenswert sind gleichfalls ein gutes Sounddesign und der gelungene dramatische Aufbau der Handlung.

Den 6. Preis, Preis des Leipziger Stadtmagazins Kreuzer, im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält  Helena Kühnemann für ihren Film „Nach einem Gespräch“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Detlev Block.

Der Film greift die zentrale Frage des Gedichts nach unserer Identität auf: Wer sind wir, und was macht uns aus? Die Menschen verstecken ihr wahres Ich unter Hüllen aus Stoff oder Plastik. Selbst in intimen Momenten bleiben sie sich selbst und anderen fremd. Die zentralen Bildmotive – Hände, Spiegelbilder und verhüllte Personen – verdeutlichen sehr gekonnt diese Frage nach dem Sein.

Den Sonderpreis der GZL im Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ erhält Maxime Sophie Sonnet für ihren Film „Sollen wir wollen“ nach dem gleichnamigen Gedicht von Beate Fischer

Der erzählerischer Wille ist erkennbar, gleichfalls die Suche nach klaren Bildern. Zum Teil kommt es zu naiven, aber charmante Bildfindungen. Hervorhebenswert ist das Ausprobieren des Verfremdungseffekts, indem ein immer wiederkehrendes „Zurückspulen“ eingesetzt wird. Mit einem guten Timing wird der Text selbst eingesprochen.

***

Juroren:

Dr. Uta Corsa (Leipzig), Carl-Christian Elze (Leipzig), Thomas Zandeciagomo Del Bel (Berlin)

Gedichte zum Thema „Meine Generation“

  • 08.11.2017

Herbstausgabe 2018 des „Poesiealbum neu“

Zeitraum: 1. November 2017 bis 31. Mai 2018.

2018 jährt sich zum 50. Mal das für Deutschland so wichtige Jahr 1968, in dem Teile der nachgewachsenen Generation sowohl im Westen bzw. Westberlin als auch im Osten (hier  mit dem empathischen Blick gen Prag) die nach 1945 schnell einsetzende Geschichtsklitterung oder -verkrustung aufbrechen wollten.

Eine Zeitschrift, die es auszeichnet, dass in ihr mitunter 60, 70 Jahre zwischen den Geburtsjahren ihrer Autorinnen und Autoren liegen, ist nachgerade prädestiniert dafür, sich dem Thema der Generationen zu widmen und lädt dazu ein, in Gedichtform die jeweiligen Merkmale und Wegzeichen der eigenen Generation zu formulieren.

Willkommen sind Einsendungen von bis zu drei, möglichst bislang unveröffentlichten Gedichten in deutscher Sprache (mit einer maximalen Länge von 40 Zeilen) 2-fach ausschließlich auf dem Postweg, zuzüglich Kurzvita (mit E-Mail-Adresse und Jahrgangsangabe) und kostenfreier Abdruckgenehmigung.

Für die Veröffentlichung erhält jede/r Autor/in ein Freiexemplar und die Möglichkeit, weitere Exemplare mit 25 % Rabatt zu erwerben.

Es können keine Eingangsbestätigungen verschickt werden. Desgleichen werden auch keine telefonischen Auskünfte gegeben. Sobald die Vorauswahl getroffen ist, werden die jeweiligen Autor/innen per E-Mail kontaktiert.

Mit Drucklegung werden die Namen aller Autorinnen und Autoren, deren Einsendung Berücksichtigung gefunden hat, auf der Webseite lyrikgesellschaft.de veröffentlicht.


Veranstaltungen

08.12.2017 - 03.03.2018
0:00

Ausstellung

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

„FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG“- 8. Dezember 2017 bis 3. März 2018

Die Stauseelesung 1968

Im Sommer 1968 initiierte der Bootsfahrergehilfe Siegmar Faust eine Lesung auf dem Leipziger Elsterstausee. Die Lesung in den Abendstunden des 26. Juni war nicht angemeldet und verstieß damit bereits gegen die Rechtsauffassung der DDR. Zu den etwa 30 Teilnehmern bzw. Gästen der Lesung gehörten Gert Neumann, Andreas Reimann, Heidemarie Härtl, Bernd-Lutz Lange, Dietrich Gnüchtel. Faust eröffnete die Lesung mit Auszügen aus dem Parteiprogramm der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei. Gelesen wurden danach poetische Texte der Teilnehmer Kristian Pech, Siegmar Faust und Friederike Techel. Erstmals trug auch Wolfgang Hilbig, außerhalb des Zirkels schreibender Arbeiter „Heinz Rusch“, Gedichte von sich vor.

Über die Lesung an Bord der MS „Immer bereit“ berichtete der Informant der Staatssicherheit (IM „Kretschmar“), der allerdings nicht anwesend war und die Veranstaltung im Nachhinein protokollierte. Mit der unterschiedlichen Einschätzung der Folgen diese Lyrik-Lesung  befasst sich der Dokumentarfilm „In jenem beharrlichen Sommer …“ von Ralph Grüneberger und Gerhard Pötzsch, der am 1. März 2018 um 19 Uhr in der Stadtbibliothek gezeigt wird.

Die Lesenden von 1968, das „Poesiealbum“ aus dem Verlag Neues Leben, das „Poesiealbum neu“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik

Die FÜNFZIG bezieht sich zum einen auf die Lesung an Bord des Motorschiffes „Immer bereit“. Die FÜNFZIG bezieht sich aber auch gleichermaßen auf das ab 1967 monatliche  Erscheinen von nationaler wie internationaler „Lyrik im Westentaschenformat“ namens „Poesiealbum“, deren erste Nummer Bertolt Brecht galt. 1990 musste der Verlag Neues Leben die Veröffentlichung der Reihe aus wirtschaftlichen Gründen einstellen. 17 Jahre später bewirkte Bernd Jentzsch, ermuntert von dem Bestreben der Lyrikgesellschaft, die Fortsetzung der Reihe im Märkischen Verlag Wilhelmshorst.

