Heimat & Heimatverlust – ist im März 2020 erschienen und ab sofort lieferbar

  • Veröffentlicht: 05.02.2020 · Zuletzt aktualisiert: 24.03.2020

Nachdem uns mehrere hundert Zuschriften aus 10 Ländern erreichten, die vier pralle Ordner füllten, ist die Auswahl getroffen. Statt des eigentliches Heftes mit 32 Seiten erscheint wiederum ein Doppelheft, das die Gedichte von 83 Autorinnen und Autoren vereint. Im Einklang mit den drei Fundstücken von Max Hermann-Neiße (1886-1941), Mascha Kaléko (1907-1975) und Ernst Schulze (1789-1817) kommen – neben zahlreichen bereits bekannten – auch viele weniger bekannte Autorinnen und Autoren zu Wort. Die Spanne reicht vom Jahrgang 1933 bis zum Jahrgang 1998.

Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 1/2020 des Poesiealbum neu:

Sabine Abt

Manfred Ach

Bettina Ambühl-Honegger

Johanna Anderka

Michael Augustin

Marianne Beese

Eva-Maria Berg

Franziska Beyer-Lallauret

Barbara Biegel

Marlies Blauth

Detlev Block

Rosa Both

Hans Dietrich Bruhn

Oliver Bruskolini

Ingo Cesaro

Tetyana Dagovych

Herta Dietrich

Ulrike Diez

Lina Duppel

Rumiana Ebert

Faten El-Dabbas

Patricia Falkenburg

Barbara Finke-Heinrich

Beate Fischer

Ingrid Gorr

Joachim Gräber

Dora Hauch

Kerstin Hensel

Max Herrmann-Neiße  

Jan-Eike Hornauer

Nikola Huppertz

Regina Jarisch

Mascha Kaléko

Stefanie Kemper

Manfred Klenk

Michael Koch

Stephan Krawczyk

Anton G. Leitner

Eva Lübbe

Hans-Hermann Mahnken

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Renate Meier

Karola Meling

Manfred Moll

Klaus Nührig

B.S. Orthau  

Tobias Pagel

Ursula Pickener

Claudia Pistilli

Helga Rahn

Lutz Rathenow

Andreas Reimann

Helmut Richter

Marianne Rieger

Wolfgang Rischer

Andreas-W. Rohr

Jan Hendrik Rübel

Sonja Ruf

Jörn Sack

Laura Schiele

André Schinkel

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Marlene Schulz

Helga Schulz Blank

Ernst Schulze

Christiane Schwarze

Thomas Sobczyk

Ju Sobing

Werner Somplatzki

Werner Stangl

Christine Steindorfer

Stellmäcke

Carsten Stephan

Wolfgang Stock

Heidrun Stödtler

Bernd Storz

Rüdiger  Stüwe

Dietmar Thate

Ruth Werfel

Katja Winkler

Waltraud Zechmeister

Preis des Heftes 6,50 EUR, Umfang 76 S.

Titelbild nach einem Gemälde von Titus Schade

© VG Bild-Kunst

Am 24. März 2020 erschien in der Leipziger Internetzeitung diese Rezension: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/03/Heimat-Heimatverlust-Poesiealbum-neu-versammelt-zuweilen-sehr-ironische-Texte-zum-Thema-Lebensort-und-Sehnsuchtsraum-322977

Poesiealbum neu: New York-Gedichte erschienen

  • Veröffentlicht: 22.12.2019 · Zuletzt aktualisiert: 26.02.2020

Als Nummer 2/2019 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ haben wir zum Ende des Jahres unter dem Titel „Hauptstadt der Sehnsucht“ Gedichte zur Megametropole auf dem nordamerikanischen Kontinent veröffentlicht. Erstmals wurde in eine Ausgabe des „Poesiealbum neu“ ein Fotozyklus aufgenommen. Der Berliner Fotokünstler Antonius, der Kontakt zur Lyrikgesellschaft seit seinem Gewinn beim Gedichtfilmwettbewerb „Tugenden & Sünden“ hält (hier erhielt er mit der Edelfeder der Waldmann KG den Preis für die besondere Handschrift), ist ein Kenner dieser Weltstadt und bietet dem Betrachter Blickwinkel fern der touristischen Abziehbilder.

„Hauptstadt der Sehnsucht. New York-Gedichte und Fotografien“ umfasst 82 Seiten und kostet 8,70 € und ist ab sofort über die E-Mail-Adresse der GZL kontakt@lyrikgesellschaft.de bestellbar, die Auslieferung erfolgt zu Beginn des neuen Jahres. Eine ausführlich Rezension der Ausgabe findet sich in der Leipziger Internetzeitung vom 26.12.2019. Eine weitere Besprechung erschien auf FIXPOETRY Wir reden über Literatur.

