„Hey Joe!“ Gedichte zu Amerika – unser Spezial für Biden

  • Veröffentlicht: 18.01.2021 · Zuletzt aktualisiert: 18.01.2021

Auch wenn die Amtseinführung und Vereidigung des neuen Präsidenten Joe Biden in Washington und nicht in New York City stattfindet, wollen wir dieses Ereignis nutzen, um auf unser Poesiealbum neu „Hauptstadt der Sehnsucht. New York-Gedichte“ aufmerksam machen, das – ein Novum unserer Zeitschrift – mit New York-Fotografien von Antonius (zweifacher Gewinner unsere Gedichtfilm-Wettbewerbe) ausgestattet ist.

Preis 8,70 € (plus 2,00 € Versand im Inland / Ausland auf Anfrage) – und das Gute daran ist, wir legen zur Feier des Tages bei Bestellungen bis zum 20. Februar 2021 noch ein weiteres Poesiealbum neu kostenfrei bei – so haben Sie Freude an beiden.

Verbindliche Bestellungen richten Sie bitte kontakt@lyrikgesellschaft.de

Poesiealbum neu »Was wir wollen. Gedichte«

  • Veröffentlicht: 16.01.2021 · Zuletzt aktualisiert: 16.01.2021

Ausschreibung für die Spätherbstausgabe 2021 der Zeitschrift »Poesiealbum neu« im 15. und letzten Erscheinungsjahr.

»Ein Wollen ist das unmittelbare Bewußtsein der Wirksamkeit einer unserer inneren Naturkräfte.«  Johann Gottlieb Fichte

Was wollen wir? Wir wollen unsere Meinung sagen und dafür Gehör finden. Wir wollen veröffentlichen. Wir wollen gelesen werden. Wir wollen Erfolg haben, Anerkennung, zu mindestens Aufmerksamkeit erzielen. Zunächst aber wollen wir raus aus der Pandemie und unsere Freiheit zurück. Wir wollen wieder ungezwungen Freunde treffen, Cafés, Restaurants und die Familie besuchen, ins Kino gehen, ins Theater, zu Lesungen und Konzerten, wollen Ausflüge und Reisen unternehmen, mit anderen Sport treiben, Zeit in Museen, Galerien und Bibliotheken verbringen. Und wir wollen endlich wieder Friseurgespräche. Wir wollen Netz und wir wollen WLAN.  Die (jungen) Eltern unter uns wollen nicht länger Schule und/oder Kindergarten ersetzen müssen und dem provisorischen Arbeitsplatz am Küchentisch entfliehen.

Wir wollen Schokolade und kein Übergewicht, wollen uns gesund ernähren und gesund bleiben. Wir wollen das Tierwohl achten und unsere Mutter Erde nicht vergiften. Selbstverständlich wollen wir mehr als ein Dach über dem Kopf, wir wollen Wohn-Raum und diesen so komfortabel wie möglich, aber am besten mit viel Wärmedämmung und wenig Ressourcenverbrauch. Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen nicht, dass jemand auf unserem Parkplatz steht. Wir wollen gleiche Bildungschancen für alle. Wir wollen, dass kein Mädchen zwangsverheiratet wird, wollen keine Kindersoldaten und keine Kinderarbeit. Wir wollen »Brot für die Welt« und werfen dennoch Lebensmittel weg. Wir wollen nicht, dass Flüchtlinge hungern und frieren. Aber wer von uns, will mit ihnen tauschen? Wir wollen noch zig andere Sachen, die nur wir kennen, »des Menschen Himmelreich«. »Wo ein Wille ist, da ist ein Weg«, heißt eine Redensart. »Der Weg ist das Ziel«, heißt eine andere. Ein Trost womöglich, dass nur selten wir es sind, die den Weg tatsächlich auch bestimmen.

Im Zeitraum 15. Januar bis 15. Mai 2021 (Poststempel) lädt die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. (GZL) Autorinnen und Autoren jeden Alters und unabhängig von der Art und Anzahl bisheriger Veröffentlichungen dazu ein, bis zu drei bislang unveröffentlichte Gedichte in deutscher Sprache zum Thema»Unser Willen, unser Wollen« in zweifacher Ausführung als Briefpost einzusenden.

