Resonanzen. Lyrik & Wissenschaft

Poesiealbum neu Resonanzen

Titelbild unter Verwendung einer Farbgrafik
von Hans-Joachim Schwarz

  • Veröffentlicht: 02.04.2017 · Zuletzt aktualisiert: 28.08.2017

Das Poesiealbum neu 1/2017 ist erschienen

Eingeladen, die Auseinandersetzung mit Denkweisen der Naturwissenschaften und mit Lebensentwürfen von Naturwissenschaftler/innen zu thematisieren, das Zurechtfinden in technisch-naturwissenschaftlich veränderten Umwelten sowie die Diskrepanz zwischen Sinnbedürfnis und technischer Zurichtung von Welt darzustellen,  war der Zuspruch so groß, dass erneut ein Doppelheft entstanden ist. Da sich das seit 2007 erscheinende „Poesiealbum neu“ nicht zu den in Sachsen geförderten Literaturzeitschriften zählen darf, ist dieser größere Umfang vor allem der Universität Bremen zu danken, deren Anregung und Mitwirkung diese Ausgabe ermöglicht hat.
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Ausschreibung Gedichtfilme zu „Tugenden & Sünden“

  • Veröffentlicht: 03.03.2017 · Zuletzt aktualisiert: 28.08.2017

Für den Zeitraum 1. März bis 15. August 2017 (Poststempel) schreibt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik ihren 3. Gedichtfilm-Wettbewerb aus. Eingeladen sind Filmemacherinnen und  -macher, Videokünstlerinnen und -künstler sowie Laien aller Couleur, aller Länder und jeden Alters, sich mit bis zu zwei Gedichtfilmen an diesem Wettbewerb zu beteiligen. Neben den Hauptpreisen werden spezielle Preise an Einsender/innen unter 18 Jahre bzw. aus der Region vergeben.
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Die Sonderausgabe „Tugenden & Sünden“ mit dem gleichnamigen Hörbuch ist ab sofort lieferbar!

Tugenden & Sünden

Poesiealbum neu: "Tugenden & Sünden"
Titelbild: Rosa Loy / © VG Bild-Kunst

  • Veröffentlicht: 07.01.2017 · Zuletzt aktualisiert: 05.03.2017

Posesiealbum neu, Ausgabe 2/2016, Edtion kunst & dichtung, Leipzig 2016,
68 S. plus Hörbuch,
Ladenpreis 12,80 €

Eine bis fast auf die letzte Sekunde gefüllte CD vereint 87 der 91 Gedichte der Printausgabe. Da das Projekt bekanntermaßen keine Landesförderung erfahren hat, konnten wir uns leider nicht für 120-140 Beiträge aus den über 1.000 Einsendungen entscheiden und auch das Hörbuch nicht wie erhofft in Form zweier Audio-CDs herstellen. Froh und dankbar sind wir, dass die aufgebrachten Spenden es uns überhaupt ermöglicht haben, ein Doppelheft UND eine CD herzustellen. Wir danken allen Unterstützerinnen und Unterstützern aus dem Jahre 2016 ganz herzlich; siehe dazu den entsprechenden Beitrag, der die Namen der Spenderinnen und Spender aufzeigt.
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Gelobtes Land

  • Veröffentlicht: 01.10.2017 · Zuletzt aktualisiert: 31.08.2017

Franziska Beyer-Lallauret (*1977)

Gelobtes Land

Wir leben hier
Unter den Einflugschneisen
Der Wildgänse

Wenn’s donnert
Wähnen wir Flügelschläge
Vom Vogelgott

Nicht weit von hier
Ragen muntere Reiher aus Gras
Narben zwischen den Schachbrett

Blumen im Frühjahr
Wenn der ungebändigte Fluss
Aus den Wiesen läuft

Angstlos watscheln hier
Die Grünköpfigen
Über den Parkplatz die Straße

Schwimmen ungestraft
Auf dem unnatürlich blauen
Poolspiegel der Nachbarn

 

Quelle:
„Tugenden & Sünden. Gedichte“
„Poesiealbum neu“ der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2016

