Lesung mit Guntram Vesper – fällt aus

28.05.2019
19:30 - 21:00

Lesung mit Guntram Vesper - fällt aus

Literaturhaus Leipzig, Haus des Buches,
Leipzig, Gerichtsweg 28

Die Lesung mit dem Träger des Leipziger Buchpreises 2016, der schon 2010 während der ersten „Tage der Poesie in Sachsen“ Gast der Lyrikgesellschaft war, aus dessen lyrischem Werk „Tieflandsbucht“, erschienen im Herbst 2018 im Schöffling Verlag in Leipzigs Partnerstadt Frankfurt am Main, kann leider nicht stattfinden.

Das Kulturamt der Stadt Leipzig erachtet diese Lesung als nicht förderungswürdig und der Fachbeirat Literatur erteilte ihr keine Priorität.

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Daheim in der Fremde – Konzertlesung

24.05.2019
20:00 - 22:00

Daheim in der Fremde - Konzertlesung

Philippus,
Leipzig, Aurelienstraße 54

Der Leipziger Bernd Franke vertonte 2016 Gedichte unseres Mitgliedes Adel Karasholi. Anlasslich des 60. Geburtstages des Musikers, Komponisten und Hochschullehrers findet im Rahmen der Reihe „Konzerte am Kanal“ in der Philippus-Kirche in Leipzig-Lindenau eine Wiederaufführung des Zyklus` statt, an der auch der Dichter Adel Karasholi mitwirken wird.

Weiterhin stehen unter dem Titel „Nähe“ Psalmen von SAID auf dem Programm.

Beteiligt sind das Vocalconsort Leipzig, amarcord und das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus unter der Leitung von Alexander Merzyn.

Bernd Franke studierte in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ (HMT) Komposition bei Siegfried Thiele und Dirigieren bei Wolf-Dieter Hauschild. Seit 1981 lehrt er an Universität und an der HMT Leipzig; seit 2003 hat er an der Leipziger Universität eine Professur für Komposition, Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, Tonsatz und Analyse inne.

Bernd Frankes Werke werden weltweit aufgeführt und geschätzt. Sie sind stark geprägt durch die Tradition, aber auch durch den Jazz, oft beeinflusst durch Malerei, Bildende Kunst, Philosophie und vor allem durch andere Kulturen. Der vielseitige Komponist hat in zahlreichen unterschiedlichen Genres gearbeitet – seine kosmopolitisch geprägte Musik spricht Laien wie Fachleute an, wovon zahlreiche Auftragskompositionen zeugen. Heimat, Identität, Flucht waren und sind Themen,  die im Denken und Schaffen Bernd Frankes eine zentrale Rolle einnehmen.

 

Eintritt: 20 Euro, erm. 12 Euro
Karten im VVK in der Musikalienhandlung M. Oelsner, im Nikolaieck an der Nikolaikirche und im Stoffladen „Wildwechsel“ (Karl-Heine-Str.). Restkarten an der Abendkasse

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Zu Ehren von Volker Braun

16.05.2019
19:30 - 21:30

Zu Ehren von Volker Braun

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

»Handstreiche zum Achtzigsten«

Ehrenlesung zum Geburtstag von Volker Braun* 

Über welche Möglichkeiten verfügt unter den gegenwärtigen Bedingungen ein Schriftsteller zum Eingreifen in den Lauf der Dinge? In seinem neuesten Buch »Handstreiche« (Suhrkamp 2019) bedient sich ein mit allen literarischen Traditionen vertrauter Volker Braun der bewährten Prosaformen, um diesem Zweck näherzukommen: Aphorismen, Dialogfetzen, Zitate. In seiner Werkstatt entstehen Träume, Rätselhaftes, eigensinnige Wahrheiten, Beobachtungen zum schreibenden und fühlenden Ich und zur Welt.

Es lesen Helmut Richter, Adel Karasholi, Angela Krauß, Manfred Jendryschik, Peter Gosse und André Schinkel.

