„Worthaft“-Präsentation in Gedenkbibliothek Berlin

Gedenkbibliothek

23.10.2018
18:00 - 20:00

"Worthaft"-Präsentation in Gedenkbibliothek Berlin

Die Gedenkbibliothek zu Ehren der Opfer des Kommunismus,
Berlin, Nikolaikirchplatz 5

Nach „Immer schneller. Schülergedichte“ (2012) und „Gedichte von Welt. Leipzigs Partnerstädte“ (2014) erscheint mit „Worthaft. Texte politischer Gefangener“ die 3. Sonderausgabe der Zeitschrift „Poesiealbum neu„.  Sie vereint Lyrik, Liedtexte, Prosa, Publizistik sowie umfangreiche Informationen zu den 50 Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe.

An diesem Abend werden einige der Autorinnen und Autoren bzw. ehemalige politische Häftlinge dabei sein und ihren Beitrag für die Sonderausgabe lesen.

Zu Beginn der Veranstaltung wird der Herausgeber Ralph Grüneberger die Entstehungsgeschichte dieser Sonderausgabe kurz umreißen. Nur soviel: Die Idee zu dieser Sammlung entstand 2013 an eben diesem Ort.

Ihre Mitwirkung zugesagt haben bisher: Gerhard Bause, Heinz-Martin Benecke, Karl-Heinz Bomberg, Siegmar Faust, Rainer Schottländer (Stand 15.10.18).

Eintritt frei

 

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20 Jahre LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK

18.10.2018
18:00 - 20:00

20 Jahre LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Lesung mit Thomas Böhme, Rosa Domascyna, Ina Gille, Peter Gosse, Ralph Grüneberger, Kerstin Hensel und Angela Krauß

Musik: Frank Liebscher, Saxophon

Für den 2. Teil des Abends ist eine Überraschung vorgesehen.

Eintritt frei

Gemeinschaftsveranstaltung der GZL und der Leipziger Städtische Bibliotheken

 

LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK – ein Abriss ihrer Geschichte

Etwa 30 Bücherkisten überließ der Gründer der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Gerhard Oberlin, 1995 dem Lyrikkabinett München, nachdem das Experiment „Tübinger Lyrikbibliothek“ am Holzmarkt nach 5 Monaten gescheitert war. Glücklicherweise war dieser Bestand noch nicht von den Leihnehmern eingearbeitet worden und konnte so, nach Bezahlung der Lager- und Versandgebühren, 1998 nach Leipzig „überführt“ werden. Hier konnte im November desselben Jahres die LEIPZIGER LYRIKBIBLIOTHEK mit bis dahin rd. 800 in den Katalog aufgenommenen und eingestellten Titeln eröffnet werden. Dank der seinerzeit möglichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen konnte der „Münchner Lagerbestand“ von etwa 4.200 Exemplaren bis zum Jahre 2000 erfasst und katalogisiert werden.

Heute …

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Sommerabend mit Ringelnatz: »Ich bin so knallvergnügt erwacht«

25.08.2018
18:00 - 20:00

Sommerabend mit Ringelnatz: »Ich bin so knallvergnügt erwacht«

Botanischer Garten,
Leipzig, Linnéstr. 1

mit Tina-Nicole Kaiser und Jürgen Wegscheider

Die beiden Schauspieler präsentieren in ihrer szenischen Lesung Einblicke in das Leben des Dichters und mischen Heiteres und Ernstes.

„Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt“ – nach diesem Motto des beliebten Schriftstellers, Kabarettisten und Malers Joachim Ringelnatz präsentieren die beiden Schauspieler Tina-Nicole Kaiser und Jürgen Wegscheider in ihrer szenischen Lesung „Ich bin so knallvergnügt erwacht“ Einblicke in das Leben von Joachim Ringelnatz und seinem feinsinnigen Humor. Dabei mischen sich Heiteres und Ernstes auf humoristische Weise. Anhand seiner Biographie werden viele ausgesuchte Werke des Meisters des Sprachwitzes zu hören sein – mal unverblümt, mal komisch, mal melancholisch, mal nachdenklich

Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Förderkreis des Botanischen Gartens

Eintritt (einschließlich Imbiss in der Pause): 14 € / ermäßigt u. Vorverkauf 12 € (Vorverkauf ab 16. Juli an der Kasse vom Botanischen Garten)

