Ehrungen für unsere Mitglieder Ursula Krechel und Wolfgang Mayer König

  • Veröffentlicht: 24.11.2020 · Zuletzt aktualisiert: 24.11.2020

Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Ursula Krechel wurde auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des deutschen PEN, die am 20.11.2020 digital stattfand, zur neuen Ehrenpräsidentin gewählt. Mit der Ernennung ehrt der PEN nicht nur eine große Dichterin und Autorin, sondern erhofft sich zugleich eine schwungvolle Stimme für PEN-Themen in der Öffentlichkeit.

Ursula Krechel erhielt unter anderem 2009 den Deutschen Kritikerpreis, 2019 den Jean Paul-Preis sowie 2012 den Deutschen Buchpreis. 2020 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Dem österreichische Universitätsprofessor und Literat Wolfgang Mayer König wurde der Jakob-Prandtauer-Preis 2020 zugesprochen. Von einer Fachjury unter dem Vorsitz des Literaten und Förderungspreisträgers Thomas Fröhlich wurde der langjährige Ehrenobmann der Literarischen Gesellschaft St. Pölten nominiert.

Wolfgang Mayer Koenig

Foto: DirkBecker

In seiner Funktion als Ehrenobmann knüpfte der Träger zahlreicher Auszeichnungen, darunter das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, das Ehrenzeichen für Verdienste des Bundeslandes NÖ, der Theodor-Körner-Preis für Literatur, aber etwa auch des „Ordre des Art et des Lettres“ der französischen Republik für die LitGes. seit 2006 zahlreiche Kontakte zu öffentlichen Institutionen und privaten Kulturvereinigungen, kümmerte sich um die Pflege und Erhaltung der Kontakte sowohl zu arrivierten als auch neu akquirierten Schriftstellern in NÖ und anderen Bundesländern, des Weiteren um die Kooperation mit anderen in- und ausländischen Kulturzeitschriften aber etwa auch um die Klärung ästhetischer Fragen und solcher der Programmgestaltung der LitGes. und der Zeitschrift etcetera. Bereits in seiner Studentenzeit rief er im Jahr 1968 einen Literaturpreis ins Leben, welcher im ersten Jahrgang Elfriede Jelinek für deren allererste, noch unveröffentlichte Texte zuerkannt wurde. Er ist Herausgeber der Literaturzeitschrift LOG und Autor von zahlreichen Gedicht-, Prosa- und Essaybänden (insgesamt 46, die in 14 Sprachen übersetzt wurden).

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat St. Pölten dem Vorschlag unter TOP 25 die einstimmige Zustimmung gegeben. Bedauerlicherweise konnte die Ehrung coronabedingt nur sehr formell erfolgen: https://drive.google.com/file/d/1hyaahIdfuCEKDaYiE92IGxbKl0-dxcib/view

Beide ausgezeichnete Mitglieder, denen wir auf diesem Wege zu der Ehrung gratulieren, konnten wir bereits bei Veranstaltungen der Lyrikgesellschaft als Mitwirkende im Leipziger Haus des Buches begrüßen. Ursula Krechel bei den ersten „Tagen der Poesie“ 2010 und Wolfgang Mayer König bei der Veranstaltung zu Ehren Karl Krolows im Sommer 2019.

Foto von Ursula Krechel: Gerald Zörner

Echt jetzt? Eine umfangreiche Empfehlung.

  • Veröffentlicht: 01.09.2020 · Zuletzt aktualisiert: 28.09.2020

Empfehlung des Monats · September 2020
von Ralph Grüneberger

Es ist eine Freude, dass Einzelausgaben in der Reihe „Poesiealbum“ aus dem Märkischen Verlag dem Werk einzelner Mitglieder der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik gelten, so Therese Chromik, Róža Domašcyna, Carl-Christian Elze, Christoph Kuhn, Christoph Meckel, Andreas Reimann und Christiane Schulz (Zeitraum 2010 bis 2020). Zudem fühlt man sich bestätigt, wenn die eine oder andere 2017 persönlich ausgesprochene Empfehlung in Wilhelmshorst aufgegriffen wurde, auch wenn dies stillschweigend geschah. Doch die Freude ist nicht ungetrübt. Dazu am Ende mehr. Zunächst wollen wir uns an je einem Gedicht erfreuen, das diese sieben Autorinnen und Autoren aus den Reihen der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. veröffentlicht haben. Aus urheberechtlichen Gründen ergänzen wir die sechs Gedichte aus dem jeweiligen „Poesiealbum“ mit dem Abdruck eines Gedichtes von Christoph Meckel aus unserem Auftaktheft vom Frühjahr 2007.

Christoph Meckel (1935-2020)
Smetana
23. April 1884

Jabkenice im heiteren Böhmen.
Stocktaub, das ist er schon lange.
Die Melodien zerfallen
im Tosen des leeren Gehirns,
der Silberton ist erloschen in seiner Stimme,
aber das Auge liebt noch Laub und Wasser.

Erzähle den Herren in Prag,
wie meine Seele bewegt ist.
Es war nicht in meiner Macht, es ist das Geld,
es fehlen die Gulden.
Der die Grundharmonika der Nation schuf,
aber die Herren in Prag.

Dunkel, Nässe, der Tag brach an.
Vor der Holztreppe stand der Wagen.
Dem Herrn Forstmeister rannen
Tränen über die Wangen,
als er die Decken brachte. Er saß im Wagen,
ganz geistesabwesend.
Alles weinte.