Unaufgeforderte Zusendungen per E-Mail-Anhang werden nicht geöffnet. Das einzelne Gedicht sollte eine Länge von 35 Zeilen (inklusive Titel, Verfassername, Leerzeilen) nicht überschreiten und dem Layout unserer Zeitschrift entsprechen (Zeilenlänge beachten!).

Hinzuzufügen sind eine Kurz-Vita plus aktueller E-Mail-Adresse, die Erklärung, dass der kostenfreie Abdruck erlaubt wird, und die Zustimmung, dass die persönlichen Daten, die allein für den Zweck der Kommunikation und Registration Verwendung finden und keinesfalls an Dritte weitergegeben werden, gespeichert und für eine Veröffentlichung (Ankündigung) auf unserer Webseite verwendet werden dürfen.

Verzichten Sie bitte auf Einsendungen per Einschreiben; wir haben nicht die Kapazität, diese vom Postamt abzuholen.

Die Rechte an den Gedichten bleiben beim Verfasser bzw. bei der Verfasserin.

Auf Wunsch senden wir gern ein Probeexemplar zum Kennenlernen unseres Mediums zu. Die bisherigen Themen sind hier zu finden: https://de.wikipedia.org/wiki/Poesiealbum_neu

Die Preise liegen je nach Ausgabe zwischen 4,80 € und 8,70 € und werden auf Anfrage gern mitgeteilt. Bitte beachten Sie, dass nicht mehr alle Titel lieferbar sind.

Kommt ein Gedicht für die Veröffentlichung in Betracht, setzt sich das »Poesiealbum neu«-Team mit der Autorin/dem Autor in Verbindung. Rückfragen oder Stellungnahmen zu den Einsendungen können nicht beantwortet bzw. geleistet werden. Sobald der Drucksatz abgeschlossen ist (das wird im November sein), werden auf der Webseite der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik die Namen der Autorinnen und Autoren veröffentlicht, deren Text in die Ausgabe zum Themenkomplex »Unser Wille, unser Wollen« Aufnahme fand. Mit ihrer/seiner Beteiligung an der Ausschreibung stimmt die Einsenderin/der Einsender diesem Verfahren ausdrücklich zu.

Jeder Autorin, jeder Autor des Heftes erhält ein Freiexemplar und nimmt mit ihrem/seinem unveröffentlichten Gedicht an der Auswahl für den »Poesiealbum neu«-Preis 2022 teil, der das beste Gedicht des Jahrgangs 2021 prämiert und letztmalig vergeben wird.

Das vornehmlich als Lyrik-Zeitschrift in Erscheinung getretene »Poesiealbum neu« entstand in Anlehnung an das ursprüngliche »Poesiealbum« aus dem Verlag Neues Leben Berlin und veröffentlichte seit 2007 bisher 36 Ausgaben und Sonderausgaben und vereinigte damit rund 800 Autorinnen und Autoren bzw. Künstlerinnen und Künstler. Die 37. Ausgabe zum Thema »Auto-mobilität« ist derzeit in Arbeit und wird aller Voraussicht nach im Spätsommer 2021 erscheinen.

Die Erlaubnis, das etwa 40 Jahre zuvor entworfene Erscheinungsbild zu übernehmen, wurde der GZL vom Verlag Neues Leben 2006 erteilt. Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen fördert alljährlich drei Literaturzeitschriften jeweils in überwiegend 5-stelliger Höhe. Eine Förderung für Redaktion und Herstellung des »Poesiealbum neu« wurde von der Direktion generell abgelehnt. Bisherige Versuche, hier eine Änderung herbeizuführen, gingen ins Leere. Da wir in 14 Jahren weder die Landes-bibliotheken der Bundesländer bzw. die der deutschen Groß- und Universitätsstädte als Abonnenten gewinnen konnten und auch der Buchhandel in Deutschland für das »Poesiealbum neu« nur äußerst minimal als Kommissionär ermutigt werden konnte, blieb die Nachfrage vielfach weit unter den Erwartungen. Ein Weiter-so schließt sich somit aus. Da gute Gedichte kein Verfallsdatum haben und das Lyriklesen dem Lyrikschreiben vorausgehen sollte, wollen wir unser umfängliches Angebot offerieren und können hoffentlich März/April d.J. einen digitalen »Einkaufsladen« mit einem Bestell- und Bezahlsystem eröffnen. Verbindliche Bestellungen nehmen wir jedoch nach wie vor gern auch in herkömmlicher Weise per E-Mail entgegen, richten Sie diese bitte an: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Postadresse: Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V., Haus des Buches, Gerichtsweg 28, D-04103 Leipzig