Einlass ab 17 Uhr inkl. Besichtigung des Gartens und der Gewächshäuser (z.B. des einmaligen restaurierten Viktoriahauses)

Reservierungen richten Sie bitte bis zum 10. August schriftlich an kontakt@lyrikgesellschaft.de

Foto: © Botanischer Garten der Universität Leipzig

Informationen zum RingelnatzSommer 2018 in Wurzen vom 4.-12. August finden Sie hier: Flyer FinalRingelnatzSommer 2018

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Sommerabend mit Ringelnatz: »Das Herz sitzt über dem Popo. Eine audiovisuelle Revue«

24.08.2018
19:00

Sommerabend mit Ringelnatz: »Das Herz sitzt über dem Popo. Eine audiovisuelle Revue«

Stadtbibliothek Leipzig,
Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

mit Michael Augustin und Walter Weber von Radio Bremen

Eine vergnügliche Reise in Ton und Bild durch Leben und Werk von Joachim Ringelnatz.

„Er hat den Stein der Narren entdeckt, welcher dem Stein der Weisen zum Verwechseln ähnlich sieht.“ So beschrieb Alfred Polgar den von ihm bewunderten Dichter Hans Bötticher, der unter dem Pseudonym Joachim Ringelnatz hochberühmt wurde. Ein Großmeister des absurden Sprachwitzes, der mit seinen Gedichten über den Seemann Kuttel Daddeldu zum Doyen der höheren Nonsense-Poesie in Deutschland avancierte. Sein bewegter Lebensweg führte Joachim Ringelnatz (1883-1934) von seinem Geburtsort Wurzen in Sachsen in viele Orte, unter anderem nach Berlin und München, wo er als Star der Kleinkunstbühnen Furore machte, und während des Ersten Weltkrieges als Mariner auch nach Cuxhaven.

Die beiden Radio-Bremen-Redakteure Michael Augustin und Walter Weber präsentieren eine vergnügliche Reise in Ton und Bild durch Leben und Werk von Joachim Ringelnatz – mit Originaltonaufnahmen des Meisters, seiner Ehefrau Leonharda (genannt „Muschelkalk“), sowie Erinnerungen von Zeitgenossen und Mitstreitern im Geiste wie Erich Kästner, Manfred Hausmann, Lenka Reinerova, Peter Rühmkorf und Günter Grass. Dazu gesellen sich Ringelnatz-Interpretationen von Annemarie Hase, Günter Lüders und Otto Sander.

Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik, Stadtbibliothek Leipzig

Eintritt frei

Foto von Jachim Ringelnatz: © Joachim-Ringelnatz-Museum Cuxhaven

Foto von Walter Weber (l.) und Michael Augustin: privat

Informationen zum RingelnatzSommer 2018 in Wurzen vom 4.-12. August finden Sie hier: Flyer FinalRingelnatzSommer 2018

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Gedichte zu Pflanzen – zeitgenössisch und klassisch

24.08.2018
19:00 - 21:00

Gedichte zu Pflanzen – zeitgenössisch und klassisch

Botanisches Institut München,
München, Menzinger Str. 67

Lesung aus dem „Poesiealbum neu“, Edition kunst & dichtung, Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik e.V. Leipzig

Lyrik-Abend mit Dietrich Weiss, Rezitation, und Regina Eisner, Klarinette.

Beginn: 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr

Ort: Großer Hörsaal im Erdgeschoß des Botanischen Instituts

Eintritt frei

Die von Ulrike A. Voigt organisierte Veranstaltung wird unterstützt durch die Gesellschaft der Freunde des Botanischen Gartens München e.V.

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gegen den strom – Schriftsteller und der Prager Frühling in Leipzig

Leipzig

26.06.2018
18:00 - 20:00

gegen den strom – Schriftsteller und der Prager Frühling in Leipzig

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden,
Dresden, Bautzner Straße 112 a

Die Ausstellung „gegen den strom“ widmet sich einem literaturgeschichtlichen Ereignis der DDR-Geschichte: der illegalen Lesung auf dem Leipziger Elsterstausee im Juni 1968. Der Lyriker Siegmar Faust, bereits in den 1960er Jahren im Fokus der staatlichen Repression und von zwei Leipziger Hochschulen exmatrikuliert worden, organisierte im Sommer 1968 – als Motorbootsfahrergehilfe – gemeinsam mit Andreas Reimann eine illegale Lesung auf einem Fahrgastschiff; etwa 30 Personen hörten und rezitierten Lyrik, unter ihnen Wolfgang Hilbig, Gert Neumann und Bernd-Lutz Lange. Durch einen Informanten des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR wurde die Veranstaltung als „Riverboat-Lesung“ dokumentiert. Es folgten Verhöre und „Bewährungen in der Produktion“ sowie für den Organisator die Ausweisung aus der Stadt Leipzig.

