Veranstaltungen unserer Mitglieder: Ralph Grüneberger

  • Veröffentlicht: 17.02.2020 · Zuletzt aktualisiert: 23.03.2020

Buchpremiere! Am 25.04. 2020, Beginn 17 Uhr,stellt Ralph Grüneberger im Schillerhaus Leipzig, Menckestr. 42, sein neues Buch „Leipziger Geschichten“ vor. Moderieren wird die Buchpremiere Claudia Senghaas vom Gmeiner Verlag in Meßkirch. Die Sängerin Anna Fey und die Musikerin Karin Leo werden die Veranstaltung musikalisch begleiten.

Ob die Veranstaltung tatsächlich stattfinden kann, ist derzeit jedoch noch ungewiss. Deshalb bitte einige Tag vorher diese Webseite besuchen.

Das Poetische des Vergangenen – Ralph Grünebergers Herbstjahr

  • Veröffentlicht: 01.02.2020 · Zuletzt aktualisiert: 26.01.2020

Empfehlung des Monats · Februar 2020
von Marcus B. Richter


Der Roman Herbstjahr von Ralph Grüneberger schildert anhand einer Gruppe junger Leipziger zum einen den Beginn der friedlichen Revolution im Jahre 1989 in der damaligen DDR (einer der Protagonisten gerät in die ersten größeren Montagsdemos in Leipzig und beginnt, sich bei den Demonstrierenden zu engagieren, sein Freund nutzt die sich plötzlich aufgrund des bröckelnden eisernen Vorhangs ergebenden Fluchtmöglichkeiten und geht in den Westen), zum anderen – ein Jahr später – die Versuche der Protagonisten, mit den Folgen des totalen Umbruchs  ihrer  bisherigen Lebensverhältnisse zurechtzu- kommen.

Grüneberger gelingt es, in einfühlsamer Weise und mit viel Liebe zum Detail das Lebensgefühl und die Wirklichkeit von Menschen zu schildern, die sich buchstäblich von einem Tag auf den nächsten in einer anderen Welt wiederfinden und damit klarkommen müssen, was ihnen im Übrigen gut gelingt, da sich keiner von ihnen durch Rückschläge aus der Bahn werfen lässt. Die Protagonisten finden sich letztlich alle in Leipzig wieder,  und zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung – ein gutes Jahr nach Beginn der Handlung von Herbstjahr  –  scheinen alle nach diversen Schwierigkeiten und Rückschlägen auf einem guten Weg und in der neuen Welt angekommen zu sein. Leider endet die Geschichte dann – überraschend für die beiden Hauptfiguren des Romans – aber doch nicht so gut, wie es lange den Anschein hat. Hier haben wir wohl eine Metapher dafür, dass sich auch in der Realität des Landes nach der Wende nicht nur positive Entwicklungen vollzogen, sondern auch negative Kräfte freigesetzt wurden. Die Wirklichkeit erweist sich letztendlich als vielschichtiger, als sie zunächst nach den Umbrüchen und dem scheinbar  erfolgreichen Neubeginn erschien.

Für den Autor dieser Zeilen, der als „Wessie“ die damaligen Ereignisse zwar mit höchstem Interesse verfolgte und seinerzeit selbst von dem Wunsch nach einer Wiedervereinigung des Landes träumte, aber diese damals lediglich als außenstehender Beobachter verfolgen konnte, bietet das Buch faszinierende Einblicke in das Innenleben und die wirklichen Befindlichkeiten der Menschen, die damals den großen Umbruch mit ausschließlich friedlichen Mitteln zugleich erkämpft und „erlitten“ haben. Das Buch ist spannend geschrieben und sehr lesenswert.

Eine angehängte, ebenso detail- wie umfangreiche Chronologie der Jahre 1989 und 1990 bringt die damaligen Geschehnisse nochmal in Erinnerung und dürfte für jeden, der sich gern an die Ereignisse erinnert oder seine Erinnerungen daran auffrischen möchte, ebenfalls eine lohnende Lektüre sein.