Begrüßung: Susanne Metz, Direktorin der Leipziger Städtischen Bibliotheken

Grußwort: Skadi Jennicke, Kulturbürgermeisterin der Stadt Leipzig

Moderation: Thorsten Ahrend

Am Klavier: Stefan König

Die Platzzahl ist begrenzt. Rechtzeitige Anmeldung unbedingt erforderlich unter stadtbib@leipzig.de

Veranstaltung des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller, des Vereins zur Förderung der Leipziger Städtischen Bibliotheken, Leipziger Städtische Bibliotheken und des Literaturhauses Leipzig

*unter der Mitwirkung von fünf Mitgliedern der Lyrikgesellschaft – mit Braun sind es gar sechs -, die leider nicht gefragt wurde, ob sie als Mitveranstalter dabei sein möchte, aber sie ist es de facto

Foto: Gustav Franz, ZWIE SPRACHE mit Volker Braun und Peter Gosse am 4. 4.17

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Worthaft-Lesung des Kaßberg-Vereins

Worthaft. Texte politischer Gefangener. Sonderheft 2018 Poesiealbum neu

29.04.2019
19:00 - 20:30

Worthaft-Lesung des Kaßberg-Vereins

Weltecho,
Chemnitz, Annaberger Straße 24

Sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. laden ein zu

  • „Worthaft“ – eine szenische Lesung mit Oda Pretzschner und Holger Hübner

Im vergangenen Jahr veröffentlichte die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in ihrer Reihe „Poesiealbum neu“ einen besonderen Gedichtband. Die Anthologie „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ vereint Gedichte und Prosastücke von 50 Autorinnen und Autoren. Die Mehrheit von ihnen wurde in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR wegen politischer Vorwürfe wie „Republikflucht“ oder „staatsfeindliche Hetze“ inhaftiert. Die meisten der abgedruckten Texte wurden nicht in der Haft niedergeschrieben, da Schreibwerkzeug verboten war. Viele Autorinnen und Autoren prägten sich deshalb ihre Gedichte ein und lernten die Texte auswendig, um sie nach der Haft zu Papier zu bringen. In „Worthaft“ finden sich auch Texte von Zeitzeugen des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses. Dank des Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gibt es nach der Premiere des Programms in Dresden nun erstmalig eine Vorstellung in Chemnitz. Die Dresdner Schauspieler Oda Pretzschner und Holger Hübner tragen eine Auswahl der Texte und Gedichte am 29. April 2019 um 19.00 Uhr im Café des Weltecho vor.

Der Eintritt ist frei.

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Ringelnatz-Lesung „Wassertropfen & Seifenblase“

24.03.2019
15:30 - 17:00

Ringelnatz-Lesung „Wassertropfen & Seifenblase“

Buchhandlung Südvorstadt,
04275, Karl-Liebknecht-Str. 126

Kaffee + Kekse, vor allem aber Lyrik von Joachim Ringelnatz

Lesung aus „Wassertropfen & Seifenblase“

mit Steffi Böttger, Mayjia Gille und Axel Thielmann

Moderation: Ralph Grüneberger

Eintritt frei.

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Buchhandlung „Südvorstadt“

Für diese Veranstaltung gibt es keine Projektförderung des Kulturamtes, wir bitten um Spenden.

Das Text-/Hörbuch als besondere Edition der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ entstand im Zusammenhang mit der Ausschreibung des gleichnamen Gedichtfilmwettbewerbs.

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Ein Ringelnatz-Spezial

23.03.2019
19:30 - 20:00

Ein Ringelnatz-Spezial

Buchhandlung Hugendubel,
Leipzig, Petersstraße 12

Herausgeber Ralph Grüneberger und Schauspielerin Mayjia Gille präsentieren Ringelnatz

Wir ehren in dessen 85. Todesjahr einen Dichter, der in Leipzig zur Schule gegangen ist und den die Nationalsozialisten mit Berufsverbot belegt haben. Ein Umstand, der auch Anteil an dessen frühem Tod hatte.
Auch einer solchen Veranstaltung verwehrt das Kulturamt Leipzig die Förderung, und wir schätzen es sehr, dass das PEN-Zentrum Deutschland diese Veranstaltung finanziell unterstützt und danken dafür herzlich.

