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Poesiealbum neu „Energie – Gedichte“

10,00 €

Die zweite Ausgabe 2026!

 

106 Seiten, teils illustriert

ISSN 2193-9683 Preis EUR  10,00

Artikelnummer: 2026–2 Kategorien: , Schlagwörter: , , ,

Beschreibung

Poesiealbum neu „Energie“ [2026/02]

Vorwort

Energie in Versen – ein vielfältiges Thema

 

Ohne Energie ist alles nichts, mit Energie erstrahlt die Welt. Dabei hat Energie viele Facetten, ist etwa physikalisch-technisch, menschlich-emotional oder gesellschaftlich-politisch. Gemeinsam ist allen Bereichen, von der persönlichen Emotion bis hin zur angeblich so kalten Technik: Sie sind essenziell für den Menschen.

„Ich bin wirksam.“ So lautet eine Übersetzung der altgriechischen Verbform ἐνeργέω, energeo. Die alten Griechen haben hier also bereits eine Grundwahrheit ins Wort gegossen. Doch was bedeutet sie heute, was bedeutet sie für uns? Das wollten wir wissen und haben ein Poesiealbum neu zum breiten Thema der Energie ausgeschrieben. Eines wurde dann schnell klar: Diese Ausschreibung war ungewöhnlich wirksam, die Rekordanzahl von über 400 Beiträgen erreichte uns. Und inhaltlich zeigte sich überdies: Alle Aspekte des Themas, an die wir vorher gedacht hatten, und etliche mehr wurden abgedeckt. Der Schwerpunkt lag dabei in der menschlichen Energie, also im emotionalen Antrieb.

Wie weit das Thema Energie dabei reichen kann, macht schon der Beitrag von Manfred Ach klar: „Mit eiserner Energie“ ist er überschrieben und endet mit einem Vergleich mit der Liebe, dazu bezieht er sich auf den innermenschlichen Antrieb (der nicht immer nur ein guter sein muss!) und wendet eher physikalische Begriffe an.

Dass der Brückenschlag zwischen der menschlichen und der physikalischen sowie auch der gesellschaftlichen Dimension von Energie über die Kultur gut möglich ist, zeigt Danilo Art-Merbitz: Er bezieht sich auf den ostdeutschen Liedermacher Gerhard Gundermann, der sowohl in seinen gesellschaftlich bedeutsamen Liedern als auch als Braunkohletagebaubaggerfahrer Schicht um Schicht freilegte, für Energie sorgte – und später über seine Stasi-Spitzeleien stürzte. »Was bleibt? / Abraumhalden“, ist da zwar ein bitteres Resümee, aber am Ende des Gedichts zeigt sich auch, der Energie haftet doch etwas quasi Unendliches an, aufgeben gilt nicht: „Unsicherer Boden, ich wage mich.“

Wie sehr Natur und Energie zusammenpassen, zeigen etwa Gero Ulbricht, Eline Menke, Andreas-Wolfgang Rohr und André Schinkel, und dass, wenn Menschen sich in ihr bewegen, zwischen denen es knistert, und über ihnen surrt die Hochspannungsleitung, es ein mehr als prickelndes und stimmiges Gesamtbild ergibt, macht Helmut Blepp deutlich. Gesteigert wird das Prickeln noch, wenn’s wahrhaft zur Sache geht, denn dann „steht die Nacht in Flammen“, wie bei Eva Joan. Lena Johanna Reisner zeigt wiederum auf: Antrieb kann auch etwas Passives haben, und die eigene Energie muss nicht immer zur Umgebung passen, weder zur menschlichen noch zur Natur – Homo sapiens ist eben komplex.

Auch die zukunftssatte reine Technikumgebung darf bei diesem Thema nicht fehlen, so bringt zum Beispiel Jenny Roleder das Raumschiff Enterprise ins Spiel und das wohl berühmteste Kommando von dort, das letztlich Abflug, Aufbruch bedeutet: „Energie!“ Und wo wir schon im Weltraum sind: Natürlich spielt auch die Sonne als zentraler Energielieferant eine Rolle, etwa bei Wolfgang Stock, Reiner Narr und Karl Rodenberg. Mit seinem Bild der „tausend Sonnen“ wiederum entfernt sich Karsten Ingmar Paul vom Himmelskörper selbst und spielt auf den nuklearen Weltuntergang an – zweifellos keine schöne, aber eine überaus energiegeladene Angelegenheit. Und auch das Thema Computer, Internet, KI und was eigentlich den Menschen ausmacht wird poetisch verhandelt, und zwar von Thomas Rackwitz in „datenstaub II“.