Die Ausgabe 2/2019 enthält Gedichte und einige Übersetzungen ins Amerikanische von

Johanna Anderka

Michael Augustin

Eva-Maria Berg

Heidi Bergmann

Hartmut Brie

Ingo Cesaro

Ulrike Diez

Siegmar Faust

Julietta Fix

Peter Frömmig

Christine Graf

Ralph Grüneberger

Gisela Hemau

Dieter Höss

Ron Horwege

Nikola Huppertz

Yehuda Hyman

Christine Kappe

Paul Alfred Kleinert

Stephan Krawczyk

Gabriele Kromer

Augusta Laar

Joanna Lisiak

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Walter Neumann

Undine Marion Pelny

Utz Rachowski

Jörg Seifert

Gabriele Stötzer

Daniel Stojek

Monika Taubitz

Holger Teschke

Martin A. Völker

Eine auf 20 Exemplare limitierte Sonderausgabe, die von Ralph Grüneberger und Antonius signiert wurde, enthält eine DVD des gemeinsamen Gedichtfilms „12. September“ sowie einen von Antonius signierten Metall-Fotoprint (Format 20 x 30 cm) und kostet 55,55 €. Die Einnahmen sollen dabei helfen, 2020 eine Präsentation dieser Ausgabe zu finanzieren. Verbindliche Bestellungen bitte ebenfalls an kontakt@lyrikgesellschaft.de richten.

Klára Hůrkovás Licht in der Manteltasche: ein Lichtblick

Licht in der Manteltasche. Gedichte

  • Veröffentlicht: 01.07.2020 · Zuletzt aktualisiert: 30.06.2020

Empfehlung des Monats · Juli 2020
von Jule Weinrot

Der neue Gedichtband von Klára Hůrková – soeben erschienen im chiliverlag – ist das erste Hardcover der Prosa- und Lyrikautorin. Während die tschechisch-deutsche Autorin sonst gerne ihren Gedichten tschechische Übersetzungen gegenüberstellt, verweilt sie diesmal ausschließlich im Deutschen.
Klára Hůrková, die neben der Übersetzung von Gegenwartslyrik gern Bilder malt und Englisch und Kunst unterrichtet, wurde 1962 in Prag geboren:
„Meine Generation ist in einem totalitären Regime aufgewachsen, und aus diesem Grund ist der Wunsch nach Freiheit und Demokratie in uns sehr stark. Wir wollen glauben, dass wir eine Wahl haben … Und viele von uns glauben auch, dass das Wort, die Literatur, eine wirksame Kraft ist, diese Werte zu verteidigen.“  –  so die Autorin in einem Interview auf dem Blog der editionfaust mit Eric Giebel, dessen eigener Gedichtband Quecksilber in Manteltaschen (Pop Verlag 2015) möglicherweise für die Autorin eine Inspiration für ihre eigene Titelgebung war.

„In 4 Kapiteln nimmt uns die Dichterin mit auf eine Reise zu verschiedenen Stationen ihres Lebens. Ankünfte, Metropolen, persönliche Begegnungen, Zwiegespräche mit Kunst und Natur, Introspektionen, Erinnerungen, Jahreszeiten, Träume – Hůrkovás Gedichte sind ein Kaleidoskop menschlicher Erfahrungen am Saum verschiedener Welten, in denen die Bedeutung des Wortes überdauert.“ – so die Verlagsbeschreibung. Hůrkovás Band entstand im ersten Quartal dieses Jahres – mitten in einer Zeit, die davon geprägt war (und immer noch ist), weltweit, europaweit, deutschlandweit aufgrund einer Virusbedrohung die Freiheiten der Bürger massiv einzuschränken. So trägt das erste Kapitel – nach dem Prolog stiftenden Gedicht „Heimkehr“ – stimmigerweise den Titel Als wir noch reisten und beginnt mit dem Jahr 1989, mit der Ankunft in Brüssel und der Abgabe von Fingerabdrücken „für das wertvollste Stück Papier“.  Es folgen das erste Treffen von „Halbschwestern“, Reisen nach New York, Schweden, Besuche in München und  Frankfurt am Main.

Im 2. Kapitel, Zwischen den Häuserzeilen, geht es um das Sesshaftwerden, um Erinnerungen, um die Stadt, Fenster, Zimmer, um das „Land / wo jeder leben will“. In Kapitel 3, Launen der Inseln, begibt sich die Dichterin wieder auf Reisen, diesmal ans Meer. „Jetzt rollt das Meer zurück / flüstert Einschlafmärchen / Seehunden und Walen ins Ohr“; Leuchttürme und Wellen, Damm und Strand, Insel und Hafen, Dünen und Nacht sowie Funde wie Das tote Tier am Strand oder Krähenfeder prägen die Bilder der Gedichte.

