Resonanzen. Lyrik & Wissenschaft

Poesiealbum neu Resonanzen

Titelbild unter Verwendung einer Farbgrafik
von Hans-Joachim Schwarz

  • Veröffentlicht: 02.04.2017 · Zuletzt aktualisiert: 26.06.2017

Das Poesiealbum neu 1/2017 ist erschienen

Eingeladen, die Auseinandersetzung mit Denkweisen der Naturwissenschaften und mit Lebensentwürfen von Naturwissenschaftler/innen zu thematisieren, das Zurechtfinden in technisch-naturwissenschaftlich veränderten Umwelten sowie die Diskrepanz zwischen Sinnbedürfnis und technischer Zurichtung von Welt darzustellen,  war der Zuspruch so groß, dass erneut ein Doppelheft entstanden ist. Da sich das seit 2007 erscheinende „Poesiealbum neu“ nicht zu den in Sachsen geförderten Literaturzeitschriften zählen darf, ist dieser größere Umfang vor allem der Universität Bremen zu danken, deren Anregung und Mitwirkung diese Ausgabe ermöglicht hat.
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Ausschreibung Gedichtfilme zu „Tugenden & Sünden“

  • Veröffentlicht: 03.03.2017 · Zuletzt aktualisiert: 29.07.2017

Für den Zeitraum 1. März bis 15. August 2017 (Poststempel) schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik ihren 3. Gedichtfilm-Wettbewerb aus. Eingeladen sind Filmemacherinnen und  -macher, Videokünstlerinnen und -künstler sowie Laien aller Couleur, aller Länder und jeden Alters, sich mit bis zu zwei Gedichtfilmen an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Neben den Hauptpreisen werden spezielle Preise an Einsender/innen unter 18 Jahre bzw. aus der Region vergeben.
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Die Sonderausgabe „Tugenden & Sünden“ mit dem gleichnamigen Hörbuch ist ab sofort lieferbar!

Tugenden & Sünden

Poesiealbum neu: "Tugenden & Sünden"
Titelbild: Rosa Loy / © VG Bild-Kunst

  • Veröffentlicht: 07.01.2017 · Zuletzt aktualisiert: 05.03.2017

Posesiealbum neu, Ausgabe 2/2016, Edtion kunst & dichtung, Leipzig 2016,
68 S. plus Hörbuch,
Ladenpreis 12,80 €

Eine bis fast auf die letzte Sekunde gefüllte CD vereint 87 der 91 Gedichte der Printausgabe. Da das Projekt bekanntermaßen keine Landesförderung erfahren hat, konnten wir uns leider nicht für 120-140 Beiträge aus den über 1.000 Einsendungen entscheiden und auch das Hörbuch nicht wie erhofft in Form zweier Audio-CDs herstellen. Froh und dankbar sind wir, dass die aufgebrachten Spenden es uns überhaupt ermöglicht haben, ein Doppelheft UND eine CD herzustellen. Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern aus dem Jahre 2016 ganz herzlich; siehe dazu den entsprechenden Beitrag, der die Namen der Spenderinnen und Spender aufzeigt.
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Fremdlinge aus den Anden

  • Veröffentlicht: 01.08.2017 · Zuletzt aktualisiert: 01.08.2017

Elisabeth Hackel (1924-2014)

Fremdlinge aus den Anden

Die Sonnenblumen neigen sich
Immer tiefer in den Herbst –
Die Fremden aus den Anden
Spiegelten mir Licht
und meinem Inkatraum
einen Sommer lang –

Weite Reise
Von Erdteil zu Erdteil
vom Kondor über den Bergen
zu den Krähen in meiner Stadt.

Vielleicht kam der erste Kern
zufällig über das Meer
im Lehm an der Schuhsohle
eines Matrosen.

Die Sonnenblume neigt sich
Immer tiefer in den Herbst
Vogelfrei
Auf meinem Balkon.

Quelle:
„Texte gegen Intoleranz“
„Poesiealbum neu der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2008

„Überall können wir singen“ – postpoetry.nrw

postpoetry.nrw, Poesiebotschaften aus fünf Wettbewerbsjahren, herausgegeben von Monika Littau

  • Veröffentlicht: 31.07.2017 · Zuletzt aktualisiert: 01.08.2017

Empfehlung des Monats · August 2017

Maren Schönfeld (c) G. v. d. Kammer

von Maren Schönfeld

 