Die FÜNFUNDZWANZIG wiederum bezieht sich auf die von Gerhard Oberlin vor 25 Jahren in Tübingen gegründete Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, deren Schirmherrschaft Karl Krolow übernommen hatte und die ihren Sitz Ende 1996 nach Leipzig verlegte, nachdem Ralph Grüneberger im Oktober zum Ersten Vorsitzenden gewählt worden war.

Die FÜNFUNDZWANZIG bezieht sich außerdem auf die von Ralph Grüneberger 2005/2006 initiierte Wiederbelebung des „Poesiealbum[s]“, deren 1. Ausgabe als „Poesiealbum neu“ im Frühjahr 2007 erschienen ist und vornehmlich Gedichte von Ehrenmitgliedern der Lyrikgesellschaft vereinte. Indessen liegen 24 Ausgaben,  2 Sonderausgaben, 3 Hörbücher sowie 2 DVDs mit Poetry Clips nach Gedichten aus dem „Poesiealbum neu“ vor. Und die Nummer 25 mit Gedichten zum Thema „Glück“, die im März 2018 erscheinen wird, ist in Vorbereitung, desgleichen eine DVD mit Gedichtfilmen zu der Ausgabe „Tugenden & Sünden“ des „Poesiealbum neu“.

Dass sowohl Siegmar Faust, Wolfgang Hilbig, Bernd-Lutz Lange und Andreas Reimann Autoren der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ sind, lässt auf schöne Weise ein Bindeglied zwischen FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG entstehen.

Die Ausstellung befindet sich im Foyer in der 1. Etage.

https://www.jugendopposition.de/chronik/145547/chronik-des-jahres-1968?_y=1968&_m=06&nid=146542#nid-146542

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01.03.2018
19:00 - 20:30

„In jenem beharrlichen Sommer ...“, Dokfilm und Finissage

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Gezeigt wird der Dokumentarfilm von Ralph Grüneberger und Gerhard Pötzsch mit dem Titel „In jenem beharrlichen Sommer …“, der den Abschluss der Ausstellung „FÜNFZIG/FÜNFUNDZWANZIG“ bildet. Zu Wort kommen im Film Siegmar Faust, Gert Neumann und Andres Reimann, Protagonisten der sogenannten „Riverboat-Lyriklesung“ (ein Terminus des Informativen Mitarbeiters des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR). Zu sehen sind darüber hinaus Bilder vom seinerzeit zum Verkauf stehenden Grundstück in Meuselwitz, auf dem Wolfgang Hilbigs Geburtshaus stand.

Nach der Filmvorführung stellen sich die Autoren des 2006/7 entstandenen Films gern den Fragen des Publikums und berichten über die Arbeit an der Dokumentation, die 2003 mit dem von MDR und RBB ausgestrahlten Feature „Das Sächsische Meer. Leipziger Schriftsteller und der Prager Frühling“ begann und mit der Wanderausstellung „gegen den strom“, die im Anschluss an die Ausstellung in Leipzig im Juni/Juli 2018 in Dresden gezeigt wird,  fortgeführt wurde.

Dank einer Spende von Bernd-Lutz Lange ist es uns möglich, die Linzenzgebühr für das in den Film integrierte 3-minütige historische Filmmaterial zu entrichten, ohne für die Vorführung selbst Eintritt verlangen zu müssen.

https://www.jugendopposition.de/chronik/145547/chronik-des-jahres-1968?_y=1968&_m=06&nid=146542#nid-146542

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Gedicht des Monats

Ein Zahlkellner

  • 01.12.2017

Thomas Böhme (*1955)

EIN ZAHLKELLNER hat sich in der Tür geirrt.
Er befindet sich in einem Klassenzimmer
wo Hebräisch für Auswanderer gelehrt wird.
Seine Augen begegnen dem umschatteten Blick
der kleinen Jüdin, die vor mehr als einem halben Jahrhundert
mit ihrem Vater das Café betrat.
Der Mittelsmann, den sie dort treffen sollten
mit den getürkten Pässen und einer Schiffspassage
nach Palästina, war nicht gekommen
oder hatte sie schon an die Gestapo verraten.
Er ist erleichtert, sie am Leben zu sehen
und gibt ihr das verabredete Zeichen:
Das Wechselgeld auf dem Teller in Sternenform angeordnet.
Endlich kann er es ihr erstatten.

 

Quelle:
„Konsum & Kommerz“. Gedichte;
„Poesiealbum neu“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2011


Empfehlung des Monats

Heute mal 8 – mit Symbolkraft

Heute mal 8 – mit Symbolkraft

Empfehlung des Monats · Dezember 2017
von Franziska Röchter

Es ist Jahresende und die Zeit wird knapp. Zu knapp, um all den
Menschen da draußen für die Zeit des Schenkens und für das Fest
der Liebe nur ein einziges Buch zu empfehlen. Deshalb finden Sie
heute an dieser Stelle keine ausführliche Besprechung oder
detaillierte Begründung für eine Lese- oder Kaufempfehlung,
sondern einigegenau genommen 8 sehr unterschiedliche
Titel, die aus verschiedenen Gründen Neugier wecken und zum
Lesen oder Schenken verführen können …

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