Krähenfeder

Ich fand eine Krähenfeder auf der Wiese
Drei weiße Pferde weideten hinterm Zaun
Dein Rücken strahlte nackt in der Sonne
wir gingen am glühenden Weizenfeld entlang

Ich hob die Feder auf

Zu Hause wollte ich damit
ein Gedicht schreiben über die Sonne
die Pferde, deinen Rücken und das Gold im Feld

Aber die Feder wehrte sich
kein Bild entstand

nur farblose Zeichen

Kapitel 4, Jahreszeiten mit Fragezeichen, wirft Fragen auf, nein, stellt Fragen in den Raum, Fragen nach der Endlichkeit, dem unaufhaltsamen Altern („Ich würde gehen / in Richtung Winter“ aus Herbst-Intermezzo; „Und ich frage, wann wir endlich / nach Hause zurückkehren“ aus Winterblau).

Unwucht (Auszug)



Im Inneren der Sterne
explodieren Wasserstoffbomben

während ich hier sitze
mit verspanntem Rücken
darüber nachdenke, wie viele Gedichte
ich meinem Alltag entreißen kann
und immer noch
die Welt verstehen möchte

Das Gedicht Mondsuchung beginnt folgendermaßen: „Wenn alle schreiben, nur du nicht …“ Klára Hůrková sagte kürzlich in einem Interview anlässlich ihrer Buchneuerscheinung der Dichterin Safiye Can: „Es macht mich glücklich, andere Menschen glücklich zu sehen, aber manchmal, wenn auch nicht oft, bin ich neidisch und eifersüchtig. Ob die Eitelkeit und Torheit irgendwann im Alter aufhören werden? Das wüsste ich gerne.“  Diese Frage beantwortet sich die Dichterin in ihrem Gedicht Zwischen Herz und Hirn quasi selbst: „Zwischen Herz und Hirn / müssen die Arterien durchlässig sein / da muss das Blut pulsieren / pünktlich wie eine U-Bahn“. Eine solche Ausgewogenheit in der „Blutversorgung“ ist oftmals ein Privileg geglückten Alterns, bei dem die Impulse des Herzens in der Kopfstube und die Vernunft des Geistes im Herz auch ankommen und Gehör finden. Den Mut aufzubringen, diesen Impulsen zu folgen, beschreibt Klára Hůrková in ihrem Gedicht Traum II, das als Wunschbild der Autorin mehr Mut im eigenen Leben herbeitsehnt und das Lyrische Ich als Löwendompteurin im Zirkus auftreten lässt:

Etwas war entfesselt
Mein eigener Mut
Kaum auszuhalten
(Auszug)

Fazit: Dieser besonders schön gestaltete Hardcoverband ist auf jeden Fall eine nähere Betrachtung wert, wenn man sowohl Autorin als auch Verlag näher kennenlernen möchte.


Klára Hůrková, Licht in der Manteltasche
Gedichte, 76 Seiten
ISBN 978-3-943292-86-2
chiliverlag 06.2020, 16,90 EUR
















Gedicht des Monats Juli 2020

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 30.06.2020

Hartmut Brie (*1943)

Zwischenmenschliches

Ein Wort gibt das andere bei Intoleranz in mieslichen Lebenslagen,
die Streitkultur der Demokratie ist ein strapaziöser Weg,
das tägliche Einerlei bietet keinen Raum für Freundschaftsdienste,
die digitale Welt ergreift Besitz vom Menschen als einem Ganzen,
das Zwischenmenschliche bleibt auf der Strecke ohne Widerspruch,
der Zeitgeist außer Gefecht in zugestellten Dunkelkammern.
Manchmal Sätze auf dem Sprung zu einem Mosaik aus Wortfeldern,
die Menschenrechte als Endprodukt noch immer in Klammern,
die Würde des Menschen ein kostbares Gut auf politischen Stelzen,
die Konflikte auf der ganzen Erde nichts als traurige Bilanzen
einer Fehlinterpretation von unmissverständlichen Regeln im Klartext,
wir streiten öffentlich um Kultur als höchstes Bildungsprivileg.