Gedicht des Monats Januar 2021

  • Veröffentlicht: 01.01.2021 · Zuletzt aktualisiert: 31.12.2020

Ingrid Miller (*1961)
Dieses Zuhause

Monate sind vergangen
die Katze springt mir entgegen
als hätte ich eben
das Haus verlassen

kniehohes Gras
Löwenzahn im Garten
fischlos der Teich
trocken das Brunnenfroschmaul

die Fenster vorwurfsvoll
als hätte ich eine Wahl gehabt
auf der Treppe zerfallen Jahre zu Staub
noch immer mein Name am Türschild

kein Schlüssel erschließt mir Sinn
ich klingle. Stille
Splitter treffen mich
als du öffnest mit deinem Lächeln


Quelle: „In Familie“, Poesiealbum neu, Leipzig 2013
Poesiealbum neu - In Familie. Gedichte

Wir gratulieren unserem Mitglied Ingrid Miller zu ihrem 60. Geburtstag,
den sie in diesem Monat begeht.

Gedicht des Monats Dezember 2020

  • Veröffentlicht: 01.12.2020 · Zuletzt aktualisiert: 30.11.2020

Michael Manzek (*1970)
Leipzig

Eine Stadt, die dich ungeniert angähnt,
sich vielleicht sogar sehnt 
nach einem Wetter in der abweisendsten Art, 
das die Stimmung ihres Trotzes bewahrt.

Dann glaubt man in den Straßen und Gassen,
Umrisse von Spaziergängern zu sehen,
die einem lautlos nachgehen oder weit hinter sich lassen.

Eine Stadt, die dich provozierend anspuckt,
erst abwarten will, ob man sich duckt.

aus: Poesiealbum neu,  „Leipzig im Gedicht“, Leipzig 2015

Wir gratulieren unserem Mitglied Michael Manzek herzlich zum Halbjahrhundertgeburtstag im Dezember d.J. und wünschen dem
Berliner noch um einiges erfreulichere Spaziergänge in der Stadt,
in der die Lyrikgesellschaft ihren Sitz hat.

Gedicht des Monats November 2020

  • Veröffentlicht: 01.11.2020 · Zuletzt aktualisiert: 31.10.2020

Wolfgang Rischer (*1935)
Die Dömitzer Brücke

1
Weitgespannt über die Elbniederung
wo wir innehalten, die Karte zurückübersetzen
in die Wirklichkeit
(eine Daumenbreite, das ist
Eine Landschaft)
am Deich beginnt sie, der wir folgen, die
Brücke, die jäh
abbricht ins Nichts, unter uns
vor uns der Strom

Dies also ist der Rand der Republik
im Dornröschenschlaf, den wir stören

: Bleigraues Band der Elbe, Lichtreflex
Weite, die schmerzen muß
drüben –
jenseits das Ufer Wiesen so leer & fotostill
wir sehn Betonpfähle & Metall, dahinter flußauf
gedrängtes Dächerrot Kirchturmgrau so nah so fern
: Die Gedanken eine Furt

2
Verlassene Gegend, was suchen wir hier
wenn nicht den historischen Fluchtpunkt
Erschrecken, das ins Gedächtnis ragt.
Der Schlag
gegen Stahl lang in der Luft, der Nach-
hall von Geschichten in meinem Kopf
: Ut mine Festungstid – drüben, siehst du, das
ist der Ort, bewacht jetzt
das Land

Wirklichkeit ist auch das Fehlende, ist
was nicht ist. Das Winken ist noch immer
keine Brücke. Wir
sehn, eh wir gehen auf leisen Sohlen, den
alten Pfeiler im Strom, nicht tragfähig
genug
für ein Versprechen

Wir gratulieren unserem langjährigen Vorstandsmitglied
(1999-2018)zu seinem 85. Geburtstag, den er in diesem Monat
coronabedingt im viel zu kleinen Kreis feiern wird.
Umso mehr wünschen wir Gesundheit und darüber
hinaus viele weitere Gedichteinfälle.