Esther Ackermann: Die Hand hinein – ortelyrik

Esther Ackermann, Die Hand hinein, ortelyrik, 2016

  • Veröffentlicht: 30.09.2017 · Zuletzt aktualisiert: 01.10.2017

Empfehlung des Monats · Oktober 2017
von Franziska Röchter

Franziska Röchter

 

 

 

 

 

Wahrheitssuche & Wahrhaftigkeit mittels Lyrik
Esther Ackermanns Debüt im orte Verlag

Der Name Bocca della Verità wurde erstmals 1485 urkundlich erwähnt. Es handelt sich bei diesem „Mund der Wahrheit“ um ein scheibenförmiges Relief, das an der linken Schmalseite in der Säulenvorhalle der römischen Kirche Santa Maria in Cosmedin angebracht ist. Verschiedene Abbildungen dieses Reliefs wirken auf mich, um ehrlich zu sein, etwas gruselig.


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Zwischenruf des Vorstands

Vor etwa 65 Jahren schrieb Eugen Gomringer das Gedicht „avenidas„, seit 2011 ziert der Text die Südfassade der Berliner Alice-Salomon-Hochschule. Studierende dieser Einrichtung beklagen in diesem Jahr, das Gedicht sei sexistisch, und fordern die Entfernung der Bemalung.
Als Lyrikgesellschaft kann es uns freuen, wenn Gedichtinterpretationen zu Schlagzeilenthemen werden, zeigt es doch, dass eine maximal verknappte Aussage durch ihre Unschärfe oder ihre verdichtete Komplexität den besten Nährboden für einen gesellschaftlichen Diskurs liefern kann. Derartige Anstöße zur Auseinandersetzung lieferten in diesem Jahr nur politische Tweets. Im Gedicht kommt aber die besondere Rolle der Offenheit des Wortes zum Tragen, die Unverschämtheit seines Gebrauchs und die wertvolle Deutungsspannbreite. Die Diskussion über den somit – in vielerlei Hinsicht möglichen – Inhalt eines Gedichts ist das Beste, was Poeten erzielen können, also das Streiten der Leser über Sinn, Unsinn und Hintersinn, über viele Antworten auf eine selbst nur eventuell gestellte Frage.
Mit ihrer Forderung nach Übermalung brechen die Petenten die Diskussion jedoch ab, sie bringen das Reden über das Schreiben zum Schweigen. Sie legimitieren die Unterdrückung von Aussagen, die nicht notwendigerweise eine bestimmte Meinung transportieren, sondern allenfalls eine bestimmte Deutung zulassen, von der man sich verletzt fühlen könnte. Das Ausblenden, das Übertünchen einer in sich vielfältigen, interpretationsoffenen Poesie wäre ein schlechtes Signal für unsere offene, streitbare Kultur.
Eugen Gomringer, den wir 2015 als Ehrengast zu unseren „Tagen der Poesie in Sachsen“ in Zwickau begrüßen durften, hat in „avenidas“ keine Festlegung getroffen, welches Geschlecht als Akteur oder als passives Motiv fungiert. Er lässt offen, wie viel Ehrung in Bewunderung und wie viel Kalkül in Schönheit liegen kann. Diese Offenheit ist der Schatz unserer Gesellschaft und der unschätzbare Wert der Poesie.

Erstickte Zeit

  • Veröffentlicht: 01.09.2017 · Zuletzt aktualisiert: 31.08.2017

Evelyn von Wietersheim (*1923)

Erstickte Zeit
            (meinem Vater)

Da ist nichts, was dich halten kann.
Die Wärme flieht
In Luft gerinnt ein Fremdes
Greift sich dein Gesicht
Verteidigt Augen, Nase, deinen Mund
Erstickt die Zeit
Kalkweiß.

Stoßweiser Atem gibt dein Leben her –
Ein Fingerzucken
Blinzeln, Schweiß
Die Blume, dir aufs Bett gelegt
Kein Zeichen
Daß du sie noch kennst
Und mich.