Ärztliches Gewahrsam, Staatliche Anstalt.
Die Coda ist kurz,
er kommt nicht wieder.

Quelle: Poesiealbum neu, Nr. 1/2007, Leipzig 2007
Das Gedicht ist nicht im Poesiealbum 288 enthalten.

***

Poesiealbum 307
Christiane Schulz (*1955)
Der Geist der Mirabellen

Es ist das Graubrot
das hart wird und sauer
immer härter und immer saurer
nimmt es der Mirabellenkonfitüre
das zarte Bitter das Graubrot
das wir immer schon aßen
Geliebter mit dem Geschmack
von Mirabellenkonfitüre
ehe es hart wurde das Brot
und sauer viel saurer
als das Fruchtbitter von den Mirabellen
nach dem das Küssen schmeckte
ehe es hart wurde
und sauer das Graubrot

© Christiane Schulz

                              ***

Poesiealbum 336
Andreas Reimann (*1946)
ARCHE DER DINGE

Zu paaren traben nach den kakerlaken
die autos in die arche, cola-dosen
nebst plastik-tüten und silastik-hosen.
Aus kinderzimmern kriechen gummi-kraken
behände auf das deck, recorder beaten,
um einlaß bittend. Spuckende computer
verdrängen noah hackerisch vom ruder.
Das bier büchst aus, die einweg-flaschen mieten
als deponie sich das gefähr-schiff an.

Und treibt aus einer planke auch ein reis:
Ist es gerecht, o herr, dass du uns schonst? –
Die gülle steigt. Hebt so nur ab der kahn?

O herr, verzeih mir, dass ich ahnend weis:
Die sintflut kostet viel. Und ist umsonst.

© Andreas Reimann

***

Poesiealbum 337
Therese Chromik (*1943)
Unwiderrufliches
nach Mutters Tod

Wollen Sie das Dokument
endgültig löschen?
fragt mich der Computer
als ich die Dateien auf deinem Computer
zu löschen beginne
deine Gedanken Gefühle Worte
die du gespeichert hast
ich finde sie wieder
wollen Sie das Dokument
wieder herstellen?
ja, sage ich,
immer wieder.

© Therese Chromik

                                ***

Poesiealbum 348
Christoph Kuhn (*1951)
Neuer Herbsttag
nach Rainer Maria Rilke

Herr, welche Zeit. Der Sommer ist sehr heiß.
Längst schon steht Herbst auf den Kalenderblättern.
Mit diesen Wettern stimmt‘s nicht, wie man weiß.

Nicht nur sind alle letzten Früchte voll;
so manche Pflanze zeigt noch einmal Blüten,
und andere, von weither aus dem Süden,
erbringen hierzulande bald ihr Soll.

Wer jetzt kein Haus hat mit Solaranlagen,
wer jetzt noch nicht den Strom gewechselt hat,
wird wachen, fernsehn, lange skypen, statt
nach dem Warum und dem Wohin zu fragen;
die Antwort steht auf einem andern Blatt.

© Christoph Kuhn
(Erstveröffentlicht in Poesiealbum neu 1/2017)

***

Poesiealbum 353
Carl-Christian Elze (*1974)

vor 13.8 milliarden jahren, im ersten milliardstel eines
milliardstels eines milliardstels einer milliardstel sekunde
blähte sich unser universum um das zehn-billionen-
billionen-fache auf: von subatomaren dimensionen
zu der größe eines fußballs, so sagt man im april
des jahres 2014. in diesen urknallball war unsere liebe
schon eingraviert, aber vorher noch sonnen
planeten und monde, das ganze schwerkraftding
musste sich einschaukeln, liebes, das dauert ein bisschen.
auch unsere kugel, aus sternenstaub zusammengepappt
war nicht gleich fest; doch irgendwann zellen
unter wasser: einzelne, tänzelnde, noch unsterbliche
gebilde, ewige teilungen, plasmaeinschnürungen:
aus eins wird zwei ohne rest. erst später zusammenkünfte
vielzellereien, die erfindung der leiche: volvox
die kugelalge, muss als erste dran glauben
ihr körper gesprengt bei der geburt ihrer töchter.
überall leichen! – aber pflanzen behalten immer die
nerven, liebes, nicht wahr .. ganz anders als wir.
überhaupt PFLANZEN! ohne sie keine liebe.
wie göttliche diener verschenken sie zucker und luft.
tiere erscheinen: fische und saurier, mollusken
und vögel, kiemen und lungen, die erste milch
die aus den zitzen tropft, die ersten säuger:
unauffällige kleingewachsene, huschende objekte …
und auch wir mussten erst in form gebracht werden
liebes: affen und menschen, milliarden von
menschen, lucy und ötzi, immer wieder zerlegt
nach wenigen jahren von bakterien und pilzen
(in einer handvoll erde oder in deinem wunderschön
geschwungenen mund leben mehr bakterien
als jemals menschen auf dieser welt herumspaziert
sind, so sagt man im april des jahres 2014)
schließlich wir: mit großen gehirnen, kaum fell
trinken milch und wachsen heran, fast ohne instinkte:
wir lernen und lernen, überleben und finden
uns schließlich, erkennen uns schließlich
mitten in der nacht, auf einer straße in
münchen, unter zerschossenen laternen
und fühlen uns plötzlich – unerklärlicherweise
albernerweise – unzerstörbar und lachen
und unser lachen rast um die sonne, du weißt schon
wie wahnsinniger, glücklicher staub …

© diese kleinen, in der luft hängenden, bergpredigenden gebilde.
Gedichte. Verlagshaus Berlin 2016 (2., überarbeitete Auflage 2019).

