Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

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Gesellschaft für zeitgenoessische Lyrik

Lyrikgesellschaft Aktuell

Heimat & Heimatverlust – ist im März 2020 erschienen und ab sofort lieferbar

Nachdem uns mehrere hundert Zuschriften aus 10 Ländern erreichten, die vier pralle Ordner füllten, ist die Auswahl getroffen. Statt des eigentliches Heftes mit 32 Seiten erscheint wiederum ein Doppelheft, das die Gedichte von 83 Autorinnen und Autoren vereint. Im Einklang mit den drei Fundstücken von Max Hermann-Neiße (1886-1941), Mascha Kaléko (1907-1975) und Ernst Schulze (1789-1817) kommen - neben zahlreichen bereits bekannten - auch viele weniger bekannte Autorinnen und Autoren zu Wort. Die Spanne reicht vom Jahrgang 1933 bis zum Jahrgang 1998.

Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 1/2020 des Poesiealbum neu:

Sabine Abt

Manfred Ach

Bettina Ambühl-Honegger

Johanna Anderka

Michael Augustin

Marianne Beese

Eva-Maria Berg

Franziska Beyer-Lallauret

Barbara Biegel

Marlies Blauth

Detlev Block

Rosa Both

Hans Dietrich Bruhn

Oliver Bruskolini

Ingo Cesaro

Tetyana Dagovych

Herta Dietrich

Ulrike Diez

Lina Duppel

Rumiana Ebert

Faten El-Dabbas

Patricia Falkenburg

Barbara Finke-Heinrich

Beate Fischer

Ingrid Gorr

Joachim Gräber

Dora Hauch

Kerstin Hensel

Max Herrmann-Neiße  

Jan-Eike Hornauer

Nikola Huppertz

Regina Jarisch

Mascha Kaléko

Stefanie Kemper

Manfred Klenk

Michael Koch

Stephan Krawczyk

Anton G. Leitner

Eva Lübbe

Hans-Hermann Mahnken

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Renate Meier

Karola Meling

Manfred Moll

Klaus Nührig

B.S. Orthau  

Tobias Pagel

Ursula Pickener

Claudia Pistilli

Helga Rahn

Lutz Rathenow

Andreas Reimann

Helmut Richter

Marianne Rieger

Wolfgang Rischer

Andreas-W. Rohr

Jan Hendrik Rübel

Sonja Ruf

Jörn Sack

Laura Schiele

André Schinkel

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Marlene Schulz

Helga Schulz Blank

Ernst Schulze

Christiane Schwarze

Thomas Sobczyk

Ju Sobing

Werner Somplatzki

Werner Stangl

Christine Steindorfer

Stellmäcke

Carsten Stephan

Wolfgang Stock

Heidrun Stödtler

Bernd Storz

Rüdiger  Stüwe

Dietmar Thate

Ruth Werfel

Katja Winkler

Waltraud Zechmeister

Preis des Heftes 6,50 EUR, Umfang 76 S.

Titelbild nach einem Gemälde von Titus Schade

© VG Bild-Kunst

Am 24. März 2020 erschien in der Leipziger Internetzeitung diese Rezension: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/03/Heimat-Heimatverlust-Poesiealbum-neu-versammelt-zuweilen-sehr-ironische-Texte-zum-Thema-Lebensort-und-Sehnsuchtsraum-322977

Poesiealbum neu: New York-Gedichte erschienen

Als Nummer 2/2019 unserer Zeitschrift "Poesiealbum neu" haben wir zum Ende des Jahres unter dem Titel "Hauptstadt der Sehnsucht" Gedichte zur Megametropole auf dem nordamerikanischen Kontinent veröffentlicht. Erstmals wurde in eine Ausgabe des "Poesiealbum neu" ein Fotozyklus aufgenommen. Der Berliner Fotokünstler Antonius, der Kontakt zur Lyrikgesellschaft seit seinem Gewinn beim Gedichtfilmwettbewerb "Tugenden & Sünden" hält (hier erhielt er mit der Edelfeder der Waldmann KG den Preis für die besondere Handschrift), ist ein Kenner dieser Weltstadt und bietet dem Betrachter Blickwinkel fern der touristischen Abziehbilder.

