Zwischenruf des Vorsitzenden

  • Veröffentlicht: 11.11.2016 · Zuletzt aktualisiert: 11.11.2016

Es gibt nicht nur Verlierer, es gibt auch Gewinner. Dieser Tage wurde unser bereits für seine ehrenamtliche Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz geehrtes Mitglied Monika Taubitz mit dem Nikolaus-Lenau-Preis ausgezeichnet, und unser kooperatives Mitglied Margitt Lehbert und damit ihre Edition Rugerup, eine Auswahl des Verlagsprogramms haben wir unlängst im LYRIK-Schaufenster gezeigt, wird dieser Tage mit dem Horst-Bienek-Förderpreis für Lyrik geehrt. Herzlichen Glückwunsch den beiden Ausgezeichneten!

Ein Gewinn war für die (leider viel wenigen) Zuhörer auch die jüngste ZWIE SPRACHE mit unseren Mitgliedern Bettine Reichelt und Manfred Moll im literaturcafé. Beide haben, behutsam eingestimmt durch die Moderation von Helmuth Scheel, das Format auf schöne Weise umgesetzt und nicht nur ihre zwei Stimmen, zwei Schreibweisen, zwei Temperamente wirken lassen, sondern auch verdeutlicht, dass es unsere Lyrikgesellschaft auszeichnen kann, sich untereinander Beachtung zu schenken. Allerdings war dies an dem Abend in kleiner Runde die Ausnahme. Und ich muss es deutlich aussprechen: Wenn unsere Veranstaltungen, wie Ende September auf dem Flughafen Leipzig/Halle, Ende Oktober im Atelier Haddad und jetzt im Haus des Buches, weiterhin so wenig Zuspruch bei unseren ansässigen Mitgliedern aus dem Großraum Leipzig-Halle finden, stellt sich die Frage, ob die GZL über das Festjahr 2017 hinaus noch als Veranstalter agieren soll bzw. kann?

Nordhausen 1945 – Gedichtfilm

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 11.11.2016

Gedichtfilm des Monats · November 2016

Der Schweizer Filmemacher und Autor Heinz Ruch hat sich mit seiner Film-Collage „Nordhausen 1945“ nach dem Gedicht von Ralph Grüneberger an dem Wettbewerb „Schwarze Ängste – Poetry Clips gegen den Krieg“ beteiligt.

Die spätere farbe

  • Veröffentlicht: 01.11.2016 · Zuletzt aktualisiert: 01.07.2016

Gedicht des Monats · November 2016

Andreas Reimann (*1946)

Die spätere farbe

September, september, und schwarzviolett
fruchtet der herbe holunder,
wuchern die muscheln an schrundigen buhnen,
dunkeln die trauben und pflaumen.

Und hörst du, das herbstliche heidekraut
knistert lila, und sicherlich
wiederholt die clematis
ihr schmetterlingsbrüten.

In gleicher farb‘
drängt aus dem boden der ritterling sich,
tuscht die bäuche der schwangeren wolken
im gedämmer das schwindende licht.

Schau, es haben die wasser
sanft aubergin sich versammelt zum see
in einer druse aus amethyst.

Und herbstzeitlose sind ausgestreut,
die alternden frauen, in allen parks.


Quelle: Poesiealbum neu „Weißglut. Gedichte zu Farben“, herausgegeben von Ralph Grüneberger, Edition kunst & dichtung, Leipzig 2014

Therapeutische Gebrauchslyrik für vermeintlich Verlorene

Im Garten war Nacht. Vierzig Schutzgedichte und ein gutes Wort für den armen Paul

Im Garten war Nacht. Vierzig Schutzgedichte
und ein gutes Wort für den armen Paul

  • Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: 31.10.2016

Bernhard Winter: Im Garten war Nacht. Vierzig Schutzgedichte und ein gutes Wort für den armen Paul. Mit einem Geleitwort von Anselm Grün.

Lyrik-Empfehlung des Monats · November 2016

Im „Garten war Nacht“ ist der dritte Gedichtband von Bernhard Winter im Verlag Sankt Michaelsbund seit 2011. Nach „warum der fuchs der apfelbaum?“ in 2011 und „Trau nur dem Löwen“ (2013) legt der Psychotherapeut, Lyriker und ehemalige Bürgermeister, der 2015 im Auftrag von Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz für sein Wirken auf kulturellem Gebiet verliehen bekam (siehe Dialogreihe „Schwabener Sonntagsbegegnungen“ mit prominenten Gesprächspartnern aus Politik, Wirtschaft, Kirche, Wissenschaft und Kultur)  einen Band mit 40 Schutzgedichten vor, die sich als Anregung für Ärzte, Psychotherapeuten, Seelsorger, Lehrer und für alle, die in Heil- und Erziehungsberufen tätig sind, verstehen.
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