                               ***

Poesiealbum 354
Róža Domašcyna (*1951)
Triangel regional III. Für O. P.

ja du ha du
gehst einkoofwatsch holwatsch schejdwatsch
schakata schaka scheckiger schäker
armbanduhjurij adapeter afrodyter alles
allez!
loses losyski los im moos
bloß und an dann animaliski
poetiski ritki a titki zuletzt besetzt vonner
altliebe walt siebe und nudelbretter halt
hiebe hriby griby die husch kusch
in deinem bett brett net
klimmt klimbora klimperklein 
daliegt und daliebt da du ducy dale mich
Milena Minna Mirjam naschest nasch
ich dich tebje gebe
fajna frejna frohen freier frei 
ei ein zögling hering harjenk der hängt
an der decke der strecke der flecke ich recke
meine seine reine lust mußt
das nicht nennen bekennen
moje boje pupille pille und das was ich faß allas!
verlassen
sattle mir hippe und hille stoj auf zur quadrille
zwirn zu die mantille
näh dich ein rein mein stier jetzt
tschier das joj –
wie die spodki und schpotki das einkoofwane
und namolwane das verneinwane und vereiswane
fortfliegt und daliegt biegt und rügt das
ganze und stanze und tanze poj!
Juan Joan Johann Jan
in den armen der Carmen erbarmen
hamende alarmen
am ende hamjen
amen

© Róža Domašcyna


Nun leider zum Unerfreulichen, denn die Wahrheit stellt sich nicht von selber ein:

Die im Herbst 2007 vom Leiter des Kleinverlages, Dr. Klaus-Peter Anders, in Wilhelmshorst begonnene Fortsetzung der 40 Jahre zuvor im Verlag Neues Leben entstandenen Lyrikreihe „Poesiealbum“ ist immer wieder ins Zwielicht geraten. Auf den Ur-Herausgeber Bernd Jentzsch folgte schon nach extrem kurzer Zeit Richard Pietraß, der nach Jentzsch überdies die Reihe in den Endsiebzigern im Verlag Neues Leben betreut hatte, um dann ebenfalls die Zusammenarbeit mit dem Märkischen Verlag aufzukündigen. Als mir gegenüber zwei Autorinnen und ein Herausgeber hinsichtlich des schlechten Stils des Kleinverlegers Anders den Wunsch geäußert haben, ich solle doch als Initiator des „Poesiealbum neu“ auch die Reihe der Einzelhefte übernehmen, war das natürlich schmeichelhaft, wenn auch kaum überraschend, hatte ich doch selbst meine Erfahrung mit Herrn Dr. Anders gemacht, der noch 2015 das „Poesiealbum neu“ als „Vereinszeitschrift“ diskreditierte. Ein solches Ansinnen, wie es die Betroffenen äußerten, bedeutet natürlich eine Würdigung der 2005 von mir initiierten Gründung der Zeitschrift „Poesiealbum neu“, allerdings widerspräche die Umsetzung dem Satzungslatein eines gemeinnützigen Vereins, der für das prononcierte Herausheben Einzelner keinerlei Eigenmittel verwenden darf.

Bernd Jentzsch und Ralph Grüneberger – mit den beiden ersten Ausgabe des „Poesiealbum neu“ im Herbst 2007
Foto: Jörn Schinkel

Im Herbst 2007, als Bernd Jentzsch, den wir bereits vor der Redaktion der ersten Ausgabe im Jahre 2006 in Kenntnis der Gründung unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ setzten, stolz die im Märkischen Verlag erschienene Nummer 277 mit Gedichten Peter Huchels in einer Veranstaltung (und mit Vergütung) der Lyrikgesellschaft präsentierte, standen wir vor einem Dilemma. Der Verlag Neues Leben Berlin, nach 1990 Teil der Eulenspiegel Verlagsgruppe, der uns 2006 die Erlaubnis erteilt hatte, das tradierte Erscheinungsbild für unsere Zeitschrift verwenden zu dürfen, ließ uns wissen, dass diese Erlaubnis nicht zweimal vergeben werden könne, und empfahl uns, eine Einigung mit dem Märkischen Verlag Wilhelmshorst herbeizuführen. Keine Frage, dass wir das versucht haben. Natürlich hätten wir als Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik darauf bestehen können, dass wir allein das Äußere des „Poesiealbum“ fortführen und eine dementsprechende Unterlassungsklage herbeiführen können. Aber das hätte nicht nur unserem Ansehen, sondern auch der Gattung selbst geschadet. Gute Lyrik kann es nicht genug geben. Somit formulierte ich im Einvernehmen mit Herrn Dr. Anders eine Presse-Information, um beide Reihen, die sich im Grunde nicht im Wege standen und zudem ihre Wurzeln im System der Edition haben, gemeinsam zu bewerben. Da das Netz nichts vergisst, lässt sich auch heute noch auf die von mir verfasste Pressemeldung verweisen: https://lyrikzeitung.com/2007/11/04/39-poesiealbum-und-poesiealbum-neu-2/