"Hauptstadt der Sehnsucht. New York-Gedichte und Fotografien" umfasst 82 Seiten und kostet 8,70 € und ist ab sofort über die E-Mail-Adresse der GZL kontakt@lyrikgesellschaft.de bestellbar, die Auslieferung erfolgt zu Beginn des neuen Jahres. Eine ausführlich Rezension der Ausgabe findet sich in der Leipziger Internetzeitung vom 26.12.2019. Eine weitere Besprechung erschien auf FIXPOETRY Wir reden über Literatur.

Die Ausgabe 2/2019 enthält Gedichte und einige Übersetzungen ins Amerikanische von

Johanna Anderka

Michael Augustin

Eva-Maria Berg

Heidi Bergmann

Hartmut Brie

Ingo Cesaro

Ulrike Diez

Siegmar Faust

Julietta Fix

Peter Frömmig

Christine Graf

Ralph Grüneberger

Gisela Hemau

Dieter Höss

Ron Horwege

Nikola Huppertz

Yehuda Hyman

Christine Kappe

Paul Alfred Kleinert

Stephan Krawczyk

Gabriele Kromer

Augusta Laar

Joanna Lisiak

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Walter Neumann

Undine Marion Pelny

Utz Rachowski

Jörg Seifert

Gabriele Stötzer

Daniel Stojek

Monika Taubitz

Holger Teschke

Martin A. Völker

Eine auf 20 Exemplare limitierte Sonderausgabe, die von Ralph Grüneberger und Antonius signiert wurde, enthält eine DVD des gemeinsamen Gedichtfilms "12. September" sowie einen von Antonius signierten Metall-Fotoprint (Format 20 x 30 cm) und kostet 55,55 €. Die Einnahmen sollen dabei helfen, 2020 eine Präsentation dieser Ausgabe zu finanzieren. Verbindliche Bestellungen bitte ebenfalls an kontakt@lyrikgesellschaft.de richten.

Der „Soli“ für die Kultur

Einzelne Mitglieder der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. unterstützen dankenswerterweise die Initiative des Leipziger Kulturbüros Grote & Thomas, die den „Leipziger Kulturfallschirm“ aufgespannt haben und noch bis zum 20. April 2020 um Spenden bitten: https://www.startnext.com/leipziger-kulturfallschirm

in finanzieller Weise und die Lyrikgesellschaft selbst mit einer Sachspende, die als „Dankeschöns“ an Spender/innen gehen wird. Außerdem unterstützt eine Reihe prominenter Schriftsteller aus Leipzig bzw. Autoren, die sich mit Leipzig verbunden fühlen, den „Kulturfallschirm“ mit signierten Büchern, um die Spender zum Format „Das gute Buch“ einzuladen, was erfreulicherweise viel Widerhall gefunden hat.

Alles in allem wird somit gewiss ein Tausender in den Spendentopf kommen – und wer sich hier noch finanziell beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen und ermuntert. Jeder 5-Euro-Schein hilft, und für 10 Euro wird einem eine „virtuelle Umarmung“ zuteil.

Helfen kann die Politik in Kommune, Land und Bund zudem SOFORT, ohne dass es einen Cent kostet, indem sie bereits für das Jahr 2020 bewilligte Projektfördergelder nicht wie üblich an das laufende Geschäftsjahr bindet, sondern prinzipiell auch nach dem 31. Dezember weiter zur Verfügung stellt – mindestens bis Mitte 2021. Den etwa 50 Mitwirkende an unseren bislang 12 abgesagten Veranstaltungen käme das unmittelbar zugute und würde gleichermaßen auch eine Wertschätzung bedeuten.

Mein Vorschlag ist der: Den „Soli“, sprich Solidaritätszuschlag auf die Einkommenssteuer, den die Politik demnächst für einen Großteil der Steuerzahler abschaffen will, beizubehalten und fortan in einen Pool fließen lassen, aus dem jenen Freiberuflern und Selbständigen, die von der Corona-Krise betroffen sind, ein monatliches Grundeinkommen von 1.200 € bezahlt wird, das einzig an die Bedingung geknüpft sein sollte, ihre kreative Arbeit/Mitarbeit der Gesellschaft weiterhin anzubieten.

Kommen wir jetzt erst einmal gemeinsam über Ostern und sammeln neuen Mut.

Viel Gesundheit Ihnen allesamt, und rücken wir symbolisch zusammen, dass wir es für die Zeit DANACH nicht verlernt haben.

