DAS GEDICHT. Die Wiederentdeckung der Liebe & Die Raben von Ninive – Balladen, andere Gedichte und ein Zwiegespräch & Das Geheimnis der Brücken

  • Veröffentlicht: 01.12.2020 · Zuletzt aktualisiert: 30.11.2020

Empfehlung des Monats · Dezember 2020
von Jule Weinrot

DAS GEDICHT. Zeitschrift / Jahrbuch für Lyrik, Essay und Kritik.
Die Wiederentdeckung der Liebe (Band 28)

Seit nunmehr 28 Jahren bereichert die buchstarke Zeitschrift / Jahrbuch für Lyrik, Essay und Kritik DAS GEDICHT nun schon die lyrische Welt der Dichter*innen und Poet*innen. Da müssten doch alle Themen bereits vorgekommen sein, könnte man denken, und gerade DAS Thema der Poesie schlechthin, die Liebe, hat es doch schon in früheren Jahren geschafft, thematischer Dreh- und Angelpunkt dieser heiß erwarteten Jahresausgabe zu sein. … Ja … Aber nicht genau so. Nicht in solchen Zeiten. Der Stellenwert des einzig Wahren, des Wichtigsten, des wirklich Systemrelevanten in Zeiten von Durchseuchung, Infektion, Siechtum, Krankheit und drohendem Sterben ist unbestreitbar. Kaum ein anderes Thema wäre wirklich geeigneter gewesen, um von den alles überschattenden Coronawellen einmal wegzukommen.
Ein vielseitiges Potpourri unterschiedlichster lyrischer Formen bewegt sich hier durch die Weiten aufkeimender, drängender, verebbender und beständiger Liebe, die sich durch ein Kapitel Kinderlyrik (Liebe wächst) ins nahezu Grenzenlose dehnen … Entdecken lässt sich so einiges: Neben einem kaleidoskopischen Intermezzo  bewährter und äußerst bekannter Poetenstimmen, die es verstehen, durch ihre Verse dem Geheimnisvollen und Unergründlichen, dem Rätselhaften des Phänomens Liebe nachzuspüren (das versteht übrigens der geniale Grafiker und Covergestalter ebenso) oder es durch unverbrauchte Bilderwelten heraufzubeschwören, gibt es auch durchaus Explizites, manchmal sehr Direktes zu lesen, das im Gesamtzusammenhang auch schon mal mehr oder weniger ins unfreiwillig Komische abrutschen kann – wenn beispielsweise von „steilen Spitzen“ auf Hügeln im Zusammenhang mit „Wohlfühlstöhnen“ die Rede ist oder „Schwanz in Spalte stecken“ erträumt wird … geschmacklich ist hier wohl für nahezu Jeden etwas dabei.
   Man möchte Lieblingsverse zitieren, Lieblingsdichter benennen, das aber würde zum Schwelgen in und Anschwellen dieser Empfehlung (ver-)führen. Deshalb der Rat: Begeben Sie sich selbst auf eine wunderbare Entdeckungsreise durch die faszinierende Welt der Liebe und ihrer Spielarten – eine kurzweilige, anregende, beSinnliche und/oder berührende, humorvolle und bisweilen sehr nachdenkenswerte Lektüre wird Ihnen sicher sein! Dass abermals ein nennenswerter Anteil an Mitgliedern der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Eingang in DAS GEDICHT gefunden hat, darf freudig erwähnt werden.
Tipp: Ein sehr gutes Weihnachtsgeschenk! Einzeln oder im Kurz-Abo.


Das Gedicht. Zeitschrift /Jahrbuch für Lyrik, Essay und Kritik /
Die Wiederentdeckung der Liebe
Herausgegeben von Anton G. Leitner
Mit einem Special für Kids,
zusammengestellt von
Uwe-Michael Gutzschhahn
Erschienen: 18.11.2020
Anton G. Leitner Verlag, 208 Seiten
ISBN 9783929433869
Euro 15,00

Empfehlung des Monats · Dezember 2020
von Jule Weinrot

Friedrich Ani, Die Raben von Ninive – Balladen, andere Gedichte und ein Zwiegespräch

