Zwischenruf des Vorsitzenden: Spendenaktion

  • Veröffentlicht: 04.02.2019 · Zuletzt aktualisiert: 06.02.2019
Nachdem wir dieser Tage erfahren mussten (aus dem Internet, eine offizielle Information bzw. Begründung erhielten wir bislang nicht), dass unser im September 2018 gestellter Antrag auf Projektförderung für 12 Veranstaltungen im Jahre 2019 vom Kulturamt Leipzig als nicht förderungswürdig erachtet wird, fiel mir spontan diese Spendenaktion ein, um die aktuellen Veranstaltungstermine einigermaßen sicherzustellen.
Dazu werde ich jeder/m Spender/in ab einer Spende von 12 € ein signiertes Exemplar meiner Gedichtausgabe „Ich habe die Schönheit gesehen. Liebesgedichte in vier Sprachen“ zusenden.
Übersetzer der Gedichte sind Ron Horwege (engl.), Rüdiger Fischer (franz.) und Alexander Schmidt (russ.). Gestaltet hat die limitierte Ausgabe Torsten Hanke
Hier die Bankverbindung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik:

Vereins- und Spendenkonto

IBAN: DE63 8605 5592 11 00 8010 53
SWIFT-BIC: WELADE8LXXX
Sparkasse Leipzig

Senden Sie bitte nach der Überweisung eine Mail an kontakt@lyrikgesellschaft.de mit der Angabe Ihrer Adresse und Sie erhalten das signierte Exemplar zugesandt.
Vielen Dank schon jetzt allen, die diese Aktion unterstützen.
Ralph Grüneberger
Vorsitzender
Nachtrag:

Die ersten Spender haben sich bereits auf meine am 5. Februar privat gestartete Aktion gemeldet und der Foto- und Videokünstler Antonius schrieb mir daraufhin folgendes:

„Lieber Ralph,

eine geradezu groteske Ablehnung der Stadt Leipzig; ein Armutszeugnis im wahrsten Sinne!

Vielleicht kann ich Dich/Euch noch in anderer Form supporten? Wir könnten jeden Spender an der Verlosung eines großformatigen Bildes (Leinen im Format 80 x 120 cm) teilnehmen lassen (Galerie-Preis 800 €).“

Die Verlosung findet statt und wird am 24. März 2019 öffentlich während der Buchmesse-Veranstaltung in der Buchhandlung „Südvorstadt“ erfolgen.

Gedicht des Monats Februar

  • Veröffentlicht: 01.02.2019 · Zuletzt aktualisiert: 01.02.2019

Helmut Hannig (*1939)

 

zölibatär

 

… da sagte einer –

schnüret die Gürtel

damit eure Hüften

aufstöhnen

und alles darunter Liegende

würgen möge

zum Verdruss eurer Seelen

immerdar

und sie folgten seinem Ruf

da Gehorsam nunmehr

ihre Lenden erstarren ließ

und wenn ein Funke

Begierde aufsteigt

so wende dich an die Schatten

damit du dich verleugnest

und kein Licht dich erkenne

unter deinesgleichen

unter jeder Kutte

die glühende Abgeschiedenheit

fragmentarischer Euthanasie

an der lebenden Substanz

dich richte

zweifelsfrei

die unbiblische Doktrin

die sich wider die Natur

des Menschen stellt

den heimischen Alkoven plündert

Worte durch Nähe verstummen lässt –

des Menschen Geheimnis

unabänderlicher Resonanz

des Urbildes Einmaligkeit

sie gleicht einem Stern

der nur unter Sternen

den kosmischen Code bewirkt

 

und dennoch

der Welt das Kreuz kündet

zuseiten des Lebens zu wandeln

ohne sein erdhaftes Odeur

fiebernd auf den Lippen zu spüren

die Hände ins Erdreich tauchen

aus dem wir entstanden sind

ohne jene Krumen

ergreifen zu dürfen

die das eigene formt

 

um dem ewigen Zauber

unserer Daseinswege

teilhaftig zu werden

 

 

Quelle:

„Stichworte / Galerie des abc …“

8 Broschüren, 24 x 33 cm, je 12 Seiten mit 21 Original Holz- und Linoldrucken, Fadenheftung im Schuber, signiert und nummeriert, limitierte Auflage.

ISBN 978-3-929551-85-3

 

Wir gratulieren unserem Mitglied herzlich zum 80. Geburtstag.

Über die Zuwendung der Welt – Andreas Andrej Peters neuer Gedichtband Rum & Ähre

Andreas Andrej Peters, Rum & Ähre, Gedichte

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 18.01.2019

Empfehlung des Monats · Februar 2019
von Michel Ackermann

Vielleicht kann Lyrik uns das geben: eine sprachliche Zuwendung und Trost dort, wo sich Infotainment, Gossip und unbestellte Welterklärung letztlich im wortreich-bildhaften Luxus aufgenötigter Sprachlichkeit von uns abwendet, ja, uns gar gedemütigt und verletzt hinterlässt. Und wo sich eine häufige Desillusionierung von Politik und ihren Religionen letztlich ebenso von uns abwendet – weil wir als Einzelwesen nun mal nicht wichtig genug sind, ersetzbar und selbst als “very important person“ nicht in tieferem Sinnbezug von systemischem Interesse.


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