Der elterliche Bücherschrank – Lesung & Gespräch am 28. Oktober im Atelier Haddad in der Spinnereistraße

Schriftstellerrunde 28.10.16

Foto von links nach rechts: Helga Rahn, Ralph Grüneberger, Andreas Reimann, Bärbel Sánchez, Franziska Beyer-Lallauret Foto: copyright Charles Moreau

  • Veröffentlicht: 31.10.2016 · Zuletzt aktualisiert: 31.10.2016

Der im Juli 1646 in Leipzig geborene Gottfried Wilhelm Leibniz, dessen Todestag sich am 14. November zum 300. Mal jährt, sagte von sich, dass er sich anhand der elterlichen Bibliothek, seinerzeit sprach man noch von der väterlichen, als 8-jähriger selbst Latein und Griechisch beigebracht habe, Deutsch konnte er offenbar schon. Das war der Ausgangspunkt für der Lese- und Gesprächsrunde im Atelier von Hassan Haddad, einem in Bagdad geborenen Künstler, der in der irakischen Hauptstadt Grafikdesign und Kunst studiert hat und seit 1998 in Leipzig lebt und arbeitet und von dem überdies das Titelbild der „Poesiealbum neu“-Ausgabe „Lesen & Schreiben“ stammt.

Über den Einfluss der elterlichen Bibliothek vor allem auf ihr Lesen und Lernen und Weltaufnehmen sprachen vor einem interessierten Publikum Helga Rahn, Autorin und ehedem Lehrerin aus Leipzig, Bärbel Sánchez, promovierte Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und sagen wir Gelegenheitsautorin und gleichfalls aus Leipzig, Franziska Beyer-Lallauret, Lehrerin und Lyrikerin, aufgewachsen in einem Pfarrhaus im Muldenland und jetzt zu Hause in Avrillé, das westlich von Paris und schon ziemlich nahe am Nordatlantischen Ozean liegt, und nicht zuletzt Andreas Reimann, der namhafte und vielfach geehrte Lyriker, der auch als Prosaautor, Librettist, Liedtexter und Essayist in Erscheinung getreten ist.
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Zwischenruf des Vorsitzenden

  • Veröffentlicht: 25.10.2016 · Zuletzt aktualisiert: 31.10.2016

Nun habe ich bereits über 20 Jahre den Vorsitz unserer Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik inne, und Ende 2016 werden es 10 Jahre, dass ich die Gedichte und Texte für das „Poesiealbum neu“  auswähle und zusammenstelle. Ich danke allen für die Gratulationen und mehr noch für die getätigten Spenden, die es uns ermöglichen, zum Ende dieses Jahres die Ausgabe 2/2016 „Tugenden & Sünden“ als Doppelheft erscheinen zu lassen. Damit werden wir uns vor allem bei unseren Abonnenten für ihre Treue bedanken. Im Februar und März 2017 gibt es Gelegenheit, die Gedichtauswahl in zwei öffentlichen Veranstaltungen vorzustellen. Ort und Zeit geben wir rechtzeitig auf dieser Seite bekannt. Einladungen zu weiteren Präsentationen nimmt der Vorstand gern entgegen.

110 bislang unveröffentlichte Gedichte des Jahrgangs 2016 liegen der Jury zur Auswahl für den „Poesiealbum neu-Preis 2017“ vor, der zur Leipziger Buchmesse das erste Mal verliehen wird. Mehr dazu wird in der Nummer 2/2016 unserer Zeitschrift zu lesen sein. Froh bin ich über den großzügigen Sponsor, den ich für diesen Sachpreis gewonnen habe. Seien Sie gespannt!

Kopfschütteln war die Reaktion vieler, als die Jury in Stockholm den diesjährigen Nobelpreisträger bekanntgab. Diesem folgte das allgemeine Unverständnis über das bisherige Stillschweigen des Liedpoeten Robert Zimmermann alias Bob Dylan zu dieser übergroßen Auszeichnung, die als Arroganz gedeutet wird, aber auch Verstörung bedeuten kann – bei einem sensiblen Menschen wie Mr. Bob. Auf jeden Fall wurde der Nobelpreis für Literatur erneut einem Dichter zugesprochen; in 2 Jahren könnte es dann schon der nicht minder bedeutende Australier Les Murray sein. Beider Auftritte durfte ich erleben. Allein das sind schon Geschenke.

leuchtschrift – Gedichtfilm

  • Veröffentlicht: 05.10.2016 · Zuletzt aktualisiert: 05.10.2016

Gedichtfilm des Monats · Oktober 2016

Der Lehrbeauftragte der Kunsthochschule Bremen für Medien Joachim Hofmann setzte das Gedicht „leuchtschrift“ von Thomas Spaniel für den Wettbewerb „Schwarze Ängste – Poetry Clips gegen den Krieg“ filmisch um.

Herbstsommer

  • Veröffentlicht: 01.10.2016 · Zuletzt aktualisiert: 01.07.2016

Gedicht des Monats · Oktober 2016

Adel Karasholi (*1936)

Herbstsommer

Alle Vulkane sind erloschen
Alle Blumen verwelkt
Alle unsre Vögel verließen das Fenster
und flogen hin zu ihren neuen Nestern

Leg deinen Kopf Frau noch eine Weile
an meine Schulter
Deck mich zu mit deiner Zärtlichkeit
Zwei Kinder sind wir jetzt
auf einer Milchstraße
Stern faßt Stern bei der Hand
Gestade neigt sich sachte dem Meer
Veilchen saugt verlangend Veilchens Lippe
Unsere Leiber erblühen in Lebens Neige
noch einmal der Welt
wie Neugeborene

Dieses Lebens Herbst
sei uns ein milder Sommer


Quelle: Poesiealbum neu „In Familie. Gedichte“, herausgegeben von Ralph Grüneberger, Edition kunst & dichtung, Leipzig 2013

Anton G. Leitner: „Schnablgwax“ und „Pausenpoesie“

Anton G. Leitner: Schnablgwax

Anton G. Leitner: Schnablgwax

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 30.09.2016

Anton G. Leitner (Hrsg.): Pausenpoesie. Gedichte zum Neustarten
Anton G. Leitner: Schnablgwax.  Bairisches Verskabarett
Lyrik-Empfehlung des Monats · Oktober 2016
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