Dass wir dann wenig später von Dr. Klaus-Peter Anders vehement enttäuscht wurden, indem er einerseits in allen Interviews, die Kenner der traditionellen Lyrikreihe mit ihm führten, uns als tatsächliche Wiedererwecker der Reihe schlichtweg unterschlug, und andererseits einzig Interesse an den Adressen unserer Abonnenten zeigte, war der Beginn einer Missachtung, die u.a. darin mündete, dass die 2007 manifestierte Aufgabenteilung –  wir die Ausgaben mit Anthologie-, der Märkische Verlag die mit dem Solo-Charakter – ohne Abstimmung unterlaufen wurde und im Mantel des „Poesiealbum“ eine Anthologie „Gedichte aus Neuseeland“ erschien, der kurz darauf eine mit „Gedichte[n] aus Finnland“ folgte. Gab es bis etwa 2009 noch die von einer Enthusiastin privat betriebene Poesiealbum-Domain, die die gesamte Entwicklung aufzeigte, d.h. sowohl die Ausgaben des „Poesiealbum neu“ (2007 ff) als auch des „Poesiealbum“ (seit 1967 und ab Nr. 277 bis dato), übernahm Kleinverleger Anders diese Domain und stutzte sie auf sein Blickfeld zurecht. Doch dessen nicht genug. In seiner stoischen Art wurde und wird er nicht müde, die Tatsachen zu verdrehen. Vor gar nicht langer Zeit nutzte er den persönlichen Kontakt zu einem seiner „Poesiealbum“-Autoren und gab diesem auf den Weg, er möge uns doch bitteschön nahezulegen, auf den Titel und das Äußere unserer Zeitschrift zu verzichten. Zum anderen ist Herr Dr.  Anders dreist genug, um die in seinem Verlag von wechselnden Herausgebern editierte Reihe als „die ECHTE“ zu besiegeln. So, als hätte es die Anthologien, die als Sonderhefte in jährlicher Folge vor knapp 50 Jahren (!) im Zusammenhang mit den Poetenseminaren der Freien Deutschen Jugend das erste Mal erschienen sind, nie gegeben. Das „Poesiealbum neu“ ist an diesen Anthologien geschult, das ist nicht zu übersehen, auch wenn die Redaktion bereits mit der 3. Ausgabe (2008) den Kreis der einbezogenen Autorinnen und Autoren auch auf Nichtmitglieder der GZL erweitert hat und einzelne Rubriken (das Interview 7 Fragen zur Lyrik, Der Gast, Klassik, Fundstück) dazugekommen sind.

Poeseialbum neu: Konsum & Kommerz. Foto: Karin Lichtenberger-Eberling

Desweiteren entstanden Ausgaben mit Notaten, Sonderausgaben mit Gedichten von Schülerinnen und Schülern nach einem Gedichtwettbewerb, vereinten wir Autorinnen und Autoren aus Leipzigs Partnerstädten, zu denen Literaturnobelpreisträger gehören, oder trafen eine Auswahl an Texten politischer Gefangener. Ist das alles „unecht“?

Eigentlich sollte man sich daran erheitern können, wenn die Irreführung des Herrn Dr. Anders nicht so erfolgreich wäre und selbst einer der hier Präsentierten, der voller Vorfreude das Erscheinen seines „Poesiealbum“ per Rundmail bewarb, unbekümmert die Darstellung des Märkischen Verlages verbreitete: „Die Lyrikreihe, begründet von Bernd Jentzsch, erschien in der DDR monatlich zwischen 1967 und 1990 im Verlag Neues Leben Berlin und war eine preiswerte Möglichkeit, Poesie deutscher und internationaler Lyriker kennenzulernen. Dann folgten 17 Jahre Pause. Im Herbst 2007 belebte dann der Märkische Verlag, ansässig in Wilhelmshorst, zusammen mit dem Begründer der Reihe Jentzsch das Poesiealbum wieder.“ Tja, wie ist das mit der Erinnerungs-Pause, wann wird sie zur Gedächtnislücke? In einer von Dritten geförderten Reihe innerhalb des „Poesiealbum“ geht der Märkische Verlag „gegen das Vergessen“ an. Wir auch.

Ralph Grüneberger, Initiator und Herausgeber des „Poesiealbum neu“, von ihm erschien 1984 das „Poesiealbum 198“ im Verlag Neues Leben Berlin

Im Zeitraum 1. September bis 31. Dezember 2020 zeigt die GZL in ihrem LYRIK-SCHAUFENSTER im Haus des Buches (1. Etage) diese Ausgaben und einige mehr: „Das Poesiealbum und das Poesiealbum neu – beide in Echtzeit“

Die Empfehlung des Monats ist ein kostenfreier Service der GZL. Die eigenverantwortlichen Beiträge der Autorinnen und Autoren können, aber müssen nicht die Meinung des Vorstandes wiedergeben.





Poesie & Narrheit – ist erschienen

  • Veröffentlicht: 22.07.2020 · Zuletzt aktualisiert: 28.09.2020

Kaum ein Dichter wird in deutschsprachigen Gedichten der Moderne, vor allem in der Zeit nach 1945, so häufig  zitiert, adressiert und porträtiert wie Friedrich Hölderlin.