Quelle: LyrikZeit, deine zeitschrift für lyrik

Veranstaltungen unserer Mitglieder: Wiedereröffnung der „Poetenstube“ Ziegenrück

  • Veröffentlicht: 18.06.2020 · Zuletzt aktualisiert: 18.06.2020

Die Initiatoren des Kunst & Literaturhauses Ziegenrück eröffnen nach der Corona-Pause unter Auflagen wieder ihre „Poetenstube“ mit nunmehr 28 Buchausgaben, neu mit „Letzte Briefe der Soldatenfrau“, einer Personalausstellung über „Peter Meyer“, dem Opfer von STASI-Repressalien, aus dem Tatsachenroman „Falkenflug – eine verlorene Jugend in der DDR“, beide von Autorin Gisela Rein und dem Messeexponat „Jugendjahre eines Sturkopfs“, dem Roman eines Unerwünschten, sowie einer Kunstausstellung mit inzwischen 56 Objekten (Aquarell, Tempera, Collage, Linolschnitt) von Claus Irmscher.
Der Besuch der Ausstellung ist Familien/Haushalten täglich mit Coronaschutz unter Erfassung von Kontaktdaten (Punkt 1 – 9 laut OTZ vom 13. Juni 2020) möglich: Tel: 036483-20340 oder Homepage: www.ddr-zeitzeugen-rein-irmscher.de.
Eintritt: 3,00 €/Person, Kinder bis 6 Jahre frei. Gesonderte Vorträge zu genannten Themen und 30 weiteren (siehe Homepage) sollten bestellt werden.

TENTAKEL Literaturmagazin aus OWL „Spuren und Wege“ – eine „Versammlung“ fantastischer „Schreibspuren“

Tentakel Literatur Magazin Spuren und Wege, 2_2020

Empfehlung des Monats · Juni 2020
von Jule Weinrot

Als die Macher der mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannten OWL Literaturzeitschrift Tentakel die thematische Richtung festlegten, ahnten sie möglicherweise noch nicht, wie passend ihr Thema zur Mitte des Jahres im Hinblick auf das Weltgeschehen sein würde. Der ungebrochene Wille, ein Kaleidoskop nennenswerter regionaler Literatur zu sein, diese sichtbar zu machen, immer mehr auch beachtenswertes bildnerisches Gestalten aus Ostwestfalen einzubeziehen sowie auf Neuerungen und Strömungen im literarischen Geschehen der Region hinzuweisen, hat die Herausgeber*innen von ihrer bewährten Gewohnheit einer Live-Redaktionssitzung abgebracht und erstmals eine Ausgabe entstehen lassen, die ausschließlich auf virtuellem Wege zustande gekommen ist.
Dass diese Vorgehensweise dem Ergebnis keinen Abbruch tut und ein zukunftsträchtiges Procedere  ist, beweist die 2. Ausgabe des 3 x jährlich erscheinenden Literaturmagazins mit dem vielseitigen Titel „Spuren und Wege“.

Während über viele Jahre der Bielefelder Lyriker Hellmuth Opitz Teil des Redaktionsteams war, nimmt nun schon länger – neben dem Urvater (seit 1978) der Jugend schreibt-Bewegung Matthias Bronisch, dem libertären postanarchistischen Theoretiker und Lyriker Dr. Ralf Burnicki, dem langjährigen Pädagogen und Lyriker Peter Bornhöft – die Krimipreisträgerin Mechtild Borrmann (Wer das Schweigen bricht, Deutscher Krimi Preis 2012) diese Rolle ein; erweitert wurde das Team des 2007 gegründeten Literaturmagazins um die freie Journalistin und Autorin Antje Doßmann.

Redaktionsteam Tentakel: Peter Bornhöft, Mechtild Borrmann, Matthias Bronisch, Ralf Burnicki, es fehlt: Antje Doßmann
Radierung: Matthias Bronisch

Denn sicher ist: Die Region um Bielefeld und Ostwestfalen sprudelt nur so vor literarischen Talenten. So ist auch die aktuelle Ausgabe der Tentakel – apart ummantelt von 2 Radierungen des auch als bildender Künstler tätigen Schriftstellers Matthias Bronisch – dessen Fossilien ein bildnerisches Synonym für das Wort Spuren sind, seine aufsteigende Treppe auf der Rückseite des Magazins ein visuelles Äquivalent für Wege – wieder ein Stelldichein unterschiedlichster künstlerischer Multitalente, von denen einige im Hinblick auf die Pandemie 2020  bereits literarische Spuren hinterlassen.

Während Rolf Birkholz den Seuchenfrühling, nach Celan und Proust bedichtet, lässt Robin Varcoe Biggs in seinem 2020 (mit Bezug auf Wilfred Owen) das Zukunftsträchtige, das Hoffnung schürende ( „… a fast-forward / Into the future / Where we always hope …“) des „invisible enemy“ durchscheinen; Franziska Röchter schreibt von einem „Fassadenclown“, der die „pseudoallmächtige corona der schöpfung“ regiert, und der wie ein auszufüllendes Formular (ein Antrag auf Kulturförderung in Corona-Zeiten?) wirkende Text Wer bestimmt von Barbara Daiber sorgt allein mit Versatzstücken wie „wer bestimmt_____welche sätze___ wir nur leise denken oder gar nicht denken_____welcher wahrheit wir glauben______wer wichtiger ist____“ für einen mehr als aktuellen Bezug im Hinblick auf systemrelevante und informationspolitische Fragestellungen. Barbara Daiber, ebenfalls Stimme des jungen Künstlerkollektivs „lichtstreu“, ein Lyrikprojekt von Autor*innen aus Melle, Herford und Bielefeld, liefert ebenfalls die bildnerische Grundlage Organschrift für eine vierstimmige Kollektivarbeit zum Thema „Spuren und Wege“, an der neben Ralf Burnicki auch die Lyriker*in Elke Engelhardt und Lothar Flachmann beteiligt sind. Ralf Burnicki, promovierter politischer Philosoph, schreibt u.a. in seinem lyrischen Text Lesen lernen:

Kann ich nur sehen, was ich weiß
oder weiß ich nur, was ich sehe?