Gedicht des Monats Oktober 2020

  • Veröffentlicht: 01.10.2020 · Zuletzt aktualisiert: 28.09.2020

Therese Chromik (*1943)
Helgoland

Ich war wo ich mich fand
und wo mich niemand suchte
auf der Insel der Dichter
wo der Himmel voller Violinen hängt
und die See nach frischgebackenem Kuchen riecht
wo es im Winter in Deutschland am wärmsten ist
wo das Lied
vom Männlein im Walde
gedichtet wurde
wo ich unglückliche Lieben auskurieren kann
wo die See wütend brüllt
wie um zu prüfen
ob ich es aushalte seeumspült
Fels in der Brandung zu sein
dann werde ich begrüßt von den Lummen
die sich an die zerklüfteten Felsen klammern
wie die Menschen an die Insel
und zeigen wie sie bleiben können
oder davonfliegen und den Ort zurücklassen
schimmernd golden

aus: „Blau ist mein Hut“, Verlag Vorwerk 8, Berlin, 2019

Wir gratulieren unserem Mitglied Therese Chromik herzlich zum 77. Geburtstag, den sie in diesem Monat begeht und wünschen viel Kreativität und Gesundheit.

Gedicht des Monats September 2020

  • Veröffentlicht: 01.09.2020 · Zuletzt aktualisiert: 31.08.2020

Eva Lübbe (*1950)
Schneeglöckchen

Zarte Spitzen
treibst Du aus frostigem Boden hervor.

Willst Du Dein Weiß
am Weiß des Schnees messen?

Erste Sonnenstrahlen helfen Dir.
Wie einen winzigen Schirm
spannst Du Dein Glöckchen auf

und läutest im Chor Deiner Schwestern
leise den Frühling ein.


Wir gratulieren unserem Mitglied auf diesem Wege herzlich zum
runden Geburtstag und wünschen Dr. Eva Lübbe noch viele Frühlinge.

Quelle: Poesiealbum neu
Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen
Leipzig 2017

Gedicht des Monats August

  • Veröffentlicht: 01.08.2020 · Zuletzt aktualisiert: 01.08.2020

Renate Maria Riehemann

Die Welt steht nicht still

Ein Leben auf die Schnelle

Mit Wünschen übervoll  

Das Schiff am Bug der Welle  

Die Welt umsegeln soll

Du gehst an Bord

Mal hier mal dort

Hast Zeit und Geld

Reist um die Welt

Was hält dich auf?

Du bist verwundbar  

Bauer nur im Spiel  

Und wirfst deine Münzen

Ins immer gleiche Ziel

Kopf oder Zahl

Es ist egal

Das Goldstück fiel

Nur in den Brunnen

Über den der Himmel lacht

Gesichter hinter Masken

Die Uhren stehen still

Gefangen hinter Mauern

Es gilt nicht, was man will

Wir sind versteckt

Der Mund bedeckt

Die Angst regiert

Es ist passiert

Die Welt steht still

Wir sind verwundbar  

Bauern nur im Spiel

Wir alle werfen Münzen

Ins immer gleiche Ziel

Kopf oder Zahl

Es ist egal

Ein Goldstück fiel

Nur in den Brunnen

Über den der Himmel lacht

https://www.youtube.com/watch?v=z-G00IYrJnA

  Musik und Produktion: Wolfgang Kahl

  Vocal: Heike Langner

  Chor: Heike Langner, Rainer Seidel, Harald Sindram

  Schlagzeug: Niklas Kahl

Poesie & Narrheit – ist erschienen

  • Veröffentlicht: 22.07.2020 · Zuletzt aktualisiert: 28.09.2020

Kaum ein Dichter wird in deutschsprachigen Gedichten der Moderne, vor allem in der Zeit nach 1945, so häufig  zitiert, adressiert und porträtiert wie Friedrich Hölderlin.

Anlässlich der 250. Wiederkehr von Hölderlins Geburtstag ist ihm diese Ausgabe gewidmet. Eine fundierte Rezension findet sich in der Leipziger Internetzeitung vom 24. September 2020.

102 Autorinnen und Autoren vereint die Nr. 2/2020 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ – die jetzt erschienen ist. Eine erste Rezenion finden Sie in der Leipziger Internetzeitung: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/09/Poesie-Narrheit-Das-neue-Poesiealbum-neu-ist-ein-vielstimmiges-Bekenntnis-zum-unvergessenen-Geburtstagskind-350458

Verbindliche Bestellungen richten Sie bitte per E-Mail an: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Ausgabe umfasst 92 S. und kostet 7,50 €.

