“Fahren & Gefahren. Gedichte zur Automobilität” erschienen

  • Veröffentlicht: 19.05.2021 · Zuletzt aktualisiert: 26.07.2021

Die Auswahl für die Ausgabe des Poesiealbum neu 1/2021 mit dem Titel “Fahren und Gefahren. Gedichte zur Automobilität” ist erschienen und umfasst neben dem Interview “7 Fragen zur Lyrik” mit Franziska Beyer-Lallauret 53 Gedichte von ebenso vielen Autorinnen und Autoren aus vier Ländern (D, A, CH, F).

Die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe:

Manfred Ach

Gerd Adloff

Johanna Anderka

Danilo Art-Merbitz

Michael Augustin

Franziska Bauer

Heinrich Beindorf

Franziska Beyer-Lallauret

Kurt Blessing

Friederike Bloch

Georg Oswald Cott

Daniela Daub

Erika Dietrich-Kämpf

Ulrike Diez

Wolfgang Franke

Yvan Goll

Ralph Grüneberger

Nora Hanßen

Torsten Herbert Himstedt

Gerald Jatzek

jottpeh

Stefan Kabisch

Manfred Klenk

Anton G. Leitner

Bettina Ludwig

Britta Lübbers

Anne Mai

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Klaus Nührig

Johann Peter

Erich Pfefferlen

Ralf Preusker

Eggert Raab

Rainer Rebscher

Marianne Rieger

Joachim Ringelnatz

Ralf Rodrigues da Silva

syna saïs

Barbara Schaffeld

Gert Schmidt

Axel Schöpp

Ulrich Schröder

Roswitha Charlotte Schwenk

Hellmut Seiler

Rüdiger Stüwe

Jürgen Theobaldy

Dieter Treeck

Marco Trotta

Karin Unkrig

Peter Wawerzinek

Rainer Wedler

Kai Willig

Das Titelbild wurde unter Einbeziehung des Gemäldes von Sighard Gille mit dem Titel “Autofahrer” (1973) gestaltet.

Die Premiere dieser Ausgabe findet am 14. August 2021 in Leipzig statt (s. Veranstaltungen). Die Auslieferung wird ab Anfang/Mitte Juli erfolgen. Verbindliche Bestellung richten Sie bitte mit Angabe Ihrer Anschrift an: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Umfang 64 S.

Broschur / Ladenbruttopreis 6,50 €

Poesiealbum neu »Was wir wollen. Gedichte«

  • Veröffentlicht: 16.01.2021 · Zuletzt aktualisiert: 16.01.2021

Ausschreibung für die Spätherbstausgabe 2021 der Zeitschrift »Poesiealbum neu« im 15. und letzten Erscheinungsjahr.

»Ein Wollen ist das unmittelbare Bewußtsein der Wirksamkeit einer unserer inneren Naturkräfte.«  Johann Gottlieb Fichte

Was wollen wir? Wir wollen unsere Meinung sagen und dafür Gehör finden. Wir wollen veröffentlichen. Wir wollen gelesen werden. Wir wollen Erfolg haben, Anerkennung, zu mindestens Aufmerksamkeit erzielen. Zunächst aber wollen wir raus aus der Pandemie und unsere Freiheit zurück. Wir wollen wieder ungezwungen Freunde treffen, Cafés, Restaurants und die Familie besuchen, ins Kino gehen, ins Theater, zu Lesungen und Konzerten, wollen Ausflüge und Reisen unternehmen, mit anderen Sport treiben, Zeit in Museen, Galerien und Bibliotheken verbringen. Und wir wollen endlich wieder Friseurgespräche. Wir wollen Netz und wir wollen WLAN.  Die (jungen) Eltern unter uns wollen nicht länger Schule und/oder Kindergarten ersetzen müssen und dem provisorischen Arbeitsplatz am Küchentisch entfliehen.

Wir wollen Schokolade und kein Übergewicht, wollen uns gesund ernähren und gesund bleiben. Wir wollen das Tierwohl achten und unsere Mutter Erde nicht vergiften. Selbstverständlich wollen wir mehr als ein Dach über dem Kopf, wir wollen Wohn-Raum und diesen so komfortabel wie möglich, aber am besten mit viel Wärmedämmung und wenig Ressourcenverbrauch. Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen nicht, dass jemand auf unserem Parkplatz steht. Wir wollen gleiche Bildungschancen für alle. Wir wollen, dass kein Mädchen zwangsverheiratet wird, wollen keine Kindersoldaten und keine Kinderarbeit. Wir wollen »Brot für die Welt« und werfen dennoch Lebensmittel weg. Wir wollen nicht, dass Flüchtlinge hungern und frieren. Aber wer von uns, will mit ihnen tauschen? Wir wollen noch zig andere Sachen, die nur wir kennen, »des Menschen Himmelreich«. »Wo ein Wille ist, da ist ein Weg«, heißt eine Redensart. »Der Weg ist das Ziel«, heißt eine andere. Ein Trost womöglich, dass nur selten wir es sind, die den Weg tatsächlich auch bestimmen.

Im Zeitraum 15. Januar bis 15. Mai 2021 (Poststempel) lädt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL) Autorinnen und Autoren jeden Alters und unabhängig von der Art und Anzahl bisheriger Veröffentlichungen dazu ein, bis zu drei bislang unveröffentlichte Gedichte in deutscher Sprache zum Thema»Unser Willen, unser Wollen« in zweifacher Ausführung als Briefpost einzusenden.

Unaufgeforderte Zusendungen per E-Mail-Anhang werden nicht geöffnet. Das einzelne Gedicht sollte eine Länge von 35 Zeilen (inklusive Titel, Verfassername, Leerzeilen) nicht überschreiten und dem Layout unserer Zeitschrift entsprechen (Zeilenlänge beachten!).

Hinzuzufügen sind eine Kurz-Vita plus aktueller E-Mail-Adresse, die Erklärung, dass der kostenfreie Abdruck erlaubt wird, und die Zustimmung, dass die persönlichen Daten, die allein für den Zweck der Kommunikation und Registration Verwendung finden und keinesfalls an Dritte weitergegeben werden, gespeichert und für eine Veröffentlichung (Ankündigung) auf unserer Webseite verwendet werden dürfen.