Hamburg ist wirklich eine schöne Stadt und ich lebe unheimlich gern hier. Aber seit ich von dem Projekt postpoetry.nrw gehört habe, überlege ich doch, meinen Wohnsitz nach Nordrhein-Westfalen zu verlegen, damit ich da mitmachen kann. „Poesiebotschaften aus fünf Wettbewerbsjahren“, herausgegeben von Monika Littau, ist ein Lesebuch mit Gedichten der Preisträgerinnen und Preisträger aus den Jahren 2010 bis 2014. Aber was ist das eigentlich für ein Wettbewerb?
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alles fürs glück

  • Veröffentlicht: 06.07.2017 · Zuletzt aktualisiert: 06.07.2017

Jutta Pillat (*1943)

alles fürs glück

viel hat er erreicht, der rechtsanwalt Dr. jur.
ein erstes einwohnerverzeichnis,
die armenordnung und stadtbeleuchtung,
das mittelalterliche taxi der sänftenträger-company.

gut eingeheiratet hat er
der Kurfürstlich Sächsische Appellationsrat.
die mitgift 30.000 goldmark.
acht kinder. alles fürs glück.

das palais am Brühl verschlingt viel.
für feste, kunst und pracht
macht er schulden.

1705 war alles aus für Franz Conrad Romanus.
August der Starke lässt ihn
gefangen nehmen

wegen renommiersucht, steuerhinterziehung
und fälschung.
einundvierzig Jahre verblieb er
auf der festung Königstein.

 

Quelle:
„Konsum & Kommerz“. Gedichte;
„Poesiealbum neu der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2011

Peter Bornhöft: Auf Leben und Tod

Peter Bornhöft, Auf Leben und Tod

  • Veröffentlicht: 30.06.2017 · Zuletzt aktualisiert: 01.07.2017

Empfehlung des Monats · Juli 2017
von Urte Skaliks-Wagner 

Ich komme überhaupt nicht aus dem Staunen heraus.

Das ist selten. Ich komme beim Lesen überhaupt nicht aus dem Staunen heraus. Und möchte am liebsten immer nur zitieren und das Büchlein sofort einem Freund schicken.

Aber ich versuche, zuerst etwas über die Gedichte zu sagen.
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Zwischenruf des Vorsitzenden vom 18. Juni 2017

  • Veröffentlicht: 20.06.2017 · Zuletzt aktualisiert: 15.07.2017

Am 31. Mai endete unsere Ausschreibung „Flora. Gedichte zu Pflanzen“ mit der Zusendung von über 700 Gedichten von mehr als 290 Autorinnen und Autoren aus 9 Ländern. Im September werden an dieser Stelle die Namen derer zu lesen sein, die mit einem Gedicht in der Ausgabe 2/2017 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ zu lesen sind.

Als ich mich in den letzten Tagen darum bemüht habe, gerade unter den Einsendern dieser Ausschreibung neue Mitglieder zu gewinnen, hat sich die Mehrheit der Angesprochenen für eine Unterstützung der GZL entschieden, so dass wir beim Wettbewerb „Call for Members“ der Kulturstiftung des Bundes eine nennenswerte Zahl an Neumitgliedern vorweisen können. Im September wissen wir, ob wir – wie 2012 – zu den Gewinnern zählen werden. Eine Autorin, die in einer erzgebirgischen Kleinstadt zu Hause ist, vermochte ich nicht davon zu überzeugen, dass jede Mitgliedschaft hilft, die im Osten Deutschlands einzigartige Sammlung LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK zu erhalten oder die halbjährlich erscheinende Zeitschrift „Poesiealbum neu“ oder unsere vielfältigen, teilweise überregionalen Veranstaltungsformate und Wettbewerbe. Die Autorin fragte: „Was springt bitteschön für mich dabei raus?“ Nun wäre das an einem runden Tisch sicher leichter zu beantworten gewesen, sozusagen von Angesicht zu Angesicht, und ein Mitglied hätte sagen können, eine Neuübertragung eines Gedichts von Seamus Heaney, zu der ich in der Lyrikgesellschaft angeregt wurde, erschien in einem Jahrbuch der Lyrik in der Deutschen Verlags-Anstalt. Ein anderes Mitglied hätte sagen können: „Für die Mitwirkung an einer Anthologie konnte ich gerade in der Lyrikgesellschaft Widerhall finden und einen sehr gut durchmischten Band veröffentlichen“. Und einige weitere Mitglieder hätten ein Schreiben der Westermann Gruppe vorzeigen können, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass ein Gedicht von ihnen aus dem „Poesiealbum neu“ im Schulbuchbereich nunmehr eine größere Verbreitung und Auflage erlebt. Mit anderen Worten: In der GZL sein und damit in guter Gesellschaft und ein Netzwerk pflegen.