11. April 2020

Ralph Grüneberger

Lyrik in Bewegung. Gedichte zur Automobilität gesucht

Ausschreibung für die Ausgabe 1/2021 des Poesiealbum neu

Das Auto als Fetisch oder als fahrbaren Untersatz. Am Automobil, das Jahrzehnte als Symbol für Wertarbeit, Ingenieursleistung, Selbstbestimmung und Wohlstands galt, scheiden sich heute die Geister. In der Stadt ist es im Weg, auf dem Land erschließt es den Weg. Wie kein anderes Fortbewegungsmittel trennt das Automobil unsere Gesellschaft. Für Gewalttäter wird es zur Waffe, sei es auf dem Weihnachtsmarkt oder beim Karnevalsumzug, für politisch motivierte Kriminelle zum Objekt der Zerstörung und Brandstiftung.

In der alten Bundesrepublik galt lange Zeit der Grundsatz Freie Fahrt für freie Bürger! Eine Verheißung, die nach dem 1. Juli 1990 nicht wenige der Neuwestdeutschen im Osten zu Käufen von Schrottlauben veranlasst hat. Im Einklang mit dem Einzug von Autohäusern verhalf der Aufschwung Ost dann auch zu den tempofreundlichen Straßenverhältnissen und erzeugte den Neid der Brüder & Schwestern, deren Fahrwege nicht die neue Glätte aufwiesen. Inzwischen allerdings sind platzgreifende Privatfahrzeuge zunehmend verpönt. Kirchgemeinden rufen zum Autofasten auf. Schulkinder wenden sich nicht nur freitags von ihren motorisierten Eltern ab und radeln plötzlich zum Klavierunterricht oder zur Tennis-stunde. Gerade noch bis zum Reiterhof vor der Stadt lassen sie sich im Familiengefährt kutschieren. Auf dem Weg zur Nachhilfe  wollen manche von ihnen den Geschwindigkeits-rausch mit dem Fahrrad erleben – ohne Rücksicht auf Verluste.

Wie automobil sind Autorinnen und Autoren? Auch das soll das Themenheft beantworten. Sitzen sie hinterm Lenkrad oder nur vor dem Schreibtisch und betrachten vom sogenannten Elfenbeinturm aus die Blechlawine? Nehmen sie Entfernungen mit dem Taxi wie einst Erich Kästner oder sitzen sie in der Tram oder im ICE oder gehören sie zu den neuen E-Roller-fahrern, die Kladde mit ihren Texten im Rucksack oder schon gespeichert auf dem Tablet? Welche Zukunft hat die selbstbestimmte Mobilität? Geht im E-Mobil der Fahrzeug-Sound verloren und muss akustisch eingespielt werden?

Verbindungen von Dichtern und Autos sind legendär. Gertrude Stein warb für den Ford.  Edgar Wallace erschrieb sich einen Rolls-Roys. Hermann Hesse posierte gern vor seinem Mercedes. Ebenfalls zu denken ist an Bertolt Brecht, der für einen Vierzeiler mit einem Automobil belohnt wurde und nach einem Unfall damit, in einem weiteren Vierzeiler die Überlebenschancen lobte und ein neues erhielt. Tragisch endete das Leben von Rolf Dieter Brinkmann, der Hymnen auf das Automobil verfasste und dem ausgerechnet in London der Linksverkehr zum Verhängnis wurde, als ihn ein Taxi überfuhr und tödlich verletzte. Passend zur Aufnahmefähigkeit eines Autofahrers äußerte er sich in dem Band »Die Piloten« (1968) über das Gedichteschreiben: »Ich denke, dass das Gedicht die geeignetste Form ist, spontan erfaßte Vorgänge und Bewegungen, eine nur in einem Augenblick sich deutlich zeigende Empfindlichkeit konkret als snap-shot festzuhalten.« Ums Festhalten von Sprache in dieser rasenden Zeit soll es uns gehen. Wie beweglich sind wir im Kopf und auf der Straße?

Im Zeitraum 15. März 2020 bis 31. August 2020 (Poststempel) laden wir ein, sich mit bis zu drei Gedichten an unserer Ausschreibung zu beteiligen.

Stand: Ende Februar 2020

Wie passend in Corona-Zeiten der Immobilität, könnte man meinen – aber das Thema könnte auch Sehnsüchte wecken und das, was bisher selbstverständlich erschien, auf den Prüfstand stellen.