Verzichten Sie bitte auf Einsendungen per Einschreiben; wir haben nicht die Kapazität, diese vom Postamt abzuholen.

Die Rechte an den Gedichten bleiben beim Verfasser bzw. bei der Verfasserin.

Auf Wunsch senden wir gern ein Probeexemplar zum Kennenlernen unseres Mediums zu. Die bisherigen Themen sind hier zu finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Poesiealbum_neu

Die Preise liegen je nach Ausgabe zwischen 4,80 € und 8,70 € und werden auf Anfrage gern mitgeteilt. Bitte beachten Sie, dass nicht mehr alle Titel lieferbar sind.

Kommt ein Gedicht für die Veröffentlichung in Betracht, setzt sich das »Poesiealbum neu«-Team mit der Autorin/dem Autor in Verbindung. Rückfragen oder Stellungnahmen zu den Einsendungen können nicht beantwortet bzw. geleistet werden. Sobald der Drucksatz abgeschlossen ist (das wird im November sein), werden auf der Webseite der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik die Namen der Autorinnen und Autoren veröffentlicht, deren Text in die Ausgabe zum Themenkomplex »Unser Wille, unser Wollen« Aufnahme fand. Mit ihrer/seiner Beteiligung an der Ausschreibung stimmt die Einsenderin/der Einsender diesem Verfahren ausdrücklich zu.

Jeder Autorin, jeder Autor des Heftes erhält ein Freiexemplar und nimmt mit ihrem/seinem unveröffentlichten Gedicht an der Auswahl für den »Poesiealbum neu«-Preis 2022 teil, der das beste Gedicht des Jahrgangs 2021 prämiert und letztmalig vergeben wird.

Das vornehmlich als Lyrik-Zeitschrift in Erscheinung getretene »Poesiealbum neu« entstand in Anlehnung an das ursprüngliche »Poesiealbum« aus dem Verlag Neues Leben Berlin und veröffentlichte seit 2007 bisher 36 Ausgaben und Sonderausgaben und vereinigte damit rund 800 Autorinnen und Autoren bzw. Künstlerinnen und Künstler. Die 37. Ausgabe zum Thema »Auto-mobilität« ist derzeit in Arbeit und wird aller Voraussicht nach im Spätsommer 2021 erscheinen.

Die Erlaubnis, das etwa 40 Jahre zuvor entworfene Erscheinungsbild zu übernehmen, wurde der GZL vom Verlag Neues Leben 2006 erteilt. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert alljährlich drei Literaturzeitschriften jeweils in überwiegend 5-stelliger Höhe. Eine Förderung für Redaktion und Herstellung des »Poesiealbum neu« wurde von der Direktion generell abgelehnt. Bisherige Versuche, hier eine Änderung herbeizuführen, gingen ins Leere. Da wir in 14 Jahren weder die Landes-bibliotheken der Bundesländer bzw. die der deutschen Groß- und Universitätsstädte als Abonnenten gewinnen konnten und auch der Buchhandel in Deutschland für das »Poesiealbum neu« nur äußerst minimal als Kommissionär ermutigt werden konnte, blieb die Nachfrage vielfach weit unter den Erwartungen. Ein Weiter-so schließt sich somit aus. Da gute Gedichte kein Verfallsdatum haben und das Lyriklesen dem Lyrikschreiben vorausgehen sollte, wollen wir unser umfängliches Angebot offerieren und können hoffentlich März/April d.J. einen digitalen »Einkaufsladen« mit einem Bestell- und Bezahlsystem eröffnen. Verbindliche Bestellungen nehmen wir jedoch nach wie vor gern auch in herkömmlicher Weise per E-Mail entgegen, richten Sie diese bitte an: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Postadresse: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V., Haus des Buches, Gerichtsweg 28, D-04103 Leipzig

Poesie & Narrheit – ist erschienen

  • Veröffentlicht: 22.07.2020 · Zuletzt aktualisiert: 28.09.2020

Kaum ein Dichter wird in deutschsprachigen Gedichten der Moderne, vor allem in der Zeit nach 1945, so häufig  zitiert, adressiert und porträtiert wie Friedrich Hölderlin.

Anlässlich der 250. Wiederkehr von Hölderlins Geburtstag ist ihm diese Ausgabe gewidmet. Eine fundierte Rezension findet sich in der Leipziger Internetzeitung vom 24. September 2020.

102 Autorinnen und Autoren vereint die Nr. 2/2020 unserer Zeitschrift “Poesiealbum neu” – die jetzt erschienen ist. Eine erste Rezenion finden Sie in der Leipziger Internetzeitung: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/09/Poesie-Narrheit-Das-neue-Poesiealbum-neu-ist-ein-vielstimmiges-Bekenntnis-zum-unvergessenen-Geburtstagskind-350458

Verbindliche Bestellungen richten Sie bitte per E-Mail an: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Ausgabe umfasst 92 S. und kostet 7,50 €.

Die Autorinnen und Autoren:

Manfred Ach

Esther Ackermann

Johanna Anderka

Michael Augustin

Yvonne Balg

Marianne Beese

Jochen Berendes

Eva-Maria Berg

Franziska Beyer-Lallauret

Hans Gustav Bötticher

Sabine Brandl

Timo Brandt

Wolfgang Braune-Steininger

Hans Dietrich Bruhn

Lars-Arvid Brischke

Daniel Büttrich

Ingo Cesaro

Georg Oswald Cott

Udo Degener

Doris Distelmaier-Haas

Stéphanie Divaret

Jens-Fietje Dwars

Eckhard Erxleben

Leonhard Ehlen

Patricia Falkenburg

Wolfgang Franke

Peter Frömmig

Tuncay Gary

Carlos Gluschak

Peter Gosse

Joachim Gräber

Ralph Grüneberger

Hans-Jürgen Heise (Ps.)

