Veranstaltungen unserer Mitglieder

  • Veröffentlicht: 31.10.2018 · Zuletzt aktualisiert: 01.11.2018

Für die Literaturzeitschrift Tentakel, Literatur aus und für OWL, lesen am 06. Dezember, 19:00 Uhr, in der Buchhandlung Mondo, Elsa-Brändström-Straße 23, 33602 Bielefeld, Rolf Birkholz, Franziska Röchter und Michael Helm.

My generation – Ankündigung der Herbstausgabe 2018

  • Veröffentlicht: 17.10.2018 · Zuletzt aktualisiert: 17.12.2018

Mit der Herbstausgabe 2018 der Zeitschrift „Poesiealbum neu“ ist erneut ein Dreifachheft erschienen, das erfreute die Abonnenten. Bekannte und unbekannte Namen, junge und ältere Schreibende aus mehreren Ländern vereint diese nunmehr lieferbare Ausgabe (ausführliche Rezension in der Leipziger Internet Zeitung vom 29.11.2018).

Unser Mitglied Manfred Klenk beschenkte in Mannheim seine Freunde von „Räuber 77“ mit der Ausgabe „My generation“.

Wer noch kein Abonnement des „Poesiealbum neu“  hat, sollte sich schnell dafür entscheiden und erhält die Frühjahrsausgabe „Vom Glück. Gedichte“ in einer Lieferung mit der Herbstausgabe (Ladenpreis 6,50 € plus 7,80€); als Inlands-Abonnent zahlt man ganze 12 € inkl. Versand, GZL-Mitglieder zahlen lediglich 10,50 € für das Abo).

Bitte beachten Sie die beiden Errata!

Bestellungen des Abonnements: kontakt@lyrikgesellschaft.de

Autorinnen und Autoren von „My generation“:

Gerd Adloff

Renate Aichinger

Johanna Anderka

Ingeborg Arlt

Michael Augustin

Veit Baer

Heinrich Beindorf

Heidi Bergmann

K.U. Robert Berrer

Franziska Beyer-Lallauret

Katrin Bibiella

Marlies Blauth

Rolf Blessing

Thomas Böhme

Rosa Both (Ps.)

Oliver Bruskolini

Stefanie Bucifal

Therese Chromik

Hannelore Crostewitz

Kathrin Ursula Daehne

Erika Dietrich-Kämpf

Ulrike Diez

Róža Domašcyna

Nicole Drude

Renate Düpmann

Katharina Düwel

Lina Sophie Duppel

Cornelia Eichner

Eckhard Erxleben

Tobias Falberg

Ronja Falkenstein

Siegmar Faust

Vinzenz Fengler

Katharina J. Ferner

Peter Frömmig

Marlena Hanna Gaul

Marlene Görsch

Anne Gollin

Dincer Gücyeter

Peter Gosse

Ralph Grüneberger

Gerhard Gundermann

Gisela Hemau

Kerstin Hensel

Dieter Höss

Alfons Huckebrink

Claus Irmscher

JE (Ps.)

jottpeh (Ps.)

Stefan Kabisch

Christine Kappe

Ada Charlotte Kilfitt

Manfred Klenk

Rudolf Kraus

Susanne Kriesmer

Josef Krug

Christoph Kuhn

Grit Kurth

Fitzgerald Kusz

Philipp Langes

Sigrid Lichtenberger

Robert Lowell

Britta Lübbers

Gustav Lüder

Salean A. Maiwald

Eva Meißner-Prinz

Gerd Meyer-Anaya

Ingrid Miller

Manfred Moll

Christoph Müller

Christina Müller-Gutowski

Erica Natale

Walter Neumann

Ingrid Niegel

Alexander Nitsche

Lutz Nitzsche Kornel

Klaus Nührig

Harry Oberländer

Jutta Pillat

Lutz Rathenow

Rainer Rebscher

Viola Richter-Jürgens

Wolfgang Rischer

Franziska Röchter

Joachim Rönneper

Andreas-Wolfgang Rohr

Jörn Sack

Bärbel Sanchez

Ulrich Schacht

Claudia Schattach

Laura Schmidt-Niederhoff

Maren Schönfeld

Ulrich Schröder

Ralph Schüller

Christiane Schulz

Marlene Schulz

Helga Schulz Blank

Wolfgang Stock

Ulrich Straeter

Heidrun Stödtler

Tina Stroheker

Angelika Tonner

Helle Trede

Dieter Treeck

Holger Teschke

Guntram Vesper

Julia Weberling

Renate Wunderer

Wolfgang Wurm

 

Titelbild unter Verwendung des Gemäldes „Familienausflug 2“ von Bibi Johns.