Ralph Grüneberger, Herbstjahr. Roman
Gmeiner Verlag, September 2019
314 Seiten, 12 x 20 cm, Paperback
Buch 14,– € / E-Book 9,99 €*
ISBN 978-3-8392-2483-0

Gibt es denn etwas Wichtigeres? „Dichter an die Natur“ – DAS GEDICHT 27

Dichter an die Natur, DAS GEDICHT 27

Empfehlung des Monats · Januar 2020
von Franziska Röchter


Wir alle entstammen ihr. Größtenteils jedenfalls. Zumindest ursprünglich – nach diversen medizinischen Eingriffen, Wiederherstellungs- oder Optimierungsversuchen oder ästhetischen Modifizierungen vielleicht nicht mehr zu 100 Prozent. Und möglicherweise bis wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht nicht einmal mehr zur Hälfte. Aktuell aber ist es noch so, dass die „Natur“, die ursprüngliche Umgebung auf unserem Planeten, die schon vor uns und ohne menschliche Eingriffe einfach „da war“ und die notwendigen molekularischen Konstellationen zur Entwicklung pflanzlichen, tierischen und menschlichen Lebens bereit hielt und zur Verfügung stellte, dass also diese Natur unverzichtbar ist. Versuche, menschlichem Forschergeist entsprungen, die in der Natur vorfindbaren Parameter einfach nachzubauen und somit Natur zu kopieren, lassen Überlegungen entstehen, ob das dann überhaupt noch „Natur“ ist. Wo hört Natur auf, wo fängt Künstlichkeit an?

Zweifelsohne lässt sich festhalten: Wir brauchen sie, und zwar stärker als sie uns. Denn Natur existiert auch ohne die Spezies Mensch. Wir benötigen Luft zum Atmen, Wasser zum Überleben, zur Produktion von Nahrung, die Sonne wird ebenso benötigt wie nährstoffhaltiger Grund und Boden. Und das Schöne in der Natur inspiriert unseren Geist, unsere Seele. Man stelle sich ein dauerhaftes Leben ausschließlich zwischen Betonmauern vor, ohne Tageslicht, ohne Pflanzen und Bäume, mit künstlicher Ernährung in Form von Tabletten, die sämtliche benötigten Nährstoffe enthalten … Umso unverständlicher, dass gerade das „Animal rationale“ seine eigenen Lebensgrundlagen bei vollem Bewusstsein und wissentlich zerstört und ruiniert und vielen Dingen (z.B. materiellem Profit) höheren Stellenwert einzuräumen scheint als dem Erhalt der eigentlichen Lebensgrundlagen. Mir ist keine andere Art bekannt, die Gleiches tut. Wie würden Außerirdische dieses Verhalten beurteilen?

Da dem Themenkomplex „Natur“ die dringlichsten Fragen unserer Zeit zuzuordnen sind, wird eine aktuelle Anthologie über die Natur und unser extrem widersprüchliches Verhältnis zur selbigen inhaltlich zwangsläufig anders aufgestellt sein als beispielsweise noch vor rund 20 Jahren. Mit dem Besingen einer schönen Mondnacht, der freudigen Begrüßung des Frühlings, dem Festhalten eines außergewöhnliche schönen Sonnenuntergangs ist es einfach nicht mehr getan – zu brüchig, zu angeschlagen ist die Natur mittlerweile aufgrund drastischer menschlicher Missachtung ihrer Bedürfnisse. 

Die neue Ausgabe von DAS GEDICHT, herausgegeben von Christoph Leisten und Anton G. Leitner, verdeutlicht bereits anhand des plakativen schwarz-pinken Covers, welches ein comic-haftes, mit wenigen Strichen gezeichnetes Chamäleon zeigt, wie weit wir uns von der einstigen, ursprünglichen Natur entfernt haben. Und natürlich sollen auch Kinder und Jugendliche angesprochen werden, an die eine bedeutende Auswahl an Gedichten, sorgfältig von Uwe-Michael Gutzschhahn herausgefiltert, adressiert sind. Insgesamt ist diese Ausgabe so umfangreich wie nie zuvor: 177 Dichterinnen und Dichter haben für 5 Kapitel über die belebte und unbelebte Natur sowie zur Kinderlyrik beigetragen.