Anlässlich der 250. Wiederkehr von Hölderlins Geburtstag ist ihm diese Ausgabe gewidmet. Eine fundierte Rezension findet sich in der Leipziger Internetzeitung vom 24. September 2020.

102 Autorinnen und Autoren vereint die Nr. 2/2020 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ – die jetzt erschienen ist. Eine erste Rezenion finden Sie in der Leipziger Internetzeitung: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/09/Poesie-Narrheit-Das-neue-Poesiealbum-neu-ist-ein-vielstimmiges-Bekenntnis-zum-unvergessenen-Geburtstagskind-350458

Verbindliche Bestellungen richten Sie bitte per E-Mail an: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Ausgabe umfasst 92 S. und kostet 7,50 €.

Die Autorinnen und Autoren:

Manfred Ach

Esther Ackermann

Johanna Anderka

Michael Augustin

Yvonne Balg

Marianne Beese

Jochen Berendes

Eva-Maria Berg

Franziska Beyer-Lallauret

Hans Gustav Bötticher

Sabine Brandl

Timo Brandt

Wolfgang Braune-Steininger

Hans Dietrich Bruhn

Lars-Arvid Brischke

Daniel Büttrich

Ingo Cesaro

Georg Oswald Cott

Udo Degener

Doris Distelmaier-Haas

Stéphanie Divaret

Jens-Fietje Dwars

Eckhard Erxleben

Leonhard Ehlen

Patricia Falkenburg

Wolfgang Franke

Peter Frömmig

Tuncay Gary

Carlos Gluschak

Peter Gosse

Joachim Gräber

Ralph Grüneberger

Hans-Jürgen Heise (Ps.)

Gisela Hemau

Jörg Hirsch

Sibylle Hoffmann

Johann Christian Friedrich Hölderlin

Dieter Höss

Jan-Eike Hornauer

Roman Israel

Horst Jahns

Johanne Jastram (Ps.)

jottpeh (Ps.)

Stefan Kabisch

Christine Kappe

Karl Kirsch

Eva Kittelmann

Manfred Klenk

Kathrin Knebusch

Katharina Körting

Josef Krug

Grit Kurth

Christine Langer                                            

Anton G. Leitner

Dieter Liewerscheidt

Britta Lübbers

Gustav Lüder

Dietrich Machmer

Helmut Martens

Wolfgang Mayer König

Lisa Elina Memmeler

Eline Menke

Gerd Meyer-Anaya

Sabine Minkwitz

Manfred Moll

Sofie Morin

Andreas Müller

Christoph Müller

Jörg Neugebauer

Walter Neumann

Klaus Nührig

Johann Peter

Jutta Pillat

August von Platen

Nada Pomper

Ariane Hassan Pour-Razavi

Helga Rahn

Anne Rauen

Lutz Rathenow

Andreas Reimann

Andreas-Wolfgang Rohr

Franziska Röchter

Mike Rother

Wolfgang Rischer

Silke Rudl

Bärbel Sanchez

Jürgen Sanders

Ulrich Schacht

Tamara Schinner

André Schinkel

Maren Schönfeld

Ulrich Schröder

Ernst Schulze

Christiane Schulz

Hellmut Seiler

Michael Stahl

Heidrun Stödtler

Ulrich Straeter

Maria Anna Stommel

Bernd Storz

Rüdiger Stüwe

Michael Spyra

Magnus Tautz

Geplant sind zur Präsentation dieser Ausgabe eine Veranstaltung am 26. September 2020 in Leipzig und am 27. Oktober 2020 eine weitere in Tübingen. Nähere Informationen dazu rechtzeitig auf dieser Webseite.

Titelbild nach einem Gemälde von Andreas Weißgeber.

Die Ringelnatz-DVD ist erschienen

  • Veröffentlicht: 21.03.2020 · Zuletzt aktualisiert: 30.03.2020

28 Gedichtfilme aus Australien, Deutschland, Österreich und Schottland

Pünktlich zum „Welttag der Poesie 2020“, den wir in diesem Jahr in 9 Städten Deutschlands zu Ehren von Joachim Ringelnatz feiern wollten, was uns der Coronavirus zunichte machte, liegt sie vor, die DVD aus unserem höchstwahrscheinlich letzten Gedichtfilmwettbewerb „Wassertropfen & Seifenblase“.

Diese DVD erscheint als Sonderausgabe der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ zum Text-Hörbuch „Wassertropfen & Seifenblase“ und zeigt eine Auswahl der Einsendungen im 4. Internationalen Gedichtfilmwettbewerb der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

Booklet

Unterstützer des Wettbewerbs sind die Saxonia Media Filmproduktions GmbH, die Leipziger Buchmesse, die Ringelnatz-Gesellschaft Cuxhaven e.V., der Joachim-Ringelnatz Verein e.V. Wurzen, das Kulturhistorischen Museum Wurzen, die Waldmann KG, die Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, das Ringelnatz-Hotel in Rostock-Warnemünde und die Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanäle (SAEK).

Einmalige limitierte Auflage von 200 Exemplaren.

Preis 20+5 EUR / d.h. 5 EUR davon spenden wir den Opfern der Brandkatastrophe in Australien.

Ihre Bestellungen richten Sie bitte an kontakt@lyrikgesellschaft.de

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit und bestellen Sie für sich und am besten auch für andere Zuhausebleiber diese DVD. Eines ist sicher, die Filme bringen Sie auf andere Gedanken.