Gisela Hemau

Jörg Hirsch

Sibylle Hoffmann

Johann Christian Friedrich Hölderlin

Dieter Höss

Jan-Eike Hornauer

Roman Israel

Horst Jahns

Johanne Jastram (Ps.)

jottpeh (Ps.)

Stefan Kabisch

Christine Kappe

Karl Kirsch

Eva Kittelmann

Manfred Klenk

Kathrin Knebusch

Katharina Körting

Josef Krug

Grit Kurth

Christine Langer                                            

Anton G. Leitner

Dieter Liewerscheidt

Britta Lübbers

Gustav Lüder

Dietrich Machmer

Helmut Martens

Wolfgang Mayer König

Lisa Elina Memmeler

Eline Menke

Gerd Meyer-Anaya

Sabine Minkwitz

Manfred Moll

Sofie Morin

Andreas Müller

Christoph Müller

Jörg Neugebauer

Walter Neumann

Klaus Nührig

Johann Peter

Jutta Pillat

August von Platen

Nada Pomper

Ariane Hassan Pour-Razavi

Helga Rahn

Anne Rauen

Lutz Rathenow

Andreas Reimann

Andreas-Wolfgang Rohr

Franziska Röchter

Mike Rother

Wolfgang Rischer

Silke Rudl

Bärbel Sanchez

Jürgen Sanders

Ulrich Schacht

Tamara Schinner

André Schinkel

Maren Schönfeld

Ulrich Schröder

Ernst Schulze

Christiane Schulz

Hellmut Seiler

Michael Stahl

Heidrun Stödtler

Ulrich Straeter

Maria Anna Stommel

Bernd Storz

Rüdiger Stüwe

Michael Spyra

Magnus Tautz

Geplant sind zur Präsentation dieser Ausgabe eine Veranstaltung am 26. September 2020 in Leipzig und am 27. Oktober 2020 eine weitere in Tübingen. Nähere Informationen dazu rechtzeitig auf dieser Webseite.

Titelbild nach einem Gemälde von Andreas Weißgeber.

Heimat & Heimatverlust – ist im März 2020 erschienen und ab sofort lieferbar

  • Veröffentlicht: 05.02.2020 · Zuletzt aktualisiert: 24.03.2020

Nachdem uns mehrere hundert Zuschriften aus 10 Ländern erreichten, die vier pralle Ordner füllten, ist die Auswahl getroffen. Statt des eigentliches Heftes mit 32 Seiten erscheint wiederum ein Doppelheft, das die Gedichte von 83 Autorinnen und Autoren vereint. Im Einklang mit den drei Fundstücken von Max Hermann-Neiße (1886-1941), Mascha Kaléko (1907-1975) und Ernst Schulze (1789-1817) kommen – neben zahlreichen bereits bekannten – auch viele weniger bekannte Autorinnen und Autoren zu Wort. Die Spanne reicht vom Jahrgang 1933 bis zum Jahrgang 1998.

Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 1/2020 des Poesiealbum neu:

Sabine Abt

Manfred Ach

Bettina Ambühl-Honegger

Johanna Anderka

Michael Augustin

Marianne Beese

Eva-Maria Berg

Franziska Beyer-Lallauret

Barbara Biegel

Marlies Blauth

Detlev Block

Rosa Both

Hans Dietrich Bruhn

Oliver Bruskolini

Ingo Cesaro

Tetyana Dagovych

Herta Dietrich

Ulrike Diez

Lina Duppel

Rumiana Ebert

Faten El-Dabbas

Patricia Falkenburg

Barbara Finke-Heinrich

Beate Fischer

Ingrid Gorr

Joachim Gräber

Dora Hauch

Kerstin Hensel

Max Herrmann-Neiße  

Jan-Eike Hornauer

Nikola Huppertz

Regina Jarisch

Mascha Kaléko

Stefanie Kemper

Manfred Klenk

Michael Koch

Stephan Krawczyk

Anton G. Leitner

Eva Lübbe

Hans-Hermann Mahnken

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Renate Meier

Karola Meling

Manfred Moll

Klaus Nührig

B.S. Orthau  

Tobias Pagel

Ursula Pickener

Claudia Pistilli

Helga Rahn

Lutz Rathenow

Andreas Reimann

Helmut Richter

Marianne Rieger

Wolfgang Rischer

Andreas-W. Rohr

Jan Hendrik Rübel

Sonja Ruf

Jörn Sack

Laura Schiele

André Schinkel

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Marlene Schulz

Helga Schulz Blank

Ernst Schulze

Christiane Schwarze

Thomas Sobczyk

Ju Sobing

Werner Somplatzki

Werner Stangl

Christine Steindorfer

Stellmäcke

Carsten Stephan

Wolfgang Stock

Heidrun Stödtler

Bernd Storz

Rüdiger  Stüwe

Dietmar Thate

Ruth Werfel

Katja Winkler

Waltraud Zechmeister

Preis des Heftes 6,50 EUR, Umfang 76 S.

Titelbild nach einem Gemälde von Titus Schade

© VG Bild-Kunst

Am 24. März 2020 erschien in der Leipziger Internetzeitung diese Rezension: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/03/Heimat-Heimatverlust-Poesiealbum-neu-versammelt-zuweilen-sehr-ironische-Texte-zum-Thema-Lebensort-und-Sehnsuchtsraum-322977

Poesiealbum neu: New York-Gedichte erschienen

  • Veröffentlicht: 22.12.2019 · Zuletzt aktualisiert: 26.02.2020

Als Nummer 2/2019 unserer Zeitschrift “Poesiealbum neu” haben wir zum Ende des Jahres unter dem Titel “Hauptstadt der Sehnsucht” Gedichte zur Megametropole auf dem nordamerikanischen Kontinent veröffentlicht. Erstmals wurde in eine Ausgabe des “Poesiealbum neu” ein Fotozyklus aufgenommen. Der Berliner Fotokünstler Antonius, der Kontakt zur Lyrikgesellschaft seit seinem Gewinn beim Gedichtfilmwettbewerb “Tugenden & Sünden” hält (hier erhielt er mit der Edelfeder der Waldmann KG den Preis für die besondere Handschrift), ist ein Kenner dieser Weltstadt und bietet dem Betrachter Blickwinkel fern der touristischen Abziehbilder.