Auf diesen neuen Gedichtband von Friedrich Ani muss man sich einlassen wollen. Dieser 3. Gedichtband (2009: Mitschnitt, 2017: Im Zimmer meines Vaters) jenseits der frühen Jahre des wohl bekanntesten deutschen Krimiautors und Drehbuchschreibers (Tatort) fordert etwas Konzentration in unserer schnelllebigen Zeit – eine Ballade, die über 8 Seiten geht, ist nun mal kein Haiku. Man muss in die Welt dieses vielseitigen Dichters eintauchen wollen, seine Sicht auf die Dinge, auf sozial-politische Schieflagen, näher erkunden wollen … dann wird man belohnt. Dieses Buch changiert zwischen politischer Meinung und sehr Privatem, fast Intimem, und auch die Formen wechseln von sehr ausladenden Lied-Lyrics bis zum relativem Kurzgedicht.
Mit diesem Gedichtband gelingt Friedrich Ani eine interessante Verquickung seiner unterschiedlichen von ihm bedienten Genres und Vorlieben, hier gibt es sogar zur Balladenform verdichtete Kriminalfälle, hier gibt es Dramen und Tragödien, Vermischungen von Erzählung und Poesie, die Goethes vielbemühten Vergleich der Ballade mit einem „lebendigen Ur-Ey“ und seine Bezeichnung der Mischgattung als „gegenständliche Dichtung“ in die kulturpolitische Funktion der Ballade verweist. Ani erzählt Geschichten in Versform, mit Reim und Rhythmus, Geschichten, die in ein Korsett gefüllt werden, um nicht auszuufern, er erzählt von seiner Heimat, die offensichtlich eher eine Art zweite Heimat für ihn war oder auch keine, aus der es auszubrechen galt, und von seiner Suche nach einer Heimat im Offenen, nicht Einengenden.
    Dass Ani irgendwann den Norden,  die Nordsee, die Weite des Meeres für sich entdeckt hat, spiegelt sich u.a. in sehr persönlichen Texten wie „Der Leuchtturm“ wieder, in dem es um die private, die gefürchtete Enge im Rahmen derjenigen gesellschaftlichen Konventionen geht, die auch Leuchtturm oder Anker im Strudel der eigenen Endlichkeit sein können.

Alles Meer kehrt heim zu dir,
und alles Dunkel bricht entzwei.
Dein Blick gereicht dem Tag zur Zier.
Komm, du Liebe, sieh und sei.
                                     (Backcover)

Ein etwas anderer Gedichtband, der entdeckt werden will – gut geeignet für die Zeit um den Dezember herum – vielleicht auch von solchen Lesern, die sonst eher auf die Verknappung von Worten setzen.


Friedrich Ani, Die Raben von Ninive – Balladen, andere Gedichte und ein Zwiegespräch
Erschienen: 28.09.2020
suhrkamp taschenbuch 5067, Gebunden, 172 Seiten
ISBN: 978-3-518-47067-1
auch als eBook erhältlich
Euro 18,00

Empfehlung des Monats · Dezember 2020
von Ralph Grüneberger


Bernhard Theilmann, Das Geheimnis der Brücken

Posthum veröffentlichte der Dresdner Verlag SchumacherGebler 2019 eine Ausgabe mit Gedichten des 1949 im sächsischen Kurort Rathen geborenen Lyrikers und Redakteurs der von ihm gegründeten Zeitschrift SAX, der 2017 in Dresden verstorben ist. Ich bekam das Buch zugeschickt und hatte gerade wenige Tage zuvor ein Gedicht von Bernhard Theilmann in einer Anthologie gelesen, das neben dem eines bekannten und vielfach ausgezeichneten anderen Dresdner Lyrikers stand. Nicht sonderlich beeindruckt von dem des Prominenten, kam ich schnell auf Theilmanns Gedicht von der „postfrau“, die „mit einem blauen auge“ ihren Dienst tat. Und dieses Gedicht ist mir sehr nah.

Die Auswahl, die Witfrau und Freunde Theilmanns aus einem Manuskriptfundus von fast 600 „gefundenen Texten“ zusammentrugen, enthält eine Zeittafel und – das ist das Besondere – die Beigabe „Biografische Notizen – Bernhard Theilmann“, zusammengestellt von Detlef Krell, als Extradruck.

