Ein „Lyrischer Garten“ öffnet sich sieben Stunden lang in Osterode am 16. August 2026
Bestimmt war es für viele der 27 Gäste, die mit einem Bücherstand im Lyrischen Garten an der Stadthalle Osterode vertreten waren, nicht das erste Mal, ein solches Lyrikfest zu erleben, jedoch schöner lässt es sich nicht vorstellen.
Die Sonne verwöhnte uns. Entscheidend aber war, dass der Veranstalter, die „Lyrik lebt e.V.“, sich als ein großartiges Team erwies, das perfekt alles vorbereitet hatte. Die Größe des Abstands zwischen den Ständen erlaubte Gespräche mit den Autor*innen, ohne sich gegenseitig zu stören. Wie in einem stimmungsvollen Rahmen, der die Veranstaltung umgab, hingen große gelbe Plakate mit jeweils einem Gedicht der Teilnehmenden als „Gedichte an einem Band“.
Jeweils fünfzehn Minuten Lesezeit in der Stadthalle gab es für 12 Autor*innen. Die Sorge, Lesungen müssten nach hinten verschoben werden, weil die Zeit nicht genügte, erwies sich als unbegründet. Die erste Lesung, die von unserem Mitglied Danilo Art-Merbitz, begann um 11.30 Uhr, meine eigene dann pünktlich um 16.45 Uhr.
Im Zeitplan bleiben zu können, wurde auch dadurch erleichtert, dass es nach vier Lesungen jeweils einen vielseitigen Programmblock mit Liedern und Lyrik sowie Angeboten zum Mitgestalten im Garten vor der Stadthalle gab.
Die Akustik in der Stadthalle war wunderbar. Das Publikum hörte konzentriert zu, der Moderator war ausgezeichnet vorbereitet und stellte rhetorisch geschickt seine Fragen. Neben Danilo und mir lasen in der Stadthalle auch unsere Mitglieder Helmut Blepp, Franziska Beyer-Lallauret, Kirsten Döbler, Holger Küls, Bettina Melzer und Eline Menke.
„Gedichte suchen Seelen“ lautet ihr Anspruch, seitdem Renate Maria Riehemann als Vorsitzende der „Lyrik lebt e.V.“ zum „Lyrischen Garten“ einlädt. Neue Bekanntschaften haben wir geknüpft, vielleicht sogar Freundschaften gewonnen. Lyrik kann Menschen verbinden und sie in der Seele berühren. Hier wurde all das erfüllt.
Wir, die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, danken herzlich für die Einladung. Sehr gern reisen wir wieder zum „Lyrischen Garten“ in Osterode am Harz.
Klaus Nührig