„Wassertropfen & Seifenblase“ heißt das Text-/Hörbuch mit Gedichten von Joachim Ringelnatz, das Herausgeber Ralph Grüneberger gemeinsam mit den Schauspielern Steffi Böttger, Johannes Gabriel, Mayjia Gille und Axel Thielmann 2018 in der Edition kunst & dichtung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik Leipzig veröffentlicht hat. Fast 40 Gedichte von Joachim Ringelnatz, 5 davon zusätzlich auch in englischer Übertragung von Ernest A. Seemann, vereint die Ausgabe „Wassertropfen & Seifenblase. Ausgewählte Gedichte von Joachim Ringelnatz“, die im Zusammenhang mit der gleichnamigen Ausschreibung des vierten Gedichtfilmwettbewerbs der Lyrikgesellschaft steht: http://lyrikgesellschaft.de/ringelnatz-gedichtfilmwettbewerb-startet-am-7-august-2018/

Einladen sind Laien ebenso wie erfahrene Videofilmer, jeweils bis zu zwei Filme einzureichen, die auf Gedichten von Joachim Ringelnatz basieren. Neben der Filmproduktionsfirma Saxonia Media und der Waldmann KG zählt auch die Leitung der Leipziger Buchmesse zu den Geld- und Sachpreisspendern und hat den Preis „Gast der Leipziger Buchmesse 2020“ ausgelobt. Eine Besonderheit stellt die Kooperation der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit den vier Ringelnatz-„Institutionen“ in Deutschland dar. Das Projekt, das von der Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG) gefördert wird, wird getragen von der Ringelnatz-Gesellschaft in Cuxhaven, dem dortigen Joachim-Ringelnatz-Museum, dem Kulturhistorischen Museum Wurzen mit seiner Ringelnatz-Sammlung und dem gleichfalls in Wurzen ansässigen Joachim-Ringelnatz-Verein. Zur Leipziger Buchmesse wird Gelegenheit sein, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Innerhalb weniger Wochen gingen bei der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik bereits Anmeldungen aus Deutschland, Großbritannien, Österreich, der Schweiz, aus Uruguay und den USA ein. Auch Schulklassen sind unter den ersten Anmeldern, was die Veranstalter besonders freut.

Proben aus „Wassertropfen & Seifenblase“ werden während der Leipziger Buchmesse zu hören sein, gemeinsam mit dem Herausgeber Ralph Grüneberger gibt sie im Rahmen von „Leipziger Verlage stellen sich vor“ die vielfältige Künstlern Mayjia Gille zum Besten.

Am Tag darauf, am Buchmesse-Sonntag um 15.30 Uhr, ist sie gemeinsam mit ihren Kollegen Steffi Böttger und Axel Thielmann ebenfalls mit einer Ringelnatz-Lesung in der Buchhandlung „Südvorstadt“ zu erleben.

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My generation – Buchmessepräsentation

23.03.2019
18:00 - 19:50

My generation - Buchmessepräsentation

Gohliser Schlößchen,
Leipzig, Menckestr. 23

Präsentation von „My generation“ mit einer Vielzahl von Autorinnen und Autoren der aktuellen Poesiealbum neu-Ausgabe.

Dabei werden sein

Jutta Pillat
Eva Meißner-Prinz
Ulrike Diez
Ulrich Schröder
Bärbel Sanchez
Heidrun Stödtler
Heidi Bergmann
Ralph Grüneberger
Christine Kappe
Andreas-Wolfgang Rohr

Christoph Müller

Claus Irmscher

Ingrid Miller

 

Moderieren wird die Veranstaltung Stefan Kabisch.
Rezension zu Poesiealbum neu /My generation auf Fixpoetry

Da das Kulturamt Leipzig die GZL bei den Fördermaßnahmen für das 1. Halbjahr 2019 weder anteilig noch geringfügig, sondern gar nicht berücksichtigt, mussten wir dem Saxophon-Quartett „Die Sax’n“ aus Leipzig leider absagen. 