 

2 Errata

 

fitzgerald kusz (*1944)

rock´n´roll

 

des lehrmädlä in dä schneiderei

vo meinä großtante käthe

in berlin-schöneberg houd mä

di schduhllehnä zeichd

wous vo dä saalschlachd

bamm bill-haley-konzerd

im schboddbalasd

neizeähunderdachdäfuchzg

miidhammgnummä houd:

des woä mei erschde begechnung

midm rock´n´roll

 

hochdeutsch

 

das lehrmädchen in der schneiderei

meiner großtante käthe

in berlin-schöneberg hat mir

die stuhllehne gezeigt

die sie von der saalschlacht

beim bill haley-konzert

im sportpalast

neunzehnhundertachtundfünfzig

mitgenommen hat:

das war meine erste begegnung

mit dem  rock´n´roll

 


Alfons Huckebrink (*1953)

 

33 upm

oder

der nachmittag, als ich RUBBER SOUL erstand

 

und abhörte war der schönste

(bis anhin) IN MY LIFE wozu gar

nicht viel gehörte also ich kaufte

das vage vinyl nach der penne

 

vom letzten geld zog mich zurück

YOU WON’T SEE ME zog die Kopf

Hörer auf und ab gings DRIVE

MY CAR auch ich ein starr fühlte

 

ich ein starr mit meiner mofaliebe

ach du liebes GIRL auch ich an

jenem fernen nachmittag im finstren

dezember 65 eine ausnahme

 

erscheinung goldkäfer pfau gar

paneel in NORWEGIAN WOOD

zwar das streichholz zum zünden

der selbstgedrehten im blauen

 

rauch WAIT stöhnte MICHAELA

dann auftritt des vaters in strick

zeug in bembellaune und schaum

mundig als fachmann völkisch

 

bei IF I NEEDED SOMEONE riss

mir den kopfhörer weg ja spuckte

THE WORD aus: Negermusik ja

mein haus ist kein kraal kapierst du

 

ist eine kaserne yeah ein koben ich

WHAT GOES ON? schnarrte Ringo

RUN FOR YOUR LIFE dachte ich

spießer mit den drittreichdefekten

 

der nyltestseele I’M LOOKING

THROUGH YOU heutige jugend

an schlagmichel: kein schöner

leben als THINK FOR YOURSELF.

Worthaft. Eine Anthologie mit Texten politischer Gefangener

Worthaft. Texte politischer Gefangener. Sonderheft 2018 Poesiealbum neu

  • Veröffentlicht: 01.10.2018 · Zuletzt aktualisiert: 05.10.2018

Empfehlung des Monats · Oktober 2018
von Ralf Burnicki

 

 

 

 

„Ich halte den Band für bedeutsam.“

Im Westen Deutschlands aufgewachsen war mir die DDR fremd und als Herrschaftssystem nicht geheuer. Vielleicht fuhr ich damals gerade deshalb mehrfach nach Ostberlin und suchte auf dem Alexanderplatz einen Buchladen auf, um den Hauch einer Innensicht zu erhalten. Dort galt mein Interesse neben marxistischen Theoriebändchen unter anderem der Lyrik der DDR, und im Laufe der Jahre hatte ich mir einen kleinen Stapel Lyrikbände zusammengestellt. Warum griff ich zur Lyrik? Weil ich der Meinung war, dass man in Gedichten und zwischen den Zeilen die Hoffnungen der Menschen besser ablesen konnte als in den Verlautbarungen der staatlich zensierten Presse. 
Weiterlesen

Sündenphall

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 26.09.2018

Peter Gosse (*1938)
Sündenphall

Wir aßen. – Was?
Einander. – Solch ein Hassen?
Du Dummerchen so kindesblass
Wir genasen.

Was war, war Wüste.
Nun, im lohen Glücksal Ungewussten
wir nahmen Land vor Lebens engbegrenzter Küste:
gestüm Willfährige des Ur-Gemussten.

Verging mein Mund, entstand, aufs zärtlichste zahnlos,
und zahm die Zunge, sonst so muskulöse,
betete weich die Weichheit Deiner Öse.
Im Meucheln schrille brach der Wahn los.

Das Jüngste nicht, das Höchste der Gerichte –
So speisten wir: verzückt verzögernd Dünen,
aus Drangsal Saft in Saft, und Welt helllichte.

Der Alltag lässt sich nur durch Sünde sühnen.

Quelle: „Tugenden & Sünden. Gedichte“, Herbstausgabe 2016 der Zeitschrift „Poesiealbum neu
 – wir gratulieren dem Jubilar !

Tugenden & Sünden

Poesiealbum neu: Tugenden & Sünden, Titelbild: Rosa Loy / © VG Bild-Kunst

 

Förderer und Partner

Förderer


Kulturamt
der Stadt Leipzig

Kuratorium Haus des Buches e.V.

Partner

Bührnheims
Literatursalon
Die Gesellschaft für
zeitgenössische Lyrik e.V.
ist seit 1995 Mitglied in der
1986 gegründeten
Arbeitsgemeinschaft
literarischer
Gesellschaften und
Gedenkstätten e.V.