Zwischenruf des Vorsitzenden vom 18. Juni 2017

  • Veröffentlicht: 20.06.2017 · Zuletzt aktualisiert: 20.06.2017

Am 31. Mai endete unsere Ausschreibung „Flora. Gedichte zu Pflanzen“ mit der Zusendung von über 700 Gedichten von mehr als 290 Autorinnen und Autoren aus 8 Ländern. Im September werden an dieser Stelle die Namen derer zu lesen sein, die mit einem Gedicht in der Ausgabe 2/2017 unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ zu lesen sind.

Als ich mich in den letzten Tagen darum bemüht habe, gerade unter den Einsendern dieser Ausschreibung neue Mitglieder zu gewinnen, hat sich die Mehrheit der Angesprochenen für eine Unterstützung der GZL entschieden, so dass wir beim Wettbewerb „Call for Members“ der Kulturstiftung des Bundes eine nennenswerte Zahl an Neumitgliedern vorweisen können. Im September wissen wir, ob wir – wie 2012 – zu den Gewinnern zählen werden. Eine Autorin, die in einer erzgebirgischen Kleinstadt zu Hause ist, vermochte ich nicht davon zu überzeugen, dass jede Mitgliedschaft hilft, die im Osten Deutschlands einzigartige Sammlung LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK zu erhalten oder die halbjährlich erscheinende Zeitschrift „Poesiealbum neu“ oder unsere vielfältigen, teilweise überregionalen Veranstaltungsformate und Wettbewerbe. Die Autorin fragte: „Was springt bitteschön für mich dabei raus?“ Nun wäre das an einem runden Tisch sicher leichter zu beantworten gewesen, sozusagen von Angesicht zu Angesicht, und ein Mitglied hätte sagen können, eine Neuübertragung eines Gedichts von Seamus Heaney, zu der ich in der Lyrikgesellschaft angeregt wurde, erschien in einem Jahrbuch der Lyrik in der Deutschen Verlags-Anstalt. Ein anderes Mitglied hätte sagen können: „Für die Mitwirkung an einer Anthologie konnte ich gerade in der Lyrikgesellschaft Widerhall finden und einen sehr gut durchmischten Band veröffentlichen“. Und einige weitere Mitglieder hätten ein Schreiben der Westermann Gruppe vorzeigen können, in dem ihnen mitgeteilt wurde, dass ein Gedicht von ihnen aus dem „Poesiealbum neu“ im Schulbuchbereich nunmehr eine größere Verbreitung und Auflage erlebt. Mit anderen Worten: In der GZL sein und damit in guter Gesellschaft und ein Netzwerk pflegen.

Zwischenruf des Vorsitzenden

  • Veröffentlicht: 11.11.2016 · Zuletzt aktualisiert: 11.11.2016

Es gibt nicht nur Verlierer, es gibt auch Gewinner. Dieser Tage wurde unser bereits für seine ehrenamtliche Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz geehrtes Mitglied Monika Taubitz mit dem Nikolaus-Lenau-Preis ausgezeichnet, und unser kooperatives Mitglied Margitt Lehbert und damit ihre Edition Rugerup, eine Auswahl des Verlagsprogramms haben wir unlängst im LYRIK-Schaufenster gezeigt, wird dieser Tage mit dem Horst-Bienek-Förderpreis für Lyrik geehrt. Herzlichen Glückwunsch den beiden Ausgezeichneten!

Ein Gewinn war für die (leider viel wenigen) Zuhörer auch die jüngste ZWIE SPRACHE mit unseren Mitgliedern Bettine Reichelt und Manfred Moll im literaturcafé. Beide haben, behutsam eingestimmt durch die Moderation von Helmuth Scheel, das Format auf schöne Weise umgesetzt und nicht nur ihre zwei Stimmen, zwei Schreibweisen, zwei Temperamente wirken lassen, sondern auch verdeutlicht, dass es unsere Lyrikgesellschaft auszeichnen kann, sich untereinander Beachtung zu schenken. Allerdings war dies an dem Abend in kleiner Runde die Ausnahme. Und ich muss es deutlich aussprechen: Wenn unsere Veranstaltungen, wie Ende September auf dem Flughafen Leipzig/Halle, Ende Oktober im Atelier Haddad und jetzt im Haus des Buches, weiterhin so wenig Zuspruch bei unseren ansässigen Mitgliedern aus dem Großraum Leipzig-Halle finden, stellt sich die Frage, ob die GZL über das Festjahr 2017 hinaus noch als Veranstalter agieren soll bzw. kann?