Der großartige Leipziger Musiker Michael „Massa“ Großwig, der schon mehrfach unsere Lyriklesungen musikalisch begleitet und auch bei der CD-Produktion von „Gedichte von Welt“ federführend mitgewirkt hat, hat sich kurzfristig bereit erklärt, den Abend mit seinem Saxophonspiel solistisch zu bereichern.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Vergabe des Poesiealbum neu-Preises 2019 für das beste Gedicht des Jahrgangs 2018 unserer Zeitschrift. Der Gewinner erhält eine signierte „Edelfeder“ der Waldmann KG Birkenfelde aus Sterling Silber. Der Preis wird zum 3. Mal vergeben. Bisherige Preisträger sind Erica Natale (Bielefeld) und Andreas Reimann (Leipzig).

Einlass ab 17.45 Uhr

Buchverkauf davor und (kurz) danach

Eintritt frei

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Tag der Poesie – Lyrik in der Berliner Turellkapelle

21.03.2019
18:00 - 19:30

Tag der Poesie - Lyrik in der Berliner Turellkapelle

Dorotheenstädtischer Friedhof, Kapelle,
Berlin, Chausseestraße 126

In der eindrucksvoll illuminierten Turellkapelle auf den Dorotheenstädtischen Friedhof, Berlin-Mitte, Chausseestraße 126, lesen am Tag der Poesie Ingrid Gorr, Salean Maiwald, Michael Manzek, Martin A. Völker und Jörn Sack Gedichte aus dem Poesiealbum neu „Weißglut. Gedichte zu Farben“, ergänzt um weitere Gedichte zum Thema Licht & Farbe.

Moderation und Leitung: Stefan Kabisch

Musik: Robert Würz, Saxophon

Eintritt frei

„Es werde Licht!“, steht am Anfang der Bibel geschrieben, bei der Erschaffung der Welt. Es werde Licht – vielleicht auch am Ende des irdischen Daseins. Auf diesen Gedanken können jedenfalls die Hinterbliebenen in der Dorotheenstädtischen Friedhofskapelle kommen, wenn sie dort einen Trauergottesdienst zelebrieren. Mit der Einweihung des Kirchleins am heutigen Mittwoch auf dem wohl berühmtesten Berliner Gottesacker, auf dem Hegel, Schinkel, Brecht, Eisler, Helene Weigel und viele mehr begraben sind, wird nicht nur ein sakraler Raum der Öffentlichkeit übergeben, sondern auch ein spektakuläres Kunstwerk. James Turrell, der amerikanische Lichtkünstler, hat hier eine dauerhafte Installation eingerichtet, eine kleine Sensation.

Jeweils eine Stunde vor Sonnenaufgang setzt die Show ein, das Licht beginnt in diversen Farben zu changieren. Eine eigene Lichtquelle bildet der Altar, ein Kubus aus mattiertem Acrylglas mit eingelassenen Leuchtdioden. Ihn umkränzt ein vorgeblendeter Bogen, ebenfalls von Licht hinterfangen. Hinzu kommen seitlich der Fenster platzierte schlanke Scheiben, die zusätzlich Licht absondern. Und der Altar beginnt zu leuchten, abwechselnd strahlend blau, mintgrün, safrangelb, leuchtend rot. Gemeinsam mit den anderen Lichtquellen im Raum entsteht eine bunte Melange.

(Zitat aus: Der Tagesspiegel vom 8.7.15, Beitrag von Nicola Kuhn)

Fotos: Ingrid Gorr

 

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Worthaft – Bildhaft. Kunst politischer Gefangener

Worthaft. Texte politischer Gefangener. Sonderheft 2018 Poesiealbum neu

14.03.2019
19:30 - 21:30

Worthaft - Bildhaft. Kunst politischer Gefangener

Galerie Süd,
Leipzig, Karl-Liebknecht.Str. 84

Vernissage der Ausstellung von Jörg Beier, Andreas Reimann und Gabriele Stötzer.

Im Zusammenhang mit der Sonderausgabe „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ wird im Zeitraum 14. März bis 30. April 2019 eine Ausstellung mit Werken von drei ehemaligen Häftlingen der DDR stattfinden.

Beteiligt daran sind der Holzbildhauser Jörg Beier aus Schwarzenberg im Erzgebirge, der Leipziger Schriftsteller und Grafiker Andreas Reimann und die Autorin und Künstlerin Gabriele Stötzer aus Erfurt, die ihren 2. Wohnsitz in den Niederlanden hat.