Diese Schrift macht deutlich, dass ein „Lob von der anderen Seite“, in dem Fall stand das in Springers „Welt“ (die Zeitung, die DDR stets in Gänsefüßchen setzte) und betraf die großartige Obergrabenpresse, nicht immer von Vorteil für jene war, die sich aus dem sogenannten „Tal der Ahnungslosen“ heraus hin zur Anhöhe der Aktiven bewegten.

Bewundernswert die Solidarität der Theilmann-Freunde, die diese Publikation zu Wege brachten. Nun müssen die Gedichte nur noch gelesen werden. Sachsens Stadtbibliotheken sind am Zug.

Bernhard Theilmann, Geheimnis der Brücken
ISBN: 978-3-941209-54-1
16,– €


 




Gibt es denn etwas Wichtigeres? „Dichter an die Natur“ – DAS GEDICHT 27

Dichter an die Natur, DAS GEDICHT 27

Empfehlung des Monats · Januar 2020
von Franziska Röchter


Wir alle entstammen ihr. Größtenteils jedenfalls. Zumindest ursprünglich – nach diversen medizinischen Eingriffen, Wiederherstellungs- oder Optimierungsversuchen oder ästhetischen Modifizierungen vielleicht nicht mehr zu 100 Prozent. Und möglicherweise bis wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft vielleicht nicht einmal mehr zur Hälfte. Aktuell aber ist es noch so, dass die „Natur“, die ursprüngliche Umgebung auf unserem Planeten, die schon vor uns und ohne menschliche Eingriffe einfach „da war“ und die notwendigen molekularischen Konstellationen zur Entwicklung pflanzlichen, tierischen und menschlichen Lebens bereit hielt und zur Verfügung stellte, dass also diese Natur unverzichtbar ist. Versuche, menschlichem Forschergeist entsprungen, die in der Natur vorfindbaren Parameter einfach nachzubauen und somit Natur zu kopieren, lassen Überlegungen entstehen, ob das dann überhaupt noch „Natur“ ist. Wo hört Natur auf, wo fängt Künstlichkeit an?

Zweifelsohne lässt sich festhalten: Wir brauchen sie, und zwar stärker als sie uns. Denn Natur existiert auch ohne die Spezies Mensch. Wir benötigen Luft zum Atmen, Wasser zum Überleben, zur Produktion von Nahrung, die Sonne wird ebenso benötigt wie nährstoffhaltiger Grund und Boden. Und das Schöne in der Natur inspiriert unseren Geist, unsere Seele. Man stelle sich ein dauerhaftes Leben ausschließlich zwischen Betonmauern vor, ohne Tageslicht, ohne Pflanzen und Bäume, mit künstlicher Ernährung in Form von Tabletten, die sämtliche benötigten Nährstoffe enthalten … Umso unverständlicher, dass gerade das „Animal rationale“ seine eigenen Lebensgrundlagen bei vollem Bewusstsein und wissentlich zerstört und ruiniert und vielen Dingen (z.B. materiellem Profit) höheren Stellenwert einzuräumen scheint als dem Erhalt der eigentlichen Lebensgrundlagen. Mir ist keine andere Art bekannt, die Gleiches tut. Wie würden Außerirdische dieses Verhalten beurteilen?

Da dem Themenkomplex „Natur“ die dringlichsten Fragen unserer Zeit zuzuordnen sind, wird eine aktuelle Anthologie über die Natur und unser extrem widersprüchliches Verhältnis zur selbigen inhaltlich zwangsläufig anders aufgestellt sein als beispielsweise noch vor rund 20 Jahren. Mit dem Besingen einer schönen Mondnacht, der freudigen Begrüßung des Frühlings, dem Festhalten eines außergewöhnliche schönen Sonnenuntergangs ist es einfach nicht mehr getan – zu brüchig, zu angeschlagen ist die Natur mittlerweile aufgrund drastischer menschlicher Missachtung ihrer Bedürfnisse. 

Die neue Ausgabe von DAS GEDICHT, herausgegeben von Christoph Leisten und Anton G. Leitner, verdeutlicht bereits anhand des plakativen schwarz-pinken Covers, welches ein comic-haftes, mit wenigen Strichen gezeichnetes Chamäleon zeigt, wie weit wir uns von der einstigen, ursprünglichen Natur entfernt haben. Und natürlich sollen auch Kinder und Jugendliche angesprochen werden, an die eine bedeutende Auswahl an Gedichten, sorgfältig von Uwe-Michael Gutzschhahn herausgefiltert, adressiert sind. Insgesamt ist diese Ausgabe so umfangreich wie nie zuvor: 177 Dichterinnen und Dichter haben für 5 Kapitel über die belebte und unbelebte Natur sowie zur Kinderlyrik beigetragen.