“Hauptstadt der Sehnsucht. New York-Gedichte und Fotografien” umfasst 82 Seiten und kostet 8,70 € und ist ab sofort über die E-Mail-Adresse der GZL kontakt@lyrikgesellschaft.de bestellbar, die Auslieferung erfolgt zu Beginn des neuen Jahres. Eine ausführlich Rezension der Ausgabe findet sich in der Leipziger Internetzeitung vom 26.12.2019. Eine weitere Besprechung erschien auf FIXPOETRY Wir reden über Literatur.

Die Ausgabe 2/2019 enthält Gedichte und einige Übersetzungen ins Amerikanische von

Johanna Anderka

Michael Augustin

Eva-Maria Berg

Heidi Bergmann

Hartmut Brie

Ingo Cesaro

Ulrike Diez

Siegmar Faust

Julietta Fix

Peter Frömmig

Christine Graf

Ralph Grüneberger

Gisela Hemau

Dieter Höss

Ron Horwege

Nikola Huppertz

Yehuda Hyman

Christine Kappe

Paul Alfred Kleinert

Stephan Krawczyk

Gabriele Kromer

Augusta Laar

Joanna Lisiak

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Walter Neumann

Undine Marion Pelny

Utz Rachowski

Jörg Seifert

Gabriele Stötzer

Daniel Stojek

Monika Taubitz

Holger Teschke

Martin A. Völker

Eine auf 20 Exemplare limitierte Sonderausgabe, die von Ralph Grüneberger und Antonius signiert wurde, enthält eine DVD des gemeinsamen Gedichtfilms “12. September” sowie einen von Antonius signierten Metall-Fotoprint (Format 20 x 30 cm) und kostet 55,55 €. Die Einnahmen sollen dabei helfen, 2020 eine Präsentation dieser Ausgabe zu finanzieren. Verbindliche Bestellungen bitte ebenfalls an kontakt@lyrikgesellschaft.de richten.

Fast verlorengegangene Bücher

  • Veröffentlicht: 01.07.2021 · Zuletzt aktualisiert: 30.06.2021

Empfehlungen des Monats · Juli 2021

Als Empfehlungen der Monate Juni und Juli 2021 möchten wir auf unserer Webseite Annotationen jener Bücher und Tonträger unserer Mitglieder veröffentlichen, die im Zeitraum Herbst 2019 bis Frühjahr 2021 erschienen sind und denen aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen kaum Aufmerksamkeit zuteil wurde. Wir haben unsere Mitglieder gebeten, uns diese ihre Veröffentlichungen zu nennen und werden diese in zwei Teilen vorstellen und desgleichen ausgewählte Buchhandlungen auf diese nicht selten „untergegangenen“ Titel hinweisen.

Teil 2

Rainer Rebscher, Neue Boote für die hellen Tage. Lyrik
Verlag Steinmeier, Deiningen, 2021
Reihe Poesie 21, Hrsg. Anton G. Leitner
Lektoratsservice der Zeitschrift DAS GEDICHT, mit Illustrationen von Elisabeth Süß-Schwendt
ISBN 978-3-943599-73-2
126 Seiten, 12,80 €

Rainer Rebscher erforscht poetisch die kontrastierenden Pole des menschlichen Verhaltens. Seine Gedichte beleuchten das Beste und das Fragwürdigste, was unsere Gesellschaft seit der Mitte des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Der Mut zum Mitgefühl und die schöpferische Kraft der Musik und der Liebe bilden schmerzlindernde Gegensätze zur Engstirnigkeit ignoranter Zeitgenossen und zum destruktiven Kontrollverlust des Kapitalismus.

Hellmut Seiler, Gnomen: Gedankensplitter und lyrische Launen
Hardcover mit SU
edition offenes feld, Dortmund 2021
ISBN 978-3-751998-38-3
104 Seiten, 16,50 €

In seinen zwischen Aphorismus und kurzen Gedichten changierenden Texten erweist sich Hellmut Seiler als ein Beobachter von Gesellschaft und Politik, der mit geschliffenem Ausdruck und scharfen Pointen blitzschnell zuschlägt, um deren Merkwürdigkeiten und Auswüchse zu entlarven. Seilers Antworten auf brisante aktuelle Fragen sind die eines sarkastischen Menschenfreundes.



(Hg.) Baldauf Villa, kul(T)our-Betrieb des Erzgebirgskreises
Schatten über dem Erzgebirge. Die neuen Krimis. Welterbestätten im Visier
22 Kurzkrimis von 22 deutschen oder tschechischen Autoren, u.a. Karin Anfelder
Verlag ERZDRUCK GmbH Vielfalt in Medien, Oktober 2020
ISBN 978-3-946568-38-4
448 Seiten, 17,90€

Am 6.Juli 2019 ernennt die UNESCO die Montanregion Erzgebirge/ Krusnohori zum Welterbe. 22 Kurzkrimis, geschrieben von 22 deutschen oder tschechischen Autoren, haben ihre Schauplätze jeweils an einer der Welterbestätten.



Ursula Haas, Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten. Lyrik
edition BODONI, März 2020
ISBN 978-3-947913-09-1
100 Seiten, 18,00 €

Ein poetisches Tagebuch – Pfingsten 2018 bis Pfingsten 2019. Tägliche Notate.




Gisela Becker-Berens, andere träume: Gedichte 2013-2019
Wiesenburg Verlag, Schweinfurt 2019
ISBN 978-3-95632-985-2
104 Seiten, 12,00  

In ihrem dritten Lyrikband nimmt die Autorin ihre Leser mit auf Reisen in die Provence, nach Südafrika, Palästina, aber auch in die eigene Gegenwart und Vergangenheit. In Momentaufnahmen skizziert sie Stimmungen in der sie umgebenden Natur.