Die Organisation der Ausstellung obliegt Ralph Grüneberger, dem Herausgeber der Zeitschrift „Poesiealbum neu“, er wird die Vernissage am 14. März 2019, Beginn 19.30 Uhr, auch moderieren. Kuratieren wird die Ausstellung die Inhaberin der Galerie Süd Charlotte Ende.

Eintritt frei.

Büchertisch mit Ausgaben unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ und Werken/Katalogen der beteiligten Künstler.

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Leipziger Galerie Süd, unterstützt vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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Ausstellung: Worthaft-Bildhaft. Kunst politischer Gefangener

14.03.2019 - 30.04.2019
Ganztägig

Ausstellung: Worthaft-Bildhaft. Kunst politischer Gefangener

Galerie Süd,
Leipzig, Karl-Liebknecht.Str. 84

Galerie Süd,
04275 Leipzig, Karl-Liebknecht.Str. 84

Ausstellung von Jörg Beier, Andreas Reimann und Gabriele Stötzer.

Im Zusammenhang mit der Sonderausgabe „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ findet im Zeitraum 14. März bis 30. April 2019 eine Ausstellung mit Werken von drei ehemaligen Häftlingen der DDR statt.

Worthaft. Texte politischer Gefangener. Sonderheft 2018 Poesiealbum neu

Beteiligt daran sind der Holzbildhauser Jörg Beier aus Schwarzenberg im Erzgebirge, der Leipziger Schriftsteller und Grafiker Andreas Reimann und die Autorin und Künstlerin Gabriele Stötzer aus Erfurt, die ihren 2. Wohnsitz in den Niederlanden hat. (s. auch Artikel in der Freie Presse vom 13.03.2019) sowie den folgenden Artikel:

Eintritt frei.

Büchertisch mit Ausgaben unserer Zeitschrift „Poesiealbum neu“ und Werken/Katalogen der beteiligten Künstler.

Gabriele Stötzer wurde 1953 in Emleben geboren, lebt in Erfurt und Utrecht (NL). Während des Deutsch-/Kunst-Studiums Kontakt mit dem Künstler- u. Literatenkreis um Jürgen Fuchs in Jena. Hochzeit mit Annahme des Namens Kachold. 1976 politische Exmatrikulation u. Bewährung in der Produktion. 1977/78 Haft im Frauenzuchthaus Hoheneck wegen einer Unterschriftensammlung gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Ab 1982 Veröffentlichungen in Untergrundzeitschriften. 1989 Mitbegründerin „Frauen für Veränderung“, Mitinitiatorin der ersten Besetzung einer Zentrale des MfS in Erfurt; Wiederannahme des Mädchennamens Stötzer.

  

Jörg Beier wurde 1946 in Schwarzenberg (Erzgeb.) geboren, lebt dort als freischaffender Künstler. Noch während des Studiums an der FH für Angewandte Kunst Schneeberg wurde der gelernte Holzmodellbauer verhaftet u. zu 18 Monate Haft wegen “Staatsfeindlicher Hetze” verurteilt. 1990 Gründungs- u. Vorstandsmitglied der Schwarzenberger Kunst- und Kulturvereins (später Kunstzone), Eröffnung der Kunst-Kneipe Zur Freien Republik Schwarzenberg und Galerie Silberstein; Mitglied u.a. im Bundesverband Bildender Künstler.

 

Andreas Reimann wurde als Sohn eines Grafiker-Ehepaares u. Enkel Hans Reimanns 1946 in Leipzig geboren, lebt dort als freiberuflicher Schriftsteller u. Grafiker. Nach der Schriftsetzerlehre nahm er ein Studium am Institut für Literatur in Leipzig auf u. wurde 1966 wegen ablehnender Haltung gegenüber der SED-Kulturpolitik exmatrikuliert. Im Oktober 1968 Verhaftung im Zusammenhang mit seinem Protest gegen die Zerschlagung des „Prager Frühlings“ u. Verurteilung wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu zwei Jahren Haft. Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland u. in der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik.

 

Gemeinschaftsveranstaltung mit der Leipziger Galerie Süd, unterstützt vom Sächsischen Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur.

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Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.