Der Vorsitzende der in Leipzig ansässigen internationalen Lyrikgesellschaft, Ralph Grüneberger, konzipierte vor mehr als zehn Jahren eine Ausstellung in Form von 16 Wandbildern, die die Ereignisse und Personen dieser Lesung umfassend vorstellt. Die Ausstellung wurde bislang an zahlreichen Orten in ganz Deutschland präsentiert und zählt inzwischen mehr als 30.000 Besucher. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der mit dem Historikerpreis der Krostitzer Brauerei ausgezeichnet wurde. Exemplare des Katalogs können direkt bei der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik zum Preis von 10 € (plus Versandkosten) bestellt werden.

Der Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Dikatur, Lutz Rathenow, wird die erstmals in Dresden gezeigte Ausstellung eröffnen. Im Anschluss gibt es den Dokumentarfilm „In jenem beharrlichen Sommer …“ von Ralph Grüneberger und Gerhard Pötzsch zu sehen, der 2007 mit Förderung durch die Sächsische Landesmedienanstalt und die Stiftung Aufarbeitung entstand. Im Gespräch mit Siegmar Faust wird dem Ereignis, das auf den Tag genau vor 50 Jahren stattfand und das MfS auf den Plan rief, gedacht.

Veranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik in Kooperation mit der Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Eintritt zur Ausstellungseröffnung sowie zu Film und Gespräch frei

Foto: Tarik Shah

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ZWIE SPRACHE: Wir sagen uns Dunkles

12.04.2018
19:30 - 21:00

ZWIE SPRACHE: Wir sagen uns Dunkles

Literaturhaus Leipzig, Haus des Buches,
Leipzig, Gerichtsweg 28

Eine Liebesgeschichte, um die sich viele Legenden ranken: Ingeborg Bachmann und Paul Celan

Zu Gast sind der Berliner Literaturkritiker Helmut Böttiger mit seinem Buch „Wir sagen uns Dunkles“, erschienen in der Deutschen Verlags-Anstalt, Stuttgart 2017, und der Leipziger Schauspieler und Sprecher Axel Thielmann

Begrüßung: Ralph Grüneberger

„Bachmann und Celan haben sich zufällig getroffen auf einem Seminar über Literaturkritik im Oktober 1957. Sie hatten sich fünf Jahre lang nicht mehr gesehen, nicht mehr geschrieben, die Beziehung war abgebrochen, und was dann da stattfand, als sie sich sahen in Wuppertal, das ist ganz schwer zu beschreiben. Also, Coup de foudre ist noch eine Untertreibung. Und Celan schreibt dann anschließend jeden Tag glühende Liebesbriefe an Bachmann. Man kennt ihn so gar nicht, das ist die einzige Situation, wo Celan wirklich vollkommen aus sich herausgeht, von sich selber absieht und Bachmann mit Liebesbriefen überhäuft.“

aus: Helmut Böttiger im Gespräch mit Frank Meyer (Deutschlandfunk Kultur am 1. September 2017)

Helmut Böttiger, geboren 1956, ist einer der renommiertesten Literaturkritiker des Landes. Nach Studium und Promotion war er als Literaturredakteur u.a. bei der »Frankfurter Rundschau« tätig. Seit 2002 lebt er als freier Autor und Kritiker in Berlin und veröffentlichte u.a. »Nach den Utopien. Eine Geschichte der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur« (2004) und »Celan am Meer« (2006). Er war Kurator der Ausstellung »Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland« (2009) und Verfasser des Begleitbuchs. 1996 erhielt er den Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik, 2012 den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik. Für sein zuletzt veröffentlichtes Buch »Die Gruppe 47« wurde er mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2013 ausgezeichnet.

Axel Thielmann spricht Gedichte von Ingeborg Bachmann und Paul Celan.