[…
…]
Was ist ein Weg, wenn er nicht
begangen wird?

[…
…]
Doch sprichst du vom Nichts,
blättert es neue Seiten auf
zwischen uns.
[…
…]

Neue Seiten blättert auch der Schriftsteller und Rezitator Michael Helm mit seinem verstörenden Prosastück „Die Prozedur“ auf, das bis zum Schluss durch einen stetig ansteigenden Spannungsbogen die Neugier des Lesers wachsen lässt. Nur so viel sei verraten: In Zeiten, in denen wir kontinuierlich angehalten werden, auch unseren „letzten Weg“ im Vorfeld gründlich durchzuorganisieren und bis ins Detail zu planen, ist eine Regulierungsbehörde, ein Amt mit Entscheidungsgewalt über den Zeitpunkt des Endes, nichts Unvorstellbares mehr und passt trefflich ins aktuelle Diskussionsgeschehen rund um das Virushandling. Zum Glück lässt Matthias Helm genug Spielraum für die Fantasie des Einzelnen, wie genau diese Behörde mit ihrer mysteriösen Nummernvergabe (Ziehung eines Loses?) arbeitet. Soll unser „letzter Weg“ Glückssache sein oder haben wir durch eine lückenlose, politisch korrekte Selbstverwaltung hier noch ein Wörtchen mitzureden?

Wie Lebenswege anders hätten verlaufen können, wenn … ja, wenn man sich eben „vor 23 Jahren“ anders entschieden hätte, und welche Spuren die einmal getroffene Wahl beim Individuum hinterlassen kann, beschreibt sehr berührend Katrin Brewitt in ihrem Text HALE-BOPP, der in tagebuchähnlichen Sequenzen auch zu einer Rückschau auf das eigene Leben einlädt und gleichsam eine Brücke schlägt zu Eckart Balz‘ Stillgelegte Gleise (nach dem gleichnamigen Titel seines Buches), die äußerst verdichtet anhand „junger Birken“, die aus „toten Gleisen“ sprießen, den berühmten Neuanfang verdeutlichen, der jedem Ende innewohnt.
Viola Richter-Jürgens‘ surreales Fadenspiel, aus den Zwillingsepisoden beleuchtet mit Elementen aus der Welt des Makaberen das zweischneidige Schwert des vergötterten Einzelkinddaseins in einer durch Krankheit und kindlicher Phantasie verzerrten grotesken Wahrnehmung. Ob die Autorin eine gänzlich andere literarische Intention hatte, tut der dystopischen Lesewirkung keinen Abbruch, ihre an Alice im Wunderland erinnernde langbewimperte Kussmundspinne ist jedenfalls eine der originellsten bildnerischen Spinnendarstellungen seit Langem.


Andrea Köhn, ohne Titel (I. 8/14)
Mischtechnik / Leinwand
100 x 140 cm, 2014


Kurzum: Den Herausgebern ist wieder ein äußerst abwechslungsreiches und interessantes Magazin mit wunderbaren Bildern, u.a. von der Bielefelder Künstlerin Andrea Köhn, mit lyrischen Übersetzungen aus dem Italienischen (u.a. Alfonso Gatto, September in Venedig) von Erica Natale, mit insgesamt 35 Künstlerinnen und Künstlern gelungen, das es zu entdecken gilt; und auch wenn man aufgrund der besonderen Umstände meinen könnte, dieses Jahr habe doch „eben erst“ angefangen, so zeigt Antje Doßmann (u.a. auch Chefredakteurin des jungen Online-Magazins RƎSONANZEN, Kultur in Ostwestfalen-Lippe) in ihrer „Berliner Spätsommerelegie“ Eitler Sonnenschein aufs Trefflichste poetisch, dass man unweigerlich schon an das Ende des Jahres denken muss, es aus verschiedenen Gründen vielleicht sogar herbeisehnt:

Antje Doßmann
Eitler Sonnenschein
(Auszug)


es herrscht Ende
September
in Berlin
Armut
Einwanderung
einundzwanzigstes Jahrhundert.


die Sonne steht tief
der Sommer hat schon
seinen Hut genommen
verweilt aber noch
in der Krone
auf ein Schultheiß oder zwei
und ich denke:
dieses hier ist wirklich
einer der letzten
schönen Tage                      