Bettine Reichelt, Das Geschenk der guten Nacht. Spirituelle Impulse & praktische Tipps für einen erholsamen Schlaf. Spirituelles Sachbuch
St. Benno Verlag GmbH, Februar 2021
ISBN 978-3-746258-58-4
80 Seiten, 14,95 €

Immer mehr Menschen klagen über Schlafprobleme. Das Buch begleitet mit lyrischen Texten und spirituellen Impulsen anhand der fünf Schlafphasen durch die Nacht.



Marianne Beese, Unter dem blauen Mantel des Alls. Gedichte
BuchHandelsGesellschaft zu Allstedt, März 2020
ISBN 978-3-946696-31-5
170 Seiten, 10,00 €

Es handelt sich um Gedichte, die zwischen 2015 und 2019 entstanden sind, und die ihre Themen dem Unterwegssein zu diversen Orten des In- und Auslands, zeitaktuellen Ereignissen, Lese- und Kunst-Eindrücken, den Erinnerungen an andere Menschen bzw. den Begegnungen mit diesen verdanken.




Gerhard A. Spiller, Impressionen des Seins, Lyrische Daseinsbetrachtungen (diverse Gedichtformen)
Books On Demand, Norderstedt, September 2020
ISBN 978-3-7519-8009-8
96 Seiten, 9,80 € (Printbuch), 5,49 € (E-Book)

Lyrische Darstellung einer Vielzahl von Eindrücken und Emotionen im menschlichen Leben.



Gerhard A. Spiller, Kirschblüten im Eichenwald, Haiku im Zeichen der vier Jahreszeiten
Books On Demand, Norderstedt, September 2020
ISBN: 978-3-7519-7789-0
88 Seiten, 8,99.€ (Printbuch), 4,49 € (E-Book)

Betrachtung der Schönheit und des Detailreichtums der Natur.




Norbert Sternmut, Winterdienst. Trauma. Prosa und Gedichte
Hg. Trajan Pop, edition monrepos Band 18, Dezember 2019
ISBN 978-3-86356-291-5
255 Seiten, 19,50 €

Gedichte und Prosa zum Thema Trauma




Norbert Sternmut, Strahlensatz
Hg. Trajan Pop, edition monrepos, Juni 2018
ISBN 978-3-86356-199-4
150 Seiten, 18,00 €

Strahlensatz in 3 Teilen: Liebend, Zyklus, Sterbend




Ralph Grüneberger, Leipziger Geschichten, Erzählungen
Gmeiner-Verlag GmbH, Februar 2020
ISBN 978-3-8392-2608-7
251 Seiten, 12,00 €

Diese 17 Leipziger Geschichten sind geprägt von den Schicksalen derer, die sich ebenso wenig aufgaben wie ihre dem Verfall preisgegebene Stadt. Sie zeigen, man kann Gewinner und Verlierer in einem sein.


Gedicht des Monats Juli 2021

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 02.07.2021

Ulrich Straeter (*1941)

Stadtansicht

Als ich klein war
sah sie häufig
in unserer Stadt
aufragenden Mauerreste

Einstige Badezimmer
waren zu sehen
Fliesen hingen noch
und Seifenschalen

Ein blauer Pfeil: Luftschutzkeller. 
Heimkehrer fanden Zettel 
mit Namen
Manche grub man aus, lebend

Nicht mehr vorstellbar
heute alles in Alu und Glas
Theater in Marmor glänzend
vor allem die Banken 

Morgen Probealarm
für alle Fälle 


Quelle: My generation. Gedichte / Poesiealbum neu, Leipzig 2018

Wir gratulieren unseren Mitglied aus Essen sehr herzlich zum runden Geburtstag und wünschen eine gute Zeit, viel Gesundheit und Freude am Leben und dass die Möglichkeit, Familie und Freunde zu treffen, schlimmstenfalls durch einen „Probealarm“ – und dann auch nur kurz – eingeschränkt wird.

Veranstaltungen unserer Mitglieder

  • Veröffentlicht: 25.06.2021 · Zuletzt aktualisiert: 16.07.2021

750 Jahre Dom Halle/500 Jahre Reliquienschau/Ausstellung und Konzert im Dom. 1. Juli – 31. August 2021: Aufladungen. Eine dreiteilige Installation. Die Künstler*innen Henriette Aichinger, Gustav Franz, Rocco Pagel, Maria Votti und Angelika Waniek zu Gast im Dom zu Halle.

SAMSTAG, 3. Juli 2021, 20 Uhr | im Dom
Aufladung – Musik – Improvisation
Für Marimbaphon, Flöten, Bassklarinette, Kontrabass, Schlagzeug, Orgel.
Konzept und Leitung von Gerhard Noetzel

Fast verlorengegangene Bücher

  • Veröffentlicht: 01.06.2021 · Zuletzt aktualisiert: 30.06.2021

Empfehlungen des Monats · Juni 2021

Als Empfehlungen der Monate Juni und Juli 2021 möchten wir auf unserer Webseite Annotationen jener Bücher und Tonträger unserer Mitglieder veröffentlichen, die im Zeitraum Herbst 2019 bis Frühjahr 2021 erschienen sind und denen aufgrund der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen kaum Aufmerksamkeit zuteil wurde. Wir haben unsere Mitglieder gebeten, uns diese ihre Veröffentlichungen zu nennen und werden diese in zwei Teilen vorstellen und desgleichen ausgewählte Buchhandlungen auf diese nicht selten “untergegangenen” Titel hinweisen.

Teil 1


Renate Maria Riehemann (Hg.)
Ein Fingerhut voll Harz / Anthologie zum 3. Literaturpreis Harz für Lyrik und Kurzprosa
Geest-Verlag, Vechta, 14. Dezember 2020
ISBN 978-3-86685-816-9
284 Seiten, 12,90 €

Ein Fingerhut voll Harz – da denkt man an den Fingerschutz beim Nähen, an klebrigen Fichtensaft oder an ein Blütenmeer auf baumleeren Flächen. Manchmal spielt der Fingerhut eine Rolle in den Geschichten und Gedichten der Harzer Autoren und Autorinnen. 