Auf dem Postweg können bis zu drei, möglichst bislang unveröffentlichte Gedichte in deutscher Sprache und in 2-facher Ausführung auf je einer eigenen DIN A4-Seite eingereicht werden. Unaufgeforderte Zusendungen per E-Mail werden nicht geöffnet! Die Gedichte sollten eine Gesamtlänge von 35 Zeilen (inklusive Titel, Verfassername, Leerzeilen) nicht überschreiten und dem Layout unserer Zeitschrift entsprechen (Achtung: Zeilenlänge beachten!).

Hinzuzufügen sind eine Kurzvita plus aktueller E-Mail-Adresse, die Erklärung, dass der kostenfreie Abdruck erlaubt wird, und die Zustimmung, dass die persönlichen Daten, die allein für den Zweck der Kommunikation und Registration Verwendung finden und keinesfalls an Dritte weitergegeben werden, gespeichert und für eine Veröffentlichung (Ankündigung) auf unserer Webseite verwendet werden dürfen.

Verzichten Sie bitte auf Einsendungen per Einschreiben; wir haben nicht die Kapazität, diese vom Postamt abzuholen.

Kommt ein Gedicht für die Veröffentlichung in Betracht, setzt sich das »Poesiealbum neu«-Team mit der Autorin/dem Autor in Verbindung. Rückfragen oder Stellungnahmen zu den Einsendungen können nicht beantwortet bzw. geleistet werden. Sobald der Drucksatz abgeschlossen ist, werden auf der Webseite der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik die Namen der Autorinnen und Autoren veröffentlicht, deren Text in die Ausgabe zum Themenkomplex »Lyrik in Bewegung. Gedichte zur Automobilität« Aufnahme fand. Mit ihrer/seiner Beteiligung an der Ausschreibung stimmt die Einsenderin/der Einsender diesem Verfahren ausdrücklich zu.

Jeder Autorin, jeder Autor des Heftes erhält ein Freiexemplar und nimmt mit ihrem/seinem unveröffentlichten Gedicht an der Auswahl für den »Poesiealbum neu«-Preis 2022 teil, der das beste Gedicht des Jahrgangs 2021 prämiert.

Im 14. Jahr des Erscheinens der der Zeitschrift »Poesiealbum neu« verlosen wir unter den ersten 14 Einsendern ein Exemplar von »… und habe ich mir denn ein Auto angeschafft. Schriftsteller und Automobile«, ein Text-Foto-Band von Ulf Geyersbach, Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 2006.

»Poesiealbum neu«, gegründet 2006, erscheint seit 2007

Zeitschrift der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL), erscheint halbjährlich; Preis 16 € p.a. (Inland), inkl. Versand; Preis für Ausland auf Anfrage

Ein Probeabo (2 Ausgaben – ohne Kündigung) kostet im Inland 18 €; Preis für Ausland auf Anfrage

Mitglieder der GZL erhalten eine Ermäßigung, ebenso Öffentliche Bibliotheken und Schulbibliotheken.

Aktion: die ersten 5 Neuabonnenten erhalten die Lieder-CD »Hinterm Mond« von Stellmäcke als Geschenk dazu, allen anderen Neuabonnenten schenken wir ein Exemplare einer früheren Ausgabe des »Poesiealbum neu« mit der 1. Lieferung. Es besteht kein Rechtsanspruch, die Auswahl erfolgt nach Eingang.

Bestellungen richten Sie bitte schriftlich an: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V., Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig / kontakt@lyrikgesellschaft.de

Die Ringelnatz-DVD ist erschienen

28 Gedichtfilme aus Australien, Deutschland, Österreich und Schottland

Pünktlich zum „Welttag der Poesie 2020“, den wir in diesem Jahr in 9 Städten Deutschlands zu Ehren von Joachim Ringelnatz feiern wollten, was uns der Coronavirus zunichte machte, liegt sie vor, die DVD aus unserem höchstwahrscheinlich letzten Gedichtfilmwettbewerb „Wassertropfen & Seifenblase“.

Diese DVD erscheint als Sonderausgabe der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ zum Text-Hörbuch „Wassertropfen & Seifenblase“ und zeigt eine Auswahl der Einsendungen im 4. Internationalen Gedichtfilmwettbewerb der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

Booklet

Unterstützer des Wettbewerbs sind die Saxonia Media Filmproduktions GmbH, die Leipziger Buchmesse, die Ringelnatz-Gesellschaft Cuxhaven e.V., der Joachim-Ringelnatz Verein e.V. Wurzen, das Kulturhistorischen Museum Wurzen, die Waldmann KG, die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, das Ringelnatz-Hotel in Rostock-Warnemünde und die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK).