Um es abschließend mit den Worten Peter Bornhöfts aus seinem Text Versammlung zu sagen: „Ich sammle mich gern in meinen Sammlungen“, aber habe nicht das Gefühl, da „sogleich im schönsten Durcheinander“ zu sein, denn das von Peter Bornhöft beschriebene „fantastische Tohuwabohu“ bezieht sich u.a. auf „ein Wirrwarr unzeitgemäßer Gedanken“, auf „Kofferworte“, die „schon unterwegs“ sind, auf viktorianische Sammeltassen und antiken Trödel; was aber durchaus auch auf die neue Tentakel zutrifft, ist das Atemberaubende, der Enthusiasmus, das Sagenhafte, die Begeisterung über die Literatur und Kunst, die einen „nicht aus den Fängen“ lässt.


Tentakel Literatur Magazin
Spuren und Wege, 2_2020
ISSN  2191-690X
erhältlich im Abo 16 EUR (3 Magazine im Jahr, Porto und Versand  inklusive), Einzelexemplar 3,50 EUR
redaktion_tentakel@yahoo.de
https://www.matthias-bronisch.de/tentakel-literaturmagazin/







Gedicht des Monats Juni 2020

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 01.06.2020

Fitzgerald Kusz (*1944)

des

des gibds ned
des glabbsd ned
des derf ned woä saa
des gäihd ned in mein kubf nei
des lässd mä kann rouh
des houi kummä säing
des hammä edz dävoo
des kummd aff uns zou
des kammä ned aufhaldn
des kummd unvähoffd
des bläihd uns
des is aff amall dou


Quelle: Fitzgerald Kusz, zwedschgä, gedichte
ars vivendi Verlag 2012

Gedicht des Monats Mai 2020

  • Veröffentlicht: 01.05.2020 · Zuletzt aktualisiert: 01.05.2020

Gustav Lüder (1930-2020)

Angst

Jeden Abend,
wenn die Nacht
hereinbrach,
schlossen sie
mit großer Sorgfalt
alle Türen, alle Fenster,
und Angst
machte sich breit
unter ihnen,
jeden Abend
aufs neue.
Sie vertrauten dem
lieben Gott,
aber ihr relativ schlechtes
Gewissen ließ
sie daran zweifeln,
notfalls auf seine Hilfe
rechnen zu können.


Geboren wurde Gustav Lüder in Binder, lebte seit Jahrzehnten in Hildesheim und ist dort am 28. März 2020 verstorben. Als erfolgreicher Unternehmer hat er immer Zeit gefunden für die Literatur und besonders für die Lyrik. Im Laufe der Jahre beteiligte er sich an vielen Anthologien und hat die Arbeit der Lyrikgesellschaft immer wieder finanziell unterstützt. In späteren Jahren ist er daran gegangen, seine verstreut erschienenen Gedichte zu ordnen und zwei Romane zu veröffentlichen. 2015 ist sein Gedichtband Unzählige Fische im Engelsdorfer Verlag erschienen. Wie gern hätten wir Gustav Lüder zu seinem 90. Geburtstag gratuliert. Wir werden unser langjähriges Mitglied stets in ehrendem Gedenken behalten.

Versnetze_13: Axel Kutsch hat wieder ausgiebig gefischt

Empfehlung des Monats · Mai 2020
von Jule Weinrot


Unermüdlich zieht Axel Kutsch,  ehemaliger Redakteur des Kölner Stadt-Anzeigers, Poesieangler und -sammler aus Leidenschaft, Jahr ums Jahr Fische an Land – bekannte, neu entdeckte, bisweilen im großen Lyrikmeer gründelnde, immer aber interessante und von der ungemeinen Vielfalt und Originalität lyrischer Ausdrucksform zeugende. Sein unvoreingenommener Blick in das Kaleidoskop zeitgenössischer Verse macht dieses nach Postleitzahl und Geburtsjahr geordnete Vers-Kompendium so interessant für neugierige Tiefseetaucher auf der Suche nach Leuchtbojen.  

In diesem 13. Band der jährlich erscheinenden Reihe liest man eingangs in einem Interview mit dem Herausgeber, dass dieser „Wert darauf“ legt, „ein weites Feld unterschiedlicher Schreibweisen unserer heutigen Lyrik, die oft individuell ist, auszubreiten.“  Axel Kutsch verweist auf zwei „Lager“ in der Lyrik, das der konventionellen Dichter und das der „abgefahren“ experimentellen, unorthodoxen, progressiven, die jeweils manchmal ihre vermeintlich vorrangige Daseinsberechtigung zu verteidigen suchen. Der Herausgeber verteidigt seine Auswahl von Texten aus beiden Lagern und ist sich der Sperrigkeit und prosaischen Nähe mancher Texte sehr bewusst.