Eintritt: 4 € / ermäßigt 3 €

Büchertisch: Angeboten werden an dem Abend die Titel „Wir sagen uns Dunkles“ (22 €) und „Die Gruppe 47“ (15 €) von Helmut Böttiger. Reservierungen signierter Exemplare für GZL-Mitglieder, die nicht zur Veranstaltung kommen können, möglich. Einfach E-Mail an lyrikgesellschaft@web.de

Gemeinschaftsveranstaltung der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik mit dem Kuratorium Haus des Buches, gefördert vom Kulturamt der Stadt Leipzig

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Von Glück und Glücksklee. Das „Poesiealbum neu“ im 12. Jahrgang

17.03.2018
18:00 - 19:00

Von Glück und Glücksklee. Das "Poesiealbum neu" im 12. Jahrgang

Gohliser Schlößchen,
Leipzig, Menckestr. 23

Präsentation der Ausgaben des „Poesiealbum neu“ mit den Titeln „Steinbrech“ und „Vom Glück“ mit

Patricia Falkenburg, Joachim Gräber, Stefan Kabisch, Manfred Klenk, Eva Lehmann-Lilienthal, Andreas Reimann, Maren Schönfeld und Heidrun Stödtler

Musik: Wolfgang Schönfeld

Moderation: Ralph Grüneberger

Vergabe des „Poesiealbum neu-Preises 2018″ für das besten Gedicht aus rd. 200 des Jahrgangs 2017
Laudatio: Klaus Pankow

Wir begrüßen außerdem als Ehrengast Roberto Vallilengua aus Wien, der bei unserem Gedichtfilm-Wettbewerb „Tugenden & Sünden“ den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen hat.

Eintritt frei / Einlass ab 17.50 Uhr

Büchertisch der GZL mit den neuen Ausgaben

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Mit Mick Jagger in Plagwitz. Leipzig-Lieder und -Gedichte

Mit Mick Jagger in Plagwitz - Cover

Mit Mick Jagger in Plagwitz - Cover

16.03.2018
20:00

Mit Mick Jagger in Plagwitz. Leipzig-Lieder und -Gedichte

Buchhandlung Südvorstadt,
Leipzig, Karl-Liebknecht-Str. 126

Lesung und Lieder aus den Büchern „Mit Mick Jagger in Plagwitz. Leipzig-Gedichte“ und „Leipziger Liederbuch“

mit

Anna Fey (Gesang)

Ralph Grüneberger (Gedichte, Liedtexte und Lesung)

Walter Thomas Heyn (Kompositionen und Gitarre)

Thomas Schinköth (Einführung)

René Schulze (Klarinette)

Einlass ab 19.45 Uhr

Eintritt frei

Stimmen zum „Leipziger Liederbuch“:

Die erste Version des Leipziger Liederbuches rief Mitte der 1980er Jahre die Zensurbehörden der DDR auf den Plan. Von „sterbenden Dörfern“ zu schreiben, einem „Leben zwischen Abraum und Zeit“, von „grauer Haut“ und verrauchtem „Gelb unterm Blau“ passte nicht ins offizielle Bild. Erst nach Veränderungen durfte 1987 die Premiere stattfinden. Nach einer weiteren Teilaufführung wurde es still um den Zyklus. Ende 2017 erklang das Leipziger Liederbuch in einer erweiterten Fassung, die bis in die Gegenwart führt. Zudem sind die Texte als Buch erschienen, nebst zwei CDs, Notenbildern und dokumentarischen Essays. Entstanden ist dabei ein leidenschaftliches Bild der Stadt und ihrer Menschen, mit vielen Zwischentönen, darunter vom Leben im Leipziger Osten damals und heute.
Thomas Schinköth

Dass das nun erschienene „neue“ Leipziger Liederbuch durchaus auch als ein Beitrag zur Aufarbeitung der SED-Diktatur verstanden werden kann, wird bereits durch die Dankesworte im Eingang vermittelt. Im abermals abgedruckten Vorwort der Originalausgabe von 1987 erfahren wir von den beiden Leipziger Autoren Ralph Grüneberger (Text) und Thomas Heyn (Musik), dass die kontrastreichen musikalischen Stilmittel […] dem Text in seiner Gesamtaussage schlussendlich untergeordnet seien, aber diese unterstreichen sollen.
Franziska Röchter