Lesen Sie eine erste Rezension: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/03/Wassertropfen-Seifenblase-Die-DVD-mit-den-Gedichtfilmen-zu-den-nachdenklichsten-Ringelnatz-Gedichten-322157

Heimat & Heimatverlust – ist im März 2020 erschienen und ab sofort lieferbar

  • Veröffentlicht: 05.02.2020 · Zuletzt aktualisiert: 24.03.2020

Nachdem uns mehrere hundert Zuschriften aus 10 Ländern erreichten, die vier pralle Ordner füllten, ist die Auswahl getroffen. Statt des eigentliches Heftes mit 32 Seiten erscheint wiederum ein Doppelheft, das die Gedichte von 83 Autorinnen und Autoren vereint. Im Einklang mit den drei Fundstücken von Max Hermann-Neiße (1886-1941), Mascha Kaléko (1907-1975) und Ernst Schulze (1789-1817) kommen – neben zahlreichen bereits bekannten – auch viele weniger bekannte Autorinnen und Autoren zu Wort. Die Spanne reicht vom Jahrgang 1933 bis zum Jahrgang 1998.

Die Autorinnen und Autoren der Ausgabe 1/2020 des Poesiealbum neu:

Sabine Abt

Manfred Ach

Bettina Ambühl-Honegger

Johanna Anderka

Michael Augustin

Marianne Beese

Eva-Maria Berg

Franziska Beyer-Lallauret

Barbara Biegel

Marlies Blauth

Detlev Block

Rosa Both

Hans Dietrich Bruhn

Oliver Bruskolini

Ingo Cesaro

Tetyana Dagovych

Herta Dietrich

Ulrike Diez

Lina Duppel

Rumiana Ebert

Faten El-Dabbas

Patricia Falkenburg

Barbara Finke-Heinrich

Beate Fischer

Ingrid Gorr

Joachim Gräber

Dora Hauch

Kerstin Hensel

Max Herrmann-Neiße  

Jan-Eike Hornauer

Nikola Huppertz

Regina Jarisch

Mascha Kaléko

Stefanie Kemper

Manfred Klenk

Michael Koch

Stephan Krawczyk

Anton G. Leitner

Eva Lübbe

Hans-Hermann Mahnken

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Renate Meier

Karola Meling

Manfred Moll

Klaus Nührig

B.S. Orthau  

Tobias Pagel

Ursula Pickener

Claudia Pistilli

Helga Rahn

Lutz Rathenow

Andreas Reimann

Helmut Richter

Marianne Rieger

Wolfgang Rischer

Andreas-W. Rohr

Jan Hendrik Rübel

Sonja Ruf

Jörn Sack

Laura Schiele

André Schinkel

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Marlene Schulz

Helga Schulz Blank

Ernst Schulze

Christiane Schwarze

Thomas Sobczyk

Ju Sobing

Werner Somplatzki

Werner Stangl

Christine Steindorfer

Stellmäcke

Carsten Stephan

Wolfgang Stock

Heidrun Stödtler

Bernd Storz

Rüdiger  Stüwe

Dietmar Thate

Ruth Werfel

Katja Winkler

Waltraud Zechmeister

Preis des Heftes 6,50 EUR, Umfang 76 S.

Titelbild nach einem Gemälde von Titus Schade

© VG Bild-Kunst

Am 24. März 2020 erschien in der Leipziger Internetzeitung diese Rezension: https://www.l-iz.de/bildung/buecher/2020/03/Heimat-Heimatverlust-Poesiealbum-neu-versammelt-zuweilen-sehr-ironische-Texte-zum-Thema-Lebensort-und-Sehnsuchtsraum-322977

Das Poetische des Vergangenen – Ralph Grünebergers Herbstjahr

  • Veröffentlicht: 01.02.2020 · Zuletzt aktualisiert: 26.01.2020

Empfehlung des Monats · Februar 2020
von Marcus B. Richter


Der Roman Herbstjahr von Ralph Grüneberger schildert anhand einer Gruppe junger Leipziger zum einen den Beginn der friedlichen Revolution im Jahre 1989 in der damaligen DDR (einer der Protagonisten gerät in die ersten größeren Montagsdemos in Leipzig und beginnt, sich bei den Demonstrierenden zu engagieren, sein Freund nutzt die sich plötzlich aufgrund des bröckelnden eisernen Vorhangs ergebenden Fluchtmöglichkeiten und geht in den Westen), zum anderen – ein Jahr später – die Versuche der Protagonisten, mit den Folgen des totalen Umbruchs  ihrer  bisherigen Lebensverhältnisse zurechtzu- kommen.

Grüneberger gelingt es, in einfühlsamer Weise und mit viel Liebe zum Detail das Lebensgefühl und die Wirklichkeit von Menschen zu schildern, die sich buchstäblich von einem Tag auf den nächsten in einer anderen Welt wiederfinden und damit klarkommen müssen, was ihnen im Übrigen gut gelingt, da sich keiner von ihnen durch Rückschläge aus der Bahn werfen lässt. Die Protagonisten finden sich letztlich alle in Leipzig wieder,  und zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung – ein gutes Jahr nach Beginn der Handlung von Herbstjahr  –  scheinen alle nach diversen Schwierigkeiten und Rückschlägen auf einem guten Weg und in der neuen Welt angekommen zu sein. Leider endet die Geschichte dann – überraschend für die beiden Hauptfiguren des Romans – aber doch nicht so gut, wie es lange den Anschein hat. Hier haben wir wohl eine Metapher dafür, dass sich auch in der Realität des Landes nach der Wende nicht nur positive Entwicklungen vollzogen, sondern auch negative Kräfte freigesetzt wurden. Die Wirklichkeit erweist sich letztendlich als vielschichtiger, als sie zunächst nach den Umbrüchen und dem scheinbar  erfolgreichen Neubeginn erschien.