Einmalige limitierte Auflage von 200 Exemplaren.

Preis 20+5 EUR / d.h. 5 EUR davon spenden wir den Opfern der Brandkatastrophe in Australien.

Ihre Bestellungen richten Sie bitte an kontakt@lyrikgesellschaft.de

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und bestellen Sie für sich und am besten auch für andere Zuhausebleiber diese DVD. Eines ist sicher, die Filme bringen Sie auf andere Gedanken.

Lesen Sie eine erste Rezension: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/03/Wassertropfen-Seifenblase-Die-DVD-mit-den-Gedichtfilmen-zu-den-nachdenklichsten-Ringelnatz-Gedichten-322157


Veranstaltungen

06.06.2020
19:30 - 21:30

VERSSCHMUGGEL: Canadian Poetry / Poésie du Québec / Dichtung aus DeutschlandNACHT: KANADA – DEUTSCHLAND

SA 6.6. | Video-Lesungen | Premiere 19.30 Uhr

Mit den DichterInnen Martine Audet (CAN), Monique Deland (CAN), Adam Dickinson (CAN), Daniel Falb (DEU), François Guerrette (CAN), Nancy Hünger (DEU), Aisha Sasha John (CAN), Maren Kames (DEU), Natasha Kanapé Fontaine (CAN), Canisia Lubrin (CAN), Tristan Malavoy (CAN), Pierre Nepveu (CAN), Kerstin Preiwuß (DEU), Sandra Ridley (CAN), Lisa Robertson (CAN), Armand Garnet Ruffo (CAN), Levin Westermann (DEU), Ron Winkler (DEU) – Moderation: Karolina Golimowska (DEU) Literaturwissenschaftlerin, Übersetzerin

Im Fokus des diesjährigen VERSschmuggels steht Lyrik aus Kanada und Québec. Sechs DichterInnen aus dem deutschsprachigen Raum treffen auf sechs Französisch und sechs Englisch schreibende kanadische DichterInnen. Sie alle tauchen in die poetisch und kulturell reichen Verse ihres Gegenübers ein. Diese werden mit Hilfe interlinearer Übersetzungen in die jeweils andere Sprache und den kulturellen Kontext „geschmuggelt“. Alle am Projekt beteiligten DichterInnen arbeiten mit den drei Sprachen. Vermittelt wird also nicht nur zwischen den poetischen Welten auf beiden Seiten des Atlantiks, sondern auch innerhalb Kanadas. Die dreisprachige Lesung spiegelt das Arbeitsverfahren und die dafür entworfene „Kette“ der poetischen Stimmen und den so entstandenen Nachdichtungen.

Die Anthologie dazu erscheint im Oktober 2020 und wird gemeinsam von den drei Verlagen Das Wunderhorn, Le Noroît und Book*hug Press herausgegeben.

Unter Mitwirkung der SprachmittlerInnen Irina Bondas, Lydia Dymitrow, Roland Glasser, Anneke Lubkowitz, Alexandre Pateau, Lilian Maria Pithan, Katja Roloff, Raguel Roumer, Joel Scott

Kuration: Rike Bolte, Paul Bélanger, Hazel Millar, Karolina Golimowska
Projektleitung: Karolina Golimowska | Alma Magdalene Knispel (Assistenz)

Die Lange VERSschmuggel-Nacht Kanada-Deutschland wird freundlich unterstützt durch die Botschaft von Kanada, die Vertretung der Regierung von Québec in Deutschland, und Guest of Honor Frankfurter Buchmesse.

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Wir freuen uns insbesondere auf die Lesung unseres Mitgliedes Nancy Hünger aus Erfurt und sind auch gespannt auf die Beiträge von Kerstin Preiwuß und Ron Winkler, die wir 2007 bzw. 2010 zu unseren Gästen zählten.