Rainer Wedler, vor dem Fenster tanzt ein frecher Gedanke. Gedichte
Mit 22 Bildern von Carsten Sternberg
Reihe Lyrik Bd. 143
Pop Verlag, Ludwigsburg,  2020
ISBN 978-3-86356-298-4
145 Seiten, 16,50 €

Wedlers Gedichte sind von Neugier auf alle Realien des Lebens wie von poetischer Experimenturlust geprägt. (Jürgen Engler)  


Jörn Sack, Schalksknecht. Roman
edition bodoni, Juli 2020
ISBN 978-3-947913-13-8
600 Seiten, 29,- €

Eine zerfledderte Reportage mit lyrischem Ein- und Abgesang zur Individual- und Kollektivgeschichte einiger unbedeutender deutscher Menschen des 19. und 20. Jahrhunderts.


Hans-Hermann Mahnken, Notiz auf dem Frühstückstisch
Gedichte und lyrische Prosa
Geest-Verlag 2020                  
ISBN 978-3-86685-751-3      
80 Seiten,  10,00 €

„Hans-Hermann Mahnken ist ein Sammler, ein Sammler von kostbaren Nichtigkeiten, von kleinen Begegnungen, von Momenten, von Augenblicken. Doch er schaut hinter diese Begegnung, den Moment, den Augenblick. Welche Geschichte, welches Leben, welche Philosophie, welche Lebenseinstellung wird dahinter sichtbar.“ Alfred Büngen


Michael Manzek, Hundert Gedichte 1990-2020
LAESER edition Berlin, 2021
ISBN 978-3982186641
114 Seiten, 12,00 €

Das Buch erschien am 1.1.2021 zum 50. Geburtstag des Berliner Lyrikers Michael Manzek.


Kristin Wolz, Geranien für den König. Roman
Verlag Kleine Schritte, 2021
ISBN 978-3-89968-155-0
160 Seiten, Hardcover, Fadenbindung, 16,80 €

Einem Kaleidoskop gleich, vielschichtig und abwechslungsreich, fügen sich die unterschiedlichen Charaktere, ihre Lebensumstände und ihre Beziehungen in 97 Episoden zu unterhaltsamen Glücksgeschichten, überraschenden Tragödien und einem bedeutenden Stück Zeitgeschichte zusammen.


Martin A. Völker (Hg.)
Das Seuchenbüchlein. Lyrik und Prosa des Ausnahmezustands
Anthea Verlag, Berlin, Juli 2020 
ISBN: 978-3-89998-351-7
140 Seiten, 12,90 €

Der Herausgeber nimmt die Corona-Pandemie zum Anlass, literarisch wertvolle Beiträge zum Thema Seuchen und Pest zusammenzustellen. U. a. mit Texten von Boccaccio, Schiller, Börne, Georg Heym und Mark Twain.


Ursula Krechel, Beileibe und zumute. Gedichte
Verlag Jung und Jung,  Salzburg, März 2021
ISBN/EAN.978-3-99027-247-3
112 Seiten, 20,00 €

Bestenliste des SWF April 2021


Manfred Klenk und Edgar Schmandt, #MaskenFall
Waldkirch Verlag Mannheim, 2019
978-3-86476-113-3    
144 Seiten, 35,00  €

Ein poetischer Kunstband: Zeitgenössische Gedichte von Manfred Klenk zur Malerei und Grafik des Mannheimer Künstlers Edgar Schmandt – veröffentlicht im Jahr 2019 (kurz vor dem Tod des Künstlers / sein letztes Vermächtnis). 


Eva Lübbe, Unterwegs in Zeiten der Corona. Lyrik
Books on Demand, 2021
978-3-75264-141-7
Hardcover, 60 Seiten, Preis 19,50 €

Diese Sammlung von Gedichten und Fotos ist in dem besonderen Jahr 2020 entstanden.Corona konfrontierte uns mit Empfindungen wie Angst, Einsamkeit und Sehnsucht. Aber wir erlebten auch Ruhe und auf Spaziergängen in der Natur viele Tiere intensiv und dachten über die Lebensweise dieser Tiere nach.


Eva Lübbe, Ein Jahr in Leipzig. Lyrik
Books on Demand, 2020
978-3751913539 Hardcover 19,50 €
978-3752611410 Ringbindung 12,50 €

Der illustrierte Lyrikband enthält Gedichte zu Themen aus Natur, Philosophie und Zeitgeschehen und zu persönlichen Momenten. Zu jedem Gedicht gibt es ein passendes Foto. Man kann “Ein Jahr in Leipzig” erleben. Das Buch eignet sich als Geschenkbuch. 


Thomas Helmer, Das Fenster zum Leben – Gedichte und ihre Geschichte
Frieling Verlag Berlin, 2019
978-3-946467-65-6
84 Seiten, Preis: 9,90 €

Zeitgenössische Lyrik aus der aktuellen Situation auf den Punkt und in Worte gefasst.



Gedicht des Monats Juni 2021

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 28.05.2021

Anton G. Leitner (*1961)

Da Drängla draad duach

Wennsd in da Dreissgazone
Dreissge faasd, is ea scho
Hindda dia und blendd
Auf und ob und auf und ob
Und ruggd da so aufn Bäiz,
Dassd moansd, ea hoggd scho
Auf deim Schdoossschdangal.

Und ea zoagd da aa no an
Vogl, oisa di aufm duach-
Zongna Schdreifn mid Sechzge
Üwahoid, und hubd wia bläd,
Wenna se wieda einigwedschd
Voa dia und davobreddad mid
Am Moadskaracho.

›Di grazz i need vom Baam‹,
Dengsda no, awa an da
Bau-Ambbe schdeeda scho
Wieda bei Rod voa dia mid
A rodn Bian und geed wuid
Fuchdlnd auf sei Oide los,
De newa eam sizzd und bädd,
Dass sauschnäi grea wead.

In der vom Autor gefertigten hochdeutschen Fassung klingt es so:

Der Drängler dreht durch

Wer sich in einer Tempo-30-Zone
An die Geschwindigkeitsbegrenzung hält, hat ihn schon
Im Nacken sitzen. Und er blendet
Auf und ab und auf und ab
Und fährt so dicht auf,
Dass du meinen könntest, er klebe dir schon
Hinten an der Stoßstange.