Für den Autor dieser Zeilen, der als „Wessie“ die damaligen Ereignisse zwar mit höchstem Interesse verfolgte und seinerzeit selbst von dem Wunsch nach einer Wiedervereinigung des Landes träumte, aber diese damals lediglich als außenstehender Beobachter verfolgen konnte, bietet das Buch faszinierende Einblicke in das Innenleben und die wirklichen Befindlichkeiten der Menschen, die damals den großen Umbruch mit ausschließlich friedlichen Mitteln zugleich erkämpft und „erlitten“ haben. Das Buch ist spannend geschrieben und sehr lesenswert.

Eine angehängte, ebenso detail- wie umfangreiche Chronologie der Jahre 1989 und 1990 bringt die damaligen Geschehnisse nochmal in Erinnerung und dürfte für jeden, der sich gern an die Ereignisse erinnert oder seine Erinnerungen daran auffrischen möchte, ebenfalls eine lohnende Lektüre sein.


Ralph Grüneberger, Herbstjahr. Roman
Gmeiner Verlag, September 2019
314 Seiten, 12 x 20 cm, Paperback
Buch 14,– € / E-Book 9,99 €*
ISBN 978-3-8392-2483-0

Poesiealbum neu: New York-Gedichte erschienen

  • Veröffentlicht: 22.12.2019 · Zuletzt aktualisiert: 26.02.2020

Als Nummer 2/2019 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ haben wir zum Ende des Jahres unter dem Titel „Hauptstadt der Sehnsucht“ Gedichte zur Megametropole auf dem nordamerikanischen Kontinent veröffentlicht. Erstmals wurde in eine Ausgabe des „Poesiealbum neu“ ein Fotozyklus aufgenommen. Der Berliner Fotokünstler Antonius, der Kontakt zur Lyrikgesellschaft seit seinem Gewinn beim Gedichtfilmwettbewerb „Tugenden & Sünden“ hält (hier erhielt er mit der Edelfeder der Waldmann KG den Preis für die besondere Handschrift), ist ein Kenner dieser Weltstadt und bietet dem Betrachter Blickwinkel fern der touristischen Abziehbilder.

„Hauptstadt der Sehnsucht. New York-Gedichte und Fotografien“ umfasst 82 Seiten und kostet 8,70 € und ist ab sofort über die E-Mail-Adresse der GZL kontakt@lyrikgesellschaft.de bestellbar, die Auslieferung erfolgt zu Beginn des neuen Jahres. Eine ausführlich Rezension der Ausgabe findet sich in der Leipziger Internetzeitung vom 26.12.2019. Eine weitere Besprechung erschien auf FIXPOETRY Wir reden über Literatur.

Die Ausgabe 2/2019 enthält Gedichte und einige Übersetzungen ins Amerikanische von

Johanna Anderka

Michael Augustin

Eva-Maria Berg

Heidi Bergmann

Hartmut Brie

Ingo Cesaro

Ulrike Diez

Siegmar Faust

Julietta Fix

Peter Frömmig

Christine Graf

Ralph Grüneberger

Gisela Hemau

Dieter Höss

Ron Horwege

Nikola Huppertz

Yehuda Hyman

Christine Kappe

Paul Alfred Kleinert

Stephan Krawczyk

Gabriele Kromer

Augusta Laar

Joanna Lisiak

Salean A. Maiwald

Wolfgang Mayer König

Walter Neumann

Undine Marion Pelny

Utz Rachowski

Jörg Seifert

Gabriele Stötzer

Daniel Stojek

Monika Taubitz

Holger Teschke

Martin A. Völker

Eine auf 20 Exemplare limitierte Sonderausgabe, die von Ralph Grüneberger und Antonius signiert wurde, enthält eine DVD des gemeinsamen Gedichtfilms „12. September“ sowie einen von Antonius signierten Metall-Fotoprint (Format 20 x 30 cm) und kostet 55,55 €. Die Einnahmen sollen dabei helfen, 2020 eine Präsentation dieser Ausgabe zu finanzieren. Verbindliche Bestellungen bitte ebenfalls an kontakt@lyrikgesellschaft.de richten.

Größe spüren. Musikgedichte

  • Veröffentlicht: 21.05.2019 · Zuletzt aktualisiert: 23.06.2019

Ende Juni 2019 erscheint die Nr. 1/2019 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ – die zum Thema „Musik“ ausgeschrieben wurde.

Diese Ausgabe vereint auf 90 Seiten Gedichte und Liedtexte von 86 Text- und Tonautorinnen und -autoren, bekannten wie weniger bekannten. Erstmals veröffentlichen wir in unserer Zeitschrift Notenbilder einzelner Lieder und Chansons. Mehr als 450 Texte von Einsendern aus 7 Ländern lagen zu unserer Ausschreibung vor. Hier eine erste Rezension in der Leipziger Internet Zeitung vom 21.06.2019.