Die Porträts der aller VERSschmuggel-Beteiligten sind hier zu finden: https://we.tl/t-RC9EZQbrUO

Foto: Mirko Lux

Weiterführende Auskünfte bitte bei Silvia Jackson, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, erfragen: |

Haus für Poesie
Knaackstr. 97 (Kulturbrauerei)
10435 Berlin
Tel  +49. 30. 48 52 45 – 24
Fax  +49. 30. 48 52 45 – 30

s.jackson@haus-fuer-poesie.org

Weiterlesen: VERSSCHMUGGEL: Canadian Poetry / Poésie du Québec / Dichtung aus DeutschlandNACHT: KANADA – DEUTSCHLAND
26.06.2020 - 05.09.2020
0:00

Welttag der Poesie – bitte weiterhin zu Hause mit einem Lyrikband feiern

Bekanntermaßen mussten wir alle neun Veranstaltungen abgesagen und werden hoffentlich die Mehrzahl davon zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden lassen können. Geplant sind bereits die Veranstaltungen in Köln mit dem neuen Termin 26. Juni und in Bielefeld am 5. September d.J. Mehr dazu rechtzeitig auf dieser Webseite.

„Wassertropfen & Seifenblase“ – Lyrik und Ringelnatz-Filme am Welttag der Poesie 

Das war der Plan für den 20. und 21. März d.J.: Die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik (GZL) lädt in 9 deutschen Städten in West und Ost zum „Welttag der Poesie 2020“ ein, der zu Ehren von Joachim Ringelnatz stattfinden sollte. Als Kooperationspartner in Berlin, Bielefeld, Braunschweig, Bremen, Döbeln, Köln, Neusäß, Leipzig und Saalfeld standen uns dabei drei Galerien, eine Buchhandlung, zwei Literaturzentren, ein Vereinshaus, eine Hochschule und ein Botanischer Garten zur Seite. Als Lesende meldeten sich vornehmlich Autorinnen und Autoren aus der jeweiligen Region.

Die Lyrik-Veranstaltungen hatten das Ziel, dem Publikum die besten Filme aus dem 4. Gedichtfilmwettbewerb der GZL „Wassertropfen & Seifenblase. Lyrik von Joachim Ringelnatz“ zu präsentieren und zum anderen, das mit einer Lesung von Gedichten von in der Region bzw. in der Stadt ansässigen Autorinnen und Autoren zu verknüpfen. Und das Ziel behalten wir aufrecht. Gefördert werden die Veranstaltungen von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) aus Mitteln des Bundes – und diese stehen us zum Glück weiterhin zur Verfügung. Und auch viele Mitveranstalter haben signalisiert, einen neuen Termin zu ermöglichen.

Eigens für diesen „Welttag“ ist eine DVD mit 28 ausgewählten Filmen zur Lyrik von Ringelnatz erschienen, ein Autor, der auch 2019 wieder einen der vorderen Ränge auf der Bestenliste der meistverkauften Lyriktitel einnahm.

Die im Rahmen des „Welttages der Poesie“ veröffentlichte DVD mit 28 ausgewählten Filmen zur Lyrik von Joachim Ringelnatz aus dem 4. Gedichtfilmwettbewerb der GZL kann ab sofort schriftlich bestellt werden. Sie kostet 25 EUR, davon spenden wir 5 EUR den Opfern der Brandkatastrophe in Australien.

Verbindliche Bestellungen richten Sie bitte an: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Hier ein Link zu einer ersten Bewertung der angebotenen DVD: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/03/Wassertropfen-Seifenblase-Die-DVD-mit-den-Gedichtfilmen-zu-den-nachdenklichsten-Ringelnatz-Gedichten-322157

 

Weiterlesen: Welttag der Poesie – bitte weiterhin zu Hause mit einem Lyrikband feiern

Gedicht des Monats

Gedicht des Monats Mai 2020

Gustav Lüder (1930-2020)

Angst

Jeden Abend,
wenn die Nacht
hereinbrach,
schlossen sie
mit großer Sorgfalt
alle Türen, alle Fenster,
und Angst
machte sich breit
unter ihnen,
jeden Abend
aufs neue.
Sie vertrauten dem
lieben Gott,
aber ihr relativ schlechtes
Gewissen ließ
sie daran zweifeln,
notfalls auf seine Hilfe
rechnen zu können.


Geboren wurde Gustav Lüder in Binder, lebte seit Jahrzehnten in Hildesheim und ist dort am 28. März 2020 verstorben. Als erfolgreicher Unternehmer hat er immer Zeit gefunden für die Literatur und besonders für die Lyrik. Im Laufe der Jahre beteiligte er sich an vielen Anthologien und hat die Arbeit der Lyrikgesellschaft immer wieder finanziell unterstützt. In späteren Jahren ist er daran gegangen, seine verstreut erschienenen Gedichte zu ordnen und zwei Romane zu veröffentlichen. 2015 ist sein Gedichtband Unzählige Fische im Engelsdorfer Verlag erschienen. Wie gern hätten wir Gustav Lüder zu seinem 90. Geburtstag gratuliert. Wir werden unser langjähriges Mitglied stets in ehrendem Gedenken behalten.


