Florian Birnmeyer: Im Dickicht lebt es sich leichter

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Florian Birnmeyer: Im Dickicht lebt es sich leichter

Im Dickicht lebt es sich leichter versammelt Gedichte, die sich zwischen Natur, gesellschaftlicher Gegenwart und Selbstbefragung bewegen. In kurzen, oft fragmentarischen Texten entstehen Bilder von Nähe und Distanz, Identität und Auflösung, Erinnerung und Verunsicherung. Das lyrische Ich nähert sich einem Du, das sich jedoch entzieht.

Die Gedichte arbeiten mit Andeutungen, Brüchen und Verschiebungen. Naturmotive, urbane Szenen und kulturelle Verweise wechseln einander ab und lassen eine poetische Sprache hervortreten, die auf Uneindeutigkeit angewiesen ist. Das „Dickicht“ erscheint dabei als durchgehendes Motiv, ja mehr noch: als Schutzraum. Poetisches Sprechen wird zur Rettung in einer Welt, deren Sprache zu entgleiten droht.

Viele Texte kreisen um das Schreiben selbst. So entsteht eine Lyrik, die ihre Wirkung weniger aus Eindeutigkeit als aus Verdichtung, Resonanz und wiederholter Lektüre bezieht. Die Anspielungen der Texte in diesem Band sind vielfältig. Am Ende steht – auch als Form der Zuflucht – die Großstadt Paris, ein Ort, der bereits in Storchenstolz, Birnmeyers erstem Gedichtband, auftauchte. Die Paris-Gedichte wurden von Franziska Beyer-Lallauret ins Französische übertragen.

Ergänzt wird der Band durch ein Nachwort des Kulturwissenschaftlers und Schriftstellers Prof. Uli Rothfuss, dem Präses des Pegnesischen Blumenordens in Nürnberg, der auch Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und Vorsitzender der Europäischen Autorenvereinigung Die Kogge ist.

Florian Birnmeyer ist Lehrer für Französisch und Latein am Gymnasium, Autor und Sprachwissenschaftler. Er ist Mitglied des Pegnesischen Blumenordens, der GZL und des Verbands der Schriftstellerinnen und Schrifsteller (VS). Er promoviert im Bereich der romanistischen Sprachwissenschaft zu einem Thema aus der französisch-italienischen Renaissance (Du Bellay und Speroni). Er rezensiert zudem Texte anderer auf seinem Blog Der-Leser.net und auf verschiedenen Seiten, u. a. Signaturen-Magazinzaesur poesiekritik und Literaturkritik.de sowie Lyrikkritik.de.

Im Dickicht lebt es sich leichter
von Florian Birnmeyer
Übersetzungen von Franziska Beyer-Lallauret
und einem Nachwort von Uli Rothfuss
104 Seiten, 12,50 Euro
Geest-Verlag, Visbek, 2026
ISBN 9783690645621 / 369064562X