Zwischenruf des Vorsitzenden

  • Veröffentlicht: 25.10.2016 · Zuletzt aktualisiert: 31.10.2016

Nun habe ich bereits über 20 Jahre den Vorsitz unserer Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik inne, und Ende 2016 werden es 10 Jahre, dass ich die Gedichte und Texte für das „Poesiealbum neu“  auswähle und zusammenstelle. Ich danke allen für die Gratulationen und mehr noch für die getätigten Spenden, die es uns ermöglichen, zum Ende dieses Jahres die Ausgabe 2/2016 „Tugenden & Sünden“ als Doppelheft erscheinen zu lassen. Damit werden wir uns vor allem bei unseren Abonnenten für ihre Treue bedanken. Im Februar und März 2017 gibt es Gelegenheit, die Gedichtauswahl in zwei öffentlichen Veranstaltungen vorzustellen. Ort und Zeit geben wir rechtzeitig auf dieser Seite bekannt. Einladungen zu weiteren Präsentationen nimmt der Vorstand gern entgegen.

110 bislang unveröffentlichte Gedichte des Jahrgangs 2016 liegen der Jury zur Auswahl für den „Poesiealbum neu-Preis 2017“ vor, der zur Leipziger Buchmesse das erste Mal verliehen wird. Mehr dazu wird in der Nummer 2/2016 unserer Zeitschrift zu lesen sein. Froh bin ich über den großzügigen Sponsor, den ich für diesen Sachpreis gewonnen habe. Seien Sie gespannt!

Kopfschütteln war die Reaktion vieler, als die Jury in Stockholm den diesjährigen Nobelpreisträger bekanntgab. Diesem folgte das allgemeine Unverständnis über das bisherige Stillschweigen des Liedpoeten Robert Zimmermann alias Bob Dylan zu dieser übergroßen Auszeichnung, die als Arroganz gedeutet wird, aber auch Verstörung bedeuten kann – bei einem sensiblen Menschen wie Mr. Bob. Auf jeden Fall wurde der Nobelpreis für Literatur erneut einem Dichter zugesprochen; in 2 Jahren könnte es dann schon der nicht minder bedeutende Australier Les Murray sein. Beider Auftritte durfte ich erleben. Allein das sind schon Geschenke.

Zwischenruf des Vorsitzenden

Bührnheims Literatursalon

Foto: © Bührnheims Literatursalon

  • Veröffentlicht: 31.08.2016 · Zuletzt aktualisiert: 07.10.2016

WIR GRATULIEREN, allen voran unserem Mitglied Dieter Bührnheim und den beiden Leipziger Buchhandlungen, die unser „Poesiealbum neu“ anbieten. Da hat sich doch unser Daumendrücken gelohnt.
Ralph Grüneberger im Namen des Vorstandes


„Dem Sturm der Zeiten trotzende Inseln“

Drei Buchhandlungspreise gehen nach Leipzig


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Zwischenruf des Vorsitzenden

  • Veröffentlicht: 05.08.2016 · Zuletzt aktualisiert: 05.08.2016

Dass das PEN-Zentrum Deutschland in diesem Jahr mit Can Dündar und Erdem Gül zwei türkische Journalisten ehrt und ihnen mit finanzieller Unterstützung des Bundes im November in Darmstadt den Hermann-Kesten-Preis überreichen wird, erfüllt mich als PEN-Mitglied mit besonderem Stolz.
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Zwischenruf des Vorsitzenden

  • Veröffentlicht: 25.04.2016 · Zuletzt aktualisiert: 25.04.2016

In einer Zeit, in der hochnotpeinliche Reime, ausgestrahlt in einer ZDF-Satire-Sendung, zu einem „Gedicht“ hochstilisiert werden, eine Gattung, die den meisten Redakteuren fremd geworden ist (ein Ergebnis fortgesetzter Ignoranz), wird deutlich, dass sich auch mit Polit-Promi-Tagebüchern kaum mehr Geld verdienen lässt.

Der Freistaat Sachsen, der die Veröffentlichung der Tagebücher (Band 2 und 3) seines (einstigen) „König[s] Kurt“, im vergangenen Jahr mit 307.900,00 Euro bezuschusst hat, mit der Begründung, sie einem großen Leserkreis zu erschließen, bekam aus dem Verkauf vom Siedler Verlag bislang eine „Gewinn-Ausschüttung“ in Höhe von 4.698,84 Euro zurück.
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