 

Quelle:
„Tugenden & Sünden. Gedichte“
„Poesiealbum neu der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2016

Jutta Pillat: die aus der kälte kommen. portraitgedichte

Jutta Pillat, die aus der kälte kommen. portraitgedichte

Empfehlung des Monats · September 2017
von Urte Skaliks

 

 

 

Von Dr. Jutta Pillat aus Leipzig, deren kunstreiche Sprachspielerein u.a. in „Nonsens oder was?“ und „Süßholz raspeln“ ihre Liebhaber gefunden haben und die auch lockere Schreib-Workshops anbietet, ist kürzlich ein überraschendes Gedichtbändchen mit ganz anderer Thematik erschienen.
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„Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“ – die Autorinnen und Autoren aus 6 Ländern

  • Veröffentlicht: 27.08.2017 · Zuletzt aktualisiert: 22.09.2017

Poesiealbum neu: „Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“

Pflanzen, sie ernähren uns, sie schmücken uns, sie schützen
und behausen uns, sie kleiden und heilen uns – und sie töten uns.
Es ist also unabdingbar, den Pflanzen in Gedichtform zu huldigen.
Das formulieren auf ihre Weise diese 154 Autorinnen und Autoren
der „Poesiealbum neu“-Ausgabe 2/2017:

Esther Ackermann

Johanna Anderka

Cornelia Arbaoui

Franziska Arnold

Michael Augustin

Veit Baer

Willi Bartlog

Dirk-Uwe Becker

Gisela Becker-Berens

Eva-Maria Berg

Heidi Bergmann

Silke Berke

Franziska Beyer-Lallauret

Sujata Bhatt

Katrin Bibiella

Marlies Blauth

Verena Blecher

Detlev Block

Johannes Bobrowski

Thomas Böhme

Volker Braun

Hans Dietrich Bruhn

Inge Buck

Renate Buddensiek

Gudula Budke

Christian W. Burbach

Ulrike Diez

Wiebke Drucker

Nora Dubach

Katharina Düwel

Eva von der Dunk

Cornelia Eichner

Raoul Eisele

Eckhard Erxleben

Patricia Falkenburg

Beate Fischer

Frederike Frei

Ina Barbara Gille

Johann Wolfgang von Goethe

Joachim Gräber

Christine Graf

Reinhard Gröper

Mathias Groll

Ralph Grüneberger

Alice Grünfelder

Gudrun Güth

Christel Guhde

Ursula Haas

Irina Habalik:

Monika Hähnel

Tobias Hainer

Johanna Hansen

Christine Hansmann

Gisela Hemau

Manfred Peter Hein

Stefan Heyer

Jörg Hirsch

Dieter Höss

Nikola Huppertz

Claus Irmscher

JE

Markus Manfred Jung

Stefan Kabisch

Christine Kappe

Harald Kappel

Gerd Kehrer

Stefanie Kemper

Bastian Kienitz

Sarah Kirsch

Jörg Kleemann

Gisela Kohl-Eppelt

Monika Kühn

Christoph Kuhn

Annegret Kunath

Karin Lichtenberger-Eberling

Regine Lischka

Birgit Littmann

Hartmut Löscher

Eva Lübbe

Britta Lübbers

Gustav Lüder

Ilona Lütkemeyer

Salean A. Maiwald

Steffen Marciniak

Gabriele Matthes

Georg Maurer

Olivér Meiser

Karola Meling

Ingrid Miller

Manfred Moll

Andreas Müller

Christoph Müller

Susanne Birgit Müller

Christina Müller-Gutowski

Anne Müllerschön

Julia Nakotte

Erica Natale

Susanne Neuffer

Walter Neumann

Ingrid Niegel

Klaus Nührig

Claudia Oblok

Jutta v. Ochsenstein

Ute Paul

Jutta Pillat

Judith-Katja Raab

Helga Rahn

Lutz Rathenow

Rainer Rebscher

Markus Reichhart

Andreas Reimann

Gisela Rein

Marianne Rieger

Joachim Ringelnatz

Wolfgang Rischer

Franziska Röchter

Andreas-Wolfgang Rohr

Mike Rother

Wendel Schäfer

André Schinkel

Laura Schmidt-Niederhoff

Wolfdietrich Schnurre

Maren Schönfeld

Christina Schößler

Alfred Schreiber

Anneliese Schreier

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Ernst Schulze

Jörg Seifert

Ju Sobing

Gerhard A. Spiller

Michael Spyra

Werner Stangl

Andrea Lydia Stenzel

Carsten Stephan

Wolfgang Stock

Heidrun Stödtler

Ulrich Straeter

Magnus Tautz

Steffen Thiemann

Angelika Tonner

Gabriele Trinckler

Martin A. Völker

Walther von der Vogelweide

Simone Voß

Andreas Wachweger

Jutta Weber-Bock

Rainer Wedler

Norbert Weiß

Wolf Wiechert

Evelyn von Wietersheim

Kristin Wolz

Jürgen Flenker

Die Ausgabe erscheint als Dreifachheft (112 S.) Ende Oktober 2017, Preis 7,80 €
Auslieferung an Abonnenten im November 2017.
Heft-Premiere am 27. Oktober 2017, 18 Uhr, im Botanischen Garten
der Universität Leipzig, Linnéstraße 1.
Kartenvorverkauf ab 2.10.2017 vor Ort (Kasse).
Verbindliche Reservierungen an kontakt@lyrikgesellschaft.de

 

Titelbild unter Einbeziehung des Gemäldes „KönigsNacht“ von Verena Landau.

Verena Landau:  in_sight   /   18. November 2017 — 6. Januar 2018
Galerie Josef Filipp, Leipzig, Spinnereistraße 7   www.filipp-galerie.com
Eröffnung: Samstag, 18. November, 18 — 21 Uhr

„Bei der Malerei KönigsNacht handelt es sich um die Erinnerung an
einen Besuch im Botanischen Garten der Universität Leipzig
zur Blüte der Kakteenpflanze »Königin der Nacht« (Selenicereus grandiflorus).
Der Mann mit der Kamera ist der Leipziger Designer und Künstler Jo Zarth.
Was fotografiert er hier eigentlich?“

in_sight kreist um Orte, an denen etwas präsentiert wird und Situationen, in denen sich etwas präsentiert. Es handelt sich im weitesten Sinne um Ausstellungsräume: Dazu gehören museale Räume, Werbeflächen im öffentlichen Raum wie auch Landschaften, in denen ein vergangenes oder zukünftiges Ereignis inszeniert wird. Ich fokussiere die Beziehungen der Personen zu den präsentierten Objekten und zu den sich präsentierenden Erscheinungen sowie die Beziehungen der Personen untereinander. Figuren, die mit ihrer eigenen Wahrnehmung beschäftigt zu sein scheinen, nehmen sich gegenseitig beim Wahrnehmen wahr, beobachten sich. Mich interessiert die Spannung, die atmosphärisch im Raum entsteht. Diesen Atmosphären spüre ich in meiner Malerei nach.

Meine Vorbilder sind Schnappschüsse, die überwiegend auf Reisen entstehen. Ich eigne mir die fotografischen Bilder zunächst durch Übermalung und/oder digitale Bildbearbeitung an. In der malerischen Übersetzung untersuche ich die Bilder auf ihren Gehalt: Im Prozess der Malens verändern oder intensivieren sich die Subjekt-Objekt-Beziehungen der Figuren, Gegenstände und Räume. Bisweilen entdecke ich durch den Malprozess andere Bedeutungsebenen der Szenen – es entstehen Irritationen, die nicht planbar sind. Es kommt zu einer Auflösung, Figuren und Gegenstände durchdringen sich. Mich interessiert das Uneindeutige, das nur im Medium Malerei Spuren dieser Art hinterlässt.

Verena Landau studierte Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig / seit dem Diplom im Jahr 1999 arbeitet sie freischaffend in Leipzig und ist mit kontextbezogenen Malerei-Projekten in regionalen und internationalen Ausstellungen präsent / seit 2002 arbeitet sie künstlerische Leiterin von interkulturellen Fachkräfteaustauschen und Jugendbegegnungen (u.a. in Frankreich, Israel, Slowakei, Baltikum, Rumänien), im Jahr 2003 erhielt sie ein Stipendium der Sparkassen Kulturstiftung Hessen-Thüringen, seit 2008 ist sie künstlerische Mitarbeiterin am Institut für Kunstpädagogik der Universität Leipzig in der Abteilung Praxis der bildenden Kunst / seit 2015 leitet sie Kurse an der Kunstakademie Bad Reichenhall / 2017 Leitung von kunstpädagogischen Workshops der New Century Culture in Beijing und Shanghai (China) / zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen, u.a.: Galerie für Zeitgenössische Kunst, Leipzig, Grassi Museum Leipzig, Deutsches Historisches Museum Berlin, Museum Krolikarnia-Palais, Warschau (Polen), Muzeul de Artă, Timisoara (Rumänien), School of Visual Arts, New York City, Westport Arts Center, Westport (USA) // www.verenalandau.de