Jeder wird seine Vorlieben in dieser Anthologie finden. In ausgewogener Weise dominieren vielen schönen Beschreibungen naturhafter Phänomene zum Trotz gerade solche Texte, die mit besonders aktueller Relevanz eine Vielzahl an Störelementen innerhalb des Naturgefüges aufzeigen und verdeutlichen: der achtlos liegengelassene Abfall im Wald, der sich offenbar nicht selbst kompostiert, die Anhäufung von Atommüll im Meer, die Überlebenskämpfe der so wichtigen Bienen, das Ausbringen giftiger Düngemittel, der Artenschutz, die dramatische Dezimierung der Artenvielfalt durch Vernichtung von Lebensräumen, der existierende enorme Widerspruch, ja die Schizophrenie  im Hinblick auf Fleischproduktion und -gewinnung, die mangelnde Handlungsbereitschaft in der Politik unter dem Damoklesschwert der wankenden eigenen Vorteile, die mangelnde Empathie mit anderen Lebewesen … und … und … und …

Wolfgang Oppler bringt mit seinem Gedicht Erlebnisverdichtung am Berg auf den Punkt, wie durch „industrialisierten Massentourismus“  „Generatorbetriebene Sommerbeschneiungsanlagen / für gaudi-optimierte Erlebniswelten / bei 30 Grad im Schatten“ sorgen, „Fördergelder von EU, Staaten, Bundesländern“ inklusive. Wie gut, dass Frantz Wittkamp im Kinderlyrik-Teil den Kindern mit seinem Gedicht Am Waldrand ganz unmissverständlich vermittelt, dass es wirklich noch Gegenden gibt, in denen unbeschwerter Naturgenuss und echte Erlebniswelten bei freiem Eintritt und zum Nulltarif zu haben sind – denn wer weiß schon, wie lange noch?


DAS GEDICHT 27
Das Gedicht. Zeitschrift /Jahrbuch für Lyrik, Essay und Kritik / Dichter an die Natur
Herausgegeben von Christoph Leisten und Anton G. LeitnerTaschenbuch: 192 Seiten
Anton G. Leitner Verlag, Weßling, November 2019
Deutsch, ISBN-13: 978-3929433852, 15,00 €




Von null auf hundert: Till Rodheudts Debüt

Till Rodheudt, zwischen den beats, Reihe Poesie 21

  • Veröffentlicht: 01.08.2019 · Zuletzt aktualisiert: 26.07.2019

Empfehlung des Monats · August 2019
von Franziska Röchter

Nicht zufällig, so der Herausgeber Anton G. Leitner, habe der Band zwischen den beats von Till Rodheudt den Jubiläumsplatz 100 in der seit 2006 existierenden und lange etablierten Gedicht-Reihe Poesie 21 erhalten – deren Anliegen es ist, „bemerkenswerte zeitgenössische Gedichtbände und lyrische Debüts in deutscher Sprache“ zu präsentieren.  

Diese höchst sorgfältig unter dem gründlichen Auge des Verlegers und Herausgebers persönlich entstehenden Bände  bestechen durch einen hohen Wiedererkennungswert und ein seriöses und einheitliches Erscheinungsbild; trotz des sich über die Jahre längst vom ursprünglich schwarzen und roten Umschlag in Richtung Farbenvielfalt weiterentwickelten Covers und diverser kreativer Umschlagsgestaltungen reihen sämtliche bisher erschienenen aktuell 101 Titel ihre Autorinnen und Autoren in die Gedichtfamilie ein und stellen auch Debütanten – wie hier Till Rodheudt – in einen über das rein Dichterische hinausgehenden Zusammenhang in einer immer unüberschaubarer werdenden und manchmal auch undurchdringbaren lyrischen Welt. Kurzum: Die Reihe hat etwas Einendes, ist im sogenannten „Betrieb“ integrationsstiftend. Wer bei Poesie 21 verlegt wurde – und das wird gewiss nicht jeder – wird verortet, darf sich glücklich schätzen und schätzt sicher viele der Mitangehörigen in diesem Kreis lyrischer Verwandtschaft.