Jeder wird seine Vorlieben in dieser Anthologie finden. In ausgewogener Weise dominieren vielen schönen Beschreibungen naturhafter Phänomene zum Trotz gerade solche Texte, die mit besonders aktueller Relevanz eine Vielzahl an Störelementen innerhalb des Naturgefüges aufzeigen und verdeutlichen: der achtlos liegengelassene Abfall im Wald, der sich offenbar nicht selbst kompostiert, die Anhäufung von Atommüll im Meer, die Überlebenskämpfe der so wichtigen Bienen, das Ausbringen giftiger Düngemittel, der Artenschutz, die dramatische Dezimierung der Artenvielfalt durch Vernichtung von Lebensräumen, der existierende enorme Widerspruch, ja die Schizophrenie  im Hinblick auf Fleischproduktion und -gewinnung, die mangelnde Handlungsbereitschaft in der Politik unter dem Damoklesschwert der wankenden eigenen Vorteile, die mangelnde Empathie mit anderen Lebewesen … und … und … und …

Wolfgang Oppler bringt mit seinem Gedicht Erlebnisverdichtung am Berg auf den Punkt, wie durch „industrialisierten Massentourismus“  „Generatorbetriebene Sommerbeschneiungsanlagen / für gaudi-optimierte Erlebniswelten / bei 30 Grad im Schatten“ sorgen, „Fördergelder von EU, Staaten, Bundesländern“ inklusive. Wie gut, dass Frantz Wittkamp im Kinderlyrik-Teil den Kindern mit seinem Gedicht Am Waldrand ganz unmissverständlich vermittelt, dass es wirklich noch Gegenden gibt, in denen unbeschwerter Naturgenuss und echte Erlebniswelten bei freiem Eintritt und zum Nulltarif zu haben sind – denn wer weiß schon, wie lange noch?


DAS GEDICHT 27
Das Gedicht. Zeitschrift /Jahrbuch für Lyrik, Essay und Kritik / Dichter an die Natur
Herausgegeben von Christoph Leisten und Anton G. LeitnerTaschenbuch: 192 Seiten
Anton G. Leitner Verlag, Weßling, November 2019
Deutsch, ISBN-13: 978-3929433852, 15,00 €




Zwischenruf des Vorsitzenden bzw. Wir können nicht keinem Geld noch welches nachwerfen!

  • Veröffentlicht: 04.02.2019 · Zuletzt aktualisiert: 07.02.2020

EIN OFFENER BRIEF an die Abteilungsleiterin Kulturförderung Antje Brodhun und den Fachbeirat Literatur

Sehr geehrte Frau Brodhun, sehr geehrte Fachbeiräte Literatur Maria Hummitzsch, Regine Möbius, Dr. Sibille Tröml, Claudius Nießen, Ulrich Kiehl und Jan Wenzel!

Gestern hatten wir für dieses Kalenderjahr die letzte öffentliche Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in Leipzig, die wiederum von den Leipzigern (und ihren Gästen) begeistert aufgenommen wurde. Sie gehört zum Programmangebot der Leipziger Interkulturellen Wochen und gleichzeitig zu den 12 Veranstaltungen in diesem Jahr, für die uns die im September 2018 beantragte Förderung des Kulturamtes Leipzig versagt wurde.

Gemeinsam mit der dankenswerterweise (singulär) vom Kulturamt geförderten Veranstaltung zu Ehren unseres Schirmherrn Karl Krolow im Literaturhaus Leipzig am 27.8.19 und den anderen nichtgeförderten Kulturangeboten, dem Ringelnatz-Abend im Botanischen Garten der Universität Leipzig (13.9.19) sowie der Vorstellung der „Musikgedichte“ im Leipziger Schillerhaus am Tage darauf, haben wir mit dem gestrigen New-York-Abend im Café Eigler im Capa-Haus in den vergangenen 4 Wochen das Kulturangebot am Sitz der internationalen Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik spürbar bereichert.

Realität geworden ist dies durch die Spendenbereitschaft vieler unserer Mitglieder und weiterer Gönner, die unser diesjähriges Veranstaltungsangebot „allein auf dem Papier“ bereits wertschätzten und es mit ihrer Spende unterstützt und ermöglicht haben.

Allerdings war zu keiner der genannten jüngeren Veranstaltungen ein/e Vertreter/in des städtischen Kulturamtes bzw. des Fachbeirates Literatur zugegen. Lediglich ein Mitglied des Fachbeirates Literatur hat sich im März d.J. über die Vernissage „Worthaft – Bildhaft. Kunst politischer Gefangener“ in der Leipziger Galerie Süd informiert; eine Veranstaltung, dem das Kulturamt – nach Maßgabe des Fachbeirates und mit Zustimmung des Kulturausschusses – ebenfalls die Priorität einer Förderung abgesprochen hat.