So erhält diese Sammlung von Texten und musikalischen Umrahmungen eine weit über das Nur-Künstlerische hinausgehende Bedeutung. Sie grenzt an Politik  ebenso wie an die Darstellung pseudophilosophischer Grundzüge der DDR und ihrer Auswirkungen auf konkret poetisches und damit nicht nur allgemein-artifizielles Schaffen. Und rührt damit zugleich an die Existenz des Individuums in jener vergangenen diktatorisch agierenden Gesellschaft.
Walter Neumann

30 Jahre später haben beide nun die Chance ergriffen, die Texte noch einmal hervorzuholen, einige auch komplett umzuschreiben, damit auch hörbar wird, dass Leipzig sich verändert hat. Und wie es sich verändert hat. Das neu eingespielte Programm kann man auf der zweiten beigelegten CD anhören. Und natürlich sind auch alle Texte im Buch nachlesbar, ergänzt um weitere Leipzig-Gedichte, in denen sich Grüneberger mit den Wunden seiner Stadt auseinandersetzt, eine Musikrezension von 1987 und natürlich den Essay „Gelebte Zensur“, in dem Grüneberger die ganze Vor- und Nachgeschichte erzählt. Ein Text, der auch spürbar macht, wie frustrierend die permanenten Eingriffe der Mächtigen waren.
Ralf Julke

So entsteht vor unserem inneren Auge noch einmal das Bild des kohlschwarzen, stinkenden, maroden Vorwende-Leipzig: „Die alten zerwohnten Häuser / Krümmen sich hier unterm Rauch / Sie tragen die Himmel seit Kaiser / Kriegsnarben im Mauerwerk auch.“ Das „Leipziger Liederbuch“ lädt ein zu einer Reise in eine Zeit, die nach Jahren gar nicht so weit entfernt liegt und doch hochgradig vergangen und fast schon unwirklich erscheint.
Olaf Schmidt

Dieses „Leipziger Liederbuch“ – halb 80er, halb Gegenwart – ist mit seinen zwei CDs gewissermaßen ein lyrisch-musikalisch-historisches Dokument. […] Damals […] fanden Gedichte und Lieder dieser Art besondere Aufmerksamkeit.[ …] 30 Jahre später sind es andere Wunden, andere Gewalten. Die Zeilen von heute betrachten Straßen im Leipziger Osten, begrüßen „Bienen in Eutritzsch“, wenden sich an einen Fußballgott. Damals wie heute ist Grünebergers Blick auf seine Stadt zugeneigt und desillusioniert.
Janina Fleischer

Hörbeispiele aus dem „Leipziger Liederbuch“

https://www.annafeysopran.de/h%C3%B6rbeispiele/

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Termine der Lyrikgesellschaft während der Leipziger Buchmesse

16.03.2018 - 18.03.2018
20:00 - 14:30

Termine der Lyrikgesellschaft während der Leipziger Buchmesse

„Leipzig liest“ – das heißt auch, dass Mitglieder der Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik das Lesefest mitgestalten.

Am Freitag, dem 16. März, um 20 Uhr, stellen wir in der Buchhandlung „Südvorstadt“, Karl-Liebknecht-Str. 126, Leipzig-Lieder und -Gedichte vor.

Vorgestellt wird das „Leipziger Liederbuch“ am Tage darauf, am Samstag, dem 17. März, um 19.30 Uhr, in der Leipziger Filiale Hugendubel in der Petersstaße 10.

Das gilt auch für den nächsten Tag, den 18. März, den Buchmesse-Sonntag. Im Seniorenbüro Inge und Walter, Eisenbahnstraße 66, beginnt die Vorstellung des „Leipziger Liederbuch[s] um 14.30 Uhr.

Höhepunkt der vier Lesetermine der Lyrikgesellschaft ist und bleibt jedoch die Veranstaltung im Rahmen von „Lyrik im Schlösschen“, die nunmehr zum 12. Mal an einem Buchmesse-Samstag zur Präsentation der Zeitschrift „Poesiealbum neu einlädt. Beginn ist hier 18.oo Uhr /Einlaß ab 17.50 Uhr (pünktlicher Beginn!).

Der Eintritt ist zu allen vier Veranstaltungen frei.

Foto: Helga Schulze-Brinkop / © Freundeskreis „Gohliser Schlösschen“ e.V.

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Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.