Traumpaar – Gedichtfilm

  • Veröffentlicht: 01.06.2017 · Zuletzt aktualisiert: 01.06.2017

Gedichtfilm des Monats · Juni 2017

Dieser Poetry-Clip gehört zu den TOP 12 des 1. Gedichtfilm-Wettbewerbes „Worte sind Boote“.
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Lyrik arabischer Dichterinnen vs. Antäus ohne die Erde

Empfehlungen des Monats Juni 2017

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 31.05.2017

Empfehlung des Monats · Juni 2017
von Michel Ackermann

Der charmante Appell des tieferen Sinns

Der Manesse-Verlag veröffentlicht Lyrik arabischer Dichterinnen vom 5. Jahrhundert bis heute
von Michel Ackermann

In einem aufschlussreichen Essay über Luther zitiert der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler Raoul Schrott eben diesen mit einem erstaunlichen (Neben)-Satz, der ein bemerkenswertes Anliegen des Reformators zum Ausdruck bringt: “… daß nicht der Sinn den Worten, sondern die Worte dem Sinn dienen und folgen sollen.“ (*)

Luther will der Eigenmächtigkeit einer poetisch-bildhaften Bibel-Sprache seiner Zeit und ihren sperrigen Formulierungem und Sprachbildern ein Ende machen und die Worte einem klar und für alle verstehbaren Sinn unterwerfen. Ein Sinn, der der höhere Sinn eines unmissverständlich sprechenden Gottes und seiner religiösen Mitteilungen ist und nicht etwa ein Sinn, welcher in gemeinsamem Diskurs von kirchlichen Gelehrten und Denkern zu erkunden und zu ergründen wäre. So war es bis dahin gewesen, doch so soll es nun nicht mehr sein. Das Zeitalter der ›Ideologie‹ begann, in dem gedruckte Sprache in hohen Auflagen ihre Botschaft für die Massen einfach und verständlich zu transportieren hatte und damit (nicht zufälliger Weise) auch das Zeitalter, in dem die gemeinsame Wiege der sprachlichen Kultur zwischen arabischer Tradition und einer griechisch-römischen Aufarbeitung und Übernahme in Theater, Lyrik und Philosophie für lange Zeit der Vergangenheit angehören sollten.
Doch das buchstäblich und wörtlich Verdrängte holt uns wieder ein.

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Schwabing

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 31.05.2017

Margarete Hannsmann (1921-2007)

Schwabing

Nichts als Flanieren
weißlackierte Stühlchen
Espresso
auf den Windstoß warten
der eine weitere Bewegung
in das Bewegte bringt
vergessen ist das Kirchenschiff
die gelben Schlösser
wie die Isar fließt
weil man für einen Augenblick die Welt
in den Gesichtern
der Vorüberwehenden genießt

Quelle: Poesiealbum neu, Heft 2/2011: „Konsum & Kommerz“

Die Fremden – Gedichtfilm

  • Veröffentlicht: 05.05.2017 · Zuletzt aktualisiert: 05.05.2017

Gedichtfilm des Monats · Mai 2017

Dieser Poetry-Clip gehört zu den TOP 12 des 1. Gedichtfilm-Wettbewerbes „Worte sind Boote“.
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Rückblick der alten Simonetta auf ferne Kindertage

  • Veröffentlicht: 01.05.2017 · Zuletzt aktualisiert: 30.04.2017

Loma Eppendorf (*1919-2016)

Rückblick der alten Simonetta auf ferne Kindertage

Ich hatte nur ein kleines Stimmchen
Sang gar manche Töne falsch
Doch sang ich gern und meist im Chor,
ihr habt mir zugehört und es ertragen,
die Soli – Abenteuer des Gleichgewichts.
Auch wenn ich das Harmonium angriff
Und spielte, ohne Noten, nur dem Klang
nachhorchend, die Register zog, gewalt’ge Töne
Durch Haus und Garten dröhnten,
wahrlich keine himmlische Musik.
Ihr ließet mich gewähren, nahmt meinem
Unverstand die Freude nicht am Spiel.
Vom Lied, das ich im Kopfe hörte,
weiß ich den Reim noch heute,
singe die Melodie bei ungewisser Trauer
vor mich hin. Meine Stimme ist fester geworden,
ich höre ihr ohne Schauern zu und danke euch
für eure Liebe und Geduld – erst heute.

Quelle: Poesiealbum neu, Heft 2/2013: „In Familie“, (Doppelheft)

Dieses Gedicht veröffentlichen wir im Gedenken an unser langjähriges Mitglied Ilse Eberhardt, welches unter dem Pseudonym Loma Eppendorf veröffentlicht hat. Im Alter von 96 Jahren ist Ilse Eberhardt 2016 verstorben.

Förderer und Partner

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Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Space-Web
Leipzig
Leipziger
Städtische Bibliotheken
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.