Und er tippt sich auch noch mit dem Zeigefinger
An die Schläfe, als er dich auf dem durch-
Gezogenen Mittelstreifen mit 60 km/h
Überholt, und hupt wie ein Verrückter,
Sobald er sich wieder vor dir hineingezwängt hat
Und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit
Davonbraust.

›Deine sterblichen Überreste kratze ich nicht vom Baum‹,
Denkst du noch, aber an der
Baustellenampel steht er schon
Wieder bei Rot vor dir mit
Hochrotem Kopf und traktiert wild
Gestikulierend seine Lebensabschnittsgefährtin,
Die neben ihm sitzt und betet,
Dass die Ampel schnell wieder auf Grün umschaltet.

Aus: Poesiealbum neu, „Fahren und Gefahren. Gedichte zur Automobilität“,
erscheint Ende Juni 2021

Wir gratulieren unserem kooperativen Mitglied, dem poetica hominum, zu seinem runden Geburtstag und wünschen ihm viele schöne Momente im neuen Lebensjahr, allem voran eine stabile Gesundheit und Freude an eigener und zugesandter Dichtung.

Veranstaltungen unserer Mitglieder

  • Veröffentlicht: 28.05.2021 · Zuletzt aktualisiert: 28.05.2021

“Jahrgang ’51 – Wassermann & Fisch”. 17. Juni 2021, 19.30 Uhr/Einlass ab 19.00 Uhr:  Lesung aus dem Werk von Ralph Grüneberger und Ulrich Schacht (gest. 2018) mit Maja Chrenko, Ralph Grüneberger und Axel Thielmann. Musik: Die Lyrischen Saiten, Ort: überdachter Hof der Galerie KUB, 04275 Leipzig, Kantstraße 18 Veranstalter: Buchhandlung Südvorstadt, Leipzig Eintritt frei Anmeldung unbedingt erforderlich: Tel.: 0341-31959900 E-Mail: info@buchhandlung-suedvorstadt.de Förderung über Deutscher Literaturfonds aus Mitteln des Bundes NEUSTART KULTUR

Gedicht des Monats Mai 2021

  • Veröffentlicht: 01.05.2021 · Zuletzt aktualisiert: 01.05.2021

Manfred Peter Hein (*1931)

“April is the cruellest month”
T. S. Eliot, The Waste Land

Der Seidelbast blüht
verströmt im Schneegestöber
seinen herben Duft

Niedergehalten
vom Frost die Apfelblüte
Geschmack ihrer Frucht –

Verlorenes Paradies
wieder und wieder beschworn

aus: Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen. Poesiealbum neu, Leipzig 2017

Wir wünschen unserem Mitglied anlässlich des 90. Geburtstages vor allem Gesundheit und weiterhin viele poetische Momente.

Der poetische Widerspruch

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 02.05.2021

Empfehlung des Monats · Mai 2021
von Ralph Grüneberger

Hab ich vielleicht der Meinung widersprochen,
Die eine zeitlang galt als unfehlbar. (J.R.B.)

Vor genau 130 Jahren, im Mai 1891, kam in München Hans Robert Becher zur Welt und begann als 20-Jähriger eine literarische Karriere. Vor genau 100 Jahren schloss sein Verleger Kurt Wolff seine in Leipzig begründete Buchreihe „Vom jüngsten Tag“, die neben Johannes R. Becher, Georg Heym, Georg Trakl, Franz Kafka, Walter Hasenclever als Autoren auswies.

Viel gegenwärtiger ist, dass mir genau vor 40 Jahren der Vortrag eines (sagen wir patriotischen) Becher-Gedichtes  verboten wurde, das eine Huldigung Deutschlands war, besser gesagt Gesamt-Deutschlands, einen Begriff, den es zur Zeit der Entstehung des Gedichts in dem Sinne nicht gab. Der Hintergrund für die Auswahl war, dass wir Studenten (m/w) des Literaturinstituts Johannes R. Becher zu Ehren unseres Namenspatrons und aus Anlass von dessen 90. Geburtstag ein Programm mit seinen Texten erarbeiteten. Irgendwie passte es dazu, dass, nachdem der von Becher verfasste Text der Nationalhymne seit Jahren in der DDR nur noch intoniert und nicht mehr öffentlich gesungen werden durfte, auch in sein lyrisches Werk eingegriffen wurde. Mit etwas Souveränität wäre ein Gedicht in seiner Zeit betrachtet worden. Und wenn es denn darüber hinaus wirkt, gilt es für mein Empfinden als gelungen.

Eben diese Souveränität bringt der Jenenser Jens-Fietje Dwars mit. Der Becher-Biograph (beim Aufbau Verlag) ist als Redakteur, Literaturkritiker, Filmchronist, Ausstellungskurator, Buchgestalter und Autor ein vielbeschäftigter Literaturmensch. Und vor allem aber ist er eines, er ist Herausgeber. Als solcher ist er eine Säule des quartus-Verlages, der seinen Sitz in Bucha hat, das in der Nähe von Jena zu finden ist. Der 1000-Einwohner-Ort  verdankt seine Bekanntheit diesem Verlag und dem nach ihm benannten Autobahnanschluss.

Eines der erfolgreichen Bücher aus eben diesem Verlag, in dem Dwars die an Kurt Wolff geschulte Buchreihe „Edition Ornament“ betreut, sind die „Ahrenshooper Gedichte“ von Johannes R. Becher, die unter dem Titel „Wolkenloser Sturm“ unlängst eine 3. Auflage erlebten. Jens-Fietje Dwars macht dabei mit einer weiteren Passion bekannt, der Fotografie oder besser gesagt mit der Fotografik, denn viele seiner zu Bechers Gedichten gestellten schwarz-weiß Fotografien zeigen Motive, die nicht gefunden, sondern erfunden sein könnten.