Auch  hat er sehr gute Gründe, seine Vernetze nicht allzu forciert auszulesen. „Insider“ würden von über tausend Verfassern nennenswerter Lyrik im deutschen Sprachraum ausgehen. In der aktuellen Ausgabe der Versnetze sind 250 Autor*innen enthalten – etliche Mitglieder der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik haben übrigens auch Eingang gefunden. Insofern müsse ein abgerundetes Bild zeitgenössischer deutschsprachiger Lyrik durch die Lektüre anderer Gedicht-Anthologien ergänzt werden [Anm. d. Verf.:  In diesem Zusammenhang sei natürlich auch auf das thematisch sehr weit gefächterte Poesiealbum neu, edition kunst & dichtung, der Lyrikgesellschaft verwiesen].

Worüber schreiben zeitgenössische Dichter, gibt es regionale Unterschiede? Eine in aller Kürze schwer zu beantwortende Frage. Man wird keinem Text gerecht, wenn man einen anderen nennt. Jedem Lyrikliebhaber sei angeraten, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und Deutschland samt kleinem „Grenzverkehr“ poetisch zu durchqueren und zu erkunden. Wundern wird man sich hier und  da, z.B. über neu angeschlagene Töne, wie man sie bislang von manch einem Dichter so nicht kannte, über luftige Verse und knäuelhaft ineinander Verwobenes, über Anschauliches und Abstraktes, Realsprache und Vergeistigtes, über Texte, die aus sich selbst heraus existieren und solche, die eine Anhäufung von Anspielungen sind.



Gerade jetzt, aktuell, wo viele Menschen doch mehr Zeit zu haben scheinen, bietet diese Anthologie, deren Beiträge vor der Auswahl laut Herausgeber mehrmals gelesen wurden und die vom Verlag Ralf Liebe in geradezu liebevoller handwerklicher Tradition gesetzt und auf alterungsbeständigem Werkdruckpapier von Fedregoni aus Italien gedruckt wurde und somit aus allen bekannten Kompendien ziemlich heraussticht,  eine sehr gute Möglichkeit, in das Abenteuer Lyrik einzusteigen. Und mit viel Glück erhält man vielleicht bei einer Verlagsbestellung noch echte „Landpresse“ – Nachrichten aus dem Verlag Ralf Liebe dazu, die allein haben ja schon Sammelwert.



Versnetze_13
Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart
Herausgegeben von Axel Kutsch
Verlag Ralf Liebe
978-3-948682-02-6
359 Seiten, EUR 25,00

Der „Soli“ für die Kultur

  • Veröffentlicht: 11.04.2020 · Zuletzt aktualisiert: 11.05.2020

Einzelne Mitglieder der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. unterstützen dankenswerterweise die Initiative des Leipziger Kulturbüros Grote & Thomas, die den „Leipziger Kulturfallschirm“ aufgespannt haben und noch bis zum 20. April 2020 um Spenden bitten: https://www.startnext.com/leipziger-kulturfallschirm

in finanzieller Weise und die Lyrikgesellschaft selbst mit einer Sachspende, die als „Dankeschöns“ an Spender/innen gehen wird. Außerdem unterstützt eine Reihe prominenter Schriftsteller aus Leipzig bzw. Autoren, die sich mit Leipzig verbunden fühlen, den „Kulturfallschirm“ mit signierten Büchern, um die Spender zum Format „Das gute Buch“ einzuladen, was erfreulicherweise viel Widerhall gefunden hat.

Alles in allem wird somit gewiss ein Tausender in den Spendentopf kommen – und wer sich hier noch finanziell beteiligen möchte, ist herzlich eingeladen und ermuntert. Jeder 5-Euro-Schein hilft, und für 10 Euro wird einem eine „virtuelle Umarmung“ zuteil.

Helfen kann die Politik in Kommune, Land und Bund zudem SOFORT, ohne dass es einen Cent kostet, indem sie bereits für das Jahr 2020 bewilligte Projektfördergelder nicht wie üblich an das laufende Geschäftsjahr bindet, sondern prinzipiell auch nach dem 31. Dezember weiter zur Verfügung stellt – mindestens bis Mitte 2021. Den etwa 50 Mitwirkende an unseren bislang 12 abgesagten Veranstaltungen käme das unmittelbar zugute und würde gleichermaßen auch eine Wertschätzung bedeuten.

Mein Vorschlag ist der: Den „Soli“, sprich Solidaritätszuschlag auf die Einkommenssteuer, den die Politik demnächst für einen Großteil der Steuerzahler abschaffen will, beizubehalten und fortan in einen Pool fließen lassen, aus dem jenen Freiberuflern und Selbständigen, die von der Corona-Krise betroffen sind, ein monatliches Grundeinkommen von 1.200 € bezahlt wird, das einzig an die Bedingung geknüpft sein sollte, ihre kreative Arbeit/Mitarbeit der Gesellschaft weiterhin anzubieten.