Empfehlung des Monats

Versnetze_13: Axel Kutsch hat wieder ausgiebig gefischt

Empfehlung des Monats · Mai 2020
von Jule Weinrot


Unermüdlich zieht Axel Kutsch,  ehemaliger Redakteur des Kölner Stadt-Anzeigers, Poesieangler und -sammler aus Leidenschaft, Jahr ums Jahr Fische an Land – bekannte, neu entdeckte, bisweilen im großen Lyrikmeer gründelnde, immer aber interessante und von der ungemeinen Vielfalt und Originalität lyrischer Ausdrucksform zeugende. Sein unvoreingenommener Blick in das Kaleidoskop zeitgenössischer Verse macht dieses nach Postleitzahl und Geburtsjahr geordnete Vers-Kompendium so interessant für neugierige Tiefseetaucher auf der Suche nach Leuchtbojen.  

In diesem 13. Band der jährlich erscheinenden Reihe liest man eingangs in einem Interview mit dem Herausgeber, dass dieser „Wert darauf“ legt, „ein weites Feld unterschiedlicher Schreibweisen unserer heutigen Lyrik, die oft individuell ist, auszubreiten.“  Axel Kutsch verweist auf zwei „Lager“ in der Lyrik, das der konventionellen Dichter und das der „abgefahren“ experimentellen, unorthodoxen, progressiven, die jeweils manchmal ihre vermeintlich vorrangige Daseinsberechtigung zu verteidigen suchen. Der Herausgeber verteidigt seine Auswahl von Texten aus beiden Lagern und ist sich der Sperrigkeit und prosaischen Nähe mancher Texte sehr bewusst.

Auch  hat er sehr gute Gründe, seine Vernetze nicht allzu forciert auszulesen. „Insider“ würden von über tausend Verfassern nennenswerter Lyrik im deutschen Sprachraum ausgehen. In der aktuellen Ausgabe der Versnetze sind 250 Autor*innen enthalten – etliche Mitglieder der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik haben übrigens auch Eingang gefunden. Insofern müsse ein abgerundetes Bild zeitgenössischer deutschsprachiger Lyrik durch die Lektüre anderer Gedicht-Anthologien ergänzt werden [Anm. d. Verf.:  In diesem Zusammenhang sei natürlich auch auf das thematisch sehr weit gefächterte Poesiealbum neu, edition kunst & dichtung, der Lyrikgesellschaft verwiesen].

Worüber schreiben zeitgenössische Dichter, gibt es regionale Unterschiede? Eine in aller Kürze schwer zu beantwortende Frage. Man wird keinem Text gerecht, wenn man einen anderen nennt. Jedem Lyrikliebhaber sei angeraten, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und Deutschland samt kleinem „Grenzverkehr“ poetisch zu durchqueren und zu erkunden. Wundern wird man sich hier und  da, z.B. über neu angeschlagene Töne, wie man sie bislang von manch einem Dichter so nicht kannte, über luftige Verse und knäuelhaft ineinander Verwobenes, über Anschauliches und Abstraktes, Realsprache und Vergeistigtes, über Texte, die aus sich selbst heraus existieren und solche, die eine Anhäufung von Anspielungen sind.



Gerade jetzt, aktuell, wo viele Menschen doch mehr Zeit zu haben scheinen, bietet diese Anthologie, deren Beiträge vor der Auswahl laut Herausgeber mehrmals gelesen wurden und die vom Verlag Ralf Liebe in geradezu liebevoller handwerklicher Tradition gesetzt und auf alterungsbeständigem Werkdruckpapier von Fedregoni aus Italien gedruckt wurde und somit aus allen bekannten Kompendien ziemlich heraussticht,  eine sehr gute Möglichkeit, in das Abenteuer Lyrik einzusteigen. Und mit viel Glück erhält man vielleicht bei einer Verlagsbestellung noch echte „Landpresse“ – Nachrichten aus dem Verlag Ralf Liebe dazu, die allein haben ja schon Sammelwert.



Versnetze_13
Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart
Herausgegeben von Axel Kutsch
Verlag Ralf Liebe
978-3-948682-02-6
359 Seiten, EUR 25,00

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Kulturamt
der Stadt Leipzig

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Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.