Gedichte bzw. Notenbilder dieser Text- und Tonautorinnen und -autoren wurden aufgenommen:

Manfred Ach

Esther Ackerman

Johanna Anderka

Ann Kathrin Ast

Michael Augustin

Otto Beatus

Heidi Bergmann

Franziska Beyer-Lallauret

Katrin Bibiella

Julia de Boor (Ps.)

Peter Bothe

Ira Karoline Bräuer

Lars-Arvid Brischke

Georg Bydlinski

Ingo Cesaro

Georg Oswald Cott

Tanja Cremer

Ulrike Diez

Katharina Düwel

Eckhard Erxleben

Patricia Falkenburg

Mateusz Gawlik

Mordechaj Gebirtig (Ps.)

Johann Wolfgang v. Goethe

Peter Gosse

Joachim Gräber

Ralph Grüneberger

Monika Hähnel

Dora Hauch (Ps.)

Sören Heim

Walter Thomas Heyn 

Gisela Hemau

Max Herrmann-Neiße (Ps.)

Raffael Hiden

Dieter Höss

Jan-Eike Hornauer

Nancy Hünger

Stefan Kabisch

Barbara Kadletz

Manfred Klenk

Charlott Ruth Kott

Gabriele Kromer

Karl Krolow

Else Lasker-Schüler

Jakob Leiner

Anton G. Leitner

Guido Luft

Wolfgang Mayer König

Olivér Meiser

Sabine Minkwitz

Peter Mitmasser

Andreas Müller

Christoph Müller

Ingrid Niegel

Klaus Nührig

Ralf Preusker

Lutz Rathenow

Rainer Rebscher

Susanne Reichard 

Andreas Reimann

Joachim Ringelnatz

Wolfgang Rinn

Wolfgang Rischer

Birgit Rivero

Franziska Röchter

Andreas-Wolfgang Rohr

Mike Rother

Friedhelm Rudolph

Silke Rudl 

Horst Samson

Maren Schönfeld

Wolfgang Schönfeld

Ulrich Schröder

Christiane Schulz

Helga Schulz Blank

Nadine Maria Schmidt

Ralph Schüller

Christiane Schwarze

Angelica Seithe

Olaf Stelmecke

Heidrun Stödtler

Gerhard A. Spiller

Dieter Treeck

Martin A. Völker

Friederike Weichselbaumer

Der Begriff Lyrik bezeichnete einst jene Verskunst, die zur „Lyra“, dem antiken Streichinstrument, interpretiert wurde. Die Texte waren also entstanden, um sie zu singen. […] Nicht zu vergessen die Wiegenlieder, die Mütter und Väter ihren Kindern vorsummen, um ihnen Geborgenheit und Wärme zu geben, auch als körperliche Erfahrung. Lyrisches führt immer tief ins Innere, in welcher Kunst auch immer.  Thomas Schinköth (aus dem Nachwort)

Ringelnatz-Wettbewerb geht in die absolute Endphase

  • Veröffentlicht: 15.05.2019 · Zuletzt aktualisiert: 01.07.2019

TEMPO! Noch 14 Tage Zeit! Bereits Anmeldungen aus 8 Ländern.

Gedichtfilme zur Lyrik von Ringelnatz gefragt

Nach dem Start ihres aktuellen Gedichtfilmwettbewerbs “Wassertropfen & Seifenblase“ mit Gedichten von Joachim Ringelnatz gingen bei der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik bislang Anmeldungen aus Australien, Deutschland, Großbritannien, Iran, Österreich, der Schweiz, aus Uruguay und den USA ein. Auch Schulklassen sind unter den Anmeldern.

Das Projekt, das von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) gefördert wird, stellt eine Kooperation mit der Ringelnatz-Gesellschaft in Cuxhaven, dem dortigen Joachim-Ringelnatz-Museum, dem Kulturhistorischen Museum Wurzen mit seiner Ringelnatz-Sammlung und dem gleichfalls in Wurzen ansässigen Joachim-Ringelnatz-Verein dar. Der Wettbewerb mit einem Preisvolumen von über 2.500 € ist noch bis zum 15. Juli 2019 ausgeschrieben. Zu den Spendern der Geld- und Sachpreise zählen die Leipziger Buchmesse und die Filmproduktionsfirma Saxonia Media. Informationen: www.lyrikgesellschaft.de

Rückfragen richten Sie bitte per E-Mail an lyrikgesellschaft@web.de

Stand: 01.07.19

Gedicht des Monats Mai

  • Veröffentlicht: 01.05.2019 · Zuletzt aktualisiert: 01.05.2019

Volker Braun (*1939)

STEINBRECH

Wovon nährt sich dieses demütige Kraut. Welches karge

Mehl aus Tau malmt es beharrlich. Aus beinahe nichts

sintert es sein festes Grün. Es kost den Felsen und über-

wächst ihn mit hartem Fleisch. Stetig, strotzend dürf-

tig kämpft es ums Leben und darbt wie Hoffnung, und

dorrt. Und öffnet den Stein.

Quelle: Poesiealbum neu. „Steinbrech. Gedichte zu Pflanzen“, Leipzig 2017

Wir gratulieren unserem Mitglied Volker Braun auf diesem Wege herzlich zum 80. Geburtstag.

Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.