 

Fremdlinge aus den Anden

  • Veröffentlicht: 01.08.2017 · Zuletzt aktualisiert: 01.08.2017

Elisabeth Hackel (1924-2014)

Fremdlinge aus den Anden

Die Sonnenblumen neigen sich
Immer tiefer in den Herbst –
Die Fremden aus den Anden
Spiegelten mir Licht
und meinem Inkatraum
einen Sommer lang –

Weite Reise
Von Erdteil zu Erdteil
vom Kondor über den Bergen
zu den Krähen in meiner Stadt.

Vielleicht kam der erste Kern
zufällig über das Meer
im Lehm an der Schuhsohle
eines Matrosen.

Die Sonnenblume neigt sich
Immer tiefer in den Herbst
Vogelfrei
Auf meinem Balkon.

Quelle:
„Texte gegen Intoleranz“
„Poesiealbum neu der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2008

„Überall können wir singen“ – postpoetry.nrw

postpoetry.nrw, Poesiebotschaften aus fünf Wettbewerbsjahren, herausgegeben von Monika Littau

  • Veröffentlicht: 31.07.2017 · Zuletzt aktualisiert: 29.08.2017

Empfehlung des Monats · August 2017

Maren Schönfeld (c) G. v. d. Kammer

von Maren Schönfeld

 

Hamburg ist wirklich eine schöne Stadt und ich lebe unheimlich gern hier. Aber seit ich von dem Projekt postpoetry.nrw gehört habe, überlege ich doch, meinen Wohnsitz nach Nordrhein-Westfalen zu verlegen, damit ich da mitmachen kann. „Poesiebotschaften aus fünf Wettbewerbsjahren“, herausgegeben von Monika Littau, ist ein Lesebuch mit Gedichten der Preisträgerinnen und Preisträger aus den Jahren 2010 bis 2014. Aber was ist das eigentlich für ein Wettbewerb?
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alles fürs glück

  • Veröffentlicht: 06.07.2017 · Zuletzt aktualisiert: 06.07.2017

Jutta Pillat (*1943)

alles fürs glück

viel hat er erreicht, der rechtsanwalt Dr. jur.
ein erstes einwohnerverzeichnis,
die armenordnung und stadtbeleuchtung,
das mittelalterliche taxi der sänftenträger-company.

gut eingeheiratet hat er
der Kurfürstlich Sächsische Appellationsrat.
die mitgift 30.000 goldmark.
acht kinder. alles fürs glück.

das palais am Brühl verschlingt viel.
für feste, kunst und pracht
macht er schulden.

1705 war alles aus für Franz Conrad Romanus.
August der Starke lässt ihn
gefangen nehmen

wegen renommiersucht, steuerhinterziehung
und fälschung.
einundvierzig Jahre verblieb er
auf der festung Königstein.

 

Quelle:
„Konsum & Kommerz“. Gedichte;
„Poesiealbum neu der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.,
ausgewählt u. herausgegeben von Ralph Grüneberger, Leipzig 2011

Peter Bornhöft: Auf Leben und Tod

Peter Bornhöft, Auf Leben und Tod

  • Veröffentlicht: 30.06.2017 · Zuletzt aktualisiert: 29.08.2017

Empfehlung des Monats · Juli 2017
von Urte Skaliks 

Ich komme überhaupt nicht aus dem Staunen heraus.

Das ist selten. Ich komme beim Lesen überhaupt nicht aus dem Staunen heraus. Und möchte am liebsten immer nur zitieren und das Büchlein sofort einem Freund schicken.

Aber ich versuche, zuerst etwas über die Gedichte zu sagen.
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