Wenn Sie das als Abteilungsleiterin Kulturförderung im Kulturamt der Stadt Leipzig ganz objektiv einschätzen, müssten Sie sich fragen: Woher nehmen die Fachbeiräte das Beurteilungsvermögen, um das Veranstaltungsangebot der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. für Leipzig als nicht förderungswürdig zu erachten?

Haben Sie eine Antwort darauf?

Mit freundlichen Grüßen

Ralph Grüneberger

Vorsitzender und Initiator der aufgeführten Veranstaltungen

Leipzig, am 28. September 2019

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Wir sind der einzige (und zudem mitgliederstärkste) Literaturverein in Leipzig, der seit 1997 alljährlich Lyrikveranstaltungen anbietet.
 
Im Februar 2019 wurde unser im September 2018 eingereichter Projektantrag, der 12 Veranstalungen – mit ganz unterschiedlichen Beteiligten und ebenso unterschiedlichen Formaten an verschiedenen Orten enthielt – als nicht förderungswürdig erachtet. Zu den 12 Veranstaltungen zählten die Lesung mit dem Leipziger Buchpreis- und Erich-Loest-Preisträger Guntram Vesper, die Vernissage der Ausstellung „Worthaft – Bildhaft. Kunst politischer Gefangener“, die Präsentation der aktuellen Poesiealbum neu– Ausgabe „Größe spüren. Musikgedichte“ im Schillerhaus Leipzig und der New-York-Abend mit Film, Fotografie, Lyrik, Prosa und Musik im Capa-Haus.
Gegen den Ablehnungsbescheid haben wir fristgemäß Widerspruch eingelegt; das Widerspruchsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Im Juli hat uns das Kulturamt eine Anhörung eingeräumt.
 
Der im Februar 2019 gestartete Spendenaufruf hat uns in die Lage versetzt, einen Teil der geplanten Veranstaltungen dennoch zu realisieren.
 
Fast allen Spender/innen habe ich ab einer Spende von 12 € ein signiertes Exemplar meiner Gedichtausgabe „Ich habe die Schönheit gesehen. Liebesgedichte in vier Sprachen“ zusenden können. Weitere Versendungen folgen.
 
 
Übersetzer der Gedichte sind Ron Horwege (engl.), Rüdiger Fischer (franz.) und Alexander Schmidt (russ.). Gestaltet hat die limitierte Ausgabe Torsten Hanke.
 
In der Hoffnung auf weitere Spenden verbleibt die Bankverbindung auf der Webseite:
 
Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V.

Vereins- und Spendenkonto

IBAN: DE63 8605 5592 11 00 8010 53
SWIFT-BIC: WELADE8LXXX
Sparkasse Leipzig

Senden Sie bitte nach der Überweisung eine Mail an kontakt@lyrikgesellschaft.de mit der Angabe Ihrer Adresse und Sie erhalten das signierte Exemplar zugesandt.

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ERGÄNZUNG

Wir können nicht keinem Geld noch welches nachwerfen!

Mit Datum 29.7.19 hat der Vorstand der GZL nach der Anhörung am 12. Juli den Widerspruch zurückgezogen, um finanziellen Schaden von der Lyrikgesellschaft abzuwenden. Der Beschluss des Vorstandes wurde mit einfacher Mehrheit gefasst, zwei Vorstandsmitglieder enthielten sich der Stimme.

Bei der Anhörung wurden uns folgende „Fördereckpunkte“ verdeutlich: Neues bieten, neue Kooperationen bilden, neue Akteure einbeziehen, neue Formate schaffen, neue Zielgruppen finden.

Schaut man sich daraufhin nochmals unseren Antrag vom September 2018 an, wird deutlich, dass wir bei der Antragstellung auf Vielfalt geachtet haben, verschiedene Zielgruppen angesprochen haben, ohne jedoch das, was sich bewährt hat (Lesung im Gohliser Schlösschen seit 2007 bzw. erfolgreiche Kooperation mit dem Botanischen Garten seit 2017) in diesem Jahr vernachlässigen zu wollen.

Im Plan für 2019 gibt es ganz neue Veranstaltungsorte: Café Eigler im Capa-Haus, Galerie Süd, Bührnheims Literatursalon und Schillerhaus.