Der 25 Gedichte umfassende Ostsee-Zyklus, der einen Zweifler und einen Verzweifelten zeigt, entstand, beginnend 1946, in einem Zeitraum von fünf Jahren. Und das umfasst jene Zeit, als Becher mit ansehen musste und das auch tat, dass der von ihm gegründete „Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands“, laut Manifest „als unabhängige und überparteiliche Bewegung“ gegründet,  immer mehr auf die Linie der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands gebracht wurde.  „[…] ist es ein Akt der Selbstbehauptung, wenn wir uns gegen jeden Eingriff seitens einer Partei aufs entschiedenste wehren“, hieß es noch im Juli 1947. Aber der geschwächte und auf Harmonie bedachte Kulturbund-Präsident und spätere Kulturminister Becher, nach 12 Jahren Exil in ein zerstörtes Land heimgekehrt, war nicht der Mann des Widerspruchs, das waren im Einzelnen eher seine subversiven Verse.

In einem Essay des 80 Jahre nach Becher gleichfalls in München geborenen Historikers Nikolaus Brauns aus dem Jahre 1994 heißt es: „In den letzten Jahren wurde neben dem Bild des linientreuen Apparatschik auch noch ein anderes Becherbild gefunden. In seinem Nachlaß tauchten einige Verse und Textausschnitte auf, die Kritik an den Erscheinungen des Stalinismus erkennen ließen. Nach außen hin treuer Parteisoldat, hatte der erste Kulturminister der DDR in seinen letzten Lebensjahren längst nicht mehr die Illusionen vom Sozialismus und dem ‚Paradies der Werktätigen in der Sowjetunion‘, die seine am laufenden Band veröffentlichten Gedichte vorspiegelten.“ Eine Entdeckung, die sich dem Leser der „Ahrenshooper Gedichte“ nicht minder bietet. Lässt sich doch das poetische Gedächtnis  vom Propagandisten auf Dauer nicht lähmen oder gar vereinnahmen. Willkürakte der sowjetischen Besatzungsmacht wie die Verhaftung und die Verurteilung zu Zwangsarbeit von jungen Menschen, die der Erneuerung – dem Auferstehen „aus Ruinen“ – abhandenkamen, blieben auch ihm nicht verborgen. Und doch wäre Becher nicht Becher würde der These und Antithese nicht immer wieder auch die Synthese folgen.

Johannes R. Becher, Wolkenloser Sturm. Ahrenshooper Gedichte
Hrsg. Jens-Fietje Dwars, Edition Ornament im quartus-Verlag, Bucha bei Jena 2020
Mit 25 Schwarz-weiß-Fotografien und einem Nachwort
von Jens-F. Dwars
Japanische Blockbindung in Festeinband mit Schutzumschlag,
64 S., 18 EUR (D) / 18,50 EUR (A)
ISBN 978-3-947646-14-2
zu bestellen beim Herausgeber


Die Überlegenheit eines Schriftstellers einem anderen gegenüber beginnt damit, daß er die Werke des anderen zur Kenntnis nimmt. Die Unterlegenheit eines Schriftstellers einem anderen gegenüber beginnt damit, daß er versäumt, die Werke des anderen kennenzulernen … (Johannes R. Becher, “Bemühungen I”)

Gedichte von Leben und Tod

  • Veröffentlicht: 02.04.2021 · Zuletzt aktualisiert: 31.03.2021

Manfred Molls lyrische Lebenshilfen

Empfehlung des Monats · April 2021
von Ernst Schneider

Es gibt den Begriff Dichterpfarrer und er zielt auf Diener Gottes und der Sprache wie Paul Gerhard, Johann Peter Hebel oder Eduard  Mörike. Der Lyriker Manfred Moll (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Theaterautoren!), Pfarrer im Ruhestand, gebürtiger Westfale, seit Jahrzehnten in Berlin zu Hause und dort familiär verzweigt, ist kein Vielschreiber. Gewiss hat ihm das Erarbeiten der regelmäßigen Predigten per se wenig Raum für den irdischen Ton gelassen und so wundert es nicht, dass Moll die Gott-Anrede auch in seinen Gedichten, sprich Psalmen pflegt. Und dennoch bleibt die literarische Ernte, die er als Summe aus drei Jahrzehnten einfährt, schmal und bietet gleichzeitig ein Sinnbild für Molls jahrzehntelanges lyrisches Mühen. Seine Gedichte geben Lebenshilfe. Denn dieser Poet ist einer, der zumeist den Extrakt einer Gegebenheit hervorbringt und das nicht selten auf anschauliche Weise. Ein Beispiel:

was zusammen hält (familienfoto)

der vater hält sich gerade noch
die mutter liegt schon im grab

der sohn hält sich im ausland auf
er hält sich immer bedeckt
der sohn hält sich eine geliebte
er hält den laden zusammen
der sohn sitzt

die tochter hält sich für was besseres
sie hält das alles nicht mehr aus

eine ganz normale familie eben

Dass Moll auch einer ist, der von anderen geschriebene deutsche Lyrik wahrnimmt (was keine Selbstverständlichkeit ist in den Zeiten der Ich-linge), macht sein Paul Celan gewidmetes Gedicht „totentanz“ deutlich und lässt gleich noch eine von Bertolt Brechts Buckower Elegien anklingen:

totentanz
(nach Paul Celan)

am anfang
ein bäckermeister
ein schuhmachermeister
ein schlachtermeister
ein baumeister

dann
ein wachtmeister
ein schulmeister
ein hausmeister
ein schatzmeister
ein jägermeister
ein rittmeister

am schluss
ein deutschmeister
ein tanzmeister
ein brandmeister

Neben dem vermeintlichen Wissen, nicht selten als Nicht-Wissen apostrophiert, und den Dialogen mit dem Tod, bildet den kräftigsten Grundton der Mollschen Gedichte die Vergänglichkeit. Dass aber viele von ihnen Bestand haben, wirkt deshalb fast schon subversiv.


Manfred Moll, Gedichte aus drei Jahrzehnten
Fromm Verlag / KNV Zeitfracht GmbH, Erfurt 2020
Broschur, 71 S., ISBN 9-786138-370840
€ 21,90

Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.