Was macht Till Rodheuts Gedichte besonders? Wovon schreibt der studierte Germanist und Philosoph, der 17 Jahre lang hauptberuflich nicht in der schöngeistigen, sondern ökonomischen Welt der „businessgebiete“ und „vertikaler marktgespräche“ agierte?


Einige der 5 Kapitelüberschriften (z.B. Wir flirten mit Gewehrmündungen, System oder Die Krieger sind abbestellt) lassen einen Daseinskampf des Individuums vermuten oder – Muscheln & Muscheln haben wir gesucht – deuten auf existentielle Sinnsuche in einem verschlüsselten Universum (… sprachverwirrt die anschauung / meiner nicht verstandenen / umlaufbahn  aus: die früchte ess ich). Rodheuts Texte oszillieren zwischen Innen und Außen, zwischen „funkelndem ipadglas“ und „blutbuchenschicksal“, zwischen geschlossenen Räumen und den Weiten des Universums,  zwischen „extrasolaren planeten“  und „gegenwartsschienen“, sie „verweilen im zungengrund“ und „stranden an der flussfront“,  wandern vom „zellschnee des lebens“ in „die zukunft“.

Die Gedichte wirken sehr kompakt, formell in modernen Blocksatz gefasst, manche treten nahezu quadratisch auf, als sollten die stringente Form und die umklammernden Enjambements das persönliche und lyrische Ausufern im endlosen Kosmos verhindern:



Diese „andere galaxie“ des Till Rodheudt lädt zum Durchqueren und Erforschen ein, zum Verlassen bekannter Räume, um herauszufinden, was sich „zwischen den beats“ befindet, nicht nur wegen des vom Herausgeber beschworenen „psychedelischen Flows“, sondern auch, weil die Entdeckung unbekannter Galaxien so schön den eigenen Standpunkt verändern kann.  


Till Rodheudt, zwischen den beats
Gedichte
80 Seiten, Broschur, EUR 12,80
[D]Deiningen 2019, Verlag Steinmeier
ISBN 978-3-943599-67-1
www.Poesie21.de




Last Minute Weihnachtsempfehlung: DAS GEDICHT 26 – Ewigkeitswährung Lyrik

Doppelcover Der poetische Dreh / Wendepunkte, DAS GEDICHT 26

Empfehlung des Monats · Dezember 2018
Weihnachtsempfehlung von Jule Weinrot

Jedes Jahr wieder fragt sich die Gemeinschaft der DAS GEDICHT-Anhänger aufs Neue, womit Anton G. Leitner wohl diesmal überraschen wird. Hat er sich doch mit Melanie Arzenheimer, erste weibliche Spitze in der Präsidiumsliga der legendären Literatenvereinigung Münchner Turmschreiber und 2009 allererste Preisträgerin des mittlerweile zum Lyrikstier umbenannten publikumsträchtigen Spoken-Word-Lyrikwettbewerbs Hochstadter Stier, erstmalig eine Frau als Mitherausgeberin an Bord geholt,


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Über Ulrich Becks Lyrikband komm & geh zeiten: Cowboy oder Ritter auf modernen Kriegsschauplätzen

Ulrich Beck, komm & geh zeiten, edition DAS GEDICHT, 2018

Empfehlung des Monats · April 2018
von Franziska Röchter

Wenn ein Lyriker die „Härte der modernen Arbeitswelt mit ihren Athleten des Managements“ (Waschzettelbeschreibung) thematisiert und selbst ein nicht geringer Teil genau dieser bedichteten Arbeitswelt ist, also in zwei vielleicht nur auf den allerersten Blick extrem gegensätzlichen Parallelwelten zuhause ist, dann wird man neugierig und fragt sich, wie er das macht. Wenn man aus Ostwestfalen kommt und gleich im ersten Gedicht auf der Innenseite des Schutzumschlages dieses qualitativ hochwertigen Hardcoverbandes mit Lesebändchen Bielefelds Existenz mit der Unsichtbarkeit von Briefkasten- oder Scheinfirmen  verglichen wird,  dann muss man sich Ulrich Becks Gedichte einfach einmal genauer anschauen …

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