Darüber hinaus wurden für 2019 neue Mitwirkende avisiert: Die Sax’n, Carsten Pfeiffer, Frederic Böhle, Blanche Kommerell, Jutta Rosenkranz.

Ebenso wurden ganz neue Formate angeboten: Foto, Film, Lyrik und Musik an einem Abend, ebenso einer Vernissage mit Kunst von politischen Gefangenen und einen Abend zu Mascha Kaleko.

Dass all das nicht als förderungswürdig erachtet wird, ist im Grunde unvorstellbar und eine Schande für diese Stadt. Desgleichen gilt für ein Widerspruchs“verfahren“, das den, der der Entscheidung widerspricht, praktisch handlungsunfähig macht, indem ihm erklärt wird, es gäbe – selbst wenn es ihm gelänge, einen Fehler im bürokratischen Ablauf zu finden – ohnehin keine Korrektur, denn einer inhaltliche Fehlbewertung kann nicht widersprochen werden.

Die besondere Edition Nr. 1

Die besondere Edition Nr. 1 – Peter Gosse zum Achtzigsten

Empfehlung des Monats · November 2018
von Franziska Röchter

Kein geringeres Ereignis als das 80-jährige Jubiläum des Leipziger Wortkünstlers, Dozenten, „Daidalos“ (Thomas Böhme) der Poesie und „Satyr aus Sachsen“ (Leipziger Internetzeitung*), Peter Gosse, diente als Anlass für die Veröffentlichung eines neuen literarischen Produktes der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. unter der Herausgabe Ralph Grünebergers: Die besondere Edition. In ihrer Nr. 1 kommen Wegbegleiter, Schüler, Künstlerfreunde, Verehrer und Zeitgenossen eines Dichters zu Wort, der wie kein anderer als „Lobender“ der literarischen Leistungen anderer das Können seiner poetischen Zeitgenossen und Schüler würdigt und den Ruf eines lebenslust- und leidenschafts-vollen Dichters und Wohltäters (Helfried Strauß) innehat.
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Heute mal 8 – mit Symbolkraft

Heute mal 8 – mit Symbolkraft

Empfehlung des Monats · Dezember 2017
von Franziska Röchter

Es ist Jahresende und die Zeit wird knapp. Zu knapp, um all den
Menschen da draußen für die Zeit des Schenkens und für das Fest
der Liebe nur ein einziges Buch zu empfehlen. Deshalb finden Sie
heute an dieser Stelle keine ausführliche Besprechung oder
detaillierte Begründung für eine Lese- oder Kaufempfehlung,
sondern einigegenau genommen 8 sehr unterschiedliche
Titel, die aus verschiedenen Gründen Neugier wecken und zum
Lesen oder Schenken verführen können …

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Das Leipziger Liederbuch in Neufassung: Zeitzeugnis subversiver Literaturgeschichte

  • Veröffentlicht: 01.11.2017 · Zuletzt aktualisiert: 05.11.2017

Empfehlung des Monats · November 2017

Franziska Röchter

von Franziska Röchter

 

 

 

 

„Das Leipziger Liederbuch, auf dessen vielfache Aufführung wir aus sind, ist kein getöntes Leipzig-Bild. Als Stadtführer wird es nicht zu gebrauchen sein …“, so schrieben die Text- und Ton-Autoren des Liederbuches, Ralph Grüneberger und Walter Thomas Heyn, bei der Ankündigung der Erstfassung 1987 und verwiesen auf ein „Leipzig am Rand“ und „dicke Luft“, die Gegenstand der Texte, ab 1985 entstanden, seien. Seinerzeit fiel der fromme Wunsch der beiden Autoren noch der Zensur zum Opfer, eineinhalb nicht-öffentliche Aufführungen (ja, eines war nur eine Teilaufführung) vor ausgewählten geladenen Gästen, eine im Gewandhaus zu Leipzig, die gestutzte Version in der Alten Handelsbörse, zeugen von nur einigen Konsequenzen, die Produzenten kritischer oder vermeintlich kritischer Texte damals in Kauf nehmen mussten.
Nun wird genau 30 Jahre später unter anderen Vorzeichen eine Wiederbelebung des Leipziger Liederbuches in einer Neufassung mit zusätzlichen aktuellen, zeitbezogenen Texten gewagt.
Grund genug, einen Blick in dieses Zeugnis Leipziger Zeit- und Literaturgeschichte zu werfen …

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Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.