Klar, dass sich ebenso die Energiewende niederschlägt, etwa in den Windrädern bei Hellmuth Opitz, bei Hartwig Mauritz und bei Nicola Quaß oder in den „Erdöl“-Versen von Christian Dörr. Abgerundet wird die Sammlung durch Ratschläge für ein positives Miteinander, für eine angenehme Energie unter den Menschen, sie stammen beispielsweise von Michael Pfeiffer und Klaus Nührig, und durch einen humoristischen Zugang, wie ihn unter anderem Susanne Mathies, Michael Augustin, Julia Bachhuber und auch ich selbst an den Tag legen.

Liebe Leserinnen und Leser, im Namen der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik sowie allen an diesem Poesiealbum neu Beteiligten wünsche ich Ihnen viel Freude mit unserer neuesten Ausgabe – und dass Sie immer wieder ordentlich Energie aus ihr ziehen können (und es nur wenige „Tage wie Steine“ für Sie gibt, wie in dem Gedicht von Tania Rupel Tera)!

 

Herzlichst und mit einem lauten „Energie!“

Ihr Jan-Eike Hornauer

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Jan-Eike Hornauer – Vorwort

Autorinnen und Autoren der Gedichte und Bilder

Manfred Ach
Esther Ackermann
Susanne Ulrike Maria Albrecht
Philipp Ammon
Bärbel Anders
Danilo Art-Merbitz
Michael Augustin
Julia Bachhuber
Marianne Beese
Christina Birkenhake
Marlies Blauth
 Helmut Blepp
Anna Breitenbach
Holger Brülls
Miriam Brümmer
Ralf Burnicki
Sara Cato
Sara Cato
Barbara Daiber
Fritz Deppert
Ulrike Diez
Kirsten Döbler
Christian Dörr
Michael Eschmann
Oliver Fahn
Tobias Falberg
Patricia Falkenburg
Sabine Fisch
Lothar Flachmann
Ruth Forschbach
Mateusz  Gawlik
Thomas Glatz
Ulf Großmann
Tilman Grottian
Ralph Grüneberger
Thomas Hald
Carl Reiner  Holdt
Esther Horat
Esther Horat
Jan-Eike Hornauer
Elke Hübener-Lipkau
Klára Hůrková
Diana Jahr
Gerald Jatzek
Eva Joan
Markus Manfred Jung
Marion Margarethe Kecht
Christoph Kleinhubbert
Stanislaus Klemm
Frank Klötgen
Andreas Knapp
Andreas Köllner
Sabine Evangelia Koop
Matthias Kröner
Hans-Werner Kube
Fitzgerald Kusz
Philipp Létranger
Silke Loser
Susanne Mathies
Hartwig Mauritz
Renate Meier
Bettina Melzer
Eline Menke
D.A. Merlin,
Manfred Moll
Mark Monetha
Sofie Morin
Reiner Narr
Rebecca Netzel
Astrid Nöll
Klaus Nührig
Lisa F. Oesterheld
Hellmuth Opitz
Karsten Ingmar  Paul
Erich Pfefferlen
Michael Pfeiffer
Nicola Quaß
Thomas Rackwitz
Lena Johanna Reisner
Karl Rodenberg
Andreas-Wolfgang Rohr
Jenny Roleder
Tania Rupel Tera
André Schinkel
Manfred Schlüter
Sigune Schnabel
Sophia Lunra Schnack
Ulrich Schröder
Manfred Schwab
Katharina Seidlitz
Ludwig Steinherr
Wolfgang Stock
Dirk Tilsner
Gero Ulbricht
Martin A. Völker
T. G. Vömel
Ursula Maria Wartmann
Thomas Weiß
Gabriele Wenng-Debert
Helmund Wiese