Die Autorinnen und Autoren:

Manfred Ach

Esther Ackermann

Johanna Anderka

Michael Augustin

Yvonne Balg

Marianne Beese

Jochen Berendes

Eva-Maria Berg

Franziska Beyer-Lallauret

Hans Gustav Bötticher

Sabine Brandl

Timo Brandt

Wolfgang Braune-Steininger

Hans Dietrich Bruhn

Lars-Arvid Brischke

Daniel Büttrich

Ingo Cesaro

Georg Oswald Cott

Udo Degener

Doris Distelmaier-Haas

Stéphanie Divaret

Jens-Fietje Dwars

Eckhard Erxleben

Leonhard Ehlen

Patricia Falkenburg

Wolfgang Franke

Peter Frömmig

Tuncay Gary

Carlos Gluschak

Peter Gosse

Joachim Gräber

Ralph Grüneberger

Hans-Jürgen Heise (Ps.)

Gisela Hemau

Jörg Hirsch

Sibylle Hoffmann

Johann Christian Friedrich Hölderlin

Dieter Höss

Jan-Eike Hornauer

Roman Israel

Horst Jahns

Johanne Jastram (Ps.)

jottpeh (Ps.)

Stefan Kabisch

Christine Kappe

Karl Kirsch

Eva Kittelmann

Manfred Klenk

Kathrin Knebusch

Katharina Körting

Josef Krug

Grit Kurth

Christine Langer                                            

Anton G. Leitner

Dieter Liewerscheidt

Britta Lübbers

Gustav Lüder

Dietrich Machmer

Helmut Martens

Wolfgang Mayer König

Lisa Elina Memmeler

Eline Menke

Gerd Meyer-Anaya

Sabine Minkwitz

Manfred Moll

Sofie Morin

Andreas Müller

Christoph Müller

Jörg Neugebauer

Walter Neumann

Klaus Nührig

Johann Peter

Jutta Pillat

August von Platen

Nada Pomper

Ariane Hassan Pour-Razavi

Helga Rahn

Anne Rauen

Lutz Rathenow

Andreas Reimann

Andreas-Wolfgang Rohr

Franziska Röchter

Mike Rother

Wolfgang Rischer

Silke Rudl

Bärbel Sanchez

Jürgen Sanders

Ulrich Schacht

Tamara Schinner

André Schinkel

Maren Schönfeld

Ulrich Schröder

Ernst Schulze

Christiane Schulz

Hellmut Seiler

Michael Stahl

Heidrun Stödtler

Ulrich Straeter

Maria Anna Stommel

Bernd Storz

Rüdiger Stüwe

Michael Spyra

Magnus Tautz

Geplant sind zur Präsentation dieser Ausgabe eine Veranstaltung am 26. September 2020 in Leipzig und am 27. Oktober 2020 eine weitere in Tübingen. Nähere Informationen dazu rechtzeitig auf dieser Webseite.

Titelbild nach einem Gemälde von Andreas Weißgeber.

Gedicht des Monats Juli 2020

  • Veröffentlicht: 01.07.2020 · Zuletzt aktualisiert: 30.06.2020

Hartmut Brie (*1943)

Zwischenmenschliches

Ein Wort gibt das andere bei Intoleranz in mieslichen Lebenslagen,
die Streitkultur der Demokratie ist ein strapaziöser Weg,
das tägliche Einerlei bietet keinen Raum für Freundschaftsdienste,
die digitale Welt ergreift Besitz vom Menschen als einem Ganzen,
das Zwischenmenschliche bleibt auf der Strecke ohne Widerspruch,
der Zeitgeist außer Gefecht in zugestellten Dunkelkammern.
Manchmal Sätze auf dem Sprung zu einem Mosaik aus Wortfeldern,
die Menschenrechte als Endprodukt noch immer in Klammern,
die Würde des Menschen ein kostbares Gut auf politischen Stelzen,
die Konflikte auf der ganzen Erde nichts als traurige Bilanzen
einer Fehlinterpretation von unmissverständlichen Regeln im Klartext,
wir streiten öffentlich um Kultur als höchstes Bildungsprivileg.

Quelle: LyrikZeit, deine zeitschrift für lyrik

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Arbeitsgemeinschaft
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