Kommen wir jetzt erst einmal gemeinsam über Ostern und sammeln neuen Mut.

Viel Gesundheit Ihnen allesamt, und rücken wir symbolisch zusammen, dass wir es für die Zeit DANACH nicht verlernt haben.

11. April 2020

Ralph Grüneberger

Wegmarken eines Großmeisters. Hans Magnus Enzensberger, Gedichte 1950 – 2020

  • Veröffentlicht: 01.04.2020 · Zuletzt aktualisiert: 29.03.2020

Empfehlung des Monats · April 2020
von Wolfgang Braune-Steininger

Hans Magnus Enzensberger (*1929) ist nach dem Tod von Günter Kunert der letzte verbliebene Großmeister deutschsprachiger Nachkriegslyrik. Seitdem er 1957 mit dem Gedichtband Verteidigung der Wölfe debütierte, bekam er auch schon  von Literaturwissenschaft und Kritik gleichermaßen einen Spitzenplatz unter  den zeitgenössischen Poeten zugewiesen, der seither auch nie in Frage gestellt wurde.   

Mit dem aktionspolitischen Impetus von Bertolt Brecht und der poetischen Variabilität von Gottfried Benn schuf  er Gedichte, deren Wortefundus aus den teilweise verschiedensten Sprachbereichen stammen. Besonders originell sind seine Entlehnungen aus dem Medien- und Kommunikationsbereich. So ist ein Gedicht mit  An alle Fernsprechteilnehmer überschrieben, ein anderes  wiederum mit Kein Anschluß unter dieser Nummer.  

Was Enzensberger seit seinem ersten Auftreten mit Bestimmtheit in die Lyrikgeschichte einziehen ließ, war seine souverän-virtuose textinterne Verwendung und Auseinandersetzung mit der Literaturgeschichte verschiedener Länder und Epochen. Auf kaum einen Literaten wie ihn trifft die Kennzeichnung Poeta doctus – gelehrter Dichter – zu. So ist etwa das aus dem Mittelhochdeutschen kommende zweite Tagelied von Wolfram von Eschenbach die intertextuelle Bezugsgröße zum Eröffnungsgedicht des Bandes: Utopia.

Außerdem hatte Enzensberger schon früh die Position eines öffentlichen Intellektuellen inne, der sich über seine literarische Produktion hinaus noch  zu tagespolitischen Fragen äußert. So erregten seine kritischen Essays über den Spiegel (1957), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (1962)  und die transnationale Migration – Die große Wanderung (1992) – großes Aufsehen.       

Essayistische Züge tragen auch viele von Enzensbergers Gedichten, in denen nahezu jedes lyrische Genre vertreten ist. Besondere Verdienste erwarb er sich um das Personengedicht. Der 1975  erschienene Lyrikband Mausoleum. Siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts enthält ausschließlich personenzentrierte Gedichte. Für den vorliegenden Band wählte Enzensberger u.a. die lyrischen Personenstudien über Machiavelli, Bakunin und  Che Guevara aus, wobei über letzteren gesagt wird, dass er „Ein zarter Versager, Fraß für Geheimdienste“ (S. 88) gewesen sei. Ein lyrisches Porträt beschließt auch Enzensbergers  Gedichtauswahl aus siebzig Jahren, nämlich das mit Der Triumph war seine Sache nicht  überschriebene biografische Bildnis von Joseph Haydn.

Besonders aussageintensiv ist  die porträtlyrische Skizze von Eichendorff, die auch ein nachhaltiges Statement zur ‚Haltbarkeit‘ romantischer Poesie in Zeiten des kulturellen und politischen Wandels ist (S. 182):




Hans Magnus Enzensberger, Gedichte 1950 – 2020
Suhrkamp Verlag Berlin 2019 (suhrkamp taschenbuch 5015) 
ISBN: 978-3-518-47013-8       
238 Seiten, 14 Euro

Gedicht des Monats April 2020

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 31.03.2020

Dieter Höss (1935-2020)

Alles drin

Fragt nach Fehlern nicht,
fragt nach Tugenden –
und alles wird gut:

Aus Sturheit
wird Standhaftigkeit.

Aus Grobheit
wird Aufrichtigkeit.

Und aus Unverschämtheit
wird Mut.

Quelle: Poesiealbum neu „Tugenden & Sünden“, Leipzig 2016
Tugenden & Sünden

Am 11. März 2020 ist unser langjähriges Mitglied verstorben. Wir hätten ihm so gern noch am „(Nach-)Welttag der Poesie 2020“ in Köln eine Bühne geboten und werden ihn und seine Lyrik in Erinnerung behalten.

Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.